Frankreich von der Provence bis zu den Pyrenäen

Frankreich bietet seinen Gästen nicht nur eine exzellente Küche und hervorragende Weine, sondern auch Kunst, Eleganz und Kultur. Zudem ist das flächenmäßig größte Land der EU voller landschaftlicher Gegensätze, die bezaubern. Sie reicht von der Normandie mit ihren zerklüfteten Küsten am Atlantik bis hin zu den Bergwelten der Pyrenäen. In der Provence hingegen dominieren Lavendelfelder und kleine, historische Dörfer, die noch heute den Charme vergangener Zeiten ausstrahlen. Im Zentrum Frankreichs dann der Gegensatz: Hier liegt die imposante Hauptstadt Paris, die mit Prachtboulevards und natürlich dem Eifelturm aufwarten kann. Ob Shoppen, Kultur oder Outdooraktivitäten in den Bergen, in Frankreich kommt ganz sicher jeder Besucher auf seine Kosten.

Das Klima in Frankreich

#78161226 - fotolia.com - TTstudio

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Klima und Wetter sind in Frankreich sehr unterschiedlich. Das vom Mittelmeer bis zum Atlantik reichende Land ist von Gegensätzen geprägt, die sich auch beim Klima zeigen. Zwar ist der größte Teil des Landes in der gemäßigten Klimazone gelegen, im Südosten jedoch breitet sich bereits das mediterrane Mittelmeerklima aus. Insgesamt ist das Klima ganzjährig mild, was jedoch abhängig von Region und Relief ist. Während die Jahresdurchschnittstemperatur im Norden und in den Alpen um 10 Grad liegt, kann sie an der Mittelmeerküsten und Korsika mehr als 16 Grad betragen. Auch die Niederschläge sowie die Sonnenscheinstunden sind sehr unterschiedlich. Insgesamt kann Frankreich in folgende Klimabereiche aufgeteilt werden:

Normandie und Bretagne
Der Nordwesten des Landes wird vom Ozean geprägt. Die Niederschlagsmengen können hier bis zu 1.000mm erreichen, an den Wetterseiten der Berghänge können diese sogar deutlich höher ausfallen. Durch den Westwind bleibt es im Winter vergleichsweise mild, Schnee fällt meist nicht. Die Sommer hingegen bleiben ebenfalls vergleichsweise kühl, auch Niederschläge können nie ausgeschlossen werden.

Lothringen und Vogesen
Im Nordosten, der deutlich bergiger und höher gelegen ist, herrscht kontinentales Klima. Dieses kann als rau beschrieben werden und zeichnet sich durch kalte Winter und nur mäßig warme Sommer aus. Die Flusstäler von Rhein und Mosel, die ebenfalls dem Nordosten zuzurechnen sind, sind allerdings vorteilhaft gelegen und eignen sich daher durchaus für den Weinanbau.

Pariser Becken und Loiretal
Im Herzen Frankreichs, dem Pariser Becken und dem Loiretal, findet man Durchschnittswerte, die jedoch mitunter auch in Extreme umschlagen können. Hitzewellen beispielsweise treten hier besonders zu Tage, da das weite ebene Land kaum Abkühlung durch Winde bietet. Die Sommer sind hier angenehm warm, nur selten heiß, der Winter hingegen bleibt gemäßigt. Somit ist das Kontinentalklima hier besonders ausgeprägt.

Die Atlantikküste
An der Atlantikküste im Südwesten ist das Atlantikklima besonders ausgeprägt. Insgesamt ist es hier sehr sonnig und warm, auch wenn stärkere Niederschläge auftreten können. Durch das Azorenhoch bleiben die Sommer meist trocken, denn die Niederschläge konzentrieren sich auf den Herbst und den Winter.

Der Mittelmeerraum
Am Mittelmeer herrscht ein mediterranes Klima, das durch warme, trockene Sommer und kühleren und regenreiche Winter geprägt ist. Besonders im Sommer ist hier das Risiko von Waldbränden sehr hoch, auch Dürren können auftreten.

Tipp: Bei der Reiseplanung ist es wichtig, auch die Klimaverhältnisse zu kennen. Online ist es zudem möglich, das aktuelle Wetter einzusehen und die Temperaturen abzurufen.

Regionen für einen Urlaub in Frankreich

Frankreich bietet Urlaubern und Touristen eine Reihe unterschiedlicher Ferienregionen, die sich jeweils durch ihren ganz besonderen Charme und das gewisse Etwas auszeichnen. Nachfolgend werden die wichtigsten Urlaubsregionen des Landes mit ihren Besonderheiten kurz beschrieben.

Die Bretagne
Die Bretagne bietet Besuchern weite Strände, tiefe Wälder und zerklüftete Küsten. Auch alte, sagenumwobene Leuchttürme sind hier überall zu finden. Berühmt ist die Bretagne aber nicht nur für ihre alten keltischen Sagen, sondern auch für die Spezialitäten Crepes und Cidre, die hier überall genossen werden können. Besonders der Westen rund um die Felsenküsten war auch bei Künstlern aus aller Welt bekannt. Sowohl Picasso wie auch Monet und Gauguin ließen sich hier inspirieren. Bei der Reisebuchung ist zu beachten, dass das Wetter im Norden der Bretagne oft rau und damit kühler ist. Im Süden hingegen Wachsen Palmen und Urlauber finden sonnenverwöhnte Strände vor.

Tipp: Der Norden der Bretagne ist für seine Austern bekannt. Die frischesten gibt es im Hafen von La Houle.

Die Atlantikküste
Die Atlantikküste Frankreichs reicht von Aquitanien bis zur Bretagne. Diese Region ist vor allem durch ihre breiten, kilometerlangen Sandstrände gekennzeichnet. Aber auch geschichtsträchtige Hafenstädte und kleine Fischerdörfer sind hier zu finden. Die schönsten Strände Aquitaniens finden Sonnenhungrige an der so genannten „Silberküste“ zwischen Pointe de Grave und der Mündung von Gironde und Bayonne. Die schönen Strände hier sind weltberühmt. Einer der berühmtesten Badeorte ist Biarritz, der schon im 19. Jahrhundert erste Badegäste begrüßte. Auch die Küste des Loire-Tals bietet wunderschöne Strände, wobei die Orte Royan und Saint-Marc-sur-Mer besonders beliebt sind. Windgeschützte Sandbuchten und eine gepflegte Atmosphäre sind hier überall zu finden.

Tipp: Der Badeort Soulac-sur-Mer in Aquitanien ist als Weinanbaugebiet bekannt. Hier lassen sich Badeurlaub und Weinverkostung perfekt kombinieren.

Das Schloss Versaille in Frankreich
Das wohl am häufigsten besuchte Schloss in Frankreich ist das Chateau de Versailles. In den Jahren 1682 – 1789 war hier nicht nur die Machtzentrale Frankreichs, hier wohnten auch bis zu 5.000 Regierungsbeamte mit ihren Kammerdienern und Hofdamen. Der Rest des Hofstaates, der zu Zeiten König Ludwigs des XIV bis zu 10.000 Menschen betrug, wurde außerhalb der Schlossmauern untergebracht. Anfangs wurde das Schloss von König Ludwig III. lediglich für Jagdausflüge genutzt. Nach seinem Tod jedoch baute der später als „Sonnengott“ beschriebene Ludwig XIV das Schloss als Sommerresidenz und Lustschloss um. Später folgten weitere Erweiterungen, bis die heute noch vorhandene monumentale Schlossanlage endlich fertiggestellt war. Besonders sehenswert sind neben dem Schlafzimmer des Sonnenkönigs auch der Salon de Venus, der Schlafsaal der Königin sowie der Spiegelsaal.

Tipp: An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt ins Schloss frei.

Ländliche Idylle in der Normandie
Die Normandie, die im Norden Frankreichs zu finden ist, ist vielen Menschen vor allem kulinarisch ein Begriff. Von hier stammen der Camembert, aber auch der Cidre und der Calvados. Mit der Alabasterküste findet sich hier aber auch die höchste Steilküste Frankreichs, auf der Besucher bis zu 130 Meter in die Tiefe blicken können. Im Seine-Tal hingegen kann man an Burgen und alten Fachwerkdörfern entlang bis zum Meer unterwegs sein. Dabei ist es möglich, eine der eindrucksvollsten Burgen zu bewundern, das Chateau Gaillard, das Richard Löwenherz einst errichten ließ. Hier können Reisende die Stille genießen und sich der Schönheit der Natur hingegen.

Tipp: Kombinieren Sie eine Reise in die Normandie mit einem Besuch der Hauptstadt Paris, die unweit gelegen ist.

Das mittelalterliche Frankreich entdecken
Frankreich hat seinen Besuchern nicht nur eine wunderbare Natur zu bieten, sondern ist auch kulturell eine Reise wert. Für historisch Interessierte ist vor allem eine Reise nach Elsass und Lothringen interessant, denn die mittelalterlichen Städte und Burgen strahlen einen besonderen Reiz aus. Eine der berühmtesten Burgen ist die Hochkönigsburg im Elsass. In Lothringen ist es vor allem die „Route de Vines“, die als besonders interessant beschrieben wird. Aber auch das Loire-Tal ist für Historikfans interessant, denn hier locken bis zu 400 alte Schlösser. Im Burgund finden sich sogar 700 dieser alten Bauwerke. Hier haben Gäste die Möglichkeit, einen Blick in die lange französische Vergangenheit zu werfen und diese wieder lebendig werden zu lassen.

Tipp: Eine Rundreise zeigt die besondere Schönheit der Region und bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.

Die Hauptstadt Paris erkunden
Mit mehr als zwei Millionen Einwohnern ist Paris die größte Stadt des Landes. Die Anfänge von Paris reichen bis ins dritte Jahrhundert v.Chr. zurück, als der alte keltische Stamm der Pariser hier siedelte. Der älteste Stadtteil, eine Insel, ist die Gegend rum um die Kathedrale Notre-Dam. Von hier führt die Brücke Pont Neuf, die älteste heute noch aktive Brücke, auf das Festland. Die Seine, die durch Frankreich führt, ist die Hauptverkehrsader der Stadt, von wo aus auch Ausflugsboote gemietet werden können. Die Uferpromenade gehört seit 1991 zu den UNESCO Weltkulturerben.

Bei einem Rundgang oder einer Rundfahrt durch Paris gibt es jede Menge zu entdecken. Neben der Avenue de Champs Elysees, dem fast zwei Kilometer langen Prachtboulevard, sind dies etwa der Place de la Concorde, der flächenmäßig größte Platz der Stadt. Aber auch der Place de la Bastille, die an den Sturm der Pariser im Juli 1789 auf die Bastille erinnert, ist einen Besuch wert. Der Eiffelturm, aber auch der Elysee-Palast und der weltberühmte Louve sind weitere Highlights eines Städtetrips nach Paris.

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