Hagebuttenpulver – Nahrungsergänzung mit Vitamin-C-Kick

Jeder kennt sie: Die Hagebutte. Die wunderschönen Früchte, aus denen ein leckerer Tee zubereitet werden kann, zieren viele Wegesränder. Aus den Früchten der Heckenrose lässt sich aber auch Hagebuttenpulver herstellen, welches durchaus positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Vor allem der hohe Gehalt an Vitamin C machen sowohl die Frucht als auch das daraus hergestellte Pulver zu etwas Besonderem. In Hagebuttenpulver sind aber noch zahlreiche weitere Inhaltsstoffe mit durchaus positiven Wirkungen auf die Gesundheit enthalten. Und so ist es nicht verwunderlich, dass neben Hagebuttentee auch Hagebuttenpulver bei verschiedensten Beschwerden gern zum Einsatz kommt.

Schon im Mittelalter verwendete die Medizin die Hagebutte zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen wie Magen-Darm-Problemen oder auch Erkältungen. Hagebuttenpulver wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, weshalb es in der heutigen Zeit als Nahrungsergänzungsmittel unterstützend bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden verwendet wird.

Hagebuttenpulver: Geschichte und Herkunft der Hagebutte

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Erste Spuren der Hagebutte können bereits auf etwa 3.000 v. Chr. zurückgeführt werden. Wie lange die kleine rote Frucht allerdings Verwendung findet, ist bislang nicht eindeutig bekannt. Bereits die Kelten waren aber von den gesunden Eigenschaften der Hagebutte überzeugt und verwendeten diese zudem bei kultischen Ritualen. Auch Hippokrates soll die roten Früchte als Mittel gegen Entzündungen verwendet haben.

Das Gewächs selbst ist schon seit dem Mittelalter eng mit unserer Kultur verbunden und war damals für Aberglauben und Mythen eine Inspiration. So soll die Hagebutte zum Besänftigen des Schicksals verwendet worden sein, indem sie zu Weihnachten und zu Jahresbeginn gegessen wurde. Die Menschen wollten so Pech von sich abwenden und Hexerei bekämpfen. Hagebutten wurden deshalb auch an Fenster genagelt, um Flüche und okkulte Wesen abzuwehren.

Die hohe Widerstandskraft der kleinen Hagbutte verlieh ihr den Ruf, Macht gegen das Böse zu besitzen. Das zeigt die kleine rote Frucht beispielsweise, indem sie auch kältestem Wetter strotzen kann.

Herkunft der Hagebutte

Die Hagebutte findet sich wild wachsend meist an Waldrändern oder auch Steinhaufen in Europa sowie Nordamerika. Auch in Nord-, West- und Kleinasien sowie in Nordafrika ist die Heckenrose mit ihren ungiftigen Früchten zu finden. Die Heckenrose ist anspruchslos und pflegeleicht und wird vor allem in vielen Teilen von Europa sowie in Asien auch gezielt zur Herstellung verschiedenster Produkte angebaut.

Gewinnung von Hagebuttenpulver

Zwischen September und Oktober werden die Hagebutten geerntet. Auch im Frühling ist ein Verzehr zwar möglich, jedoch ist der Geschmack dann weniger süß und auch weniger aromatisch. Um ein schnelles Verderben zu vermeiden, müssen die Früchte nach der Ernte schnell weiterverarbeitet oder eingefroren werden. An einem warmen Ort oder im Backofen werden die Hagebutten bei maximal 40 ° C getrocknet. Ist die Temperatur höher, verbrennen die Inhaltsstoffe regelrecht. Nach dem Trocknungsvorgang erfolgt die Lagerung an einem kühlen und dunklen Ort.

Für die Gewinnung des Hagebuttenpulvers werden Schale und Samen in mehreren Vorgängen gemahlen, um ein möglichst feines Pulver zu erhalten. Vor dem Mahlen der Samen müssen die Reiz auslösenden Härchen, welche die Samen umgeben, entfernt werden.

Inhaltsstoffe in Hagebuttenpulver

Nährwerte von Hagebuttenpulver (je 100 Gramm):

Brennwert245 kcal, 1.025 kJ
Wasser20 Gramm
Eiweiß8 Gramm
Fett1 Gramm
Kohlenhydrate44 Gramm
Ballaststoffe14 Gramm
Broteinheiten4 BE

In den süßsauren und ungiftigen Hagebutten sind zahlreiche hochwertige Inhaltsstoffe enthalten. So finden sich verschiedene Vitamine wie Vitamin C, A, B1, B2, E, H und K sowie eine hohe Anzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen. Weiterhin enthält die Hagebutte Pektine, Fruchtsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Flavone.

Inhaltsstoffe von Hagebuttenpulver im Überblick (Mengen können je nach Hersteller variieren):

Vitamin A (Retinoläquivalent)818 Mikrogramm
Vitamin A (Beta-Carotin)4.910 Mikrogramm
Vitamin B1 (Thiamin)109 Mikrogramm
Vitamin B2 (Riboflavin)118 Mikrogramm
Vitamin B3 (Niacin)873 Mikrogramm
Vitamin B3 (Niacinäquivalent)3.606 Mikrogramm
Vitamin B5 (Pantothensäure)273 Mikrogramm
Vitamin B6 (Pyridoxin)91 Mikrogramm
Vitamin B7 (Biotin, auch Vitamin H)5 Mikrogramm
Vitamin B9 (Folsäure)18 Mikrogramm
Vitamin C (Ascorbinsäure)2,27 Gramm
Vitamin E (Tocopheroläquivalent)1.023 Mikrogramm
Vitamin E (Tocopherol)1.023 Mikrogramm
Vitamin K (Phyllochinon)20 Mikrogramm
Chlorid36 Milligramm
Kalium796 Milligramm
Kalzium341 Milligramm
Magnesium148 Milligramm
Natrium193 Milligramm
Phosphor352 Milligramm
Schwefel55 Milligramm
Eisen818 Mikrogramm
Fluorid136 Mikrogramm
Iodid2 Mikrogramm
Kupfer4.091 Mikrogramm
Mangan2.728 Mikrogramm
Zink2.091 Mikrogramm
Fructose (Fruchtzucker)19.740 Milligramm
Glucose (Traubenzucker)19.793 Milligramm
Saccharose (Rübenzucker)4.344 Milligramm

Aminosäureprofil von Hagebuttenpulver:

Alanin368 Milligramm
Arginin582 Milligramm
Asparaginsäure721 Milligramm
Cystein189 Milligramm
Glutaminsäure1.186 Milligramm
Glycin450 Milligramm
Harnsäure34 Milligramm
Histidin189 Milligramm
Isoleucin336 Milligramm
Leucin739 Milligramm
Lysin318 Milligramm
Methionin173 Milligramm
Phenylalanin500 Milligramm
Prolin311 Milligramm
Purin11 Milligramm
Serin393 Milligramm
Threonin336 Milligramm
Tryptophan164 Milligramm
Tyrosin630 Milligramm
Valin409 Milligramm

Fettsäureprofil von Hagebuttenpulver:

gesättigte Fettsäuren82 Milligramm
     davon Hexadecansäure/Palmitinsäure59 Milligramm
     davon Ocatdecansäure/Stearinsäure23 Milligramm
einfach ungesättigte Fettsäuren169 Milligramm
     davon Hexadecensäure/Palmitoleinsäure5 Milligramm
     davon Octadecensäure/Ölsäure164 Milligramm
mehrfach ungesättigte Fettsäuren840 Milligramm
     davon Octadecadiensäure/Linolsäure490 Milligramm
     davon Octadecatriensäure/Linolensäure350 Milligramm

(Inhaltsangaben können schwanken – ohne Gewähr)

Wie wirkt Hagebuttenpulver?

Hagebuttenpulver ist als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen und soll bei richtiger Anwendung Gelenkschmerzen oder auch –entzündungen lindern können. Ihm wird nachgesagt, dass es antioxidativ und regenerierend wirken kann.

In diversen klinischen Studien wurde die Wirksamkeit von Hagebuttenpulver bereits untersucht. Darin wurde festgestellt, dass vor allem das enthaltene Galaktolipid eine antientzündliche Wirkung aufweisen soll. Hagebuttenpulver wird deshalb gern bei Beschwerden wie Arthrose und Arthritis, Rheuma oder auch zur Prophylaxe von Gelenkschmerzen eingesetzt. Jedoch haben die durchgeführten Studien gezeigt, dass Hagebuttenpulver nicht bei allen Erkrankungsbildern eine Heilung bewirken und auch nicht zu einer schnellen Linderung von Beschwerden führen kann. Für die Studien wurde ein Zeitraum von 20 Wochen angesetzt, wobei bei 60 Prozent der Studienteilnehmer zumindest eine Linderung der Symptome bei Rückenschmerzen nachgewiesen werden konnte.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche deutsche Publikationen zu Studien, in denen die Wirksamkeit von Hagebuttenpulver in Bezug auf unterschiedliche Beschwerden untersucht und zum Teil auch belegt werden konnte. Allerdings sollte dabei immer auch daran gedacht werden, dass es sich um eine gewisse Anzahl an Probanden handelt und die Ergebnisse der Studien nicht auf jeden Menschen übertragen werden können. So ist der Erfolg des Einsatzes von Hagebuttenpulver bei Gelenkbeschwerden immer auch individuell auf die jeweilige Person bezogen.

Auch wenn Hagebuttepulver keinen direkten Effekt auf den Verdauungstrakt hat, kann es sowohl den Magen und auch die Leber schonen, denn oft können Schmerzmittel verringert werden, wodurch die Belastung durch Medikamente sinkt.

Durch die Inhaltsstoffe in Hagebuttenpulver soll sich zudem das LDL-Cholesterin senken lassen. Auch CRP, ein Entzündungsparameter, soll dadurch sinken. Die Fett- und Fruchtsäuren in Hagebuttenpulver sollen zudem eine Neubildung von Gelenkknorpel unterstützen können.

Unerwünschte Nebenwirkungen sind bei der Verwendung von Hagebuttenpulver bislang nicht bekannt, weshalb es als Nahrungsergänzungsmittel auch dauerhaft angewendet werden kann.

Galaktolipid – Der aktive Wirkstoff in Hagebuttenpulver

Lange unentdeckt blieb der erst im Jahr 2003 entdeckte Aktivstoff Galaktolipid. Er setzt sich aus Zucker und Fettsäuren zusammen und lässt sich in den Samen der Hagebutte nachweisen. Galaktolipid soll dabei der Stoff sein, der bei Gelenkbeschwerden Linderung verschaffen kann. Vor allem Galaktolipid ist nicht hitzebeständig, weshalb es besonders wichtig ist, dass 40 ° C bei der Trocknung der Früchte nicht überschritten werden.

Galaktolipid soll den Entzündungsparameter CRP senken und zudem eine Reduzierung des schlechten LDL-Cholesterins bewirken können. Verschiedene Studien zeigen bereits auf, dass die regelmäßige Einnahme von Hagebuttenpulver bereits nach etwa zehn Tagen zu einer Senkung des CRP-Werts um durchschnittlich 39 Prozent führen kann. Scheinbar kann das Galaktolipid verhindern, dass es zum Eindringen von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in den Entzündungsherd kommt. Die Entzündung wird dadurch vermutlich abgeschwächt. Gerade bei Gelenkbeschwerden scheint Galaktolipid relativ schnell zu wirken, schon wenige Tage nach der ersten Anwendung von Hagebuttenpulver berichten viele betroffene Patienten über eine Verringerung der Schmerzen. Die Schmerzmittel können meist reduziert werden, wodurch auch die Gefahr von möglichen Nebenwirkungen dieser Medikamente verringert wird. Studien zeigten auf, dass bei regelmäßiger Anwendung von Hagebuttenpulver die Einnahme zusätzlicher Schmerzmittel um ungefähr 44 Prozent gesenkt werden konnte.

Da das Galaktolipid zudem auch antioxidative Eigenschaften zu haben scheint, wirkt es auch gegen freie Radikale und kann zudem offensichtlich die Membranen stabilisieren. Dadurch wird der Aufbau und Zerfall von Knorpelgewebe beeinflusst. Schmerzen lassen sich dadurch wahrscheinlich mildern und gesunder Knorpel kann geschützt werden. Hierdurch kann bei Betroffenen eine Verbesserung der Beweglichkeit beobachtet werden.

Studien zur Wirkung von Hagebuttenpulver

Hagebuttenpulver wurde bereits vor Jahrtausenden eingesetzt und soll gerade bei Gelenkbeschwerden eine positive Wirkung zeigen. Kein Wunder also, dass auch die Wissenschaft auf die Hagebutte aufmerksam geworden ist. Inzwischen wurden viele der Inhaltsstoffe genauer unter die Lupe genommen und auch deren Wirkungsweise wurde in vielen Studien untersucht.

Die meisten Studien rund um Hagebuttenpulver werden in Bezug auf die Feststellung der Wirkung bei Gelenkerkrankungen und Osteoarthritis durchgeführt. In verschiedensten Studien zeigt sich dabei, dass Hagebuttenpulver vor allem zur Schmerzlinderung und auch zur Verbesserung der Beweglichkeit bei Gelenkbeschwerden eingesetzt werden kann.

In einer Studie des Jahres 2005 wurde belegt, dass sich die Schmerzen mit Hagebuttenpulver lindern lassen und somit auch zusätzlich Schmerzmittel deutlich reduziert werden können. (1)

Im Jahr 2008 führte das Institut für Forensische Medizin eine Untersuchung durch, in der die Wirksamkeit von Hagebuttenpulver belegt wurde. (2) Hierzu müssen jedoch noch einige Einzelstudien durchgeführt werden.

Die Universität Bologna (Italien) führte weiterhin eine Untersuchung durch, in der die entzündungshemmenden Eigenschaften von Hagebuttenpulver belegt werden konnten. (3)

Im Iran wurde im Jahr 2016 eine Studie durchgeführt, welche Hagebuttenpulver zudem auf seine antidiabetische Wirkung untersuchte. (4) Aber auch hier sind noch weitere Untersuchungen zur Festigung des Ergebnisses notwendig.

Hagebuttenpulver und seine Anwendungsgebiete

Hagebuttenpulver lässt sich bei sehr verschiedenen Problemen anwenden. Um seine Wirkung zu entfalten ist jedoch eine regelmäßige Einnahme über einen längeren Zeitraum notwendig. Bei folgenden Problemen kann Hagebuttenpulver hilfreich sein:

  • bei Rheuma
  • bei Arthrose und Arthritis
  • bei Arteriosklerose
  • zur Prophylaxe bei Gelenkbeschwerden

Seine Wirkung entfaltet es zwar vorrangig bei Problemen mit den Gelenken, es kann aber auch Magen und Leber schonen. Ein direkter Effekt auf den Verdauungstrakt ist zwar nicht bekannt, da Magen und Leber aber unter Umständen mit weniger Medikamenten belastet werden, wird die Magenschleimhaut weniger stark durch Schmerzmittel angegriffen. Gleiches gilt auch für die Leber, die weniger Entgiftungsarbeit leisten muss.

Hagebuttenpulver gegen Rheuma

Betroffene, die unter Rheuma leiden, berichten, dass Hagebuttenpulver eine Linderung der Beschwerden in Knochen, Muskeln und Sehnen herbeiführen kann. Dafür verantwortlich gemacht wird der aktive Wirkstoff Galaktolipid, welchem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird.

Hagebuttenpulver gegen Arthrose und Arthritis

Sowohl Arthrose (Alterung der Knorpel mit irreparablen Schäden) als auch Arthritis (Entzündung der Gelenke) können mit starken Schmerzen verbunden sein. Bei beiden Problemen kann Hagebuttenpulver aufgrund des enthaltenen Galaktolipids zu einer Schmerzlinderung und damit einer verbesserten Mobilität beitragen.

Hagebuttenpulver gegen Arteriosklerose

Arteriosklerose steht in Verbindung mit der Einlagerung von Blutfetten, Kalk und Thromben in den Gefäßen. Im schlimmsten Fall kann es soweit kommen, dass der Blutfluss komplett unterbrochen und ein Infarkt hervorgerufen wird. Auch hier spielt vor allem das Galaktolipid im Hagebuttenpulver eine wichtige Rolle. Es kann unterstützend helfen, die Arterien von den Ablagerungen zu befreien. Zudem werden aufgrund der dem Aktivwirkstoff zugeschriebenen antioxidativen Eigenschaften auch freie Radikale bekämpft und die Zellen so gestärkt. In Studien ließ sich dieser Effekt bereits nachweisen.

Hagebuttenpulver zur Vorbeugung von Gelenkschmerzen

Die moderne Zeit bringt es mit sich, dass eine falsche Haltung (z. B. bei der Arbeit am Computer) zu Schmerzen in den Gelenken führt. Auch die Gelenke der Finger sind oft überlastet. Galaktolipid in Hagebuttenpulver kann auch hier die ihm nachgesagte entzündungshemmende Wirkung entfalten. Durch die Wirkungsweise der Galaktolipide gehen Entzündungen zurück und das Schmerzempfinden betroffener Patienten verringert sich. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch, dass nicht nur Schmerzen gelindert werden. Vielmehr kann Hagebuttenpulver auch vorbeugend eingesetzt werden und das sensible und für Abnutzungserscheinungen anfällige Knorpelgewebe schützen.

Richtige Dosierung von Hagebuttenpulver

Hagebuttenpulver gilt als Nahrungsmittel und ist rein pflanzlich. Wer mit Hagebuttenpulver eine Wirkung erzielen möchte, sollte dieses regelmäßig über einen längeren Zeitraum einnehmen. Empfohlen werden meist ein bis zwei leicht gehäufte Teelöffel des Pulvers täglich. Die Einnahme kann zwischen oder auch während der Mahlzeiten erfolgen. Es empfiehlt sich das Einrühren des Pulvers in eine kalte Flüssigkeit. Alternativ kann das Hagebuttenpulver auch in Joghurt, Smoothies oder Müsli eingerührt werden. Zwar kann Hagebuttenpulver durchaus dauerhaft angewendet werden, allerdings empfehlen Hersteller nach einem Zeitraum von einem halben Jahr oft eine zweiwöchige Pause.

Eine mögliche Verstopfung lässt sich vermeiden, wenn auf ein Glas Flüssigkeit ein leicht gehäufter Teelöffel des Pulvers verwendet wird. Bevor die Mischung getrunken wird, sollte das Pulver über einen Zeitraum von etwa zehn Minuten in der Flüssigkeit bleiben und immer wieder umgerührt werden. So lassen sich größere Klümpchen in der Regel vermeiden.

Hagebuttenpulver auch für Tiere geeignet

Mittlerweile zeigen zahlreiche Hagebuttenpulver-Tests, dass sich das Pulver auch bei Tieren wie Hunden, Katzen und Pferden anwenden lässt. Tierbesitzer stellen eigenen Erfahrungen zufolge oft fest, dass es bei Entzündungen sowie Nervosität eine gute Unterstützung sein kann. Zudem soll Hagebuttenpulver das Immunsystem der Tiere stärken können. Für Tiere sind absolut reine Produkte ohne jegliche Zusätze völlig unbedenklich, dennoch sollten sich Tierbesitzer an die Dosierungsempfehlungen des Herstellers halten und vor der Gabe von Hagebuttenpulver mit dem Tierarzt sprechen.

Hagebuttenpulver kann auch selbst hergestellt werden

Hagebuttenpulver wird im Handel als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Doch es kann auch problemlos zu Hause hergestellt werden. In der Regel werden Hagebutten ab September oder Oktober geerntet. Je später die Ernte erfolgt, desto süßer sind die Hagebutten im Geschmack und desto besser ist auch ihr Aroma.

Wichtig ist jedoch, dass die Schale noch fest ist. Hagebutten sind zudem nicht lange lagerfähig und sollten nach der Ernte deshalb schnellstmöglich weiterverarbeitet oder zumindest eingefroren werden.

Vor der Weiterverarbeitung zu Hagebuttenpulver müssen die Samen mit den reizauslösenden Härchen entfernt werden. Anschließend werden die Hagebutten klein geschnitten und in dünnen Lagen so schonend wie möglich getrocknet. Hagebutten sind reich an Wasser, weshalb die Trocknung an einem warmen Ort oder bei niedriger Temperatur (maximal 40 Grad Celsius) im Backofen erfolgen sollte. Die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben so erhalten. Die getrockneten Hagebutten werden dann bis zur weiteren Verarbeitung kühl, trocken und dunkel aufbewahrt.

Doch nicht nur die Hagebuttenschale, sondern auch die Samen werden für die Herstellung von Hagebuttenpulver verwendet. Hierzu müssen die feinen Härchen aufwendig von den Samen entfernt werden.

Nicht nur beim Trocknungsprozess, sondern auch während des Mahlens darf die Temperatur 40 Grad Celsius nie überschreiten. Je schneller die Trocknung erfolgt, umso geringer ist das Risiko für Schimmelbildung.

Möglichst feines Hagebuttenpulver lässt sich gewinnen, wenn mehrere Mahlvorgänge erfolgen. Das Pulver selbst sollte dann ebenfalls an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahrt und zügig aufgebraucht werden. Alternativ lässt sich das Pulver aber auch einfrieren.

Hagebuttenpulver kaufen – Ein kleiner Kaufratgeber

Hagebutten gelten generell als sehr gesund, was nicht nur am hohen Vitamin-C-Gehalt der kleinen Früchte liegt. Die zahlreichen Inhaltsstoffe können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Beim Kauf sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass sich in den Inhaltsstoffen neben Vitamin C die bereits erwähnten Nähr- und Vitalstoffe finden lassen.

Eine hochwertige Qualität garantieren in der Regel Produkte aus nachhaltigem sowie kontrolliert biologischem Anbau. In diesem Fall finden sich im Hagebuttenpulver weder Pestizide noch andere Zusatzstoffe oder Verunreinigungen. Ein Zertifikat stellt zudem sicher, dass die Hagebutten schonend zu Pulver verarbeitet wurden.

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Alternative zu Hagebuttenpulver: Hagebuttentee

Alternativ kann die Hagebutte auch als Tee genossen werden. Sie soll so schneller ihre positiven Eigenschaften entfalten können, da der Körper Flüssigkeit wesentlich besser aufnimmt und die Inhaltsstoffe so schneller in den Organismus gelangen. Für Hagebuttentee wird aufgrund der Hitzeempfindlichkeit aber nicht das Pulver, sondern die gesamte Frucht verwendet.

Die Hagebutte – Ein Superfood, das mehr kann

Wer von Hagebutten spricht, der denkt vermutlich oft an Tee oder auch Marmelade. Allerdings kann die kleine Frucht noch viel mehr und wird inzwischen zu den Superfoods gezählt. Denn sie enthält eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Auf natürliche Weise kann die Hagebutte so in Form von Tee oder auch Pulver die Verdauung positiv beeinflussen und sogar bei Übelkeit und Erbrechen hilfreich sein. Gerade an kalten Wintertagen empfiehlt sich die Anwendung von Hagebutten-Tee oder auch –Pulver. Nicht nur Energie verleiht die kleine Frucht, sie macht auch gute Laune.

Weiterhin können aus der Hagebutte auch Pflegemittel für Haut und Haare hergestellt werden.

Da Hagebutten reich an Öl sind, können sie hervorragend in Kosmetikprodukten zur Verbesserung des Hautbildes beitragen.

Doch auch fettige Haare bekommen durch eine Hagebutten-Spülung einen ganz besonderen Energieschub. Für die Spülung wird einfach nur eine Hand voll Hagebutten mit heißem Wasser aufgebrüht und abgeseiht. In dieser Form kann sie in die nassen Haare einmassiert werden, wo sie wenige Minuten einwirkt und dann gründlich ausgespült wird. Die Haare werden deutlich griffiger und müssen nicht mehr ganz so oft gewaschen werden.

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16195164

(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27352916

(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21771653

(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27352916

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