Tulsi-Tee – oder das indische Basilikum

Seit einigen Jahren gibt es ein neues Superfood, den Tulsi- Tee. Dieser wird aus einer Pflanze hergestellt, die mit dem bekannten Basilikum, verwandt ist. Im lateinischen als Ocimum Sanktum bekannt, wird er in Indien als heilige Pflanze verehrt. In der indischen Medizinlehre Ayurveda, spielt das Tulsikraut eine wichtige Rolle und das nicht nur wegen seines Geschmacks.

Der Tee soll in erster Linie bei bakteriellen Infektionen hilfreich sein und ihn zu einer Wunderwaffe gegen Streptokokken und Staphylokokken machen. Das Aroma vom Tulsi – Tee wird als lieblich, mit einer Zitrusnote und einem leichten pfeffrigen Nachgeschmack beschrieben.

Geschichte des Tulsi Tees

Bekannt ist Tulsi oder Tulasi, als „heiliges Basilikum“ oder, als „ Königskraut“. Aus der hinduistischen Kultur und Religion, ist er nicht mehr wegzudenken. Der grüne Tulsistrauch ist beinahe vor jedem hinduistischem Tempel, aber auch vor vielen indischen Häusern zu sehen.

Seine Ehre verdankt der Strauch, der Göttin Tulasi, die in Gestalt der Pflanze den Menschen diente. Sie bot nicht nur Schutz, sondern sorgte auch für Gesundheit und ein langes Leben. Bis heute werden viele Gebetsketten (Malas) aus den Samen der Tulsipflanze hergestellt. Schon das Berühren der Ketten, soll von allen Sünden befreien und eine lange und gesunde Zukunft schenken.

Es gibt weitere mythische Sagen, die sich um das Tulsikraut drehen. Beispielsweise, soll es auch als Opfergabe für Krishna, als Erlösung dienen und vor Krankheit, Tod und Unheil schützen. Auch vom Todesgott Yama ist die Rede, daher ist es nicht verwunderlich, dass vom „heiligen Basilikum“ gesprochen wird.

Anbau und Pflanzenkunde

Heimisch ist Tulsi in den Tropen und Subtropen von Asien und Australien. Die Pflanze bevorzugt einen lockeren und nährstoffreichen Boden. Die Staude ist mehrjährig und kann durchaus zwischen 50 und 100 Zentimeter hoch werden. Die Blätter sind elliptisch und verströmen einen aromatischen Duft.

Zur Blütezeit kommt es zwischen Juni und September, wobei sich die Blütenstände kerzenförmig ausbreiten. Im Herbst können die Samen geerntet werden, die sich aus den Blüten entwickeln. Wer Tulsi zu Hause selber anbauen möchte, sollte es möglichst in einem Topf versuchen, denn die Pflanze muss unbedingt vor Frost geschützt sein. Da es sich hier um einen Lichtkeimer handelt, darf die Erde nur locker über die Samen kommen.

Eine Vermehrung ist über Stecklinge möglich, die auch in einem hellen Zimmer stehen oder überwintern können. Die Pflanze sollte nur geringe Mengen an Dünger bekommen, allerdings muss der Besitzer sie nach jeder Ernte in Form schneiden, dann ist es sogar möglich, einen kleinen Baum zu gestalten.

Die Samen sind für einige Jahre zur Lagerung geeignet. Das Kraut steht circa im April zur Ernte bereit. Vor der Blüte wird aus dem Kraut, durch Wasserdampf – Destillation, Tulsi- Öl gewonnen.

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Inhaltsstoffe des Tulsi Tees

Der Tulsi -Tee enthält unterschiedliche Komplexverbindungen, die eine heilkundliche Anwendung begründen. Sogar in zahlreiche Studien wurden die Heilwirkungen nachgewiesen. Die Inhaltsstoffe sind:

  • ätherische Öle
  • Ursolsäuren
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Saponine

In den ätherischen Ölen sind Stoffe wie beispielsweise, Eugenol, Carvacrol, Apigenin und Linalool zu finden. Die zusammen haben sollen folgende Heilwirkungen haben:

  • entzündungshemmend
  • antiasthmatisch
  • blutdrucksenkend
  • schweißtreibend
  • leistungsfördernd
  • leberschützend
  • stressmindernd

In der Pflanzenheilkunde ist der Tulsi- Tee bei unterschiedlichen Erkrankungen und Beschwerden einzusetzen, denn er besitzt ein breites Wirkungsspektrum. Der Tee lindert allgemeine Lungenbeschwerden ebenso wie grippale Infekte, Fieber und Asthma. Er kann genutzt werden bei Stress, nervöser Unruhe, Müdigkeit und Vergesslichkeit.

Kopfschmerzen, Nierengries, Halsentzündungen und Entzündungen, die sich vor allem im Mund und Rachenraum befinden, als auch bei Insektenstichen ist Tulsi zu nutzen. Mittlerweile wird über Tulsi auch bei Behandlungen gegen Demenz und Alzheimer diskutiert. Erwiesen ist hingegen, dass die Pflanze eine direkte Wirkung auf Neurotransmitter hat und daher bei Stresssymptomen und Ängsten hilfreich ist.

In der Naturheilkunde sind Tees und Tinkturen die gebräuchlichsten Darreichungsformen. Tulsi – Tee ist aus getrockneten Blättern einfach selber herzustellen. Um ihn zuzubereiten, genügen 2 Teelöffel Blätter, 200 ml heißes Wasser, womit diese übergossen werden. Nach einer Ziehzeit zwischen 7 bis 10 Minuten, kann das Ganze durch einen Seiher. Personen, die über akute Beschwerden klagen, dürfen bis zu drei Tassen pro Tag davon trinken.

Hinweis:
Generell gibt es keine Hinweise, dass das indische Basilikum nicht verträglich ist. Über Langzeitanwendungen fehlen jedoch Studien, sodass angeraten wird, Tulsi nicht länger, als über einen Zeitraum von höchstens 6 Wochen zu konsumieren. Ebenfalls sollte Tulsi nicht zum Einsatz kommen, vor und nach chirurgischen Eingriffen. Es ist möglich, dass einige Inhaltsstoffe die Blutgerinnung verlangsamen könnten und eine schnelle Wundheilung nicht möglich ist. Bei Schwangeren, sowie auch in der Stillzeit, muss ebenfalls verzichtet werden, denn auch in diesem Bereich, existieren noch keine Studien.

Tulsi Tee – es gibt nichts Vergleichbares

Indisches Basilikum ist bei der Herstellung von Tulsi -Tee die Grundlage. Dem Heißgetränk werden nicht nur auf dem indischen Subkontinent zahlreiche Heilwirkungen zugeschrieben. In Indien wird der Tee zur Linderung von Zwölffingerdarmgeschwüren, Magengeschwüren und Dickdarmentzündungen eingesetzt. Er soll nicht nur den Magen stärken können, sondern er kann auch Verdauungsbeschwerden jeglicher Art abmildern.

Vorsicht:
Eine tägliche Einnahme wird nicht nur bei einer Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht empfohlen, sondern auch Männer sollten auf den täglichen Verzehr verzichten. Es kann zur Hemmung bei der Bildung von Spermien kommen und eventuell auch leichte Verstopfungen auslösen. Gerade in der Schwangerschaft darf der Tee nicht getrunken werden, denn er wirkt nicht nur abtreibend, es kann sogar zu einer Fehlgeburt kommen.

Anwendungsbereiche

Pflanzenheilkunde:als Tonikum, für die Verdauung, wirkt stärkend auf das Immunsystem
Volksheilkunde:Grippe, Bronchitis, Asthma, Migräne, Mundschleimhautentzündungen, Rheuma, Schmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Unterleibsschmerzen

Die Pflanze selber kommt aus der Familie der Lippenblütler, wobei sie in der Wissenschaft, als Ocimum sanctum bekannt ist. Das indische Basilikum hat weitere Synonyme, unter anderem:

  • heiliges Basilikum
  • indisches Basilikum
  • Königsbasilikum
  • Tulassi
  • Tulsi
  • Tulsi – Basilikum

Mittlerweile rückt der Tulsi – Tee, auch in der westlichen Medizin, immer mehr in den Fokus. Das Wunderkraut aus Indien enthält Mineralien und Vitamine, auch Eugenol, welches natürlich antibakteriell wirkt und ein pflanzliches Mittel, gegen diverse Krankheiten ist.

Diejenigen, die Tulsi -Tee kaufen möchten, haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Sorten. Es gibt den Tee pur, mit dem Geschmack von Orangen oder verfeinert mit Ananas und Zitronen. Das Basilikum und auch der indische Basilikum eine schützende Wirkung auf die Augen hat, ist hinlänglich bekannt. Vor allen Dingen Diabetiker können davon profitieren, denn zeitweise haben sie einen niedrigen Carotinoidspiegel, was ein erhöhtes Risiko darstellt, an Retinopathie zu erkranken. Die Augenkrankheit kann mit dem hohen Gehalt von Cartinoiden positiv beeinflusst werden.

Weitere Anwendungsgebiete

Tulsi kann bei vielen akuten Erkrankungen hilfreich sein, wie zum Beispiel bei Husten, Fieber (auch Malaria), bei Herzproblemen, Nierensteinen oder Durchfall. Zum breiten Behandlungsspektrum gehören ebenfalls Insektenstiche, Entzündungen im Mundraum oder schlecht heilende Wunden. Bei Kopfschmerzen und Migräne wirkt es lindernd und es soll zudem eine deutliche Wirkung bei Nacht – Blindheit haben.

Hinweis:
Tulsi ist reich an Antioxidantien, wie beispielsweise Vitamin A und C. Diese können dem menschlichen Körper helfen, gegen freie Radikale zu kämpfen. Sie sind Verursacher von unterschiedlichen chronisch – degenerativen Krankheiten.

Das Kraut ist ebenso reichhaltig, was den Anteil an Magnesium betrifft, welches ein wichtiges Mineral ist, das speziell bei Herzkrankheiten hilft. Tulsi unterstützt die Funktionen der Blutgefäße, verhindert Ablagerungen von Cholesterin und kann auch das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken vermindern.

Tulsi gibt es bei uns in unterschiedlichen Darreichungsformen, wenn es nicht gleich eine ganze Pflanze soll. Unter anderem bekommen Verbraucher, Tulsi – Samen, die selber gezogen werden können. Wer den Tee nicht selber ansetzen möchte, kann im Handel Tulsi im Teebeutel beziehen oder das ätherische Tulsi – Öl kaufen. Das beruhigt nicht nur die Nerven, sondern wirkt vitalisierend, harmonisierend und ausgleichend.

Ebenso sind Kapseln und eine Tulsi – Tinktur erhältlich, die zur inneren und äußeren Anwendung genutzt werden kann. Zudem kann eine Limonade damit hergestellt werden, wenn etwas Stevia, Wasser und Zitronensaft mit der Tinktur angereichert werden.

Der Tulsi – Tee kann aber auch anderweitig zur Anwendung kommen nämlich, wenn es um Akne, Narben, Pickel, Flecken oder Windpocken geht. Der Tee wirkt nicht nur wohltuend, er kann auch Hautinfektionen abklingen lassen. Er ist hautstraffend, erhält der Haut die Feuchtigkeit und beseitigt lästigen Juckreiz. Tulsi sorgt für geschmeidiges, glänzendes Haar und auch Verbrennungen, Schnittwunden oder andere Wunden können damit behandelt werden.

Die Pflanze ist hilfreich, wenn sich Personen mit Infektionen, wie Fieber, Erkältung, Husten und Fieber herumquälen. Viren, Bakterien und Pilze werden effektiv bekämpft. Allerdings muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass im Tulsi starke Antioxidantien enthalten sind, wie zum Beispiel Eugenol, dieses ist als Inhaltstoff nur in Präparaten enthalten, die aus indischen Anbaugebieten kommen.

Bekämpft den Krebs?

Tulsi soll als natürliches Mittel bei einer Krebstherapie hilfreich sein. Es gibt Langzeitbeobachtungen, die bestätigen, dass Tulsi Tee die Anfälligkeit für Immunstörungen senkt. Die Wahrscheinlichkeit wäre hoch, dass sich keine Krebszellen entwickeln können. Das Kraut soll eine Selbstheilung von Zellen unterstützen und verhindern, dass Blutgefäße wachsen und sich Metastasen bilden und damit den Zelltod einleiten.

Allerdings wird Tulsi von Bundesinstitut für Risikobewertung als krebsfördernd eingestuft, was an dem ätherischen Öl Estragol liegen soll. Komisch ist nur, dass bei langer Anwendung von Tulsi, in Indien und anderen asiatischen Regionen, eine geringere Krebsrate, als in anderen Gegenden herrscht.

Übrigens, Estragol ist auch in Gewürzen wie zum Beispiel Anis, Muskat, Zitronengras oder Estragon enthalten. Im Widerspruch des Instituts steht, dass Estragol in den genannten Gewürzen nie in isolierter Form vorkommt oder eine unnatürliche Dosierung damit herbeigeführt werden könnte. Isoliertes, hochdosiertes Estragol hat mit Tulsi -Tee jedoch nichts gemeinsam.

Wissenswertes über Tulsi Tee

Das Superfood aus Indien, soll ein echter Allrounder sein. Geforscht wird zu diesem Thema seit langer Zeit, es gibt mittlerweile aber auch Fakten, wie Tulsi als Heilkraut wirkt. Der Tee ist eine Geheimwaffe, wenn es um Krankheiten, wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, aber auch Karies geht. Enterokokken, die Harnwegsinfekte, Durchfall und Magen – Darm – Entzündungen auslösen, werden systematisch bekämpft. Mit dem Kraut können sogar Chlamydien, Legionellen und Staphylokokken wirksam behandelt werden.

Die Wirksamkeit von Tulsi Tee, als wirksames Antioxidationsmittel, wurde von M. Subramanian von der Universität in Mumbai nachgewiesen. Das Tulsi – Tee positiv auf das Herz – Kreislauf System wirkt, ist ebenfalls anhand einer Studie nachzulesen. Somit ist der Tee hilfreich gegen Krankheiten, wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen.

Es gibt 5 Fakten, die belegen, dass Tulsi – Tee gut für den Körper ist.

  • als Adaptogen (Bezeichnung für pflanzliche Substanzen, die helfen, mit Stress besser umgehen zu können)
  • Enthält viele Antioxidantien (schützen vor freien Radikalen, daher bestens als „Jungbrunnen“ geeignet
  • unterstützt die Verdauung ( Tulsi beruhigt bei Krämpfen und Blähungen, wirkt antibakteriell und fördert die Verdauung)
  • reguliert den Blutzuckerspiegel (hilfreich bei Diabetikern, wirkt sich positiv auf Blutzuckerspiegel aus)
  • hilft bei Atemwegsinfekten (Linderung bei Husten und anderen Erkrankungen der Atemwege)

Aus der ayurvedischen Heilkunde ist der Tulsi nicht mehr wegzudenken. Er wird zum größten Teil als Saft, Tee, Paste und Aufguss verwendet und bei Erkrankungen der Haut und bei Bauchschmerzen eingesetzt.

Das Kraut kann pur oder mit anderen Aromen wie zum Beispiel Ingwer verarbeitet werden. Im Geschmack hat Tulsi eine leichte pfeffrige, herb – süßliche Note. Die frischen Blätter eignen sich besonders gut als Zutat zu einem Smoothie oder in einem gemischten Salat.

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Studiennachweis:

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1179/135100005X70206
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874106002972

 

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