Die 3. SSW (3. Schwangerschaftswoche)

Die durchschnittliche Zyklusdauer einer Frau beträgt 28 Tage. Der Eisprung, der für eine Schwangerschaft notwendig ist, liegt ungefähr am 14. Tag des Zyklus. Die Eizelle an sich hat eine Lebensdauer von 72 Stunden. Die Spermien eines Mannes dagegen nur 12 bis 24 Stunden. Um diesen Zeitpunkt herum entsteht am Ende der 2. SSW oder am Anfang der 3. SSW die Schwangerschaft. Da jede Frau einen anderen Zyklus hat, sind dies nur ungefähre Angaben. Somit ist es medizinisch gesehen zwar die 3. SSW, allerdings nur rein rechnerisch.

Der Zyklus einer Frau kann wechselnd sein. Bei manchen Frauen ist er immer länger und manche Frauen haben einen Zyklus von wenigen Tagen. Daher wird der erste Tag der letzten Regelblutung als Beginn der Schwangerschaft festgelegt, obwohl es im eigentlichen Sinne noch zu keiner Schwangerschaft gekommen ist. Da die Schwangerschaftswochen aber fast immer gleichermaßen bei jeder Frau verlaufen, dient diese Rechnung dazu, um den Geburtstermin zu bestimmen und um die richtige Entwicklung im Körper des Babys feststellen zu können. Diese Normwerte gelten also lediglich der Berechnung der Schwangerschaft zum Wohle des Kindes und Mutter.

Das Mutterglück in der 3. SSW (3. Schwangerschaftswoche)

Kommt es am Ende der 2. SSW oder am Anfang der 3. SSW zur Befruchtung des Eies, entsteht so neues Leben im Körper der Frau. Wenn dies geschehen ist, so bemerkt man selbst noch keine Anzeichen einer Schwangerschaft. Doch die Hormone im Körper sind sofort darauf eingestellt und eine hormonelle Veränderung findet im Körper statt. Der Körper wird nun auf die folgenden 37-38 Wochen der Schwangerschaft vorbereitet, damit das Kind im Mutterleib bestens versorgt ist. War das Eizellbläßchen vorher dafür zuständig, dass sich das Ei auf den Weg zum Gebärmutterhals macht, so wird es ab dem Zeitpunkt des befruchteten Eies zum sogenannten Gelbkörper. Dieses produziert Progesteron, welches den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut bewirkt, und somit dafür sorgt, dass das Ei sich richtig einnisten kann. Wenn das Ei vom Spermium befruchtet wurde, befindet es sich noch am Gebärmutterhals. Jetzt erst fängt es an zu wandern und braucht ungefähr nochmal sechs Tage, bis es in der Gebärmutter angekommen ist. Somit ist die 3. SSW ein Wandern des Eies in die Gebärmutter. Erst wenn dieser lange Weg vollendet ist, kann sich das Baby entwickeln. Sobald dies geschehen ist, kann man von einem Embryo sprechen. Im Prinzip besteht die 3. SSW aus dem Einnisten des befruchteten Eies.

Die 3. SSW (3. Schwangerschaftswoche) und der Embryo

Am Ende der 2. SSW oder am Anfang der 3. SSW (3. Schwangerschaftswoche) kommt es zur Befruchtung des Eies. Wenn das Spermium die Eihülle durchbrochen hat, und sich im Inneren des Eies oder Ovulum befindet, ändert sich die äußere Hülle der Eizelle. Die Struktur der Eihülle wird nach der Veränderung Zona Pellucida genannt und verhindert das Eindringen von weiteren Spermien. Sollte es dennoch gelingen, dass ein weiteres Spermium den Weg durch die Eihülle schafft, so kommt es zu einer Mehrlingsgeburt.

In den darauffolgenden Tagen passiert viel mit dem Ei und dem Spermium. Schon am zweiten Tag nach dem Einnisten teilen sich die Zellen. Da es bei der Entstehung aus zwei Zellen besteht, dem Spermiumkopf und dem Ei, sind am zweiten Tag vier Zellen vorhanden, am dritten Tage sind es 8 Zellen. Das Bild gleicht einer Maulbeere, daher nennen Wissenschaftler dieses Stadion der Eizelle auch gerne Morula. Am vierten Tag entsteht ein kleiner Hohlraum im Inneren, der für die Weiterbildung des Embryos wichtig ist. Er wird Blastozyste genannt, besser gekannt als Keimblase. Die Keimblase besteht aus zwei Zelltypen. Das eine ist die Embryoblaste. Aus Ihr entsteht der Embryo. Die andere Zelle ist die Trophoblaste.

Aus Ihr entsteht der Mutterkuchen, oder Plazenta genannt, die später für die Versorgung des Babys im Bauch sorgt. Der Mutterkuchen sorgt für den Austausch von Sauerstoff und für die nährstoffreiche Blutzufuhr über die Nabelschnur zum Embryo. Andersrum erfolgt ebenfalls ein Austausch von den Abfallprodukten des Embryos über die mütterliche Blutbahn. Demzufolge werden alle Nahrungsmittel, die in die Blutbahn der Mutter gelangen, auch dem Embryo zugeführt. Da der Embryo noch keine Organe im eigentliche Sinne hat, werden die unbenutzbaren Stoffe über die Nabelschnur auch wieder der Mutter übergeben.

Vorbeugen in der 3. SSW (3. Schwangerschaftswoche)

Wenn Sie den Wunsch einer Schwangerschaft haben, und mit den verschiedenen Möglichkeiten darauf hin arbeiten, dann sollten Sie auf einige Dinge verzichten. Dabei stehen natürlich Nikotin und Alkohol im Vordergrund. Auch am Anfang einer Schwangerschaft besteht die Gefahr, dem Embryo Schaden zuzufügen. Das Gehirn kann sich beispielsweise nicht richtig entwickeln. Allerdings sind nicht nur Nikotin und Alkohol Gefahren für den Embryo im Bauch, sondern auch grüner Tee sorgt für eine Unterversorgung. Er verringert die Aufnahmen von Folsäure, die wichtig für die Zellteilung ist.
Der Genuss von rohem Fleisch sollte ebenfalls vermieden werden. Das gilt auch für Rohkäse und Eier. Hier lauern Bakterien, die dem Baby im Bauch schaden können. Ebenso ist erwiesen, dass Nüsse außer Acht gelassen werden sollten. Dies beugt einer Nussallergie vor. In der Schwangerschaft nimmt der Embryo alle Vitamine und auch Bakterien über die Nabelschnur zu sich, die die Mutter ihm zufügt.

Eine immer wiederkehrende Frage ist der Beischlaf während einer Schwangerschaft. Auch diesen können Sie in vollen Zügen genießen. Bei hormonellen Umwandlungen im Körper kann es vorkommen, dass Sie mehr Verlangen nach Sex haben. Dem Embryo passiert in der Gebärmutter nichts. Darum darf man gerne genießen. Sollten allerdings Symptome einer Geschlechtskrankheit oder eines Pilzes vorhanden sein, ist es ratsam ein Kondom zu nutzen oder in der Zeit ganz darauf zu verzichten.

Dies sind Ratschläge, die man umsetzten kann, wenn man Nachwuchs plant. Sollten Sie erst später fest stellen, dass Sie schwanger sind und in der Zeit zu einem Glas Wein gegriffen haben, so müssen Sie sich keine Vorwürfe machen. Lassen Sie einfach ab dem Tag, wo Sie erfahren, dass Sie Mutter werden, diese Nahrungsmittel weg.

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