Peru - Urlaub am Amazonas & im Hochland

Peru ist eines der vielfältigsten Länder der Erde. Neben pulsierenden Metropolen finden Urlauber hier auch mystische Ruinen, üppigen Amazonas-Regenwald und traditionelle Dörfer in den Anden. Zu den besondere Attraktionen Perus gehört zweifelsfrei die Ruine Machu Picchu von den Inkas. Daneben gibt es zahlreiche weitere archäologische Stätten und die Inka-Hauptstadt Cusco zu bewundern, die Zeugnis der einzigartigen Vergangenheit des Landes aufzeigen. Aufgrund der Vielfältigkeit lohnt es sich, Peru während einer Rundreise kennenzulernen. Diese kann ganz individuell oder auf Wunsch mit einem Reiseveranstalter unternommen werden.

Klima und Regionen von Peru

#101290442 - fotolia - Daniel Ernst

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Die Republik Peru, die sowohl an Ecuador wie auch an Brasilien und Bolivien grenzt, ist das drittgrößte Land in Südamerika. Es besitzt knapp die vierfache Fläche von Deutschland, wodurch speziell bei Rundreisen mit eher längeren Wegen gerechnet werden muss. Die Regionen Perus sind landschaftlich besonders vielfältig und hat damit wirklich allen Urlaubern etwas zu bieten. Die Aufteilung erfolgt in drei Regionen, zu denen die Küste, das Hochland sowie das Amazonas-Gebiet gehören.

Die Küstenregion
Das Küstengebiet ist ein schmaler Streifen, der entlang des Pazifischen Ozeans führt. Er ist gekennzeichnet von fruchtbaren Tälern, die durch die Flüsse aus den Anden entstanden sind. Das Klima hier ist gleichmäßig warm, extreme Temperaturen sucht man vergebens. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit hier recht hoch, wodurch sich häufig Nebel bilden kann. In den Wintermonaten kann die gefühlte Temperatur hierdurch sehr gering sein. Im Sommer hingegen werden Temperaturen von bis zu 30 Grad erreicht. In den Monaten November und Dezember kann es insbesondere an der Nordküste zu starken Regenfällen kommen.

Das Hochland
Im Hochland sind es in erster Linie die Anden, die das Bild dominieren. Im Gebirge finden Urlauber mehrere Höhenregionen, die sich durch ihre jeweilige Flora und Fauna auszeichnen. Die Zentralanden, in denen sich auch der höchste Berg Perus befindet, der Huascarán mit 6.768 Metern, sind dabei am steilsten. Im Süden hingegen erstreckt sich ein Hochplateau, das oft auch als Hochebene bezeichnet wird. In der Sierra gehören die Monate April bis Oktober zu den beliebtesten Reisezeiten, denn die Tage sind sonnig und es fällt recht wenig Regen. Im Winter zwischen November bis März hingegen muss mit teils starken Regenfällen gerechnet werden. Außerdem kann es mit bis zu minus drei Grad nachts sehr kalt werden.

Das Amazonas-Gebiet
Das Amazonas-Gebiet im Regenwald ist eine eher flache Region im Osten Perus. Die Region beginnt am Zusammenfluss von Maranón und Ucayali und ist durch seine starke Vegetation gekennzeichnet. Der Regenwald nimmt mit dem Hochlanddschungel die größte Fläche des Landes ein. Wie auch im übrigen Land gibt es im Amazonas-Gebiet zwei Jahreszeiten. Zwischen April bis Oktober ist es vergleichsweise trocken, wodurch die Flüsse weniger Wasser führen und die Straßen weitgehend gut befahrbar sind. Zwischen November bis März hingegen fällt teils starker Regen, häufig müssen Wege und Straßen deshalb gesperrt werden. Die Luftfeuchtigkeit ist im Regenwand das ganze Jahr hinweg sehr hoch.

Einreisebestimmungen für Peru

Peru ist ein sehr offenes Land, weshalb es ohne größere Probleme möglich ist, ins Land zu reisen. Deutsche Staatsangehörige benötigen für ihren Urlaub kein Visum. Allerdings muss beachtet werden, dass der Aufenthalt auf sechs Monate beschränkt ist und nicht verlängert werden kann. Wer bereits vorab weiß, dass er sich länger in Peru aufhalten möchte, sollte eines der folgenden Visa beantragen:

  • Touristenvisum: Für Aufenthalte von mehr als sechs Monaten
  • Geschäftsvisum: Für den Besuch von Konferenzen oder den Abschluss von Verträgen
  • Studentenvisum: Für die Dauer des Studienaufenthalts
  • Arbeitsvisum: Für die Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses

Urlauber, die nach Peru einreisen wollen, benötigen demnach lediglich einen gültigen Reisepass. Dieser sollte noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kinder werden über den Kinderreisepass ausgewiesen.

Tipp: Neben diesen Unterlagen werden bei Einreise auch die Dokumente für die Rück- oder Weiterreise gefordert. Diese sollten daher bereitgehalten werden.

Notwendige Impfungen zur Einreise nach Peru

Bei der Einreise nach Peru bestehen aktuell keine Impfvorschriften. Dennoch, so empfiehlt das Auswärtige Amt, sollten Reisende ihren Impfschutz überprüfen und den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission anpassen. Die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, Grippe und Gelbfieber sollten daher vorhanden sein. Je nach Ziel und Dauer der Reise kann es sinnvoll sein, über weitere Impfungen nachzudenken. Dabei sollte neben dem derzeitigen Gesundheitszustand auch eventuelle Vorerkrankungen und das jeweilige Infektionsrisiko des Landes berücksichtigt werden. Das Auswärtige Amt gibt hierzu ständig aktualisierte Informationen heraus.

Weitere sinnvolle Impfungen können sein
– Typhus
– Hepatitis B (bei Kontanten mit der einheimischen Bevölkerung)
– Tollwut (bei Kontakten mit Tieren)
– Meningitis
– Herpes zoster

Das Malaria-Risiko in Peru hingegen ist sehr gering. Um Insektenstichen zu begegnen, ist es sinnvoll, sich in mückengeschützten Räumen aufzuhalten, entsprechende Kleidung zu tragen und unter einem imprägnierten Mückennetz zu schlafen.

Die Reise nach Peru
Wer nach Peru reisen möchte, kann dies sowohl per Flugzeug wie auch per Schiff oder Auto. Für Rundreisen durch Peru empfiehlt sich die Anreise über den internationalen Flughafen Jorge Chavez, der sich in der Hauptstadt Lima befindet. Dieser Airport ist Drehkreuz für viele Fluggesellschaften, da er im Zentrum Südamerikas gelegen ist. Von hier aus gelangen Reisende auch in viele andere südamerikanische Länder. Die Flugzeit beträgt gut 13 Stunden. Flugangebote finden Interessenten von vielen europäischen Metropolen aus.

Tipp: Viele Airlines fliegen nicht Non-Stopp nach Peru. Es lohnt sich aber, nach entsprechenden Angeboten zu suchen, um die Reisedauer zu reduzieren.

Als Alternative zum Flugzeug besteht auch die Möglichkeit, Peru auf dem Landweg zu erreichen. Möglichst ist dies etwa über die Grenzübergänge Aguas Verdes zu Ecuador oder beim Paso the Santa Rosa zu Chile. Über den Titicacasee besteht die Möglichkeit, mit dem Schiff von Guaqui in Bolivien überzusetzen. Zudem steuern viele Kreuzfahrtschiffe Peru über den Seeweg an. Sie legen häufig im Hafen von Callao an, der sich rund 30 Minuten von Lima entfernt befindet.

Rundreisen und Pauschalreisen nach Peru
Wer Peru kennenlernen möchte, muss nicht als Packpacker auf eigene Faust anreisen, sondern kann sich auf Wunsch auch auf die Leistungen der hiesigen Reiseveranstalter verlassen. Sie bieten sowohl Pauschalreisen wie auch Rundreisen an und sorgen hier dafür, dass sich Urlauber rundum wohlfühlen. Der große Vorteil einer geführten Rundreise ist sicher die Tatsache, dass sich Touristen nicht selbst um Unterkunft und Verpflegung kümmern müssen. Zudem werden sie von versierten Reisebetreuern begleitet, die Land und Leute sehr gut kennen. Sie führen Urlauber zu den schönsten Orten des Landes und zeigen ihnen die Highlights, die sie selbst wohl nicht gefunden hätten.

Die Highlights von Peru
Peru ist eines der faszinierenden Länder der Erde und hat seinen Gästen viel zu bieten. Hier erhalten Reisende Einblicke in eine tausendjährige Geschichte und einzigartige Kultur. Nicht umsonst hat das Land elf UNESCO Welterbestätten zu bieten, die die besondere Dichte von Natur- und Kulturdenkmälern zeigt.

Der Huascarán Nationalpark
Der Nationalpark, der zwischen den majestätischen Gipfeln der Cordillera Blanca und der Cordillera Negra gelegen ist, ist besonderes für Wanderer interessant. In diesem Areal finden sich nicht nur türkisfarbene Seen, Gletscher und besondere Flussläufe, auf den Bergen über 6.000 Metern liegt auch ganzjährig Schnee. Namensgeber für den Nationalpark ist der Huascarán, der mit 6.768 Metern höchste Berg des Landes.

Der Inka-Trail und Machu Picchu

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Die häufig in Nebel gehüllten Ruinen der alten Inka-Stadt Machu Picchu gehören zu den am besten erhaltenen Bauwerken der präkolumbianischen Zeit. Der Aufbau der Gebäude erfolgte damals ohne Mörtel, einzig ineinander greifende Steinblöcke hielten sie zusammen. Den wohl besten Blick auf die zahlreichen Ruinen, Tempel und Brunnen hat man vom alten Inka-Trail, wenn man über das Sonnentor aufsteigt.

Der Manu Nationalpark
Mit dem Manu Nationalpark wird ein noch intaktes Ökosystem des Regenwaldes dauerhaft vor Eingriffen des Menschen geschützt. Bereits 1973 erklärte die UNESCO dieses Gebiet daher zum Nationalpark. Pro Hektar finden sich hier bis zu 200 Baumarten, dazu leben in dieser Region gut 1.000 der 9.000 Vogelarten, die weltweit vorkommen.

Die berühmten Linien von Nazca
Auf einem Hochplateau, das zwischen Nazca und Palpa gelegen ist, findet sich eines der Mysterien der Menschheit. Auf einer Fläche von mehr als 500 am finden sich zahlreiche Scharrbilder, die wohl von 800 v.Chr. bis 500 n.Chr. erschaffen wurden. Neben einfachen Linien finden sich hier auch vollständige Figuren wie etwa ein Affe oder eine Spinne.

Tipp: Um die Bilder in ihrer Gesamtheit zu betrachtet, bietet sich ein Rundflug an, der von Nazca aus angeboten wird.

Weitere UNESCO Welterbestätten
Zu den weiteren Welterbestätten gehört etwa die Stadt Cuzco, die als eine der schönsten Städte Lateinamerika gilt. Die Altstadt von Lima sowie das Zentrum von Arequipas wurden ebenfalls in die Liste der schützenswerten Städte aufgenommen. Über den Inka-Weg sind für Besucher die Ruinen des Chavín de Huántar zu erkunden, einem geheimnisvollen Andentempel. Weitere Kulturdenkmäler sind die heilige Stadt Caral-Supe sowie der Rio Abiseo Nationalpark. Die Ruinenstadt Chan Chan, die bereits seit 1986 zu den Weltkulturerbestätten gehört, steht sogar auf der „Roten Liste der gefährdeten Welterbe“, da der Zerfall klimabedingt kaum aufzuhalten ist. Es lohnt sich also, bei einer Rundreise durch Peru auch diese Sehenswürdigkeit zu besuchen.

Der Titicacasee
Der Titicacasee ist wohl einer der bekanntesten Seen der Welt. Er ist auf einer Hochebene auf 3.810 Metern zwischen Peru und Bolivien gelegen und weist eine Fläche von 8.562 qkm auf. Der See ist nicht nur der höchste schiffbare See der Welt, er speichert auch Wärme, wodurch in seinem Umfeld diverse Kartoffel- und Maisarten gedeihen. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang ein Besuch der Uro-Inseln, die aus Schilf gefertigt wurden und früher den Einwohnern als Unterkunft dienten.

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