Biotin - Das Schönheitsvitamin ?

Anfang der 30er Jahre wurde das Vitamin Biotin, oder auch Vitamin B7 und Vitamin H genannt, entdeckt. Der Begriff Vitamin H, der zwischenzeitlich veraltet ist, kommt daher, dass sich Biotin positiv auf Haut und Haare auswirkt. Außerdem ist es an mehreren wichtigen Prozessen des Stoffwechsels im Körper beteiligt und gehört zu den sogenannten lebenswichtigen Vitaminen, da Biotin vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann.

Was ist Biotin genau?

Biotin ist in verschiedenen Lebensmitteln enthalten, die allerdings erst im Dünndarm abgespalten werden müssen, damit die Aufnahme in den Körper erfolgen kann. Die Aufgabe der Abspaltung übernimmt dann das Enzym Biotinidase, damit so die Aufnahme in den Körper gewährleistet ist. Biotin ist sowohl für den Fettstoffwechsel wie auch für den Stoffwechsel ist Biotin von bedeutender Wichtigkeit. Auch ist dieses Vitamin auch an der Regulierung des Blutzuckerspiegels maßgeblich beteiligt. Natürlich sorgt Biotin für schöne Haare und feste Fingernägel und kann sogar gegen Akne helfen. Daher wird es von der Pharmaindustrie so geschätzt, und diese bietet entsprechende Zusatzprodukte an.

Da der Körper Biotin nicht selbst herstellen kann, muss das Vitamin, welches eine sehr positive Auswirkung auf Haut und Haare hat, über die Nahrung aufgenommen werden. Wertvolle Biotinlieferanten sind etwa Rinderleber, Haferflocken wie auch Nüsse. Um den Tagesbedarf zu decken, benötigt ein „Norm“-Mensch in der Regel etwa 30 bis 60 Mikrogramm Biotin. Schwangere und stillende Frauen hingegen benötigen in der Regel etwas mehr Biotin, um den täglichen Bedarf zu decken.

Ein Biotinmangel liegt selten vor

Die Pharmaindustrie hat in den letzten Jahren den Boom auf Biotin-Tabletten und –Kapseln hervorgerufen, wobei dies in der Regel vollkommen unnötig ist. Denn wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, wird in den seltensten Fällen an einem Biotinmangel leiden. Sollte es dennoch zu einem Biotinmangel kommen, können folgende Symptome eventuell darauf hinweisen:

  • Haare: Die Farbe der Haare kann sich verändern, außerdem werden sie stumpf und brüchig. Weiterhin kann es zu Haarausfall kommen.
  • Haut: Es können Fehlempfindungen auftreten (lokale Parästhesie), wie auch Hautveränderungen oder Störungen. Außerdem haben Menschen mit einem Biotinmangel eine blasse und gräuliche Hautfarbe.

Des weiteren kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Fingernägel werden brüchig
  • Anfälligkeiten für Infektionen ist erhöht
  • Muskelschmerzen können auftreten
  • die Cholesterinwerte können erhöht sein
  • Depressionen
  • Übelkeit oder Appetitlosigkeit
  • Veränderung des Stoffwechsels
  • Halluzinationen
  • Störungen der Herzfunktion
  • Störungen des Bewegungsapparates

Ein Biotinmangel macht sich allerdings nicht nur bei den Kopfhaaren bemerkbar. Denn auch die Wimpern oder Augenbrauen können bei einem Mangel dieses Vitamins ausfallen.

Gerade Menschen, die verstärkt Alkohol trinken oder auch rauchen, können an einem Biotinmangel leiden. Aber auch Schwangere und stillende Frauen, sollten auf eine ausgeglichene Ernährung achten, um den Biotin-Spiegel im Gleichgewicht zu halten. Ebenso können Erbkrankheiten, wie etwa Biotinidasemangel, oder eine längere Einnahme von Antibiotika, wie auch der Verzehr von rohen Eiern den Biotinspiegel stark absenken und so zu einem Mangel führen.

Beim Auftreten solcher Symptome sollte dies natürlich von einem Arzt abgeklärt werden. Eine Selbstmedikation ist nicht zu empfehlen, da die Symptome auch durchaus von anderen Krankheiten kommen könnten.

  • Die Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts kann Biotinmangel auslöse

Vor allem durch „Freie Radikale“ und durch einen übersäuerten Organismus wird ein Biotinmangel bei gesunden Menschen ausgelöst. Denn gerade ein saures Zellmilieu wirkt auf das Vitamin Biotin sehr zerstörend. Daher ist oftmals die Übersäuerung des Körpers für eine Biotinmangel zurückzuführen.

Für einen intakten Zellstoffwechsel ist das Säure-Basen-Gleichgewicht Voraussetzung. Ist dieses Gleichgewicht gestört, also liegt der ph-Wert und 7,35, stört dies jede Menge Zellvorgänge und die Abläufe, die biotinabhängig sind, leiden unter diesem Ungleichgewicht. Somit kann es schnell zu einem Biotinmangel und somit auch zu Folgebeschwerden kommen. Dabei spielt natürlich die gegenwärtige Lebensweise der Menschen immer mehr zu einer Säurezunahme des Körpers. Denn die stark zuckerhaltigen Nahrungsmittel wie auch die Aufnahme von zu viel tierischem Eiweiß, welches in Fisch und Fleisch enthalten ist, überfordert den Körper. Dies führt wiederum zu einem Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes. Durch diese Übersäuerung kann es somit schnell zu einem Biotinmangel kommen.

Überdosierung von Biotin

Bisher konnten bei einer Überdosierung von Biotin keine negativen Folgen entdeckt werden. Selbst dann nicht, wenn die empfohlene Tagesdosis das 200-fache übersteigt. Dennoch gibt das BfR die Sicherheitsmaßnahme heraus, dass eine Dosis von etwa 180 Mikrogramm pro Tag nicht überschritten werden sollen.

Biotin für Nägel, Haut und Haare

Besonders die Damenwelt setzt auf dieses Vitamin und ist von den Versprechungen der Pharmaindustrie sehr angetan. Es werden zahlreiche Biotin- Zusatzpräparate gekauft, die in der Regel absolut unnötig sind, da es sehr sehr selten zu einem Biotinmangel kommt. Auch zahlreiche Shampoos mit Biotin werden im Handel angeboten und natürlich auch gekauft. Dabei wissen allerdings die wenigsten Damen, dass Biotin von der Haus so gut wie gar nicht aufgenommen werden kann. Somit ist die Wirkung gen Null und die teuren Produkte helfen nicht wirklich etwas.

Biotin wirkt sich zwar auf die Nägel und die Haut aus, vorrangig profitieren allerdings die Haare von der positiven Wirkung. Das Vitamin trägt dazu bei, wenn die Haare glanzlos, brüchig oder auch dünner wirken, um diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Biotin-Wellness-Paket von der Pharmaindustrie

Die Zusatzpräparate, die es im Handel zu erwerben gibt sind nicht nur mit Biotin angereichert. Meist ist noch das Spurenelement Zink darin vorhanden, welches ebenfalls die Nägel stärkt, die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und Haarausfall vorbeugt. Ebenso ist Kieselerde darin enthalten, welche mit Vorsicht zu genießen ist. Denn Wissenschaftler vermuten, dass Personen, die Kieselerde über einen längeren Zeitraum einnehmen ein erhöhtes Risiko zu Nierenschäden haben. Auch wird eine Gesundheitsgefährdung vermutet, wenn Kieselerde oral eingenommen wird. Dies hat den Grund, dass zahlreiche Präparate aus Quarz und Cristobalit zusammengesetzt sind und somit eine Silikose bewirken könnten.

In diesen Lebensmitteln ist Biotin enthalten

Es gibt eine Vielzahl an Lebensmitteln, in denen Biotin enthalten ist. Jedoch gibt es nur wenige Lebensmittel, die eine guter Biotinlieferant sind. Leber, Niere, Nüsse, Haferflocken, Eier wie auch Milch und Milchprodukte sind die besten Biotinlieferanten und sollten daher unbedingt auf dem Speiseplan stehen. Da Biotin wasserlöslich ist, sollte das Gemüse nicht zu lange im Kochwasser liegen oder noch besser, das Kochwasser wird gleich mitverwendet. So kann aus dem Kochwasser beispielsweise eine leckere Gemüsesoße gemacht werden oder aber in abgekühltem Zustand kann es als Wasserersatz für Smoothies dienen.

Aber auch Spinat und Avokados, Bananen und Erdbeeren wie auch getrocknete Feigen sind wertvolle Biotinlieferanten, die problemlos auf dem Speiseplan zu integrieren sind.

Wer sich also abwechslungsreich und gesund ernährt, wird in den seltensten Fällen an einem Biotinmangel leiden und so mit Folgeschäden rechnen müssen. Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl, denn oftmals bedeutet ein Heißhunger auf Obst oder auch verschiedene Gemüse- und Fleischsorten, dass der Körper gerade einen Mangel erleidet und sich über die entsprechende Heißhungerattacke holt, was er benötigt. Dies gilt selbstverständlich nicht für ständige Heißhungerattacken auf Süßes.

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