Kühlschrank reinigen – Lebensmittel richtig lagern

Gerade der Kühlschrank gerät bei vielen in Vergessenheit, wenn es sich um eine gründliche Reinigung handelt. Dabei ist das Küchenutensil aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken. Bei der Hygiene allerdings, sollte das Gerät besonders beachtet werden, ansonsten können schlimmstenfalls gesundheitliche Nachteile drohen.

Viele Hausfrauen drücken sich vor der Kühlschrank Reinigung, mit etwas Routine allerdings, kann auch dieses zu einem Kinderspiel werden. Das Innenleben ist besonders wichtig, denn hier setzen sich gern Keime und Bakterien ab, daher ist eine regelmäßige Reinigung unabdinglich.

Kühlschrank reinigen – wie oft?

Geübte Hausfrauen schaffen innerhalb kürzester Zeit, das Gerät wieder fit zu bekommen, sodass neue Frische einziehen kann. Experten raten zu einer Kühlschrank Reinigung, die mindestens einmal monatlich stattfinden sollte. Allerdings erspart dies nicht, auch zwischendurch zum Tuch und zum Spülmittel zu greifen.

Gern finden sich verklebte Speisereste oder verkleckerte Soßen an, die gleich entfernt werden sollten. Schlimmer wird es bei geräuchertem Fisch oder stark duftendem Käse, beides hinterlässt einen üblen Geruch.

Noch wichtiger erscheint es, verschimmelte Lebensmittel unverzüglich zu entfernen, die nicht nur einen unangenehmen Geruch verbreiten, sondern auch zur regelrechten Keimschleuder mutieren können. Ist ein Kühlfach im Kühlschrank integriert, sollte dieses zweimal jährlich abgetaut (sofern keine automatische Abtaufunktion vorhanden ist) und gesäubert werden.

Kühlschrank reinigen – Schritt für Schritt

  • Kühlschrank ausräumen
  • Netzstecker ziehen
  • bevor die eigentliche Reinigung beginnen kann, muss der Kühlschrank entleert werden. Einfacher geht es vonstatten, wenn ein Zeitpunkt gewählt wird, der vor einem Großeinkauf liegt.
  • abgelaufene Produkte gleich aussortieren und im Mülleimer entsorgen
  • haltbare Lebensmittel mit einer Kühltasche kühl halten
  • bei Kühl – Gefrierkombinationen, die Kühlkette nicht unterbrechen

Ist der Kühlschrank vollständig von Lebensmitteln befreit, alle Ablagen und Schubfächer entfernen. Alles, wenn möglich, in einem Geschirrspüler reinigen, ansonsten im lauwarmen Spülwasser gut einweichen und abwaschen.

Hygiene ist nicht nur im Kühlschrank alles, sondern in der gesamten Küche. Nahrungsmittel sind verderblich, auch wenn sie im Kühlschrank lagern. Die Schuld daran tragen sogenannte Mikroorganismen, gerade im Zusammenhang mit Licht, Sauerstoff und Feuchtigkeit. Um einer Vermehrung vorzubeugen, ist das Kühlschrank reinigen in regelmäßigen Abständen von 4 bis 6 Wochen zu empfehlen.

Nächster Schritt ist der Innenraum, der besonderer Pflege bedarf. Die Wände mittels einem Lappen feucht auswischen. Auf Scheuerschwämme und scharfen Putzmittel sollte die Hausfrau gänzlich verzichten, da ansonsten der Kunststoff in Mitleidenschaft gezogen wird. Wird ein Essigreiniger verwendet, bitte die Dichtungen aussparen, diese werden dadurch bedingt porös.

Zur Empfehlung kommen schwach alkalische Allzweckreiniger, die auch ansonsten in der Küche Verwendung finden können. Zum Nachwischen eignet sich bestens klares Wasser, dem ein Schuss Zitronensaft zugesetzt wird.

Dichtungen mit klarem lauwarmen Wasser gut säubern, bei eventuellen Fugen helfen Wattestäbchen weiter. Auch die Rückwand darf nicht in Vergessenheit geraten. Hierzu den Kühlschrank ein wenig von der Wand abrücken und dem Staub am Metallgitter mit einem Staubsauger, besser noch einem Handstaubsauger zu Leibe rücken. Befindet sich Schmutz oder der Ablauföffnung für Tauwasser an der Wand, sind wiederum Wattestäbchen zu nutzen.

Wer einen natürlichen Reiniger auf Essigbasis verwenden möchte, sollte das im Verhältnis 100 ml Essig und 200 ml Wasser mischen. Der Essig kann auch durch Zitrone ersetzt werden, allerdings das gründliche Nachwischen mit klarem Wasser auf keinen Fall vergessen.

Die richtige Lagerung im Kühlschrank

Nach einer gründlichen Kühlschrankreinigung sollten die Lebensmittel schnellstmöglich wieder ihren Platz finden. Um stromsparend zu arbeiten, darf das Gerät weder zu voll, noch zu leer befüllt werden. Energie wird gespart, wenn der Kühlschrank möglichst zu zwei Drittel gefüllt ist.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass genügend Luft zwischen den einzelnen Lebensmitteln zirkulieren kann. Beim Einräumen darauf achten, dass das Gerät über unterschiedliche Kältezonen verfügt. In dem wärmeren Bereich (ganz oben zwischen 5 und 7 Grad) gehören:

  • Milchprodukte
  • Saucen
  • zubereitete Speisen

In der unteren kälteren Zone (zwischen 0 bis 4 Grad) können gelagert werden:

  • frisches Fleisch
  • Fisch
  • Wurst

Die eigens dafür vorgesehenen Fächer sind für Obst und Gemüse bestimmt. Zudem sollte der Kühlschrank Nutzer stets darauf achten, Lebensmittel, die als schnell verderblich deklariert sind oder stark riechen, in gut verschließbaren Kunststoffboxen aufzubewahren.

Was nicht in einen Kühlschrank gehört!

Manche Lebensmittel haben in einem Kühlschrank nichts verloren. Dazu gehören unter anderem:

  • Tee
  • Reis
  • Nudeln
  • Zwiebeln
  • Knoblauch

Auch bei diversen Südfrüchten wie zum Beispiel, Paprika, Zucchini oder Tomaten ist eine kühle Lagerung nicht gerade geschmacksfördernd, es einfach zu kalt. Diese Lebensmittel an einem kühlen Ort in der Küche oder einer Vorratskammer aufbewahren.

Für viele Verbraucher ist es selbstverständlich, dass bei einer regelmäßigen und gründlichen Kühlschrank Reinigung die Gefahr einer Geruchs – oder Keimbildung um ein Vielfaches minimiert wird, aber auch die richtige Sortierung eine gewisse Rolle spielt. Lebensmittel bekommen eine längere Haltbarkeit und auch die Hygiene ist gegeben.

Unangenehme Gerüche nach der Kühlschrank Reinigung vermeiden

Eine regelmäßige Kühlschrank Reinigung darf nicht in Vergessenheit geraten, aber gegen einen üblen Geruch kann im Vorfeld etwas unternommen werden. Einige Lebensmittel sind geradezu prädestiniert, Gerüche zu neutralisieren und das auf eine ganz natürliche Art und Weise. Hierzu gehören:

  • eine halbe Zitrone mit etwas Natron beträufelt
  • eine Schale mit Kaffeebohnen – oder Kaffeepulver
  • ein halber Apfel
  • eine halbe Kartoffel

Darauf ist beim Kühlschrank reinigen zu achten!

Der Kühlschrank gehört schon seit Jahrzehnten zum wichtigsten Küchengerät. Lebensmittel halten länger frisch und manches Obst und Gemüse findet in diesem Gerät einen kurzeitigen Lagerplatz. Natürlich ist auf die Hygiene ein besonderes Augenmerk zu legen, ansonsten drohen Keime, Pilze und Bakterien.

Einige Teile des Kühlschranks sollten bei jeder Reinigung berücksichtigt werden, andere wiederum sind nicht jedes Mal so wichtig. Bei jeder Reinigung sollte an folgende Details gedacht werden, die immer einer Reinigung unterliegen sollten:

  • Einlegeböden
  • Auszüge
  • Boxen
  • sämtliche herausnehmbare Teile
  • Innenraum mit geeignetem Reinigungsmittel und warmen Wasser gründlich auswaschen
  • Türdichtungen mit einem feuchten Tuch reinigen

Was die Hausfrau nicht bei jeder Reinigung zwangsläufig berücksichtigen muss:

  • Kühlschrank von der Wand abziehen und rückwärtiges Metallgitter absaugen
  • Ablauf für Kondenswasser reinigen

Sämtliche Teile die ab – oder ausgewaschen wurden, müssen sorgfältig getrocknet werden. Geeignete Reiniger und deren Eigenschaften sind:

Spülmittel:reinigend und fettlösend
Küchenfettschmutzlöser:reinigend und fettlösend
Natron – Lösung:reinigend und geruchsneutralisierend
Zitrone:reinigend und antibakteriell

Ungeeignet sind hingegen Essig und Essigessenz, auch nach Meinung von anderen Personen. Weiterhin scharfe Reinigungsmittel und Scheuerschwämme. Letztere neigen dazu, den Innenraum zu verkratzen, wo sich im Laufe der Zeit dann Keime festsetzen können. Alle reizende Reinigungsmittel sollte die Hausfrau vollkommen ausschließen, denn die Inhaltsstoffe würden im Gerät verbleiben und sich in und auf den Lebensmitteln absetzen.

Essig und Essigessenz galten in der vergangenen Zeit als Kühlschrankreiniger schlechthin, leider greift die Säure jedoch den Kunststoff an und macht bei mehrmaligem Gebrauch die Dichtungen porös.

Was tun bei Schimmelbefall?

Wer seinen Kühlschrank regelmäßig säubert, braucht sich vor einem Schimmelbefall sicher nicht zu fürchten. Allerdings, je älter das Kühlschrankmodell ist, desto leichter fällt es Bakterien, Pilzen und Keimen sich festzusetzen.

Gummidichtungen sind besonders anfällig für einen Schimmelbefall, der Grund hierfür: wird die Kühlschranktür geöffnet, strömt feuchtwarme Raumluft hinein, welche kondensiert und sich an den kühlen Dichtungen absetzt. Die Feuchtigkeit sammelt sich in den Gummilamellen und bereitet so den optimalen Nährboden für Schimmelpilze vor.

Die Dichtungen sind also das wichtigste Kriterium bei einer gründlichen Kühlschrankreinigung. Aber auch an schwer zu erreichenden Stellen, wie zwischen Einlegeböden oder Rückwand, entsteht leicht Kondenswasser. Ein weiterer Hot – Spot der Schimmelbildung ist der Überlaufabfluss am Gerät, der eigentlich dafür vorgesehen ist, Kondenswasser aufzufangen.

Hat sich Schimmel gebildet, muss dieser schnellstmöglich entfernt werden. Das geeignete Mittel hierfür ist hochprozentiger Isopropanol Alkohol. Alternativ, aber bitte nur einmalig, eine Essiglösung verwenden!

Chemische Mittel, wie Anti – Schimmel – Sprays sollte nicht angewendet werden. Die Rückstände und Ausdünstungen können sich auf die Lebensmittel legen und stellen somit ein gewisses Gesundheitsrisiko dar. Das beste Mittel einem Schimmelbefall entgegen zu wirken ist: eine regelmäßige Kühlschrank Reinigung, verdorbene Lebensmittel unverzüglich zu entsorgen und des Öfteren Verfalldaten überprüfen.

Bildquelle: Steve Buissinne – Pixabay

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