Akupunktur in der Schwangerschaft

Wenn Akupunktur in der Schwangerschaft gezielt eingesetzt wird, kann sie dazu beitragen, den gesamten Organismus anzuregen und auch den Muttermund weicher zu machen. Doch nicht nur zur Geburtsvorbereitung wird Akupunktur in der Schwangerschaft angewandt, auch bei Schwangerschaftsbeschwerden kann sie hilfreich sein. So gibt es inzwischen viele Hebammen, die auch Akupunkturbehandlungen gegen Übelkeit, schwangerschaftsbedingte Rückenprobleme oder seelische Belastungen anbieten.

Akupunktur in der Schwangerschaft – Der sanfte Weg, Beschwerden zu lindern

Akupunktur in der Schwangerschaft kann auf sanfte Weise dazu beitragen, Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder auch Rückenschmerzen zu lindern. Sowohl Hebammen als auch gynäkologische Kliniken bieten mittlerweile Akupunktur an, um auch die Geburt zu erleichtern.

Wird Akupunktur richtig durchgeführt, ist sie nicht nur risikoarm, sondern auch für das ungeborene Kind völlig frei von Belastungen. Auch Kopfweh während der Schwangerschaft lässt sich gut mit Akupunktur behandeln.

So wirkt Akupunktur in der Schwangerschaft

Akupunktur in der Schwangerschaft hat mehrere Effekte. Sie hemmt einerseits den Schmerz und wirkt sich außerdem entspannend auf die Seele der werdenden Mutter aus. Werden bestimmte Akupunktur-Punkte gezielt stimuliert, trägt das zu einer besseren Reifung des Muttermunds sowie einer Anregung der Wehentätigkeit bei. Der Stress während der Geburt wird dadurch reduziert, werdende Mütter können ihre Kräfte besser einteilen und so wesentlich aktiver bei der Geburt ihres Kinds mitarbeiten.

Wie genau Akupunktur eigentlich wirkt, ist bislang jedoch unbekannt. Entsprechend den Gedanken der „Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)“ soll Akupunktur den vorübergehend gestörten Fluss der Lebensenergie Qi wieder herstellen. In zwölf Hauptbahnen, den so genannten Meridianen, fließt diese Energie – ist der Energiefluss entlang der Meridiane gestört, entstehen nach der TCM Schmerzen.

Werden bei der Akupunktur nun bestimmte Punkte entlang der Meridiane gereizt, soll eine Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts erreicht werden. Bis zu 15 der mehr als 360 Akupunkturpunkte werden dabei pro Sitzung gleichzeitig gestochen. Die Nadeln für die Akupunktur sind dabei zehnmal dünner als Stecknadeln und bleiben für eine Dauer von etwa 20 bis 30 Minuten (gelegentlich auch länger) im Gewebe. In der Regel ist der Einstich völlig schmerzlos, die Nadel wird im Anschluss mit einer schnellen, drehenden Bewegung vorgeschoben. Beim Patienten kann sich ein Gefühl von Wärme, Druck, Kribbeln oder auch Taubheit bemerkbar machen. Je nach Meridian ist die Stichlänge bei der Akupunktur unterschiedlich und liegt zwischen 5 mm bis hin zu mehreren Zentimetern. Die Einstichstellen sind nach der Behandlung leicht gerötet, selten kommt es auch zur Bildung eines kleinen blauen Flecks.

Akupunktur in der Schwangerschaft richtet sich vor allem nach dem Therapie-Anlass.
Dient die Akupunktur der Geburtsvorbereitung, dann werden pro Körperseite in der Regel vier Punkte behandelt. Dabei handelt es sich um Punkte unterhalb des Knies, um den Bereich des Fußinnenknöchels, um die oberen seitlichen Waden und um die Außenseite des kleinen Zehs. Auch ein Kopfpunkt kann gestochen werden, welcher für allgemeine Beruhigung sorgt. Akupunktur zur Geburtsvorbereitung sollte jedoch nicht vor der 36. Schwangerschaftswoche beginnen, da sie das Risiko frühzeitiger Wehen birgt. Auch während der Geburt ist Akupunktur durchaus möglich, um die Geburt entweder voran zu treiben oder der werdenden Mutter Linderung zu verschaffen.

Akupunktur in der Schwangerschaft – Nur bei ausgebildeter Fachkraft

Egal, ob Gynäkologe oder Hebamme: Wichtig ist, dass Sie sich bei einer Akupunktur in der Schwangerschaft in die Hände einer Fachfrau oder eines Fachmanns begeben. Gynäkologe oder Hebamme müssen genau wissen, was sie tun und über eine entsprechende Ausbildung verfügen, da bei einigen Frauen zu Beginn der Behandlung unter Umständen Kreislaufprobleme auftreten können.

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