Zimt – das wohl älteste Gewürz

Zu den ältesten Gewürzen der Menschheit gehört Zimt. Schon 3000 Jahre v. Ch. gehörte es im alten China zu einem bekannten und geschätzten Gewürz. Zu verdanken ist es der Pharaonin Hatscheput, die die Zimt Pflanze während einer Expedition, aus dem Land Putin mitbringen ließ.

Lange Zeit hatten arabische Händler, so etwas wie ein Monopol auf Zimt, denn sie hielten es über einen langen Zeitraum geheim. Erst um 1536 übernahmen die Portugiesen, mit der Besetzung von Ceylon, das Zimtmonopol.

Die Geschichte von Zimt

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Beheimatet ist der Zimtbaum heute in Sri Lanka. Der Baum ist fast immergrün, denn er wirft nie alle Blätter ab. Die Blätter sind oval und glänzend und auch sie verraten schon, was aus dem Baum gewonnen wird. Ihr typischer Zimt Duft ist schon in einem weiten Umkreis wahrzunehmen.

Mittlerweile ist der Zimtbaum in mehreren Regionen der tropischen Länder kultiviert. Wirtschaftlich genutzt werden allerdings nur zwei Arten, das ist zum einen Zeylonzimtbaum (Cinnamomum zeylanicum) und zum anderen der Cassia – Zimtbaum (Cinnamomum aromaticum). Beide gehören der Familie der Lorbeergewächse an.

Vornehmlich ist Zimt in Form von Stangen im Handel zu erwerben. Er wird zum Würzen von Speisen ebenso geschätzt, wie zum Verfeinern von Süßspeisen, Suppen, in Heißgetränken oder auch in Backwaren. Neben Nelken ist Zimt das am häufigsten gebrauchte Gewürz, wenn es um die Likörherstellung geht.

Alles über die Inhaltsstoffe vom Zimt

Zimt ist nicht ein spezielles weihnachtliches Gewürz, es kann das gesamte Jahr über Verwendung finden. Das Gewürz beeinflusst nicht nur positiv unsere Verdauung, es soll auch den Blutzuckerspiegel senken.

Zu finden ist Zimt überwiegend in:

  • Lebkuchen
  • Pflaumenmus
  • Bratäpfeln
  • Milchreis
  • Zimtsternen

Erst seit dem 14. Jahrhundert konnten auch Europäer davon profitieren, aber in erster Linie vertreiben niederländische und portugiesische Händler das Gewürz. Zimt beinhaltet mehrere wertvolle Inhaltsstoffe. Zu finden sind unter anderem:

  • Ätherische Öle (Zimtaldehyd, Eugenol, Linalool, Benzaldehyd, Pinen, Cymen)
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe

An der Wirkung von Zimt wird seit vielen Jahren geforscht, bislang wurde noch keine Studie bestätigt. Bekannt ist jedoch, dass durch den Verzehr von Zimt oder Präparaten, die Zimt beinhalten, der Blutzuckerwert bis zu 29 Prozent sinken kann.

Hinweis:
Zimt ist untrennbar mit Glühwein verbunden und auch in Plätzchen ist das Gewürz, besonders in der Weihnachtszeit, nicht wegzudenken. Je nach Sorte, kann es allerdings mehr oder weniger leberschädigend sein, denn der Wirkstoff Cumarin kann dieses hervorrufen. Grund ist, nicht jede Zimtsorte beinhaltet die gleiche Menge.

Werden nur geringe Mengen von Cumarin verzehrt, ist das absolut unbedenklich, bei größeren Mengen allerdings, können sich leicht Kopfschmerzen oder / und Erbrechen einstellen. Besonders hoch dosiert, ist Cumarin im Cassia – Zimt.

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Es ist daher nicht von der Hand zu weisen, dass Ceylon – Zimt nicht nur feiner und edler, sondern auch die gesündere Sorte Zimt ist. Geschätzt wird auch der Wirkstoff MHCP, der im Zusammenhang mit Diabetes, Tests unterzogen wurde. Der Wirkstoff, soll in der Lage sein, den Blutzuckerspiegel nachhaltig senken zu können.

Die Anwendungsgebiete von Zimt

Seit Jahrtausenden wird es für medizinische Zwecke eingesetzt, erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte der Einsatz als Gewürz. In der indischen Heilkunst Ayurveda ist Zimt zur Behandlung von Atemwegs -, Verdauungs – und Fortpflanzungserkrankungen ein angesehenes Heilmittel.

Zimt hat unterschiedliche Eigenschaften und kann daher diverse Vorteile bei der Gesundheit bringen.

Verdauung:Wirkt gegen Blähungen, Übelkeit. Regt den Speichelfluss und Verdauungssäfte an. Verhindert übermassige Bildung von Darmgasen
Atemwege:Schleimlösende, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Hilft bei Erkältungen, Bronchitis und Husten
Herz – Kreislauf – System:Zimt besitzt antithrombotische Eigenschaften, beugt so Gefäßablagerungen vor
Fortpflanzungsorgane:Hilft bei Menstruationsbeschwerden, reguliert die Periode, kann auch bei Errektionsproblemen hilfreich sein

Äußere Anwendungen

Unterschiedliche Zimtzubereitungen können entweder käuflich erworben oder auch zu Hause selber hergestellt werden. Unter anderem ist das Gewürz hilfreich bei der Bekämpfung von Bakterien und Pilzen.

Zimt kann zum neutralisieren des Pilzes Candida Albicans genutzt werden. Die Scheideninfektion wird in diesem Zusammenhang mit Waschungen bekämpft. Hierzu wird ein Aufguss, bestehend aus einem Esslöffel Zimt (gemahlen) und einem Liter Wasser gemixt.

Auch gegen Fuß – oder Nagelpilz kann das Gewürz unterstützend eingesetzt werden. Für ein Fußbad, zwei gemahlene Esslöffel Zimt mit einigen Litern lauwarmen Wasser mischen.

Kehlkopfentzündungen und Pharyngitis können vorbeugend behandelt und Infektionen der Atemwege werden gelindert, mit einem Zimtaufguss zum Gurgeln. Für Mundspülungen bei einem Mundgeschwür hilft ein halber Teelöffel Zimt und eine Tasse Wasser weiter.

Zimt ist in der Lage schlechten Atem einzudämmen. Im Zimt beinhaltete Wirkstoffe vertreiben Bakterien, die sich leicht in Lebensmittelresten zwischen den Zähnen bilden können und so einem schlechten Mundgeruch verursachen. Hierzu reicht eine Mundspülung aus Wasser und einem Löffel Zimt vollkommen aus.

Weitere Anwendungsgebiete

Das Gewürz kann aber noch viel mehr, denn in der Medizin wird es hilfreich eingesetzt bei:

  • Sodbrennen
  • Rheuma
  • Blähungen
  • Durchfallerkrankungen
  • Entzündlichen Erkrankungen
  • Arthrose
  • Arthritis
  • Schmerzen, bedingt durch Kälte
  • Nierenproblemen
  • für einen besseren Blutkreislauf
  • eventuell bei Diabetes

Vorsicht:
Patienten mit Gerinnungsstörungen oder einer Blutungsneigung, sollten sensibel mit Zimt umgehen. Das Gewürz besitzt eine wärmende und würzige Eigenschaft, sodass es stimulierend auf die Blutzirkulation wirkt. Schwangere sollten auf den Genuss von Zimt verzichten oder nur in Absprache mit ihrem Arzt genießen. Zimt ist zwar eine natürliche Heilpflanze, doch auch hier kann es in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen kommen.

In der heutigen Zeit wird Zimt wenig in der Humanmedizin eingesetzt, doch die Rinde ist diversen Geschmackskompositionen beigemischt. Das kann in Teemischungen genauso sein, wie in verschiedenen Tonika oder Verdauungstropfen. Zudem ist Zimt ein Bestandteil von einigen Gewürzmischungen, die der Zubereitung von Glühwein und Gebäck dienen. Durch eine erhöhte Konzentration von Zimt, kann es zur Steigerung von Magensaftsekretion kommen.

Wenn nicht anders verordnet, kann Zimt in einer Tagesdosis von 2 bis 4 Gramm oder 0,05 bis 0,2 Gramm Cumarin zu sich genommen werden. Das Gewürz ist auch in wenigen Teemischungen enthalten. Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber Zimt, Tolu – oder Perubalsam, sollte auf die Einnahme der Produkte verzichtet werden.

Weitere Kontraindikationen sind Geschwüre am Zwölffingerdarm, Magengeschwüre oder eine Schwangerschaft. Vorsicht beim Einkauf ist ebenfalls geboten, denn der echte Zimt, darf nicht mit dem chinesischen Zimt verwechselt werden. Die Lagerung von Zimtrinde muss immer trocken und lichtgeschützt sein.

Hinweis:
Bei empfindlichen Personen, kann Zimt allergische Hautreaktionen hervorrufen. Diese werden in der Hauptsache durch Zimtaldehyd verursacht. Zu hohe Dosen können zudem zur Erhöhung der Herzfrequenz führen und somit die Atemtätigkeit und die Schweißsekretion beeinflussen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind zurzeit nicht bekannt.

Das exotische Gewürz

Natürlich ist Zimt jedem bekannt aus der Vor – und Weihnachtszeit. Das Gewürz steckt im Punsch und Zimtsternen ebenso, wie im Spekulatius und anderen Köstlichkeiten. In der Vergangenheit war das Gewürz speziell reichen Menschen vorbehalten, während es sich heute jeder leisten kann.

Gewürzt werden Lebkuchen mit einer Baumrinde, die natürlich auf besondere Art und Weise gewonnen wird. Die Gewinnung ist eine langwierige Arbeit, denn nur zarte Wurzelsprösslinge kommen für die Verarbeitung in Frage. Zudem müssen die Ceylon – Zimtbäume ständig kurz gehalten werden, damit die Wurzelstöcke angeregt werden und ständig neue Ableger bilden.

Der Cassia – Zimtbaum darf auswachsen und wird erst im vierten Jahr erstmals geerntet. Hierbei muss die Borke, samt der Mittelrinde entfernt werden. Genutzt wird nur die Innenrinde, die geschält und getrocknet wird.

Zimt dient nicht nur als Gewürz, sondern wird auch als Aromastoff genutzt und findet als Heilmittel Verwendung. Die Darreichungsformen reichen von Rollen, als Bruch oder Pulver, über Öl bis hin zum Extrakt. Im Handel erhältlich sind Gebäck – Varianten, Liköre und Magenbitter, Zahnpasta, Kaugummi, diverse Kosmetika, sowie auch Parfüms, die eine Zimt Note enthalten.

Das Gewürz enthält geschmacks – und geruchsgebende Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle und die schon erwähnten, Zimtaldehyd und Eugenol. Weiterhin kommen geringe Mengen wie Alkohol, Stärke, Safrol und Cumarin vor.

Selbst liebesfördernde Eigenschaften, werden dem Zimt nachgesagt. So soll schon Salomon sein Bett mit Myrrhe, Aloe und Zimt gewürzt haben. Die alten Perser nutzten Zimt und Honig, um ihre Manneskraft zu stärken.

In der Volksheilkunde hat Zimt bis heute einen festen Platz. Nachgesagt wird dem Gewürz eine krampflösende, desinfizierende, beruhigende, stimmungsaufhellende und durchblutungsfördernde Wirkung. Traditionell wird Zimt genutzt, bei Blähungen, Durchfall, Appetitlosigkeit und bei Verdauungsbeschwerden. Bei Rheuma, Kreuzschmerzen und Entzündungen, wird das Gewürz ebenfalls eingesetzt.

Desinfizierende Eigenschaften

Da Zimt auch desinfizierend wirkt, wird es als Zusatz von Wischwasser und Einlegesohlen genutzt. Das im Zimt enthaltene Eugenol hat eine besonders hohe Konzentration und hilft in Zahnarztpraxen, als antibakterielles und schmerzstillendes Mittel. Zimtaldehyd wird auch zur Insektenbekämpfung eingesetzt.

Noch nicht erforscht, ist die therapeutische Wirkung bei Diabetikern. Allerdings liegen Studien vor, die 2004 für eine gewisse Aufregung sorgten, denn Zimt soll eine insulinähnliche Wirkung aufweisen. Nach heutigem Wissensstand, ist eine alleinige Einnahme von Zimt allerdings nicht ausreichend, um für Diabetiker wirklich hilfreich zu sein.

Hinweis:
Es ist bekannt, dass das Gewürz bei empfindlichen Personen eine Allergie hervorrufen kann. Personen, die allergisch gegen Kräuterpollen (z.B. Beifuß) sind, können eine sogenannte Kreuzallergie bekommen. In der Schwangerschaft sollte ebenfalls auf den Genuss von Zimt verzichtet werden, Öle könnten Wehen auslösend wirken.

In der Lebensmittelindustrie wird überwiegend der preiswertere Cassia – Zimt verwendet. Dieser weist eine vielfach höhere Cumarin – Konzentration auf. Hersteller sind jedoch nicht verpflichtet, die Zimt Art auf der Verpackung anzugeben. Daher kann der Verbraucher oft nicht abschätzen, welcher Zimt zur Herstellung verwendet wurde.

Der tägliche Grenzwert von 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht, sollte nicht überschritten werden. Zumal Cumarin auch in Lebensmitteln wie Cola oder im Müsli enthalten sein kann. Eine weitere Aufnahme kann über die Haut durch Seife erfolgen. Insbesondere, ist gerade bei Kindern, der Grenzwert schnell erreicht. Empfohlen werden daher von Bund und Ländern folgende Richtwerte:

  • 4 Zimtsterne (Gewicht pro Stern 5,6 Gramm)
  • 1 Lebkuchen 30 Gramm
  • Milchreis mit Zucker und Zimt 200 Gramm
  • 2 Müsliriegel 35 Gramm
  • Fertig – Müsli 75 Gramm

Zimt als Fatburner?

Als effektives Heilmittel ist Zimt schon seit langem bekannt. Das Gewürz senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern auch die Cholesterinwerte. Zimt kurbelt zudem den Stoffwechsel an und somit ist er durchaus hilfreich, wenn Gewicht reduziert wird. Zimt beinhaltet viele sekundäre Pflanzenstoffe, die auch als Krebsprävention eingesetzt werden können. Das Gewürz ist ebenfalls ein tolles Nahrungsergänzungsmittel, was bei speziellen Therapien wirkungsverstärkend sein kann.

Um die vorteilhaften Auswirkungen von Zimt zu erfahren, muss es nicht einmal in Lebensmitteln enthalten sein. Sogar der Duft wirkt anregend auf das menschliche Gehirn. Zimt kann auch häufig eingesetzt und unter verschiedene Mahlzeiten gemischt werden. Diese Mengen müssen allerdings genau bemessen sein und sollten ½ bis 1 Teelöffel am Tag nicht überschreiten.

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