Körperfettwaage – Darauf sollte beim Kauf geachtet werden

Eine Personenwaage steht fast in jedem Haushalt, aber dieses Gerät ermittelt nur das Köpergewicht. Bei einer Körperfettwaage funktioniert das anders, denn hier werden zudem auch der Fett -, der Muskel – und der Wasseranteil im Körper festgestellt.

Das Prinzip dieser Waagen ist relativ einfach, auf der Trittfläche befinden sich Elektroden, die einen schwachen und nicht spürbaren Stromstoß durch die Beine und den unteren Bauch schicken. Die unterschiedlichen Widerstände werden von der Körperfettwaage erfasst und errechnet. Vor der Benutzung muss der Nutzer Angaben zu seinem Gewicht, dem Geschlecht, der Größe und dem Alter angeben.

Das Wichtigste in Kürze:

  • für welche Personen sind Körperfettwaagen geeignet?
  • wie genau arbeiten die Geräte?
  • können sie Risiken verursachen?
  • worauf muss der Anwender achten?

Körperfettwaagen sind für diejenigen geeignet, die öfter eine Gewichtsreduktion anstreben. In erster Linie jedoch für Personen, die unter Übergewicht leiden, denn ein zu hoher Körperfettanteil gilt als Auslöser für Diabetes Typ 2, sowie für Herz – Kreislauf – Erkrankungen.

Aber auch für Personen, die Krafttraining oder viel Sport im Allgemeinen betreiben, ist eine Körperfettwaage genau das Richtige. Kraftsportler haben schließlich großes Interesse daran, Muskeln aufzubauen und Fett abzubauen.

Für Menschen die lediglich ihr Gewicht überwachen wollen, ist eine herkömmliche Personenwaage vollkommen ausreichend. Wer jedoch wissen möchte, wie sich sein Körperfett zusammensetzt oder verändert, wird um den Kauf einer Körperfett – bzw. Körperanalysewaage nicht herumkommen.

So funktioniert eine Körperfettwaage

Bei diesen Geräten wird neben dem Gewicht, auch der Fettanteil eines Körpers gemessen. In der Regel besitzen die Waagen vier Elektroden, die einen leichten Stromimpuls abgeben. Dieser wiederum fließt durch den Körper und ermittelt den Widerstand.

Diese Ermittlung gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Fettanteil im jeweiligen Körper ist. Körperfettwaagen haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber der klassischen Waage, denn Messungen sind ohne Schwierigkeiten durchzuführen und der Nutzer verfügt in kurzer Zeit über sein Ergebnis.

Die meisten der Geräte analysieren den Körperfettgehalt des Nutzers durch einen schwachen Stromimpuls, der durch den Körper fließt. Andere wiederum kommen ganz ohne Strom aus und berechnen das Körperfett zum Beispiel durch Umfänge.

Nachteile sind: es wird lediglich nur bei Beinen und Hüfte gemessen und nicht der Oberkörper. Zudem können Messungen infolge Unterschiedlicher Faktoren stark schwanken. Wichtige Voraussetzungen zur Nutzung einer Körperfettwaage sind:

  • immer den gleichen Zeitpunkt einer Messung einhalten
  • immer mit nackten Füßen betreten
  • nicht nach dem Duschen wiegen (feuchte Haut beeinträchtigt die Ergebnisse)
  • das Gerät nie in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit nutzen

Wer sich nicht sicher ist und einen Fehlkauf vermeiden möchte, sollten sich im Vorfeld einige Gedanken machen. Folgende Punkte sind zu bedenken:

  • wie unterscheiden sich drei verschiedene Varianten (Körperfettwaage, Körperanalysewaage, Körperanalysewaage mit Handsensor)?
  • wie genau sollen die Messungen ausfallen?
  • soll die Waage mit einer App ausgestattet sein?
  • welche Preisklasse wird bevorzugt?

Im Übrigen gibt es einige, aber wesentliche Faktoren, die ein genaues Messergebnis nicht möglich machen. Dazu gehören unter anderem:

  • Körperhydration
  • nasse bzw. feuchte Füße
  • volle Blase
  • Wasserzufuhr
  • Ernährung
  • Schweißproduktion
  • Menstruation
  • Hornhautdicke an den Füßen

Körperfettwaagen, die nicht über einen Handsensor verfügen, lassen zu wünschen übrig. Sie führen nur zu einer Messung durch Beine und Unterkörper und um den Körperfettanteil im Oberkörper zu ermitteln, muss eine Hochrechnung stattfinden.

Köperfettwaagen mit Handsensor jedoch können laut Hersteller, eine Genauigkeit von Plus bin Minus 5 % erreichen. In der Regel wird hierzu eine Segment – Körperanalysewaage eingesetzt.

Körperfettwaagen mit App

Es werden immer mehr Lebensmittel mit den sogenannten Geschmacksverstärkern von der Industrie hergestellt. Das fordert nicht nur bei Erwachsenen seinen Tribut, sondern besonders bei Kindern. Süßigkeiten und fetthaltige Speisen führen unweigerlich mit der Zeit zu mehr oder weniger großen Gewichtsproblemen.

Eine genaue Kontrolle von Körperfunktionen und Gewichtssteigerung ist diesbezüglich nötig und kann nur mit einer Körperfettwaage, die übrigens auch einen Aufschluss über den Body Maß Index gibt, ermittelt werden.

Unser digitales Zeitalter macht es möglich, dass in Form einer App, Auskünfte und notwendige Aufgaben übermittelt werden. Auch die Steuerung einer Körperfettwaage kann problemlos über die Bühne gehen und es ist zudem möglich, sich mit anderen Abnehmwilligen auszutauschen. Das gilt in erster Linie zum Austausch analytischen Auswertungen. Aber auch zur Gewichtsabnahme ohne weitere Personen, kann eine App äußerst hilfreich sein, indem diese das Abnehmen kontrolliert und den Nutzer jeden Tag über sein Vorhaben informiert.

Weitere Vorteile einer Körperfettwaage mit App sind, der Nutzer hat sämtliche Daten in gesammelter Form auf einen Blick zusammen. Unterschiedliche Anzeigemodule erlauben, einen Verlauf grafisch darzustellen, sodass Trends leichter zu erkennen sind. Die Werte der App lassen sich teilen, zum Beispiel via E – Mail.

Vor – und Nachteile einer Körperfettwaage

Unter Beachtung der immer gleichen Messbedingungen, sind diese Ergebnisse im Trend zu bewerten.

Vorteile:Nachteile:
leichte Handhabung, sowie Ablesbarkeit der Messergebnisseerkennbar sind lediglich Trends in der Entwicklung
steigert die Motivation während einer Diätkeine Aussagekraft bei Nutzung unterschiedlicher Waagen
bessere Darstellung über PC – Software oder kompatibler App für ein Smartphonezum Teil größere Ungenauigkeiten

Einer der Vorteile einer Körperfettwaage besteht darin, dass die Nutzung einfach vonstattengeht. Der Anwender muss sich einfach mit nacktem Körper auf die Waage stellen, zwei bis drei Sekunden abwarten und das Ergebnis ist auf dem Display ablesbar.

Der wohl größte Nachteil ist, die Messergebnisse können aufgrund unterschiedlichster Faktoren starken Schwankungen unterliegen. Daher sollte der Nutzer einige Aspekte beachten, um möglichst vergleichbare Ergebnisse zu erzielen.

Einfache Ausführungen der Geräte sind recht günstig zu bekommen. Die unterschiedlichen Bauteile können unkompliziert produziert werden, daher liegen die Preise in der Regel weit unter 100 Euro. Aufwändig hergestellt Modelle sind natürlich kostenintensiver, aber auch genauer.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Für viele Personen ist immer der Preis ein wichtiger Aspekt. Beim Kauf einer Körperfettwaage sollten Verbraucher das Budget außer Acht lassen, denn bei diesen Geräten geht es in erster Linie um die Genauigkeit und die benötigten Funktionen.

Vorrangig ist auf das Material zu achten, denn Qualität und Verarbeitung sind ein Garant für die Langlebigkeit. Experten empfehlen aus diesem Grund, Körperfettwaagen aus Edelstahl oder einem Sicherheitsglas. Zudem sind bei diesen Modellen die Fußsensoren gut eingearbeitet und zeigen auch über einen längeren Zeitraum hinweg, wenig bis gar keine Abnutzungserscheinungen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Display. Die ermittelten Werte müssen groß genug angezeigt werden. Bei einigen Herstellern ist das zwar der Fall, bei anderen wiederum sind Werte wie Körperfettanteil, Muskelanteil und Wasseranteil kaum zu erkennen. Das Ablesen wird somit zu einer lästigen Tätigkeit und das Display erfüllt nicht den eigentlichen Zweck.

Gerade wenn mehrere Familienmitglieder die Waage nutzen möchten, muss ein Benutzerspeicher vorhanden sein. Der Speicher stellt sich als äußerst sinnvoll heraus, um wichtige Werte wie Alter, Größe und Geschlecht nicht vor jedem Wiegen neu eingeben zu müssen. Zudem werden vorherige Werte gespeichert, sodass der jeweilige Nutzer sie mit aktuellen Messwerten vergleichen kann.

Sinn macht es zudem, wenn die Körperfettwaage auch wichtige Messwerte wie beispielweise Muskelanteil, Wasseranteil, BMR, AMR und Knochenmasse anzeigt. Allerdings kann dieses je nach Bedarf und Nutzen gewählt werden.

Im Gegensatz zu den Messwerten ist ein Handsensor unerlässlich. Dadurch bedingt werden nicht nur Beine und Unterbauch vermessen, sondern der gesamte Körper. So lassen sich ziemlich genaue Werte ermitteln, die keiner weiteren und umständlichen Hochrechnung bedürfen.

Kaufkriterien im Überblick:

  • Genauigkeit
  • Messwerte und Kennzahlen
  • Datenübertragung und Synchronisation
  • Datenanalyse und Datenaufbereitung
  • Familienfreundlichkeit
  • Kindermodus
  • Athletenmodus
  • Preis
  • Design und Handhabung

Je nach Modell und Hersteller werden außer dem Gewicht und dem Körperfett weitere wichtige Informationen ermittelt. Hierbei handelt es sich um:

  • Gewicht
  • Körperfett
  • Viszeral Fett
  • Muskelmasse
  • Körperwasser
  • Knochenmasse
  • BMI
  • Grundumsatz (BMR)
  • metabolisches Alter
  • Herzfrequenz

So genau arbeiten moderne Modelle

Köperfettwaagen sind die neuen digitalen Wahrheiten Ermittler. Sie messen nicht nur das Gewicht, sondern auch Fett – und Wasseranteil, als auch die Muskelmasse. Doch wie genau sind die Werte eigentlich? Die Geräte sind für viele Menschen Fluch und Segen gleichzeitig, entweder sie überbringen frohe Botschaften oder unangenehme Wahrheiten, je nachdem, was auf dem Display abzulesen ist.

Doch auch für diese Art von Waagen in unserem Zeitalter gilt, sie können sich irren! Auf unerklärliche Weise nämlich, ändern sich Angaben wie von Zauberhand über Nacht. Gewicht und Körperfettanteil steigen auf dubiose Werte an, wie genau arbeiten die Geräte also eigentlich?

Bei unterschiedlichen Testergebnissen wurden starke Abweichungen von verschiedenen Geräten festgestellt. Teilweise handelte es sich hierbei um rund 50 % der Referenzwerte (Bod Pod). Ein Grund liegt in den nicht immer gleichen Messmethoden der Körperfettwaagen. Gängige Modelle aus einem Fachhandel arbeiten in der Regel mit der bioelektrischen Impedanz – Analyse. Es handelt sich hier um die Waagen, wo Elektroden angebracht wurden und sich der Nutzer mit seinen bloßen Füßen draufstellen muss.

Wasser, als auch Muskelmasse sind dabei gute Leiter, Fettzellen leiten schlechter. Die Waage ermittelt mit einem Algorithmus aus dem gemessenen Widerstand, dem Geschlecht, der Größe und dem Gewicht die jeweilige Körperzusammensetzung.

Der Oberkörper wird nicht miteinbezogen, es werden bei dieser Methode lediglich die unteren Extremitäten beachtet. Doch auch unter Zuhilfenahme dieser negativen Kriterien lohnt sich die Anschaffung einer Körperfettwaage, auch wenn sie nicht hundertprozentig exakt Aufschluss geben. Nutzer können trotz allem, einzelne Werte miteinander vergleichen und den jeweiligen Verlauf verfolgen.

Viele Hersteller bieten zudem mittlerweile Apps an, die eventuelle Fortschritte als Diagramm anzeigen. Gerade für Personen die eine Gewichtsreduktion anstreben, ist solch ein Display eine gute Motivation und zudem hilft regelmäßiges Wiegen nachweislich, dass Wunschgewicht beizubehalten.

Körperfettwaagen – mit Trend nach oben

In den vergangenen Jahren hat sich der Absatz von Körperfettwaagen deutlich gesteigert, Tendenz nach oben zeigend. Einige Hersteller haben den Verkauf mehr als verdoppelt, ins besonders wenn es sich um Geräte mit einer App handelt.

Persönliche und individuelle Lebensgewohnheiten, hierbei deutlich die Bewegungsdaten, finden mehr Berücksichtigung bei den Nutzern. Dennoch machen Personen, die eine solche Waage nutzen, oft entscheidende Fehler, sodass sich Messfehler ergeben.

Mögliche Fehlerquellen sind unter anderem:

  • Zustand der Füße hat einen großen Einfluss auf das Messergebnis.
  • schon ob die Füße warm oder kalt sind kann beeinflussen
  • ähnlich sieht es aus, ob der Nutzer sich eingecremt hat oder nicht
  • bei denjenigen, die weniger trinken, kann Körperfett als auch Wasseranteil falsch angezeigt werden.
  • vorheriger Alkoholgenuss kann Ergebnisse verfälschen
  • bei Frauen spielen zyklusbedingte Schwankungen eine Rolle
  • eine stark gefüllte Harnblase beeinflusst die Werte
  • starke Hornhautbildung an den Füßen kann Messwerte unbrauchbar machen
  • Messfehler können von 2 bis 3 Messungen hintereinander ausgeschlossen werden

Für wen sind Körperfettwaagen nicht geeignet?

Körperfettwaagen sind nicht für alle Menschen geeignet. Einige Personen sollten daher auf den Gebrauch verzichten. Das gilt besonders für Frauen in der Schwangerschaft und auch für Bodybuilder mit einem sehr hohen Muskelanteil, sind die Messwerte nicht als relevant zu bezeichnen.

Das Gerät ermittelt die Ergebnisse mittels eines leichten Stromschlages. Dieser ist zwar sehr gering, dennoch sieht das bei Personen mit einem Herzschrittmacher anders aus. Auch ein leichter Stromschlag kann zu Komplikationen mit dem Herzschrittmacher führen.

Für Bodybuilder und Hochleistungssportler ist der Schlag nicht gefährlich, aber ein relativ hoher Muskelanteil kann die Ergebnisse mehr oder weniger stark verändern. Einige der Geräte verfügen allerdings über einen Sportlermodus, die trotz einer hohen Muskelmasse nachweislich genaue Ergebnisse abliefern.

Ganz ähnlich verhält es sich bei Schwangeren. Der Stromschlag ist für Mutter und Kind vollkommen ungefährlich, wegen der erhöhten Wassereinlagerung, bedingt durch das Fruchtwasser, sind die gelieferten Werte unbrauchbar.

Hinweis: einige der Hersteller empfehlen eine Körperfettwaage erst ab einem Alter von 6 Jahren. Auch in diesem Fall sind genaue Wertemessungen vorher nicht möglich. Personen, die einer Risikogruppe angehören, sollten im Vorfeld mit ihrem Arzt Rücksprache halten.

Ratgeber für Körperfettwaagen

Für immer mehr Menschen in Deutschland ist eine gesunde Ernährung und sportliche Betätigungen wichtig. Technische Gadgets, wie beispielsweise eine Körperfettwaage, werden daher immer beliebter. Leider verliert nicht jeder an Gewicht, auch wenn er Sport macht und sich dementsprechend ernährt.

Hier ist ein Blick auf den Körperfettanteil nötig denn auch, wenn sich am Gewicht nichts verändert hat, kann sich der Körperfettanteil minimieren. Das liegt daran, dass sich Muskelmasse gebildet hat, was einen höheren Grundumsatz am Tag bedeutet.

Um ungenaue Messungen zu vermeiden, sollte diese Art von Waage immer auf einem harten und flachen Boden positioniert werden. Teppichboden oder andere weiche Unterlage sind eher kontraproduktiv.

Hinweis: der Körperfettanteil ist deutlich aussagefähiger, als der sogenannte Body – Mass – Index. Dieser berücksichtigt nicht die Körperfettzusammensetzung, sondern ausschließlich das Gewicht der Person. Mit einer Körperfettwaage kann jeder für sich analysieren, ob eine Diät den gewünschten Erfolg bringt.

Wann ist der beste Messzeitpunkt?

Der beste Zeitpunkt für das tägliche Messritual ist, wenn sich der Wasserhaushalt des Nutzers in einem ausgeglichenen Zustand befindet. Zudem sollte das Wiegen vor dem Abendessen stattfinden und auch Sport sollte im Vorfeld möglichst unterlassen werden.

Auch nach dem Aufstehen ist eine Messung nicht sinnvoll, da der Mensch nachts schwitzt und Flüssigkeit verliert. Der Nutzer muss seinen Flüssigkeitshaushalt im Vorfeld auffüllen. Das geschieht indem er zwei bis drei Gläser Wasser zu sich nimmt und sich 30 Minuten danach auf die Waage begibt. Wichtig ist bei einer Körperfettwaage, dass immer das gleiche Prozedere und die gleiche Tageszeit eingehalten werden.

Das Gerät sollte zudem immer im vollkommen nackten Zustand benutzt werden. Kleidung wirkt sich negativ auf das Ergebnis aus. Trockene Haut ist ein weiteres Muss, bitte nicht nach dem Baden und Duschen oder nach körperlicher Anstrengung das Gerät nutzen.

Das zeichnet eine gute Waage aus

Die perfekte Körperfettwaage sollte die Anforderungen des Nutzers erfüllen, die er selber stellt. Daher gibt es einige Entscheidungshilfen, was den Kauf eines solchen Gerätes betrifft:

  • hohe Genauigkeit bei der Ermittlung der Messwerte (Gewicht, Fettanteil, Muskelanteil, Knochen und Wasser)
  • Speichern von vorhandenen Messdaten zur Ermittlung einer Tendenz
  • Sportlermodus ist von Vorteil
  • mehrere Anwenderprofile
  • automatisches Erkennen von unterschiedlichen Personen
  • einbinden von Sport – Apps oder Gesundheits – Apps per WLAN oder Bluetooth
  • stabil und lange haltbar
  • leichte Wechselmöglichkeit von Batterien und deren Langlebigkeit
  • ansprechendes Design
  • leichte Reinigungsmöglichkeiten

Im Vorfeld sollten Verbraucher abklären, welche Funktionen und Werte für sie von Nutzen sind. Bei sehr genau arbeitenden Körperfettwaagen muss mit einem höheren Kostenfaktor gerechnet werden. Des Weiteren sollten Aspekte einbezogen werden wie beispielweise, wie viele Personen die Waage verwenden möchten, denn dann sind mehrere Anwenderprofile nötig.

Soll das Gerät über ein leicht ablesbares und großes Display verfügen oder sollen die Daten via Smartphone versendet werden? Wird ein solches Gerät überhaupt ausreichend genutzt?

Unterschiedliche Arten von Waagen

Generell gibt es 4 unterschiedlichen Waagetypen. Im Einzelnen handelt es sich um:

  • klassische Personenwaage: (misst nur das Gewicht einer Personen, wird oft auch Körperwaage genannt)
  • Körperfettwaage: misst das Gewicht und bestimmt zusätzlich den Körperfettanteil
  • Körperanalysewaage: misst mehr als das reine Gewicht und den Körperfettanteil. Darüber hinaus kann das Gerät weitere Komponenten ermitteln, zum Beispiel, den Wasser – und Muskelanteil. Zudem stellt die Waage Statistiken und Trends bereit. Die Messung wird über die Fußsohlen durchgeführt.
  • Segment Körperanalysewaage: die High – Tech – Waage verfügt über zusätzliche Elektroden für die Füße und Sensoren für die Hände. Der Nutzer kann eine Ganzkörperanalyse durchführen und zudem liefern diese Geräte die besten Ergebnisse. Je nach Hersteller kommen ausgetüftelte Messverfahren zum Einsatz und die Geräte schlüsseln Ergebnisse für die Messwerte für das Körperfett, als auch der Muskelmasse nach Körpersegmenten wie Beine und Arme auf.

Wichtige Gründe für die Anschaffung

Gesundheitliche Risiken entstehen durch einen zu hohen Fettanteil im menschlichen Körper. Das Risiko für Herz – Kreislauf Erkrankungen und Diabetes Typ 2 steigt enorm an, dass gilt besonders für den Anteil an Bauchfett.

Diejenigen, die Diäten machen, möchten Erfolge verbuchen können, insbesondere ist hier wiederum der Fettanteil im Körper zu berücksichtigen. Für Personen, die sich dem Krafttraining verschrieben haben ist der Anteil von Fett – und Muskelgewebe interessant. Ziel ist hier, Muskeln aufzubauen und Fett abzubauen.

Auch Personen die Langstreckenlauf betreiben oder viel mit dem Fahrrad unterwegs sind, können mit dem Gerät ihre Körperfett – und Muskelfettanteile überwachen. Das Messprinzip einer Körperfettwaage basiert auf der bioelektrischen Impedanz – Analyse (BIA). Die Analyse ist wissenschaftlich genau untersucht, bis zum heutigen Tag gibt es mehr als 2.000 Publikationen.

Die Waage misst den elektrischen Widerstand durch bestimmte Abschnitte im Körper. Hierzu wird die sich bekannt, dass ein leichter Stromschlag nötig, der jedoch kaum spürbar ist. Das Gerät macht sich die Eigenschaften genutzt, dass Wasser den elektrischen Strom besser leitet als Fett. Muskelgewebe enthält bis zu 70 % Wasser und ist ein idealerer Leiter als Fettgewebe, welches über einen Wasseranteil von zwischen 5 und 13 % verfügt. Fett weist somit einen höheren elektrischen Widerstand, auch Impedanz genannt, auf als Muskeln.

Das Gerät misst nicht direkt das Körperfett, sondern den Anteil, der über eine geeignete Formel berechnet wird. In diese gehen gemessene Werte, als auch das Körpergewicht ein, zudem benötigt das Gerät ebenfalls Angaben zur Körpergröße, Geschlecht und Alter der Person.

Die wichtigsten Kriterien zur Nutzung sind:

  • Messung immer zur gleichen Tageszeit, am besten am Morgen, durchführen
  • Aufstellung der Waage an immer dem gleichen Ort
  • auf trockene Füße ist besonders zu achten
  • immer das gleiche Gerät verwenden

Welche ist die richtige Körperfettwaage?

Verbraucher können Körperfettwaagen auf unterschiedliche Arten erwerben. Ein Kauf ist möglich im Fachhandel, im Internet, als auch im Discounter, wobei hier die Geräte nur zu bestimmten Zeiten im Sortiment verfügbar sind.

Während Discounter die Geräte nur zeitweise anbieten, ist der Fachhandel oder ein Onlineshop eine sichere Anlaufstelle. Im Internet ist es zudem möglich, die Preise besser zu vergleichen und auch die Modelle sind weitaus zahlreicher vorhanden, als im Fachhandel.

Bei Geräten aus einem Discounter müssen Verbraucher zwar auf High – Tech und beste Computertechnik verzichten, für ein gelegentliches Bestimmen des Körperfettgehaltes kann eine Waage von Aldi jedoch ausreichend sein. Gute Körperfettwaagen, die brauchbare Ergebnisse liefern, können Nutzer zum Beispiel, bei den Herstellern Soehnle oder Beurer bekommen. Jedoch sollten auch hier bei den Geräten im mittleren Preissegment Ungenauigkeiten in Kauf genommen werden.

Training und Aktivität mit einer Körperfettwaage abstimmen

Eine Körperfettwaage reicht nicht allein aus, um Pfunde purzeln zu lassen. Sport und andere Aktivitäten sind maßgeblich daran beteiligt, Gewicht zu reduzieren. Die Geräte unterstützen jedoch aktiv die Messungen von Körperfett und Muskelmasse. Wird Muskelmasse abgebaut statt Fett, muss der Trainingsverlauf entsprechend geändert werden. Bei richtig gewählten Aktivitäten verzeichnet die Waage den kontinuierlichen Erfolg.

Es gibt auch andere Methoden den Körperfettgehalt festzustellen. Manche fallen sogar oft deutlicher aus, sind jedoch aufwändiger und in der Regel auch kostenintensiver. Zu den bekannten Verfahren gehören unter anderem:

  • hydrostatische Methode: hierbei handelt es sich um eine Unterwasser – Körperfettmessung, die überwiegend in Instituten und Kliniken zur Anwendung kommt. Die Methode ist mit viel Aufwand verbunden, liefert aber die genauesten Ergebnisse.
  • BODPOD: diese funktioniert ähnlich wie die hydrostatische Methode, doch anstelle von Wasserverdrängung, wird die Verdrängung von Luft in einem geschlossenen Behälter analysiert. In Deutschland wird sie so gut wie nicht praktiziert.
  • Caliper: ist einfach durchzuführen und liefert ebenfalls genaue Ergebnisse. Es handelt sich hierbei um eine Hautfaltendickenmessung, die mittels einer Plastikzange (Caliper) durchgeführt wird. Diese Methode eignet sich bestens zur Ergänzung einer Körperfettwaage.
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