Wacholderbeere – tolles Gewürz und Heilkraut

Die Wacholderbeere ist fast nicht mehr aus der Küche wegzudenken, denn sie gibt einen wundervollen und einzigartigen Geschmack. Doch nicht nur das, denn auch bei der Herstellung von Spirituosen, ist die Wacholderbeere ein wichtiger Bestandteil. Aber der Wacholderbeere werden noch viele weitere gute Eigenschaften nachgesagt, die auch bestätigt sind. In der Naturapotheke ist die Beere ebenfalls eine wichtiger Begleiter geworden. In der homöopathischen Medizin findet die Beere oft den Einsatz bei Magen-Darm Erkrankungen. Dabei sind es die ätherischen Öl, welche die Verdauung in Schwung bringen.

Was ist denn eigentlich die Wacholderbeere

Der Wacholder auf dem die Beeren wachsen gehört der Familie der Zypressengewächse an. Dabei handelt es sich um eine immergrüne Pflanze und ist was die Pflege betrifft, vollkommen ohne Ansprüche. Der Wacholder ist eine sehr langsam wachsende Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von maximal 1,5 Meter. Dabei handelt es sich um die Wuchsform eines Strauches. Es gibt aber auch Wacholder der säulenartig wächst. Dann kann die Höhe leicht 10 Meter in der Höhe sein. Grundsätzlich liebt der Wacholder Standorte die sehr hell sind und auch viel Sonne benötigt er für den ordentlichen Wuchs. Das Holz des Wacholderstrauches ist rötlich und daher leicht zu erkennen. Die Blätter sind nadelig und sehr spitz, wobei man sich relativ schnell wehtut. Die Blüten sind unspektakulär und fallen nicht auf, sie sind gelblich-grün. Bei den Blüten handelt es sich um männliche und weibliche, was bedeutet sie sind geschlechtlich. Daher benötigt es also immer zwei Pflanzen um sich gegenseitig bestäuben zu können. Die Zeit der Blüte ist zwischen April und Juni. Der botanische Name des Wacholder ist Juniperus Communis L. Werden die Beeren geerntet, dann können dieses als Heilkraut eingesetzt werden und helfen schon im Ansatz gegen eine Blasenentzündung. Die Beeren aber entfalten erst ihre volle Kraft, wenn diese nach dem ersten Frost geerntet werden. Das Vorkommen ist oft im Süden von Deutschland, hier findet man oftmals komplette Landschaften aus Wacholder. Diese Gegenden werden dann auch als Wacholderheide bezeichnet. Das unverkennbare Aroma ist schon von weite her zu riechen und kennzeichnet auch den Wacholder.

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Gegen welche Beschwerden einsetzen

Der Wacholder ist schon seit jeher als Heilpflanze bekannt und berühmt für seine positive Wirkungen, bei allerlei gesundheitlichen Beschwerden. Die Beeren besitzen eine sauren Geschmack. Im Mittelalter wurde das Holz des Wacholders dazu verwendet um die Pest zu Vertreiben. Dabei wurde das Holz angezündet, der Rauch des Holzes sollte die Pest vertreiben.

Pfarrer Kneipp war es, der sich sehr mit dem Wacholder beschäftigt hat und ihn gerne bei Beschwerden durch Rheuma eingesetzt hat. Zusätzlich hat er dem Wacholder eine blutreinigende Wirkung zugesprochen. Bei Personen die eine Nervenschwäche aufweisen ist der Einsatz der Beere ebenfalls sehr erfolgreich, denn er stärkt das Nervensystem. Geistliche und körperliche Erschöpfungen können auch sehr gut behandelt werden. Hinzu kommt noch die gute Wirkung bei Migräne. Dabei gilt es eine Kur mit den Beeren der Wacholder zu machen. Der Wacholder besitzt eine antiseptische Wirkung und wird deshalb auch so sehr geschätzt. Zu wissen gilt es aber, dass der Wacholder unter Naturschutz und daher dürfen immer nur die Beeren geerntet werden alles andere ist verboten.

Weitere positive Wirkungen der Wacholderbeere

Wacholder hat die Kraft und die Fähigkeit, noch für viele weitere Beschwerden eingesetzt zu werden. Bei Fieber und anderweitige hitzigen Problemen, kann die Wacholderbeere bestens helfen, denn sie senkt Fieber und vertreibt die Hitze. Wacholder besitzt eine desinfizierende Wirkung und kann daher gut bei Darminfekten, die Probleme lösen. Aber noch viel mehr positive Eigenschaften werden dem Wacholder zugeordnet.

  • Harntreibend
  • Schleimlösend
  • Wärmend
  • Antirheumatisch
  • Erfrischend

Wer nach einer Krankheit den Appetit verloren hat, der sollte es mit Wacholderbeeren versuchen, denn diese kann den Hunger positiv beeinflussen und ihn wieder herbeiführen. Leidet jemand unter einem grippalen Infekt, hat es sich bestens bewährt Wacholder einzunehmen, denn die antibakterielle Wirkung kann der Erkältung schnell den Kampf ansagen. Auch die Verdauungsorgane können aktiviert oder auch beruhigt werden, daher lassen sich diese Beschwerden bestens mit einer Kur aus Wacholder behandeln. Das Dürfte in erster Linie an den enthaltenen Wirkstoffen liegen diese sind, ätherische Öle, Bitterstoffe Gerbstoffe, Flavonoide und Juniperin. Die Wacholderbeere ist aber auch bestens dafür geeignet, Frauenleiden zu unterstützen. Gerade das prämenstruelle Syndrom wird sehr gut beeinflusst. Der Unterleib der Frau wird dadurch besser durchblutet und kann den monatlichen Zyklus sehr gut regulieren.

Wacholderbeere kann vielseitig eingesetzt werden

Die Wacholderbeere kann auf sehr viel Arten genossen werden. In erster Linie wird sie aber nach wie vor noch immer in der Küche ihren Haupteinsatzbereich finden. Der unverkennbare Geschmack, wird sehr geschätzt. Aber auch der Tee, Badezusatz oder der Spiritus werden immer beliebter, denn die Wirkungen gewinnen immer mehr an Bedeutung in der Naturheilkunde. In früheren Zeiten wurde zunächst noch jeder Bestandteil des Wacholders verwendet, doch mittlerweile sind es eben nur noch die Beeren, die eingesetzt werden. Das dürfte auch daher stammen, dass die Wacholder unter Naturschutz steht und eben nur die Beeren verendet werden dürfen. Gerade beim Kochen möchten viele nicht auf die Wacholderbeere verzichten, denn sie besitzt einen sauren und auch würzigen Geschmack. Die Gerb- und Bitterstoffe sorgen dafür, dass schwere Speisen besser zu verdauen sind.

Vorsicht im Umgang mit der Wacholderbeere

Zunächst ist es ganz wichtig, dass immer beachtet wird, dass wirklich nur die Beeren gesammelt werden, denn alles andere wäre strafbar. Zudem kommt es immer wieder mal vor, dass der Wacholderbaum mit Thuya oder dem Lebensbaum verwechselt wird. Das kann leider fatal werden, denn dessen Blätter sind sehr giftig.

Zu wissen gilt es auch, dass eine Kur mit Wacholder nicht länger als vier Woche erfolgen sollte. Und auch schwangere Frauen verzichten besser vollständig auf die Anwendung mit Wacholder.

Wacholderspiritus

Die Herstellung von Wacholderspiritus ist recht schnell gemacht und auch nicht schwer. Der Aufwand hält sich in Grenzen, dafür aber ist er vielseitig anwendbar. Dabei aber ist dieser immer nur äußerlich anwendbar. Er hat sich bestens bei Gelenkbeschwerden und auch rheumatischen Erkrankungen bewährt.

Herstellung und Anwendung von Wacholderspiritus

Der Spiritus muss angesetzt werden und dafür benötigt man Gramm Wacholderbeeren. Sie werden mit einem Mörser zerdrückt. Diese werden nun mit einem hochprozentigem Alkohol (mindestens 80 %) übergossen. Alles zusammen in einem luftdichten Glas etwa 2 Wochen ziehen lassen. Immer wieder gut durchschütteln. Nach zwei Wochen absieben und in eine grüne luftdichte Flasche abfüllen. Der Spiritus kann im fertigen Zustand auch als Badezusatz verwendet werden. Besser aber sind die Umschläge mit dem Wacholderspiritus. Dafür wird ein Baumwolltuch getränkt und auf die betroffenen Stellen gelegt. Für einige Zeit einwirken lassen und die Wirkung wird schon recht bald eintreten.

Wacholderbeere in der Küche

Der Wacholder ist in der Küche so sehr beliebt, weil er einen wirklich einzigartigen Geschmack besitzt. Hinzu kommt noch, dass er schwere Speisen eindeutig besser verträglich macht, was an seinen Bitterstoffen liegt. Die schwarzen getrockneten Beeren besitzen eine säuerlichen Geschmack, das kann man bemerken, wenn auf die Beere gebissen wird. Vielen von uns dürfte die Wacholderbeere von Speisen wie Sauerkraut der aber auch Sauerbraten bekannt sein. Viele eingelegte Speisen werden immer mit Wacholderbeeren angesetzt, dabei werden in der Regel die ganzen Beeren verwendet ohne dass diese zerstoßen werden. Gerne wird auch Wildfleisch zusammen mit Wacholder gekocht. Auch zum pökeln ist die Beere super geeignet, vor allem in den skandinavischen Ländern. Das Aroma ist mild, aber dennoch sehr würzig. Wichtig aber ist immer, dass die Beeren erst kurz vor dem kochen zerstoßen werden, denn leider verliert die Beere sehr schnell ihr Aroma.

Rinderfilet mit Wacholder

  • 500 Gramm Rinderfilet
  • 300 Gramm Pflaumen
  • 150 ml. Rotwein
  • Ingwer
  • Lorbeerblatt
  • 6 Wacholderbeeren
  • 2 EL Creme Fraiche
  • etwas Zimt
  • Salz, Pfeffer
  • Öl, Butter
  • Honig

Die Zubereitungszeit beträgt etwa 40 Minuten und ist einfach zu kochen.
Der Backofen wird auf etwa 90 Grad vorgeheizt.

Das Rinderfilet Wird unter fließendem Wasser abgespült und mit einem Küchenkrepp trocken getupft. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Pfanne etwas Öl geben und das Filet von beiden Seiten etwa 5 Minuten Kross anbraten. Das Fleisch wird aus der Pfannen genommen und mit Alufolie eingewickelt, in den Backofen stellen damit es warm bleibt. Dabei wird es aber nicht an Qualität verlieren und es wird auch nicht dazu führen, dass es nicht mehr zart rosa sein wird.

Nun werden die Pflaumen gewaschen, halbiert und der Stein entfernt. Die Pflaumen werden nun in kleine Spalten geschnitten.

Jetzt wird eine weitere Pfanne genommen und Butter hineingegeben. Auf dem Herd stellen, Butter zerlaufen lassen und die Pflaumen in der Pfanne für kurze Zeit andünsten. Mit dem Rotwein ablöschen und etwas Honig dazu geben. Hinzu kommen noch die Wacholderbeeren, das Lorbeerblatt und der Ingwer. Das Ganze wird nun etwa bei 10 Minuten geköchelt. Nach den 10 Minuten Garzeit wird die Creme Fraiche untergezogen. Etwas Salz, Zimt Piment und Pfeffer zugeben und gut durchrühren. Fertig ist die Pflaumensoße.

Nun wird das Fleisch aus den Backofen genommen und aus der Folie gewickelt. In Streifen schneiden und zu der Soße geben. Nochmals etwa 5 Minuten köcheln lassen und dann sofort auf Teller servieren. Dazu passen bestens frische Blattsalate und auch Reis kann passt bestens zu dem Gericht.

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