Philippinen - das vergessene Urlaubsparadies ?

Die Philippinen im Pazifischen Ozean sind eine Gruppe aus mehr als 7.000 Inseln, die nicht nur für ihre abwechslungsreichen Landschaften, sondern auch für ihre exotischen Tiere sowie die historischen Sehenswürdigkeiten bekannt sind. Wunderbare Strände und Tauchresorts runden das Angebot ab. Ein Besuch führt die Menschen in eine ganz besondere Welt, die von viel Neuem, aber auch von einer herzlichen Gastfreundschaft der Filipinas und Filipinos gekennzeichnet sein wird. Lassen Sie sich überraschen und lassen Sie sich auf dieses Abenteuer ein.

Die bewegte Geschichte der Philippinen

Einzelne Inseln der Philippinen wurden im Jahr 1521 durch Ferdinand Magellan entdeckt, der hier sogar zu Tode gekommen ist. Im 16. Jahrhundert eroberten schließlich die Spanier die Region, die sie auch weitere 330 Jahre ihr Eigen nennen durften. Bis heute sind die kulturellen Spuren der Spanier unübersehbar. Nicht nur spanische Namen sind weit verbreitet, auch in der Folklore ist dies deutlich zu spüren. Hinzu kommt, dass die Philippinen in Asien das einzige Land sind, das christliche Wurzeln hat. Etwa 85 Prozent der Einwohner sind Katholiken, etwa zehn Prozent Protestanten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte ein Wechsel, denn die Amerikaner übernahmen die Inselgruppen. Sie übten einen weiteren wichtigen Einfluss aus, noch heute sprechen viele Filipinos ausgezeichnetes Englisch, was auch vielen Touristen zugutekommt. 1946 erfolgte schließlich die Unabhängigkeit, zwischen 1965 – 1986 herrschte jedoch Diktator Ferndando Marcos. Seit dem 11. Februar 1987 ist die Republik der Philippinen wieder eine Präsidialrepublik mit demokratischen Formen.

Das Klima auf den Philippinen
Auf den Philippinen herrscht ein tropisches Klima, wobei die durchschnittlichen Jahrestemperaturen zwischen 26-27 Grad liegen. Größere Ausschläge sowohl nach unten wie auch nach oben sind nicht sichtbar. Das Wetter wird auf der Inselgruppe vor allem vom Monsun bestimmt. Der Südwestmonsun herrscht in den Monaten Mai bis November vor. Er bringt hohe Niederschlagsmengen, die vor allem der Hauptstadt Manila schwer zu schaffen machen. Hier regnet es vor allem in den Monaten Juni – September. Deutlich trockener ist es in den Monaten Januar bis April. In dieser Zeit dringt der Nordostmonsun zu den Inselgruppen vor und bringt eher trockene Luft mit sich.

Tipp: Für Reisen auf die Philippinen sollten die Monate Juni bis November gemieden werden.

Neben den starken Niederschlägen ist bei Reisen auf die Philippinen auch die Taifun-Saison zu berücksichtigen. Diese starken Winde können große Schäden verursachen und zu ungeheuren Überschwemmungen führen. Touristen können mit dieser Situation häufig nicht umgehen, was das Risiko körperlicher Schäden erhöht. Die Taifun-Saison ist zwischen Mai und Ende November, kann aber durch verschiedene Witterungseinflüsse auch variieren.

Impfungen für Reisen auf die Philippinen

Wer nach Asien auf die Philippinen reist, sollte unbedingt den vorhandenen Impfschutz prüfen und diesen ggf. auffrischen. Auch das Auswärtige Amt empfiehlt bei Reisen von bis zu 4 Wochen Dauer folgende Impfungen:

– Hepatitis A
– Diphterie
– Tetanus
– Keuchhusten

Sollte der Reisezeitraum verlängert werden, können aber noch weitere Impfungen sinnvoll sein. Hierzu gehören Typhus, Tollwut und für Risikogruppen auch Hepatitis B. Zudem sollten sich Urlauber immer auch über die vorhandenen Risiken für Denguefieber und Malaria informieren. Insbesondere für Reisen während oder kurz nach der Regenzeit kann eine Prophylaxe für notwendig erachtet werden.

Tipp: Sprechen Sie frühzeitig mit dem Hausarzt über notwendige Impfungen, denn diese benötigen eine gewisse Zeit, ihren Schutz vollständig auszubilden.

Die Einreise auf die Philippinen

Urlauber aus Deutschland haben normalerweise keine Probleme, auf die Philippinen zu reisen. Die Anforderungen sind gering, denn es wird lediglich ein deutscher Reisepass benötigt, der am Tag der Ausreise eine Mindestgültigkeit von sechs Monaten besitzt. Für Kinder ist ein Kinderreisepass oder ein Reisepass ausreichend. Für Kinder ab dem 12. Lebensjahr empfehlen die Reiseveranstalter häufig einen Europapass. Ein Kinderausweis nach altem Muster kann mitunter zu Schwierigkeiten führen, da dieser von einigen Fluggesellschaften nicht akzeptiert wird.

Die Visumspflicht auf den Philippinen

Touristen erhalten mit ihrer Einreise vom Immigrationsbüro ein „Visa on arrival“. Dies berechtigt für einen Aufenthalt über 30 Tage. Sollte ein längerer Aufenthalt geplant werden, ist es wichtig, sich über die verschiedenen Visums-Arten zu informieren, die auf den Philippinen gelten. Für Touristen wird in diesem Zusammenhang ein Touristenvisum ausgestellt, das für 59 Tage Gültigkeit besitzt. Gegen eine Gebühr ist es bis zu fünfmal möglich, die Visumsfrist zu verlängern. Speziell für Rentner, die längere Zeit auf den Philippinen verbringen möchte, hat die Republik ein Sonderaufenthalts-Visum entwickelt, das natürlich ebenfalls beantragt werden muss. Für Zuwanderer hingegen wird zwischen dem nicht kontingentierten Zuwanderungsvisum und dem kontingentierten Zuwanderungsvisum unterschieden.

Bezahlen auf den Philippinen

Die philippinische Landeswährung ist der Peso. Scheine gibt es in den Werten 20, 50, 100, 200, 500 und 1.000 Pesos. In der Regel wird vor Ort mit diesen Scheinen bezahlt. Zwar sind auch Münzen, die Centavos, im Umlauf, diese werden allerdings eher selten genutzt. Viele Preise sind in den Geschäften auf volle Pesos aufgerundet, was das Bezahlen einfacher macht.

Tipp: Alle Pesos-Scheine sind fast gleich groß, dies kann vor Ort schnell zu Verwechslungen führen.

Jeder Urlauber sollte daher einige philippinische Pesos im Reisegepäck mitführen. Banken vor Ort tauschen diese gern, die Währung sollte aber bestellt werden, da sie nicht in jedem Fall vorrätig ist. Auf den Philippinen selbst ist dann die Abhebung am Geldautomat mittels ec-maestro-Karte oder Kreditkarte möglich. Kreditkarten werden im Übrigen auch in Restaurants und Geschäften akzeptiert, sodass einige Zahlungen auch unbar abgewickelt werden können.

Urlaub auf den Philippinen – pauschal oder individuell?

Das vergessene Paradies der Philippinen ist bislang noch kein ausgewiesenes Touristenziel. Dies wird vor allem an den Angeboten für Pauschalreisen deutlich, die oft sehr lange gesucht werden müssen. Insbesondere im Bereich der Last-Minute-Reisen ist es aber durchaus möglich, attraktive Angebote zu finden und den Urlaub kurzfristig zu planen. Diese Reiseangebote beinhalten natürlich den Flug sowie die Unterkunft auf den Philippinen, mitunter wird ist die Verpflegung vor Ort im Reisepreis enthalten.

Reisen individuell zusammenstellen
Als Alternative zur Pauschalreise bietet es sich natürlich an, Flug und Hotel separat zu buchen. Der große Vorteil ist hierbei, dass die Reise ganz nach den eigenen Wünschen zusammengestellt werden kann und sogar eine Rundreise möglich ist. Hierdurch können verschiedene Orte der Philippinen entdeckt und besucht werden. Zu den internationalen Flughäfen im Land gehört zuerst der Ninoy Aquino International Airport, der nur wenige Kilometer vor den Toren Manilas gelegen ist. Aber auch die Flughäfen Cebu-City und Davon-City werden von internationalen Fluggesellschaften angeflogen. Die Flugdauer von Deutschland nach Manila beträgt ca. 14,5 Stunden.

Tipp: Abflüge an Wochentagen sind häufig günstiger. Wer also zeitlich flexibel ist, kann viel Geld sparen.

Ist der Flug gebucht, können nun die gewünschten Unterkünfte über das Internet gesucht werden. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von rustikal bis elegant, von einfach bis luxuriös haben die Reiseveranstalter nahezu alle Angebote verfügbar. Wurde noch kein Hotelzimmer gebucht, kann dies auch vor Ort über die Touristeninformation geschehen.

Tipp: Fragen Sie vorher im Hotel einen eventuellen Flughafentransfer an. Oftmals ist dieser bereits im Zimmerpreis enthalten.

Tauchen auf den Philippinen

Viele Urlauber reisen einzig auf die Philippinen, um in der einzigartigen Unterwasserwelt zu tauchen und die Schönheit der Natur zu erleben. Durch das besondere Klima ist es hier fast ganzjährig möglich, die Natur unter Wasser zu erkunden. Tauchbasen und Resorts sind nahezu auf dem ganzen Archipel verteilt. Welche Ziele gewählt werden, ist sicher von den individuellen Wünschen abhängig.

Wrack-Tauchen
Besonders bei Coron im Norden Palawand sowie die Subic Bay im Westen von Luzon ist es möglich, versunkene Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg zu bestaunen.

Korallen-Tauchen
Für Taucher, die sich für die besondere Korallenwelt interessieren, seien die Riffe Tubbataha und Apo genannt. Hier findet sich eine überdurchschnittliche Artenvielfalt, wobei auf jedem Tauchgang Neues entdeckt werden kann.

Die Sehenswürdigkeiten auf den Philippinen

Die Philippinen haben ihren Gästen viel zu bieten. Neben traumhaften Stränden und erstklassigen Tauchresorts gibt es auch kulturell zahlreiche Angebote. Viele Sehenswürdigkeiten sind sogar als UNESCO-Weltkulturerbe geadelt und daher von besonderem Wert.

Die Altstadt von Vigan
Die Stadt Vigan im Nordesten der Insel Luzon ist ein Relikt aus der alten Kolonialzeit der Spanier. Bei einem Spaziergang oder einer Kutschfahrt durch die Gassen fühlt man sich in diese Zeit zurückversetzt. Während der Kolonialzeit war die Stadt einer der wichtigsten Handelspunkte und zog so Händler aus aller Herren Länder an. Sie bauten hier prächtige Steinhäuser, die eine besondere Mischung aus traditioneller Bauweise und spanischer Architektur sind.

Die Petroglyphen von Angono
In der Provinz Pizal haben Forscher vor einiger Zeit die ältesten bekannten Steingravuren auf den Philippinen entdeckt – die Petroglyphen von Angono. Sie wurden vor rund 2.000 – 3.000 v.Chr. angefertigt. Die unter einem massiven Felsvorsprung gelegenen Petroglyphen zeigen Menschen und Tiere und bedecken eine Felswand von gut 25 Metern Länge. Von einer Aussichtsplattform ist es möglich, die in Tuffstein gehauenen Zeichnungen zu bewundern.

Die Barockkirchen Paoay und San Augustin
Die Barockkirche Paoay, die zwischen 1694 und 1710 errichtet wurde, wurde aus Korallenstein und Ziegelstein gebaut. Der Glockenturm wurde nicht direkt auf die Kirche gebaut, sondern ist einige Meter entfernt zu finden. Die Barockkirche San Augustin hingegen ist ein Zeugnis der spanischen Architektur. Sie befindet sich in der Hauptstadt Manila, im Stadtteil Intramuros. Hier befanden sich ehemals sieben Gotteshäuser, von denen nur noch die Kirche San Augustin erhalten geblieben ist.

Die Reisterrassen von Banaue
Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf den Philippinen sind die Reisterrassen von Banaue. Sie sind im Zentrum der Insel Luzon zu finden und gehören zu den ältesten Bauwerken der Inselgruppe. Auf etwa 1.500 Metern über dem Meeresspiegel haben die Menschen hier auf etwa zehn Quadratkilometern Terrassen angelegt, um ihr Grundnahrungsmittel anzubauen. Die ersten Terrassen entstanden wohl vor etwa 2.000 Jahren.

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