Vitamin D3 – Lebensnotwendiges Sonnenvitamin

Ganz gleich ob Mensch, Tier oder Pflanze – jedes Lebewesen auf der Erde benötigt Sonnenlicht für sein Leben und Gedeihen. Das so genannte Sonnenvitamin – Vitamin D3 – zeigt dies ganz deutlich und wird immer mehr zu einer wichtigen Quelle für die Gesundheit. Vitamin D3 kann der menschliche Organismus zum großen Teil selbst bilden. Dafür benötigt er nur die Sonneneinstrahlung auf der Haut. In sehr geringer Menge kann Vitamin D3 auch über die Nahrung zugeführt werden. Immer öfter wird das Vitamin auch als „Superhormon“ betrachtet, denn es bildet sich – ähnlich wie Steroidhormone (z. B. Östrogen, Testosteron) aus Cholesterin.

Vitamin D3 (Colecalciferol) – Was genau ist das?

Die Haut kann Vitamin D3 direkt durch Sonneneinstrahlung bilden. Allerdings handelt es sich bei dem Vitamin lediglich um eine Vorstufe zur bioaktiven Hormon-Form von Vitamin D, die von unserem Körper tatsächlich benötigt wird – dem Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vitamin D).

Bis Vitamin D3 jedoch die bioaktive Form annehmen kann, muss es einige chemische Umwandlungen durchlaufen. Reguliert werden diese Umwandlungsprozesse durch komplexe Regelsysteme. Vitamin D3 gilt dabei als Ausgangsstoff, stellt aber gleichzeitig auch die Quelle der Vitamin-D-Versorgung für den menschlichen Organismus dar.

Vitamin-D-Produktion mit Hilfe der Sonne

Vitamin D3 durchläuft im Rahmen der körpereigenen Synthese mehrere Stufen. Dabei sind zudem unterschiedliche körperliche Systeme daran beteiligt.

  1. Cholesterin – Die Vorstufe zu Vitamin D3

Cholesterin aus dem Blut wird in der Leber in eine Vorstufe von Vitamin D umgewandelt. Der Transport in die Haut erfolgt im Anschluss daran durch Lipoproteine.

  1. Bildung von Provitamin D3

Durch die Sonneneinstrahlung von ultravioletten UVB-Strahlen auf die Haut kommt es zur Spaltung der Vorstufe aus der Leber und es bildet sich Provitamin D3.

  1. Umwandlung in Vitamin D3 (Cholecalciferol)

Die Körpertemperatur trägt jetzt dazu bei, dass es zu einer Umwandlung von Provitamin D3 in Vitamin D3 kommt. Je stärker dabei die Erwärmung der Haut ausfällt, umso mehr wird Vitamin D3 gebildet. Doch das geschieht nur bis zu einer bestimmten Grenze: Sobald es zu warm wird, kommt es zur Umwandlung des Provitamins in inaktive Abbauprodukte. Dadurch wird eine Überdosierung an Vitamin D3 durch die Sonne auf natürliche Weise vermieden.

  1. Entstehung von Calcidiol (25-OH-Vitamin D3)

Über das Blut erfolgt im nächsten Schritt der Transport von Vitamin D3 in die Leber, wo eine erneute Umwandlung erfolgt. Es entsteht daraus Calcidiol (25-OH-Vitamin D3 oder 25-Hydroxy-Vitamin D3). Calcidiol ist die Form des Vitamins, die im Blut zu finden ist und auch bei einem Bluttest gemessen wird.

  1. Umwandlung in Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vitamin D3)

Über das Blut wird Calcidiol dann in die einzelnen Zellen des Körpers transportiert. Hier entsteht daraus dann die aktive Form Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vitamin D3). Indem dieses Vitamin-D-Hormon an die speziellen Rezeptoren andockt, kann es den Zellstoffwechsel steuern.

Vitamin D3 und seine Wirkung auf den Organismus

Vitamin D3 beziehungsweise seine Endstufe, Calcitriol, hat eine hormonähnliche Wirkung auf den menschlichen Körper. So kann es die Steuerung verschiedener körperlicher Prozesse beeinflussen.

Wissenschaftlicher gingen sehr lange lediglich davon aus, dass Vitamin D3 zur Steuerung der Aufnahme von Kalzium beiträgt und damit maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit und Stabilität der Knochen hat.

Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass Vitamin D3 wesentlich mehr Wirkungen aufzuweisen scheint. So verfügt fast jede Zelle des Körpers über Vitamin-D-Rezeptoren. Diese wiederum können über das Vitamin die Ausschüttung unterschiedlicher Stoffe steuern. Sogar das Erbgut soll durch Vitamin D beeinflusst werden, zudem kann es mehr als 2.000 Gene steuern. Inzwischen kann die Wissenschaft fast jährlich neue Wirkungen des Vitamin D3 feststellen. So wirkt sich Vitamin D3 vermutlich auch auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System, Nerven und Gehirn sowie den Mineralstoffhaushalt aus.

Für die Entfaltung der Wirkung von Vitamin D3 müssen neben der ausreichenden Versorgung mit dem Vitamin auch weitere Faktoren erfüllt sein. Dazu gehören:

  • Ein ausreichender Blutspiegel: Die beste Wirksamkeit entfaltet Vitamin D bei einem Blutspiegel zwischen 35 und 60 ng/ml
  • Eine Versorgung durch die Sonne: In ausreichender Form ist dies nur unter bestimmten Voraussetzungen wie ausreichend großer Hautfläche, keine Verwendung von Sonnenschutzmitteln sowie in ausreichender Dauer möglich.
  • Eine ausreichende Dosierung: Vitamin D3 ist der beste Wirkstoff. Die mittlere Dosierung sollte im Sommer bei 400 bis 1.000 IE und im Winter bei 3.000 bis 4.000 IE liegen.
  • Eine ausreichende Versorgung mit so genannten Cofaktoren: Nur wenn auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 und Magnesium vorliegt, kann Vitamin D bestimmte Wirkungen erfüllen.

Wirkung von Vitamin D3 auf das Erbgut

Vitamin D3 wirkt vermutlich über so genannte Vitamin-D-Rezeptoren, welche in fast allen Körperzellen zu finden sind. Über diese Rezeptoren soll beispielsweise durch Vitamin D das Auslesen des Erbguts aus diesen Zellen beeinflusst werden. Auf diese Weise kann die Regulierung der Synthese zahlreicher Proteine, Botenstoffe und Enzyme erfolgen. Diese wiederum sind an der Steuerung zahlreicher Prozesse im Körper beteiligt. Auf direktem Weg werden so mehr als 2.000 Gene gesteuert, weshalb Vitamin D3 einen bedeutenden Einfluss auf die Funktion von Zellen sowie Organen und Körpersystemen zu haben scheint. Auch auf die Epigenetik hat Vitamin D wahrscheinlich Einfluss, denn durch Methylierung lassen sich bestimmte Gene dauerhaft an- oder abschalten.

Damit gilt Vitamin D3 als genetischer Modulator. Zwar kann es das Erbgut nicht direkt verändern, eine Vielzahl von Genen lässt sich aber durch das Vitamin steuern und aktivieren.

Wirkung von Vitamin D3 auf das Immunsystem

Auf das Immunsystem wird Vitamin D3 eine steuernde und modulierende Wirkung nachgesagt. So sollen zahlreiche zentrale Prozesse des Immunsystems von Vitamin D3 abhängig sein oder davon gesteuert werden.

Durch Vitamin D3 soll es möglich sein, dass die Produktion bestimmter Abwehrzellen und –stoffe gefördert wird. Zudem soll Vitamin D3 entzündliche Immunreaktionen verringern können. Somit gilt Vitamin D3 als eine Art Immunmodulator, der für eine gesunde Immunantwort sorgen kann und gleichzeitig dazu beitragen soll, dass Abwehrreaktionen gegen körpereigenes Gewebe stattfinden. Auch die Bildung vonAutoimmunerkrankungen und chronischen Entzündungen soll durch Vitamin D3 verhindert werden können.

In Studien wurde außerdem festgestellt, dass Vitamin D3 Einfluss bei der Prävention sowie Behandlung von viralen und bakteriellen Erkrankungen zu haben scheint.

Wirkung von Vitamin D3 auf das Herz-Kreislauf-System

Die Wissenschaft konnte bereits vor einiger Zeit feststellen, dass Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oft mit einem erniedrigten Vitamin-D-Spiegel verbunden sind. Mit sinkendem Vitamin-D-Spiegel scheint zudem die Wahrscheinlichkeit zu steigen, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

Es wird vermutet, dass Vitamin D3 folgende Mechanismen entfaltet, wenn es um das Herz-Kreislauf-System geht:

  1. Beteiligung an der Regulierung des Blutdrucks
  2. Direkter Schutz der Gefäße und der Herzmuskulatur
  3. Entgegenwirken chronischer Entzündungen
  4. Vorbeugung zahlreicher Risikofaktoren

Allerdings ist noch umstritten, inwieweit ein niedriger Vitamin-D-Spiegel Ursache oder Folge für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Dies liegt auch daran, dass bislang wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden konnte, ob sich mit Vitamin D3 Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern oder behandeln lassen. Da bisher vorliegende Studien qualitativ noch nicht ausreichend sind, müssen noch weitere Untersuchungen zur Wirkung von Vitamin D3 auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen folgen.

Wirkung von Vitamin D3 auf Nerven und Gehirn

Vor wenigen Jahren wurde durch verschiedene Untersuchungen entdeckt, dass Vitamin D3 vermutlich auch auf das zentrale Nervensystem sowie im Gehirn eine bestimmte Wirkung zu erzielen scheint. In diesen Bereichen sind sowohl Vitamin-D-Rezeptoren als auch Vitamin-D-Enzyme aktiv.

Vitamin D3 wird der Klasse der Neurosteroide zugeordnet. Dabei handelt es sich um Hormone, welchen eine direkte Wirkung auf Entwicklung und Funktion von Nervenzellen, Neuronen und Gehirn nachgesagt wird.

Die vergangenen Jahre konnten herausstellen, dass Vitamin D3 wahrscheinlich mehrere zentrale Wirkungen aufweist:

  • Steuerung des Zellzyklus der Nervenzellen (auch Steuerung und Beeinflussung der Neubildung und Differenzierung von Nervenzellen, Schutz der Zellen)
  • Steuerung der Bildung von wichtigen Antioxidantien
  • Beeinflussung der Entgiftung des Gehirns
  • Beeinflussung der Synthese der Neurotransmitter
  • Steuerung der Neurotrophine und der neurotrophen Faktoren
  • Steuerung von intrazellulären Kalzium-Signalen
  • Steuerung der Differenzierung und strukturellen Entwicklung von Neuronen
  • Bildung und Erhaltung neuronaler Verbindungen
  • Steuerung und Beeinflussung der Neuroplastizität des Gehirns

Mittlerweile ist die Rolle von Vitamin D3 bei der Entwicklung des Gehirns recht gut erforscht. Zumindest in Tierversuchen zeigte sich, dass es aufgrund eines Vitamin-D-Mangels bei der Mutter zu starken Gehirnveränderungen beim Embryo kommt. In Korrelationsstudien zeigte sich dann auch, dass ein früher Vitamin-D-Mangel in Verbindung mit psychischen Störungen (z. B. schwerer Schizophrenie) zu stehen scheint. Inwiefern Vitamin D in diesem Fall zur Therapie genutzt werden kann, ist bislang aber noch unklar.

Vor allem bei älteren Menschen zeigte sich, dass ein Vitamin-D-Mangel sich scheinbar auf kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis und Konzentration negativ auswirkt. Auch gilt ein Mangel als Risikofaktor für die Entstehung von Demenz.

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Wirkung von Vitamin D3 auf den Mineralstoffhaushalt

Lange war der Wissenschaft nur bekannt, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Aufnahme sowie Verwertung von Kalzium und Phosphat einnimmt. Somit hatte Vitamin D3 einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit der Knochen.

Ist kein Vitamin D3 vorhanden, dann kann der Darm Kalzium und Phosphat nicht in ausreichender Menge aus der Nahrung aufnehmen. Gleichzeitig wird auch die Verwertung von Kalzium und seine Wiederaufnahme aus der Niere erschwert. Indirekt wird durch Vitamin D3 also der Kalzium- und Phosphatspiegel im Blut gesteuert. Vitamin D3 ist dabei Untersuchungen zufolge für die Synthese von zwei kalziumtransportierenden Proteinen verantwortlich – dem Osteocalcin und dem Matrix-GLA-Protein. Die Proteine nehmen auf den Transport von Kalzium in die Knochen sowie in andere Bereiche Einfluss und können so zu einem korrekten Knochenaufbau beitragen.

Für die Aktivierung benötigen beide Proteine Vitamin K2, dieses wirkt eng mit Vitamin D zusammen. Somit gelten Vitamin D3 und Vitamin K2 als zentrale Faktoren, wenn es um die Gesunderhaltung der Knochen und die Steuerung des Kalziumspiegels geht.

Zusammen mit PTH, einem Nebenschilddrüsen-Hormon, kann Vitamin D3 für einen konstanten Kalziumspiegel sorgen. Sobald nicht ausreichend Kalzium zur Verfügung steht oder aufgrund eines Vitamin-D-Mangels nicht ausreichend Kalzium aufgenommen werden kann, kommt es durch PTH zur Lösung von Kalzium aus dem Knochen. Die Folge wäre ein Zerfall der Knochen. Somit kann Vitamin D3 maßgeblich die Knochengesundheit beeinflussen.

Vitamin D3 für Haut und Haare hilfreich?

In allen körperlichen Bereichen, in denen die Zellteilung von Bedeutung ist, spielt auch Vitamin D3 eine entscheidende Rolle. Und das gilt auch für die Zellen, die sich sehr schnell erneuern – die Zellen der Haut und der Haare.

Unter natürlichen Bedingungen kann der Körper Vitamin D3 selbst in der Haut bilden. Wichtig ist dies für deren Gesunderhaltung und auch für therapeutische Zwecke. So gilt Vitamin D3 beispielsweise bei der Behandlung von Schuppenflechte und anderen Erkrankungen der Haut als sehr nützlich.

Diverse Studien zeigten weiterhin, dass es eine deutliche Verbindung zwischen Vitamin-D-Mangel und Haarausfall zu geben scheint. Es konnte zudem nachgewiesen werden, dass der Vitamin-D-Rezeptor bei der Steuerung des Haarzyklus von Bedeutung ist. Deshalb kann Vitamin D3 sehr wahrscheinlich auch gegen Haarausfall helfen, wenngleich ein Nachwachsen von Haaren bislang nicht wissenschaftlich bewiesen werden konnte. Eine Rolle könnte Vitamin D3 aber in der Prävention von Haarausfall spielen.

Vitamin-D3-Mangel – Wie er entsteht und woran er zu erkennen ist

Ein diagnostizierter Vitamin-D-Mangel ist aus chemischer Sicht ein Mangel an Vitamin D3. In aktuellen Studien zeigt sich immer deutlicher, dass es vor allem nördlich des 37. Breitengrads oft zu einem Vitamin-D-Mangel kommt. Bis zu 70 bis 90 Prozent der hier lebenden Menschen sind davon betroffen. Daraus resultieren schwerwiegende Folgen. Allein in Deutschland zeigt sich anhand verschiedener Untersuchungen, dass eine verbesserte Vitamin-D-Versorgung die jährliche Sterblichkeitsrate senken könnte.

Wie kommt es zu einem Mangel an Vitamin D3?

Oft lässt sich ein Mangel an Vitamin D3 auf einen Sonnen-Mangel zurückführen. Die Versorgung mit dem Vitamin über die Nahrung ist deshalb fast zu vernachlässigen, denn die Konzentration an Vitamin D3 in Lebensmitteln ist verschwindend gering.

Die körpereigene Bildung von Vitamin D3 in der Haut spielt hingegen eine sehr bedeutende Rolle in der Gesamtversorgung. Für eine ausreichende Bildung von Vitamin D3 werden aber längere Zeiträume mit direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut benötigt – und das auch in einer ausreichenden Intensität mit UVB-Strahlen. Vor allem in Ländern nördlich des 37. Breitengrades liegen diese Voraussetzungen lediglich in den Monaten April bis Oktober vor. Zu dieser vergleichsweise geringen Sonneneinstrahlung gesellt sich außerdem die moderne Lebensweise. Die meisten Menschen halten sich bereits berufsbedingt vorwiegend in geschlossenen Räumen auf, so dass selbst im Sommer nicht ausreichend Sonne für die Bildung von ausreichend Vitamin D3 genutzt wird. Die Sonnencremes, die außerdem zum Schutz vor Sonnenbrand verwendet werden und damit die für die Vitamin-D3-Synthese notwendige UV-Strahlung filtern, tragen ebenfalls zu der Entstehung eines Mangels bei. So kann bereits am SF8 keine Vitamin-D3-Produktion mehr stattfinden.

So zeigt sich ein Vitamin-D3-Mangel

Die Symptome für einen Mangel an Vitamin D3 sind sehr vielfältig. So können unter Umständen alle körperlichen Systeme von einem Vitamin-D3-Mangel betroffen sein.

Unter anderem zeigen sich Symptome eines Vitamin-D3-Mangels

  • bei den Knochen (z. B. bei Kindern Rachitis mit Fehlbildungen und Fehlwüchsen, bei Erwachsenen Osteomalzie und Osteoporose sowie erhöhte Gefahr von Brüchen aufgrund fehlender Knochenstabilität und –dichte)
  • bei der Zellgesundheit (Vitamin D3 kann unterstützend auf die reibungslose Funktion der Zellen und Organe wirken, indem es DNA und Zellprozesse direkt steuert)
  • beim Immunsystem (Vitamin D3 soll verschiedene Prozesse der Immunabwehr steuern können, es kommt bei einem Mangel beispielsweise schneller zu Infekten)
  • bei Nerven und Gehirn (im Nervensystem und im Gehirn zeigen sich Vitamin-D-Rezeptoren, durch Vitamin D3 werden Zellprozesse direkt gesteuert und Nerven sowie Neuronen geschützt)

Vitamin D3-Vorkommen in Lebensmitteln

Grundsätzlich ist Vitamin D3 in Lebensmitteln eher wenig vertreten. In relevanten Mengen ist es vorrangig in bestimmten tierischen Lebensmitteln zu finden. Vor allem fettreicher Fisch ist reich an Vitamin D3. Dennoch hat das Vitamin D3 aus Lebensmitteln kaum Einfluss auf die Vitamin-D-Versorgung. Wer jedoch gern und viel Fisch zu sich nimmt, kann seinen Vitamin-D3-Bedarf durchaus auch über die Ernährung decken.

In folgenden Lebensmitteln ist Vitamin D3 enthalten:

  • Lebertran: 300 µg/ 100 g (12.000 IE/ 100 g)
  • Aal (geräuchert): 90 µg/ 100 g (3.600 IE/ 100 g)
  • Bückling: 30 µg/ 100 g (1.200 IE/ 100 g)
  • Hering (atlantisch): 25 µg/ 100 g (1.000 IE/ 100 g)
  • Aal: 20 µg/ 100 g (800 IE/ 100 g)
  • Lachs: 16 µg/ 100 g (640 IE/ 100 g)
  • Sardinen: 10 µg/ 100 g (400 IE/ 100 g)
  • Austern: 8 µg/ 100 g (320 IE/ 100 g)
  • Margarine (künstlich angereichert): 2,5 bis 7,5 µg/ 100 g (100 bis 300 IE/ 100 g)

Auch in Käse sowie Eiern ist Vitamin D3 enthalten. Zudem werden zunehmend auch Lebensmittel mit Vitamin D3 angereichert, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.

Nahrungsergänzung mit Vitamin-D3-Präparaten

Um einem Vitamin-D3-Mangel vorzubeugen, kommen sehr oft Vitamin-D3-Präparate zum Einsatz. Gerade in den Wintermonaten raten Experten zu deren Anwendung als Prophylaxe, denn der Sonnenmangel lässt den Vitamin-D-Spiegel sinken – zum Teil auf gefährlich niedrige Werte, die in den Sommermonaten dann nicht mehr aufgeholt werden können. Die Folge: Während der Vitamin-D3-Mangel im Sommer latent ist, ist er im Winter deutlich ausgeprägt. Und auch im Sommer wird vielen Menschen zum Einsatz von Vitamin-D3-Präparaten geraten, wenn sie berufsbedingt nur wenig mit der Sonne in Berührung kommen.

Liegt bereits ein Vitamin-D3-Mangel vor, dann erfolgt mit den entsprechenden Präparaten eine Therapie, die in zwei Phasen eingeteilt wird:

  1. Hoch dosierte Anfangstherapie
  2. Erhaltungstherapie

Die Dosierungen sind je nach Phase sehr unterschiedlich. Während sie bei der hoch dosierten Anfangstherapie bei einmal 50.000 IE und anschließend 10.000 IE täglich über einen Zeitraum von vier Wochen liegt, erfolgt bei der Erhaltungstherapie eine Dosierung von 400 bis 1.000 IE (Sommer) beziehungsweise 3.000 bis 4.000 IE (Winter).

Kommt es zu einer Überdosierung von Vitamin D3 durch Nahrungsergänzungspräparate, dann kann eine stark erhöhte Aufnahme von Kalzium die Folge sein. Es kommt zur so genannten Hyperkalzämie, bei welcher die Organe verkalken. Unter Umständen kann die Erkrankung sogar zum Koma führen. Aus diesem Grund wurde auch für lange Zeit vor einer Überdosierung mit Vitamin D3 gewarnt, in der Vergangenheit wurde das Risiko aber wieder herabgesetzt. So wird davon ausgegangen, dass sich Anzeichen einer Überdosierung erst ab 1.000 µg Vitamin D3 über einen längeren Zeitraum eingenommen zeigen. Bis dato gilt die tägliche Einnahme von 100 µg über einen längeren Zeitraum als unbedenklich.

Vitamin-K2-Mangel durch zu viel Vitamin D3

Wird Vitamin D3 in zu hohen Dosen eingenommen, kann ein relativer Mangel an Vitamin K2 entstehen. Vitamin K2 sorgt dafür, dass das mit Hilfe von Vitamin D3 aufgenommene Kalzium verwertet und abtransportiert werden kann. Kommt es nun zu einem Vitamin-K2-Mangel, lagert sich Kalzium im gesamten Körper ab. Die Folge sind Kalzifizierungen von Gefäßen, Organen und Geweben. Diese gehen mit einer starken Schädigung der Gesundheit einher. Aus diesem Grund wird dazu geraten, Vitamin D3 ab einer Dosis von 1.000 IE immer zusammen mit Vitamin K einzunehmen. Sinnvoll ist dabei die Verwendung der natürlichen Form von Vitamin K2, dem MK7. Gewonnen wird es aus fermentierten pflanzlichen Nahrungsmitteln. Während einer Vitamin-D-Therapie sollte immer eine Dosis von 150 bis 200 µg Vitamin K2 eingenommen werden, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Darreichungsformen von Vitamin D3

Vitamin-D3-Präparate sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. So gibt es sie als Tropfen oder auch Öl, in Form von Tabletten und Kapseln sowie als Injektion.

Vitamin-D3-Tropfen/-Öl

Der Vorteil von Vitamin-D3-Tropfen ist die Lösung des Vitamins in Öl. Es handelt sich bei Vitamin D3 um ein fettlösliches Vitamin, dass in durch die Tropfen auf Ölbasis besser vom Organismus aufgenommen werden kann. In der Regel kommen derartige Tropfen auch ohne chemische Zusätze aus.

Vitamin-D3-Tabletten

Auch wenn Vitamin-D3-Tabletten durchaus weit verbreitet und auch beliebt sind, sind sie nicht die ideale Lösung. Das Problem: Sie sind mit chemischen Zusatzstoffen versetzt, die sich im Magen nur schwer auflösen. Tabletten mit Vitamin D3 werden vor allem auch für Babys verordnet, denn sie können einer Rachitis vorbeugen. Hier ist natürlich das Problem, dass sie erst aufgelöst werden müssen. Zudem müssen Tabletten sehr nahe an einer Mahlzeit eingenommen werden, da das Vitamin nur mit Öl oder Fett aufgenommen werden kann.

Vitamin-D3-Kapseln

Neben Tabletten sind auch Vitamin-D3-Kapseln eine weit verbreitete Darreichungsform. Gegenüber Tabletten sind sie zudem die bessere Wahl, denn sie enthalten fast keine Zusatzstoffe. Einige Hersteller versetzten sie sogar mit mittelkettigen Triglyceriden, wodurch das Vitamin D3 in den Kapseln besser vom Organismus aufgenommen werden kann. Natürlich können die Kapseln aber auch mit etwas Öl oder zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

So genannte Weichkapseln oder Softgels sind eine Sonderform der Vitamin-D3-Kapseln. Die Kapsel ist dabei fest verschlossen und enthält Vitamin-D3-Öl oder –Gel. Sie stellen eine Mischform aus Tropfen und Kapseln dar, durch die ölige Lösung ist die Vitaminaufnahme deutlich verbessert.

Vitamin-D3-Injektion

Vitamin-D3-Präparate in Form von Tropfen, Tabletten oder Kapseln unterstützen nicht immer den Heilungsprozess. In der Regel ist dabei eine gestörte Verdauungsfunktion oder eine unzureichende Nährstoffaufnahme ursächlich. In diesem Fall kann auf ärztlichen Rat auch eine Vitamin-D3-Injektion erfolgen. Da hier jedoch das Risiko eines Vitamin-D-Überschusses vorhanden ist, darf eine gezielte Behandlung nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

In der Regel wird dabei einmal im Jahr eine Vitamin-D-Spritze verabreicht, die als intramuskuläre Injektion gesetzt wird. Die Dosis ist zunächst recht niedrig und steigert sich mit jeder Gabe. Im Rahmen der Behandlung muss der Arzt regelmäßig die Blutwerte des Patienten überprüfen und dabei auch die Schwankungen der Normalwerte im Sommer und Winter beachten. Bei schwerwiegender Diagnose werden die Kosten für die Vitamin-D3-Injektion von der Krankenkasse übernommen, andernfalls handelt es sich um eine so genannte IGeL-Leistung.

Vitamin D3 – Gibt es einen Tagesbedarf?

Oft stellt sich die Frage, wie hoch der Tagesbedarf an Vitamin D3 ist. Für fast alle Nährstoffe lässt sich diese auch recht einfach beantworten – für Vitamin D3 ist dies nicht ganz so leicht. Das liegt vor allem daran, dass Vitamin D3 im Gegensatz zu anderen Nährstoffen kaum über die Nahrung aufgenommen wird, sondern vielmehr mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut produziert werden kann. Somit lässt sich der Tagesbedarf nicht nur aus einer Quelle decken und die Gewichtung, wie hoch der Bedarf tatsächlich ist, verschiebt sich je nach Jahreszeit.

Weiterhin existieren derzeit sehr unterschiedliche Ansichten in Bezug auf den täglichen Bedarf an Vitamin D3, denn die Forschung schreitet immer weiter voran. Während einige offizielle und mittlerweile veraltete Empfehlung einen sehr niedrigen Bedarf ansetzen, ist er laut anderen Empfehlungen mitunter deutlich höher.

Kann die Bildung von Vitamin D3 nicht durch Sonneneinstrahlung erfolgen, dann sieht der derzeitige offiziell empfohlene Tagesbedarf folgendermaßen aus:

  • Säuglinge bis zwölf Monate: 10 µg täglich (400 IE)
  • Kinder ab einem Jahr sowie Jugendliche und Erwachsene (einschließlich schwangere und stillende Frauen und Personen ab 65 Jahren): 20 µg täglich (800 IE)

Diese offiziellen Empfehlungen werden aber immer stärker kritisiert und gelten inzwischen oft als zu niedrig. Sie sind zwar in der Regel ausreichend zur Verhinderung eines Mangels, allerdings können damit keine optimalen Blutwerte (z. B. der Körperspeicher für Vitamin D3) erhalten werden. Hierfür werden in der Regel Dosierungen benötigt, die das fünf- bis zehnfache betragen. Die Kritiken in Bezug auf den Tagesbedarf berufen sich dabei vor allem auf den von Kindern ab einem Jahr sowie Erwachsenen, für Säuglinge scheint der Bedarf zu stimmen.

Wie hoch der Tagesbedarf an Vitamin D3 tatsächlich ist, konnte bislang nur anhand des Auftretens von Mangelerscheinungen ermittelt werden. Mittlerweile gilt der Vitamin-D-Spiegel im Blut als wichtige Größe, um die Vitamin-D-Versorgung beurteilen zu können. Dabei wird das 25-OH-Vitamin-D gemessen. Ein optimaler Vitamin-D-Spiegel liegt dabei zwischen 30 und 60 ng/ml (75 bis 150 nmol/l). Doch welche Menge an Vitamin D3 ist nun notwendig?

Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Das liegt daran, dass der Bedarf aus drei verschiedenen Quellen gedeckt werden kann. So wird während der Sommermonate in der Haut ein Großteil Vitamin D3 gebildet, gleichzeitig kann es in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen werden. Zudem können Vitamin-D3-Präparate zum Einsatz kommen.

Der Körper kann durch die Einstrahlung der Mittagssonne und beim Tragen von Badebekleidung zwischen etwa 10.000 IE und 20.000 IE Vitamin D3 herstellen. Die Zeit, die dafür notwendig ist, hängt vom Hauttyp ab. Sobald es zu einer leichten Rötung (kein Sonnenbrand) kommt, ist die maximale Produktion erreicht – danach wird die weitere Bildung von Vitamin D3 verhindert, eine Überdosierung durch die Sonne ist also unmöglich. Es handelt sich dabei aber lediglich um durch einen Vergleich errechnete Werte, in Untersuchungen wurden Probanden mit künstlichem UV-Licht bestrahlt. Im Anschluss erfolgte ein Vergleich, mit welcher Dosis eines oralen Vitamin-D3-Präparates ein gleicher Anstieg von 25-OH-Vitamin-D erzielt werden kann. Da in den Untersuchungen nicht berücksichtigt wurde, dass das aufgenommene Vitamin D nur zu 50 Prozent in 25-OH-Vitamin-D umgewandelt wird, sind die Berechnungen nicht eindeutig.

Im Rahmen von Untersuchungen nach dem so genannten Dosis-Wirkungs-Modell wurden Ergebnisse ermitteln, laut denen der Gesamtbedarf aus allen Quellen etwa 8.000 IE beträgt. Unberücksichtigt blieben hierbei jedoch Therapiedauer und ein möglicher Mangelzustand zu Therapiebeginn. Es dürfte also bei gut gefüllten Körperspeichern eine deutlich geringere Dosis notwendig sein, um den gleichen Blutspiegel zu erreichen.

In weiteren Studien stellte sich heraus, dass ein gesunder Mensch effektiv 3.000 bis 5.000 IE Vitamin D3 aus den drei Quellen Sonne, Nahrung und Körperspeicher benötigen, um einen bestimmten Vitamin-D3-Spiegel aufrechterhalten zu können. Bei diesen Werten handelt es sich um eine Erhaltungsdosis, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass ein Mindestbedarf von 3.000 IE aus allen Quellen anzunehmen sein dürfte. Diese Werte gelten für Erwachsene und sind vom Ausgangsspiegel sowie dem Zustand der Vitamin-D-Speicher im Körper abhängig.

Vitamin-D3-Bedarf in bestimmten Situationen erhöht

Bei einigen Krankheiten sowie in bestimmten Lebenssituationen ist der Vitamin-D3-Bedarf erhöht. Dies ist beispielsweise der Fall bei

  • Fettleibigkeit
  • Glutenunverträglichkeit
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, exokrine Pankreasinsuffizienz
  • Mukoviszidose
  • Morbus Crohn
  • Gallebeschwerden
  • Kurzdarmsyndrom, Darmresektion
  • Fettstuhl
  • Infektionen und chronischen Erkrankungen

Erhöht ist der Bedarf außerdem während einer Schwangerschaft, denn Vitamin D3 hat auf die kindliche Entwicklung einen großen Einfluss. So wird bereits ganz am Anfang der Schwangerschaft der Vitamin-D-Stoffwechsel durch den Körper optimiert. Es kommt zu einem Anstieg des Vitamin-D-Spiegels und des Vitamin-D-Hormons Calcitriol, außerdem bilden sich vermehrt spezielle Vitamin-D-Transportmoleküle. Es kommt im ersten Trimester einer Schwangerschaft zu einer Verdreifachung des Calcitriol-Spiegels. Entweder vier Wochen nach der Einnistung bildet sich die Plazenta aus, der mütterliche Körper transportiert sofort freies Vitamin D3 zum Kind. Für das Kind ist das Vitamin für die Gehirnentwicklung, das Immunsystem, die Entwicklung von Organen und Skelett, die Ausbildung des Stoffwechsels und auch die Gewebezusammensetzung wichtig. Somit ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3 bereits im Mutterleib die Basis für eine gesunde Entwicklung des Kindes.

Weiterhin zeigten Untersuchungen, dass ein Vitamin-D3-Mangel zudem bei der Mutter das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck sowie bakterielle Scheidenentzündungen und Frühgeburten erhöhen könnte.

Vitamin D3 – Vor allem in den Wintermonaten ein wichtiges Vitamin

Vor allem in unseren Breitengraden ist Vitamin-D3-Mangel der vermutlich am stärksten verbreitete Vitaminmangel. Der Körper bildet das Vitamin vor allem im Sommer in der Haut. Im Winter hingegen ist das eigentlich nicht möglich, so dass hier nur zwei Optionen zur Wahl stehen:

  1. Einnahme von Vitamin-D3-Präparaten
  2. Solarium-Besuch (aufgrund gesundheitlicher Risiken nur in Maßen empfehlenswert)

Da aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung im Winter kaum bis kein Vitamin D3 in der Haut produziert werden kann, sollte nach Möglichkeit zu entsprechenden Tropfen oder Kapseln gegriffen werden, um die Vitamin-D3-Depots auf einem konstanten Level zu halten.

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