Gewicht verlieren mit der Low Fat Diät

Wer nachhaltig abnehmen möchte, sollte in der Regel zuerst einmal auf Fett verzichten. Das war über einen langen Zeitraum das Motto, wenn Gewicht reduziert werden sollte. Die Industrie stellte sich auf den neuen Trend ein: Light – Produkte eroberten die Regale der Supermärkte und Bücher über Low – Fat – Diäten wurden verkauft. Es sollten mehr gute Öle verzehrt werden, dass galt besonders für Olivenöl, neben den Fetten waren es nun auch die Kohlehydrate, denen es an den Kragen ging.

Der Trend ging über zu Low – Carb – Diäten, die dem Beispiel von Atkins folgten, somit durfte kein Reis und keine Pasta verzehrt werden. Brot und Süßes standen ebenso auf der schwarzen Liste. Welche der beiden Diäten auf Dauer die Richtige ist, kann bis heute nicht einwandfrei beantwortet werden, dass muss jeder für sich entscheiden.

Diejenigen, die dauerhaft ihr Gewicht reduzieren möchten, müssten den goldenen Mittelweg wählen. Das heißt im Einzelnen:

  • Bei der Nahrungsumstellung neue Erkenntnisse nutzen
  • Kohlehydrate im Auge behalten
  • Reis, Pasta und Vollkornprodukte nur in vernünftigen Mengen genießen

So geht Low – Fat

Die Low- Fat – Diät ist eine Reduktionsdiät. Fett wird so gut es geht reichlich gespart. Es sollte nur maximal 30 Prozent der Energiezufuhr liefern. Als Diät kann das Verfahren weniger gesehen werden, denn Low – Fat ist eher ein Konzept, dass mit einer Ernährungsempfehlung konform gehen sollte.

In aller Munde ist heute die Low – Fat 30 Diät. Hierbei kommt Kalorien zählen nicht in Frage und Verbote bestehen auch kaum. Einzig wenige Vorgaben sind zu beachten:

  • Nur essen, wenn ein Hungergefühl besteht
  • Aufhören, wenn ein Sättigungsgefühl da ist
  • Maximal 30 Prozent an Fett essen

Die Diät sollte aus reichlich:

  • Gemüse
  • Obst
  • Magerem Fleisch
  • Fettreduzierte Milchprodukte
  • Pasta
  • Kartoffeln
  • Reis

bestehen. Ab und zu sind ein Stück Kuchen oder ein wenig Wurst erlaubt. Die Grundidee bei Low – Fat besteht darin, dass je weniger Fett der Körper bekommt, desto schneller kann Gewicht reduziert werden.

Abnehmen mit Genuss

Es ist durchaus möglich, bei dieser Diät mit Genuss abzunehmen. Es sollten hierbei natürlich nur die Lebensmittel auf den Tisch kommen, die wenig Fett haben. Geflügel und Fisch stehen anstatt Fleisch im Vordergrund.

Damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, muss aber Fett dem Körper zugeführt werden. Darum darf es nicht ganz aus der Küche verschwinden. In geringen Mengen können auch diese Lebensmittel genossen werden:

Hierbei sollte auf gesunde Fette geachtet werden, die befinden sich zum Beispiel in einer Avocado oder in einem guten, hochwertigen Olivenöl. Es gibt aber auch Lebensmittel, die gänzlich nicht genossen werden dürfen. Dazu zählen unter anderem:

  • Fertigprodukte
  • Fast Food
  • Gehärtete und gesättigte Fette in Süßigkeiten

Ganz auf Fett verzichtet werden sollte nie, denn in ihnen sind wichtige Nährstoffe, die der menschliche Körper braucht.

Für die gesunde Ernährung

Noch vor gar nicht langer Zeit galten bestimmte Fette und Öle als geradezu verpönt. Dabei sind sie wichtig, wenn es um eine gesunde und vor allem um eine ausgewogene Ernährung geht. Sie sind nicht nur als eine Art Energiespeicher anzusehen, sondern sind gut für die Haut und schützen beispielsweise im Winter.

Ein Komplettverzicht auf Fett sollte nie stattfinden, denn manche Fette enthalten essenzielle Öle, die der Körper nicht selber hervorbringen kann. Zudem ist Fett ein grundlegender Geschmacksträger, ohne den Speisen ziemlich fad schmecken würden.

Fette sind ein Grundbaustein der Ernährung, sie enthalten zudem Proteine und Kohlenhydrate. Fette dürfen somit in Maßen zu sich genommen werden, besonders wenn sie die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K liefern.

Hierbei ist immer die Menge entscheidend, die dem Körper zugeführt wird. Es sollten vor allem hochwertige Fette und Öle sein, wie zum Beispiel gutes Leinöl, Hanföl oder Rapsöl. Außerdem ist es wichtig, dass sie rohköstlich genossen werden, denn dann ist sichergestellt, dass die enthaltenen Nährstoffe nicht zerstört wurden.

Hinweis:
Eine gute Ernährung muss mit einer Low Fat – Diät einhergehen. Das wird erreicht wenn:

  • Tierische Fette reduziert werden
  • Gute Öle bevorzugen
  • Brote ohne Butter oder Margarine streichen
  • Frittiertes gegen Reis, Pasta und Kartoffeln tauschen
  • Vollkornprodukte kaufen
  • Eintöpfe über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann kann am nächsten Tag überschüssiges Fett leicht entfernt werden

Tipp:
Wer sich ausgewogen und gesund ernähren möchte, sollte auf Bio – Produkte zurückgreifen. Vegetarier und Veganer sollten ihre Portion Fett in Form von hochwertigen Pflanzenölen zu sich nehmen.

Was bringt ein Fett Verbot?

Wer Fett verschmäht, kann ohne großen Aufwand tüchtig abnehmen. Hierbei sind es jedoch nicht die Fette alleine, sondern auch die Varianten, die eine entscheidende Rolle spielen. Bei der Low – Fat – Diät sind deshalb hin und wieder Avocados, Nüsse und vor allen Dingen Fisch auf dem Tisch einzuplanen, obwohl alle Lebensmittel ordentlich Fett enthalten. Hierbei handelt es sich allerdings um die gesunden, essenziellen Fette.

Es sind nämlich die Omega – 3 – Fettsäuren, die diese Lebensmittel so wertvoll machen. Sie schützen nicht nur die Gefäße, sondern verbessern auch den Blutfluss. Fett ist zudem wichtig, damit der Körper keine Mangelerscheinungen aufweist.

So wichtig eine Diät zum gesunden Abnehmen auch ist, ohne ein dazugehörendes Bewegungsprogramm nützt die beste Gewichtsabnahme nichts. Es ist demnach also möglich, eine kleine Sünde zu begehen, diese wird am nächsten Tag einfach wieder abtrainiert. Nach der Diät sollte dauerhaft der Fettkonsum auf 60 Gramm am Tag beschränkt werden, das ist vorbeugend gegen Diabetes und Gefäßkrankheiten.

Vorteile einer Low – Fat – Diät

Die Low – Fat – Diät hat gegenüber anderen Diäten einige Vorteile, denn es kann:

  • Übergewicht abgebaut werden und das ganz ohne Hunger
  • Sie beugt Herzkreislauferkrankungen vor
  • Diabetes wird vorgebeugt
  • Kein Kalorienzählen
  • Gilt als alltagstauglich
  • Kann beliebig lange durchgeführt werden

Diejenigen, die diese Diät probieren möchten, sollten ganz besonders auf die speziellen Nährstofftabellen auf den Packungen achten. Es gibt im Internet zudem die sogenannten Low – Fat – Ampeln, mit denen Lebensmittel kenntlich gemacht wurden. Diese signalisieren, ob die Nährwerte zu der Diät passen oder eher nicht. Dabei symbolisiert ein grüner Punkt, dass das Lebensmittel einen geringen Fettanteil aufweist und somit genossen werden kann. Ein roter Punkt zeigt, welches Lebensmittel nicht geeignet ist.

Checkliste:

  • Alle Lebensmittel sind erlaubt, sofern auf eine negative Energiebilanz geachtet wird
  • Es sollte eine ausgewogene Mischung von Eiweiß, Kohlehydrate und Fett sein
  • Obst und Gemüse sollten im Vordergrund stehen
  • Erlaubt sind magerer Fisch mit vielen Kräutern gewürzt
  • Lebensmittel sollten gedünstet, gegrillt, in der Folie oder einer beschichteten Pfanne zubereitet werden, dann ist die Zugabe von extra Fett unnötig
  • Langsam kauen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen

Bei dieser Art von Diät sind leicht übergewichtige Menschen stark im Vorteil, denn sie verlieren schneller ihre überflüssigen Pfunde. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen sollte nicht auf wertvolles Olivenöl, Walnussöl, Kerne oder Chia Samen verzichtet werden. Weiterhin sollten fehlende Fette nicht durch ungesunde Lebensmittel ersetzt werde. Das betrifft besonders helles Brot, Zucker, Kuchen und Gebäck. Diese sättigen nur für relativ kurze Zeit und können unter Umständen schädliche Triglyzeride im Organismus freisetzen. Vollkornprodukte sind besser.

Der Verzehr von Wurst und Fleisch sollte stark eingeschränkt werden, besser sind wertvolle Öle. Häufiger darf Fisch auf den Tisch kommen. Milchprodukte mit einem hohen Fettanteil sollten gemieden werden, besser auf magere Lebensmittel zurückgreifen.

Die Low – Fat – Diät wird mehr von Frauen in Anspruch genommen, da sie weniger Fleisch essen als Männer und in der Regel mehr auf eine gesunde Ernährung achten.

Fettarm anstatt viel Fett

Es ist nicht allzu schwer beim Einkauf auf fettarme Lebensmittel zu achten. Der Handel bietet mittlerweile genügend Alternativen, damit fettreiche Lebensmittel erst gar nicht in den Einkaufskorb wandern müssen. Anstelle von Butter kann für einen gesunden Brotaufstrich zum Beispiel Frischkäse oder Kräuterquark genommen werden.

Bratkartoffel oder fette Pommes Frites können mit einer Pell – oder Folienkartoffel eingetauscht werden. Wer es ohne Fleisch nicht aushält sollte zu Kalbfleisch, Pute oder Hähnchen greifen und den Schweinebauch, die Bratwurst oder die Ente im Regal lassen.

Anstelle von fetter Wurst wie:

  • Lyoner
  • Mortadella
  • Salami
  • Leberwurst
  • Blutwurst

können folgende Dinge, wie zum Beispiel:

  • Gekochter Schinken
  • Fettarme Wurst
  • Lachsschinken
  • Putenbrust
  • Bratenaufschnitt

gegessen werden. Es gibt aber auch fettfreie Alternativen, die schmecken und mit Wurst oder Aufschnitt nicht das Geringste zu tun haben. Hierzu gehören unter anderem:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Rettich
  • Radieschen

Hiervon einige Scheiben auf einer Scheibe Vollkornbrot machen satt und schmecken zudem genauso gut.

Fisch kann, muss aber nicht fett sein. Anstelle von Makrele, Hering und Thunfisch gibt es genügend Alternativen, die bei der Diät im Fokus stehen sollten. Dazu gehören:

  • Kabeljau
  • Seelachs
  • Schellfisch

Bei der Low – Fat – Diät geht es in erster Linie darum, dass so wenig wie möglich zum Fett gegriffen wird. In jeder Küche gibt es im Alltag die Möglichkeit, kleine Kniffe anzuwenden, um den Fettgehalt drastisch zu reduzieren. Das sind Garmethoden wie:

  • Dämpfen
  • Grillen
  • Dünsten
  • Garen in einem Römertopf
  • Spezielle Edelstahltöpfe
  • Beschichtete Pfannen

Tipp:
Um noch mehr Fett einsparen zu können, kann in einem Pumpsprayer je zur Hälfte Öl und Wasser gefüllt werden. Einfach das Kochgeschirr damit einsprühen, so kann nichts ansetzen und trotzdem wird der Fettgehalt drastisch reduziert. In Ermangelung an einen Pumpsprayer kann ein Pinsel genutzt werden, womit die Böden von Pfanne und Töpfen eingepinselt werden.

Viele sind indes der Meinung, dass ein Auflauf mit Sahne besser schmeckt. Um hier Kalorien und Fett einzusparen kann die Sahne durch Milch ersetzt werden.

Fettarme Ernährung

  • Keine Backbleche einfetten, dafür mit Backpapier arbeiten
  • Bratensoßen lassen sich mit püriertem Gemüse oder einer rohen Kartoffel gut binden
  • Cremespeisen mit Gelatine binden
  • Suppen und Soßen erkalten lassen, dann das Fett großzügig abschöpfen.

Wer sich mit einer Low – Fat – Diät auseinander setzt, sollte das mit den Lebensmitteln ebenfalls tun. Es kann schon allein beim Einkaufen und Kochen das Wohlbefinden gesteigert werden, denn weniger Fett bringt mehr Lebensqualität.

Ganz auf Fett sollte nicht verzichtet werden, schließlich ist das nicht gesund, aber eine fettarme Ernährung ist der erste Schritt um überflüssigen Pfunde los zu werden.

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