Die 2. SSW (Schwangerschaftswoche)

Die 1. und 2. SSW haben etwas gemeinsam. Hier besteht ebenfalls keine Schwangerschaft, sondern sie wird nur rechnerisch in die 40 Schwangerschaftswochen mit gezählt. Besteht eine Schwangerschaft, rechnet der Frauenarzt vom ersten Tag der letzten Regelblutung den Geburtstermin aus. Dazu nimmt der Gynäkologe den ersten Tag der letzten Regel und rechnet 40 Wochen weiter. Dieser Termin kann noch nach Größe des Babys nach unten und oben korrigiert werden.

Stellen Sie dennoch Beschwerden fest, die auf eine Schwangerschaft hindeuten können, so haben diese andere Ursachen und sollten von einem Arzt genauer untersucht werden. Denn die Befruchtung findet erst Ende der 2. SSW (2. Schwangerschaftswoche) oder in der 3.SSW statt.

Die 2.SSW (2. Schwangerschaftswoche) beginnt

Nachdem die Regelblutung vorbei ist, wird die Frau wieder fruchtbar. Die Eier in den Eierstöcken reifen heran und in der Gebärmutter wird die Schleimhaut nach und nach wieder aufgebaut. Im Eierstock platz ein Eizellbläschen. Das darin enthaltene Ei wandert in den Eierstocktrichter und nimmt seinen Weg Richtung Gebärmutter auf sich. Da der Einsprung am Ende der 2. SSW (2. Schwangerschaftswoche) erfolgt, kann jetzt die eigentliche Befruchtung und damit auch eine Schwangerschaft in Ihrem Körper stattfinden. Der Eisprung wird mit einem durchschnittlichen Wert von 28 Tagen berechnet, wobei am 14. Tag des Zyklus das Ei seinen Weg in die Gebärmutter einleitet. Sollte in dieser Zeit ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, kann es zu einer Schwangerschaft kommen. Die Eizelle an sich ist 72 Stunden fruchtbar, der Samen des Mannes kann zwischen 12 und 24 stunden für eine Befruchtung sorgen. Das heißt, dass in diesem Zeitraum sich das Ei mit dem Sperma des Mannes verbinden kann. Dies kann ab Ende der 2. SSW (2. Schwangerschaftswoche geschehen.

Der Weg zur Schwangerschaft ist geebnet

Ende der 2. SSW kann es endlich mit dem eigentlichen Prozess der Schwangerschaft losgehen. Mit dem Orgasmus des Mannes ist der Startschuß geebnet. Rund 500 Millionen Spermien suchen sich Ihren Weg zur Eizelle, die befruchtet werden soll. Allerdings kann nur eine Spermium gewinnen. Die Spermien müssen in einer halben Stunde etwa 15 bis 18 Zentimeter zurück legen, um an das Ei zu kommen. Unterwegs zur Eizelle müssen sie an den Flimmerhärchen vorbei, bis sie schließlich am Gebärmutterhals am Ziel angekommen sind. Viele Spermien brauchen Tage bis zu Ihrem Ziel, oder kommen erst gar nicht an.

Wenn das erste Spermium an der Eizelle angekommen ist, besteht ein weiterer Weg vor ihm. Nun heißt es, sich durch die Eizellhülle zu kämpfen, um in das Innere des Eies zu gelangen. Meistens schaffen es mehrere Spermien bis zum Ei vorzudringen. Sie müssen sich dann durch die Hülle bohren. Danach kommt eine Membran, die es ebenfalls zu erklimmen gilt. Dies gelingt dann nur noch einem Spermium, da das Ei eine mitentscheidene Rolle spielt. Durch chemische Reaktionen und Botschaften entscheidet das Ei sozusagen, welches Spermium auch durch die Membran dringen darf. Nachdem dies passiert ist, entsteht eine elektrische Spannung um das Ei, welches ein durchkommen der anderen Spermien unmöglich macht.

In der Eizelle befinden sich zwei Zellkerne. Der Kopf des Spermiums und der Kern der Eizelle. Beide Zellkerne bringen Erbanlagen mit, die später mit den berühmten Sätzen wie:“Das Baby kommt ganz nach der Mutter.“ enden. Sobald die beiden Zellkerne verschmelzen, beginnt der genetische Weg eines Menschen, der einzigartig ist. Dies passiert am Ende der 2. SSW (2. Schwangerschaftswoche) oder am Anfang der 3. SSW. Je nachdem wie der Zyklus der Frau ist.

Sind Sie in der 2. SSW (2. Schwangerschaftswoche) fruchtbar?

Wer gerne schwanger werden möchte, kann den Tag der Entstehung nicht beeinflussen. Es ist Ihnen allerdings möglich, zu bestimmen, ob Sie gerade am Ende der 2. SSW fruchtbar sind.

Die Aufwachtemperatur:
Die normale Körpertemperatur liegt in der ersten Zyklushälfte, das heißt am ersten Tag der Regelblutung, bei etwa 36,5 Grad. Nachdem der Eisprung stattgefunden hat, steigt die Temperatur in Normalfall um zwei Zehntel Grad Celsius. Die leicht erhöhte Temperatur bleibt bis zur nächsten Regelblutung.

Die Messung findet in der Vagina oder im After statt, da andere Körperstellen keine korrekten Temperaturangaben machen können. Zudem muss genau nach dem Aufwachen gemessen werden, noch bevor der erste Toilettengang gemacht wird. Da der Körper im Schlaf sich erholt, sind nach einem ausreichenden Schlafrhythmus die Temperaturen am genauesten. Die Messung an sich dauert mindestens drei Minuten. Nutzen Sie ein digitales Thermometer, und achten Sie darauf, dass es zwei Stellen nach dem Komma anzeigt. Auch wenn das Thermometer nach zwei Minuten schon piepen sollte, muss es in der Vagina oder im After verweilen, da gerade danach noch die Temperatur sich verändern kann. So ist man auf der sicheren Seite, mit der Temperatur eine Schwangerschaft einzuleiten.

Die Schleimbeobachtung vor und nach der 2. SSW (2. Schwangerschaftswoche):

Viele Frauen trauen der Temperaturmethode nicht. Alternativ zur Temperatur ist es Ihnen möglich, mit der Schleimbeobachtung herauszufinden, ob Sie Ihren Eisprung hatten und damit fruchtbar sind. Um mit dieser Methode eine Schwangerschaft zu erreichen, müssen Sie Ihren Körper gut kennen. Am Anfang des Zyklus ist der Scheideneingang sehr trocken. Der sogenannte Zervixschleim ist leicht milchig bis trüb und wird in den Tagen bis zum Eisprung immer klarer. Seine Beschaffenheit wird zudem von zähflüssig zu faden ziehend. Diesen Selbsttest macht man am besten, indem man sich etwas Schleim aus der Scheide mit den Fingern holt und diesen dann zwischen Daumen und Zeigefinger langsam auseinander zeiht. Bleibt er als ein Faden zwischen den Fingern und zeigt ein klares und spinnbares Bild, so ist der Eisprung noch nicht vollzogen. Denn zum Eisprung verändert er sein Bild wieder in klebrig und trüb. Erst dann ist der Eisprung erfolgt und die fruchtbaren Tage haben angefangen.

Zusammen angewendet eine gute Kombination

Wenn Sie beide Methoden anwenden, werden Sie Ihren Körper kennen lernen und Ihre fruchtbaren Tage erkennen können. Um einen guten Zeitpunkt für fruchtbare Tage zu finden, ist es ratsam beide Methoden über mehrere Monate zu beobachten. Denn auch hier muss man wieder sagen, dass jeder Körper anders tickt. Manche Frauen können Ihren Eisprung sogar spüren. Durch ein leichtes Ziehen im Unterleib. Dies nennt man Mittelschmerz. Dabei löst sich das Ei aus dem Eierstock und gerät in den Eileitertrichter. Eine Garantie sind beide Methoden nicht, um schwanger zu werden. Doch die Wahrscheinlichkeit wird somit am Ende der 2. SSW oder am Anfang der 3. SSW erhöht. Vorbeugend sollte während der Gesamtzeit immer auf Nikotin, Alkohol und weiteren gesundheitsschädigenden Mitteln verzichtet werden. Auch zum Wohle des heranwachsenden Embryos.

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