Kapuzinerkresse – die gesunde Heilpflanze

Die Kapuzinerkresse brachten spanische Eroberer zu uns. Dies geschah circa im 16. Jahrhundert, seit jeher wird die Pflanze auch Indianerkresse oder „ Blutblume aus Peru“ genannt. Die bis heute als Kresse bekannte Pflanze ähnelt in ihrem Aussehen und dem Geschmack der Brunnenkresse. Da sie nicht nur hübsch anzusehen ist, sondern auch über einen guten Geschmack verfügt, wird sie nicht nur als Heilpflanze, sondern auch in heimischen Küchen genutzt.

In unserer Breiten ist die Kapuzinerkresse vielfach auf Balkonen oder Gärten zu bewundern. Aus der beliebten Pflanze lassen sich leicht Samen ziehen, denn leider handelt es sich hier nur um eine einjährige Pflanze.

Kapuzinerkresse – Gesundheitliche Wirkungen ?

Die Kapuzinerkresse ist bekannt wegen ihrer diversen Vitamine, zudem besitzt sie noch Mineralien und Spurenelemente. Die Heilpflanze hat sich zur Blutreinigung gleichermaßen bewährt, wie zur Unterstützung bei der Ausscheidung von Giftstoffen.

Sie wirkt unterstützend bei Appetitlosigkeit, fördert die Durchblutung und verschafft, zu allem Überfluss, noch ein Gefühl von Wohlbefinden. Zudem kann die Kapuzinerkresse den Inhaltsstoff Senföl aufweisen. Dieser wirkt sich hemmend auf das Wachstum von Viren, Pilzen und Bakterien aus. Die Kapuzinerkresse gilt allgemein als natürliches Antibiotikum, wobei nachgewiesen wurde, dass sie hilfreich bei Atemwegsinfektionen ist und dazu keinerlei Nebenwirkungen aufweist.

Die heilenden Wirkungen kommen je nach Anwendungsgebiet zum Vorschein. Fakt ist, besonders bei Erkältungskrankheiten und dem dazu gehörendem Husten, kann sie wahre Wunder bewirken. Die Kapuzinerkresse sollte immer frisch eingesetzt werden, vor allen Dingen dann, wenn sie zu einem Dauerbrenner auf dem Speiseplan avanciert.

Hinweis:
Die Personen, die Kapuzinerkresse dauerhaft in ihrem Speiseplan integrieren möchten, sollten keine großen Mengen an Alkohol zu sich nehmen. Die Wirkung von Spirituosen wird verstärkt. Das Heilkraut kann auf dem Wochenmarkt oder einem Gemüsegeschäft käuflich erworben oder selber gezogen werden.

Für medizinische Zwecke werden sowohl die Samen, als auch die oberirdisch liegenden Teile der Kresse verwendet. In der Regel wird Kapuzinerkresse frisch verarbeitet, denn nach dem Trocknen verliert sie alle wesentlichen und bedeutsamen Inhaltsstoffe.

Unreife Samen dienen wunderbar als Kapernersatz und die Blüten, sowie auch die Blätter sind essbar und werden zum gesunden Würzen eingesetzt. Sollen es Präparate aus Extrakten der Pflanze sein, können diese in der Apotheke käuflich erworben werden.

Innere und äußere Anwendung

Zur äußeren Anwendung dient Kapuzinerkresse von Mangelerscheinungen, bei denen Haut und Haare in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ein Aufguss ist hilfreich, der auch bei Haarausfall eingesetzt, Nutzen bringt.

Eine Tinktur wirkt entzündungshemmend und eignet sich bei Erkältungen ebenso, als auch bei Harn Wegs – und Bronchialentzündungen. Weitere Einsatzgebiete sind:

Nasennebenhöhlenentzündung:wirkt schleimlösend und antibakteriell
Bakterielle Infekte:ebenfalls antibakterielle Wirkung
Stärkt Abwehrkräfte:Die Pflanze hat einen hohen Gehalt von Vitamin C
Förderung der Durchblutung:kann eingesetzt werden Prellungen

Kapuzinerkresse ist auch als pflanzliche Antibiotika bekannt. Auch andere Heilkräuter haben diese Wirkung:

Alle Pflanzen weisen eine keimhemmende Wirkung auf, da sie über Schwefelverbindungen und ätherische Öle verfügen. Besonders aggressive Keimtöter sind der Meerrettich und die Kapuzinerkresse. Die in ihnen beinhalteten Glucoseinolate, die in den Senfölen zu finden sind, hemmen zum einen das Keimwachstum und zum anderen gelangen diese bereits im oberen Darmabschnitten in das menschliche Blut. Chemische Antibiotika greifen außerdem die Darmflora an, was bei der Kapuzinerkresse nicht der Fall ist.

Als medizinischer Wirkstoff wird von der Pflanze das frische oder getrocknete Kraut ebenso verwendet wie, alles andere. In der Regel wird die Kapuzinerkresse in Kombination mit anderen Heilpflanzen eingesetzt. Der besondere Effekt der Heilpflanze liegt im Einsatz bei Erkrankungen der Atem – oder der Harnwege. Äußerlich kann sie ebenso eingesetzt werden, bei leichten Schmerzen in den Muskeln.

Bekannt ist die Heilpflanze vor allen Dingen im Bekämpfen von Keimen, die eine Infektion der Harnwege auslösen können. Experten wissen natürlich, dass sie Bakterien, Pilze und Viren eindämmen kann.

Inhaltsstoffe

  • Hauptwirkstoffe Glucosinolate
  • Chlorogensäure
  • Ascorbinsäure
  • Carotinoide
  • Sekundäre Pflanzenstoffe
  • Mineralstoffe (Eisen, Kalium, Magnesium, Schwefel, Phosphor)
  • Vitamin B

Die Pflanze enthält des Weiteren Senf Öle, die durchaus Candidapilze bekämpfen können. Sogar bei Tuberkelbakterien wurde die Kresse von Johannes Gottfried Mayer angewandt. Nach seinen Aussagen, ist es eventuell sogar möglich, Kapuzinerkresse als Antibiotika einzusetzen.

Die Arzneipflanze des Jahres 2013 hat gerade in der Naturheilkunde eine große Bedeutung. Unter anderem ist sie antibiotisch, antiviral und antimykotisch. Die wohl größte Bedeutung haben die Senfölglykoside. Mit der Kapuzinerkresse können folgende Beschwerden und Krankheiten bekämpft werden:

  • bakterielle Infektionen
  • Harnwegsinfekte
  • Atemwegsinfekte
  • grippale Infekte
  • Bronchitis
  • Muskelschmerzen
  • Wundheilungen

Unter anderem findet die Pflanze auch in der traditionellen, chinesischen Medizin Beachtung. Hier wird sie eingesetzt, um leichte Erschöpfungszustände, fehlenden Antrieb, leichte Depressionen und Infektionen der Atem – und Harnwege zu bekämpfen.

Ein bekanntes Präparat mit Kapuzinerkresse und Meerrettich ist Angocin Anti – Infekt N, was als eine klassische Alternative zu Antibiotika dient. Zudem ist das Produkt weit besser verträglich als Antibiotika.

Medizin der Mönche

Schon bei der traditionellen Klostermedizin wurde Kapuzinerkresse in Kombination mit Meerrettich erfolgreich angewendet. Senf Öle werden seit Jahrhunderten zur Bekämpfung von Krankheiten eingesetzt. Infektionen der oberen Atem – und der Harnwege wurden damit behandelt.

Der natürliche Wirkstoff sorgt nicht nur dafür, dass sich das Wachstum von Viren und Bakterien verringert, es kann sogar abtöten. In der heutigen Zeit kann ein Präparat aus Kapuzinerkresse und Meerrettich rezeptfrei in jeder Apotheke erworben werden.

Das bekannteste Mittel ist, wie schon erwähnt, Angocin Anti – Infekt N. Die Anwendungsgebiete sind:

  • Akute Entzündungen der Bronchien
  • Akute Erkrankungen der Nasennebenhöhle
  • Akute Erkrankungen der Harnwege

Zeitlich begrenzt ist eine Behandlung mit diesem Produkt nicht. Die Anwendung richtet sich in der Regel nach der Schwere der Beschwerden. Das Präparat ist als Filmtablette erhältlich und kann in unterschiedlichen Packungsgrößen erworben werden.

Die Kapuzinerkresse wird zudem bei Mandelentzündungen, Schuppen und bei Tuberkulose empfohlen. Sie steigert nicht nur die Abwehrkräfte, sondern wirkt blutreinigend.

Rezepte und Anwendungsgebiete:

Erkältung:1 Teelöffel in 1 Glas Wasser geben. Täglich zwei Gläser trinken
Als Tinktur:100 Gramm Blätter in ¼ Liter Alkohol ansetzen. Nach 10 Tagen abseihen. Täglich 3 x 30 Tropfen einnehmen
Zur Blutreinigung:Frische Blätter jeden Tag essen
Gegen Schuppen:Zwei Handvoll Kresse in kaltem Wasser ansetzen, dann aufkochen. Durch ein Sieb gießen, als Haarspülung benutzen

Nebenwirkung:

Nebenwirkungen sind so gut wie nicht bekannt, allerdings kann die Kapuzinerkresse in großen Mengen verzehrt, zu Magen – und Darmproblemen führen.

Die Kapuzinerkresse kann mit der normalen Kresse verglichen werden, sie hat nur einen deutlich intensiveren Geschmack. Sie sollte in Maßen verzehrt werden, denn die beinhalteten Senföle können leicht die Magenschleimhaut reizen. Die Inhaltsstoffe nützen des Weiteren, bei Gelenkschmerzen, Arthrose und auch bei Rheuma. Die Kresse ist ein hilfreiches Mittel, zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen.

Im Volksmund wird die Pflanze auch als Gelbes Vögerl oder Kapuzinerli bezeichnet. Aufgrund ihrer essbaren Blüten heißt sie mancherorts einfach nur Salatblume. Zu finden ist sie in vielen Gärten oder auf Balkonen, da sie völlig anspruchslos ist.

Die Heilpflanze wirkt

  • antibiotisch
  • anregend
  • blutreinigend
  • pilztötend
  • schleimlösend

Zur Nutzung kommt die Heilpflanze in der Regel innerlich, da sie überwiegend in der Küche eingesetzt wird. Als natürliches Antibiotikum wird sie geschätzt, denn sie hat ein breites Wirkungsfeld gegen unterschiedliche Arten von Bakterien. Gute Behandlungsmöglichkeiten weist die Kapuzinerkresse auf, da es eine enzymische Spaltung von Benzyl Senföl gibt, dabei werden Ascorbinsäure, Flavonoide und Carotinoide freigesetzt.

Die Pflanze besitzt nicht nur schleimlösende Eigenschaften, sie hat auch harntreibende Effekte. In Kombination mit der schon erwähnten antibiotischen Wirkung, kann sie gut zur Behandlung von Problemen im gesamten Harn Apparat dienen.

Um alle wertvollen Inhaltstoffe nicht zu zerstören, wird der rohe Genuss angeraten. Nur so kann ein Nutzer von sämtlichen positiven Effekten Gebrauch machen. Blätter und Blüten und auch die Knospen, sowie unreife Samen sind zum Verzehr bestens geeignet. Entweder alles wird in einem Salat genossen oder die Samen werden in Essig mariniert und wie Kapern genutzt.

Innere Anwendung:Husten, Bronchitis, Hals – und Rachenentzündungen, Infekte der Harnwege, Verstopfung
Äußere Anwendung:Leichte Muskelschmerzen, Prellungen

Tipp:
Da die Kapuzinerkresse auch für den Anbau im heimischen Garten geeignet ist, kann die Heilpflanze auch anderen Zwecken dienen. Blattläuse fühlen sich sehr angezogen von der Kresse – Art und somit können die Schädlinge andere Pflanzen nicht befallen.

Nicht nur ein Augenschmaus

Die Kapuzinerkresse hat ihren Ursprung in Peru. Neben der Essbarkeit der Pflanze, hat sie auch zahlreiche Eigenschaften, die sie für pharmazeutische Zwecke interessant machen. Ihre antibiotische Wirkung wurde mehrfach nachgewiesen, was auf die inhaltlichen Senföle zurückzuführen ist.

Daneben wirkt sie auch antiviral. Hilfreich ist sie unter anderem bei Blasenentzündungen, Schnupfen und Sinusitis. Ihre durchblutungsfördernden Eigenschaften werden ebenso bei Sportverletzungen, überwiegend bei Prellungen, genutzt. Wer besonderen Wert auf frische Heilpflanzen legt, kann sie selber sammeln oder anbauen. Die Kapuzinerkresse kann auch als Fertigpräparat in Form von, erworben werden:

  • Frischpflanzenpresssaft
  • Kapseln
  • Tabletten
  • Kombinationsmittel

Die Kapuzinerkresse ist gerade wegen ihrer Senföle eine besonders gute Heilpflanze. Schon seit mehreren Jahrhunderten werden die Öle, bei unterschiedlichen Erkrankungen, hilfreich eingesetzt. Klare Wirkungen wurden der Pflanze bescheinigt, bei Entzündungen der Haut und der Harnwege, sowie bei Bronchitis und Nebenhöhlenentzündungen der Nase.

Die Senfölglycoside werden bei der Heilpflanze in der Vakuole gespeichert. Erst, wenn diese Zellen eine Verletzung aufweisen, werden die scharfen Isothiocynaate freigesetzt. Diese sind in hohem Grad reaktiv und können durchaus giftig auf einige Organismen wirken. Sie reagieren mit Proteinen auf anderen Oberflächen von etwaigen Krankheitserregern, sodass diese geschädigt werden. Daher werden die Senföle der Kapuzinerkresse als natürliches Antibiotika bezeichnet.

Kapuzinerkresse gegen Viren und Pilze

Das Heilkraut wirkt sogar gegen hartnäckigen Candida. Hierbei ist es eine Mischung aus Kapuzinerkresse und Meerrettich, die den gewünschten Erfolg verspricht. Allerdings ist noch nicht hinreichend geklärt worden, welche Erkältungs – bzw. Grippeviren besonders auf die Mischung angesprochen werden.

Sicher ist die Tatsache, dass die Heilpflanze hingegen bei Hautkrankheiten und Wunden wirksam ist. Senföle kann der Darm gut aufnehmen und sie sind zudem auch gut verträglich. Über den Blut Weg erreichen sie Lunge und Harnwege und können so wirken, bevor sie wieder ausgeschieden werden.

Bekämpft werden können mit der Kapuzinerkresse:

  • Leichte Muskelschmerzen (begleitend, äußerlich)
  • Infekte der ableitenden Harnwege, Blasenentzündung
  • Katarrhe der oberen Luftwege, Bronchitis, Schnupfen, Entzündung der Gaumenmandel und der Nebenhöhlen

Das Anwendungsgebiet bei Grippe ist noch nicht hinreichend erforscht, bei Soorinfekten mit Candida ist die Kapuzinerkresse allerdings hinlänglich bekannt und hilft.

Hinweis:

Die Kapuzinerkresse kann täglich auf dem Speiseplan in Erscheinung treten. Am besten sollte sie im frischen Zustand verwendet werden. Der menschliche Organismus reagiert etwas empfindlich, wenn Alkohol dazu genossen wird, die Wirkung wird dadurch bedingt verstärkt.

In der Medizin werden die oberirdischen Teile der Pflanze, sowie auch die Samen genutzt. Wichtig dabei ist, dass die Pflanzenteile auch frisch verarbeitet werden, da ansonsten die zahlreichen Inhaltsstoffe verloren gehen. Kapuzinerkresse kann als abwehrkräftendes Mittel eingesetzt werden, denn sie enthält eine hohe Konzentration an Vitamin C.

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