7.SSW (7.Schwangerschaftswoche)

Sobald die 7. SSW angebrochen ist, ist der Embryo schon 1 Zentimeter groß. Vergleichbar mit einer Kidneybohne. Er wächst rasant und man kann immer besser erkennen, dass sich ein Baby daraus entwickelt. Da sich ab dem Anfang der 7. SSWW die Muskelstränge anfangen zu entwickeln, werden beim Embryo erste Zuckungen eintreten. Diese sind aber noch nicht für die Mutter spürbar. Am Anfang der 7. SSW ist das Ungeborene einen Monat alt. Auch wenn man noch keinen Babybauch erkennen kann, ist es doch eine sehr aufregende Zeit für die werdende Mutter. Das Baby ist nun fest eingenistet in der Gebärmutter und wächst jeden Tag ein Stück mehr. Dabei werden vorerst die Organe entwickelt und langsam wird auch auf dem Ultraschallbild sichtbar, dass im Bauch ein neues Leben entsteht.

Halten Sie sich fit, denn Schwangerschaft ist keine Krankheit. Auch wenn man unter Morgenübelkeit leidet, sollte man seinen Körper in Bewegung halten. Ein täglicher Spaziergang sorgt für eine bessere Durchblutung. Dies führt dazu, dass das Baby noch besser versorgt werden kann. Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird der Embryo durch die Nabelschnur dankbar empfangen.

Die Mutter in der 7. SSW (7.Schwangerschaftswoche)

Wenn Sie in der 7. SSW sind, werden Sie unter Umständen auch weiterhin Übelkeits – und Müdigkeitserscheinungen haben können. Zudem werden Sie einen verstärkten Harndrang verspüren. Der Körper hat in der Schwangerschaft eine stärkere Durchblutung, damit Mutter und Baby gut versorgt werden können. Dadurch arbeiten die Nieren auf Hochtouren und das Gefühl, immer wieder auf die Toilette zu müssen, steigt an. Darum ist es sehr wichtig, dass Sie vermehrt in der Schwangerschaft trinken. Das bitte nicht nur in der 7. SSW, sondern fortlaufend. Ansonsten können weitere Erscheinungen, wie Kopfschmerzen, auftreten.

Die Brust, die in den ersten Wochen schon leicht gespannt war, fängt nun an sich weiter zu bilden. Sichtbar wird sie größer und der Brustwarzenhof wird größer. Die Brustwarzen fangen jetzt schon an, sich auf das Stillen vorzubereiten. Dies hat zur Folge, dass sie bei kleinsten Berührungen schmerzen können und ein Reiben am BH besser zu vermeiden ist. Mit Teebaumöl werden die Brustwarzen etwas weicher gemacht und sind nicht mehr ganz so empfindlich. Der Verzicht auf einen BH sollte nicht statt finden, auch wenn es im ersten Augenblick ein sehr angenehmes Gefühl ist. Da der Busen der Frau heranwächst, wird auch das Bindegewebe in Anspruch genommen. Bekommt die Brust keine Unterstützung durch den BH werden sogenannte Schwangerschaftsstreifen auch im Bereich der Brust verbleiben.

Auch Sodbrennen fängt bei vielen Frauen in der Frühschwangerschaft an und zieht sich bis zum Ende fort. Ratsam ist es, wenn man bei den Mahlzeiten kleinere Portionen zu sich nimmt und dafür häufiger isst. Dies kann Sodbrennen vorbeugen. Eine alte Bauernregel sagt, wenn man als Schwangere viel Sodbrennen hat, dann hat das Baby bei der Geburt viele Haare auf dem Kopf. Allerdings ist dies nur eine Redewendung, um das Ganze etwas erträglicher zu machen. Das Sodbrennen entsteht durch das Wachsen der Gebärmutter. Immerhin braucht das Baby bald viel Platz im Bauch und so werden auch die inneren Organe darauf vorbereitet, dass sie im späteren Verlauf verschoben werden. Vorbeugen ist auch möglich, indem man auf fettige Nahrung verzichtet oder Getränke mit zu viel Farbstoffen weg lässt. Alles, was nicht in den natürlichen Nahrungsplan gehört, sollte während der Schwangerschaft vermieden werden. Verzichten Sie zudem auf rohes Fleisch. Zwar ist dies nicht für Ihr Sodbrennen zuständig, doch die Bakterien können den Schleimpfropf lösen und damit eine Fehlgeburt auslösen.

Das Ungeborene in der 7. SSW (7.Schwangerschaftswoche)

Ab der 7. SSW werden die ersten Muskeln ausgebildet und das Ungeborene macht schon unkontrollierte Zuckungen. Mittlerweile ist es fast 1 Zentimeter groß und hat täglich eine Wachstumslänge von 1 Millimeter. Der Kopf des Embryos ist viel größer als der Rest des Körpers, und es entwickelt sich langsam die Stirn. Zudem ist es möglich, ab der 7. SSW die Gesichtszüge des Babys zu erkennen. Zwei tiefe Einbuchtungen im Kopf zeigen die Augen, wo später noch die Linsen einwachsen. Da die Augen in der 7. SSW noch ziemlich weit auseinander stehen, hat der Embryo leichte Ähnlichkeit mit einem Fisch.

Nicht nur die Augen, sondern auch Füße und Hände ähneln dem Fisch sehr und sogar Schwimmhäute sind noch vorhanden, die später verschwinden. Der Körper wächst mit jedem Tag und auch die wesentlichen Organe, wie Herz und Gehirn werden jeden Tag ausgeprägter. Jetzt entstehen auch Lunge und Darm. Vorerst ist der Darm auch die gleichzeitige Speiseröhre, die sich im späteren Verlauf der Schwangerschaft aber weiter entwickeln und zu zwei Röhren werden. Auch die Leber und andere innere Organe, wie Milz, fangen sich an zu bilden. Die Wirbelsäule festigt sich ab der 7. SSW und ermöglicht es so dem Nervensystem sich weiter zu entwickeln. Dadurch entstehen ebenfalls Zuckungen, die aber nicht spürbar sind.

Outen in der 7. SSW (7.Schwangerschaftswoche)?

Jede Frau steht unter dem Mutterschutzgesetz, sobald eine Schwangerschaft fest steht. Allerdings sollten Sie für sich entscheiden, sich in diesem frühen Stadion zu outen. Statistiken nach ist die Fehlgeburtenrate bis zum Anfang der 12. SSW sehr hoch. Es sind zwar gerade mal 15 % bekannt, aber die Dunkelziffer liegt bei 25 % insgesamt. Denn gerade am Anfang der Schwangerschaft bekommt eine Frau Ihre Fehlgeburt nicht mit. Darum werden geschätzte 75 % der entstanden Schwangerschaften auch bis zum Ende erhalten bleiben. Es ist zu überlegen, ob man in dem frühen Stadion der Schwangerschaft der Familie und dem Arbeitgeber mitteilt. Sollte es nämlich in der Anfangszeit zu einer Fehlgeburt kommen, so ist es schwer, dies mitzuteilen.

Fehlgeburten können auch noch nach der 12. SSW entstehen, doch die Chance wird mit jeder Woche geringer, die das Ungeborene im Bauch verbringt. Dagegen sind gerade noch in der 7. SSW (7.Schwangerschaftswoche) die Gefahren groß, und trotz schon verfestigter Lage in der Gebärmutter, ein Ausscheiden des Embryos noch möglich. Vorsorgen können Sie treffen, indem sie keinen Alkohol, Nikotin, Drogen oder anderen schädlichen Lebensmittel, wie grünen Tee, zu sich nehmen. Andersrum ist es Ihnen möglich, auf bestimmte erschwerte Arbeitsbedingungen verzichten zu können, wenn Ihr Arbeitgeber von der Schwangerschaft auch schon in der 7. SSW erfährt. Eine schwangere Frau ist zudem unkündbar und muss sich keine Gedanken machen, was aus Ihrer Arbeitsstelle wird. Denn auch nach der Geburt ist der Arbeitgeber verpflichtet, Sie wieder einzustellen

Auch wenn Schwangerschaft keine Krankheit ist, haben Sie besondere Ansprüche bei den Arbeitsbedingungen. Nutzen Sie diese, denn es geht auch weiterhin um das Wohl Ihres Kindes.

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