Reishi - ein Pilz mit besonderer Wirkung ?

Der Reishi (Ganoderma lucidum) ist ein Pilz, der zur Gattung Lackporlinge gehört, und auch unter dem Namen Glänzender Lackporling bekannt ist. Das Besondere an diesem Pilz ist, dass sein Stiel seitlich sitzt und sein Pilzhut mit einer dunklen Harzschicht bedeckt ist. Der Reishi kommt weltweit vor, bevorzugt jedoch Laubhölzer, wo er sich besonders an der Stammbasis von Eichen ansiedelt. Er gehört weder zu den Holzschädlingen, noch findet er als Speisepilz Verwendung, da er viel zu hart ist. Auch sein bitterer Geschmack würde ihn als Speisepilz ungenießbar machen. Geht es jedoch um die Gesundheit, dann ist der Pilz als Heilmittel anzusehen und kann eine stärkende und anregende Wirkung haben.

Reishi Inhaltsstoffe

Ganoderma lucidum, so der botanische Name des Reishi, ist in Ostasien schon lange aufgrund seiner stärkenden Wirkung bekannt. In der Traditionell Chinesischen Medizin ist der Reishi ebenso wichtig, wie Ginseng. Besonders reich ist der Pilz an sogenannten Triterpenen. Diese gehören zu den Lipiden und diese wiederum zu den Steroiden. Dazu gehören unter anderem Steroidhormone, Sterole wie Cholesterin und Ergosterol, welches die Vorstufe zum Vitamin D bildet, sowie Gallensäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Auch Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiße und Fette kommen in dem Pilz vor. Diese vielen Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung machen den Reishi zu einer beliebtesten Heilpflanzen in der Alternativmedizin.

Reishi Wirkung

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Er soll nicht nur die Leber stärken und das Immunsystem kräftigen, sondern auch in der Lage sein, den Stoffwechsel anzuregen. Da er extrem reich an Triterpenen ist, kann er sich positiv auf alle Entzündungen im Körper auswirken. Die im Reishi enthaltenen Triterpene haben eine ähnliche Wirkung wie Kortison, helfen dem Körper aber auf eine natürliche Weise. Diese Wirkung zeigt sich wohl nicht nur bei Entzündungen der Gelenke, sondern auch dann, wenn es zu Entzündungsprozessen der Haut kommt. So lassen sich Entzündungen, Rötungen, Schwellungen und dem entsprechend auch Juckreiz mit dem Reishi unterstützend behandeln.

Da dem Pilz gleichzeitig auch eine stärkende Wirkung zugeschrieben wird, kann er unterstützend und regulierend auf das Immunsystem wirken. Dadurch können die Selbstheilungskräfte des Körpers animiert werden. Seine Inhaltsstoffe können verhindern, das Histamin in zu großen Mengen ausgeschüttet wird, wodurch sich Entzündungen der Haut schnell verringern lassen können. In der TCM benutzt man den Pilz um Neurodermitis, Gürtelrose und viele andere virale Erkrankungen zu behandeln.. Da der Reishi wohl auch blutreinigend wirkt, übernimmt er in der traditionellen chinesischen Medizin eine Aufgabe bei der Entgiftung des Körpers. So soll er bei der Entgiftung der Leber und der Normalisierung der Blutfettwerte unterstützen. Neben der Leber kann auch ein weiteres Organ von der Reishi Einnahme profitieren: die Lunge.

So soll die Sauerstoffversorgung durch die Einnahme von Reishi verbessert werden. Dies kann bei Erkrankungen wie Husten und Bronchitis (auch chronischer) von Vorteil sein. Ein weiterer positiver Aspekt in Bezug auf die verbesserte Sauerstoffversorgung kann sein, Ausdauer und Einergie der Behandelten ansteigen. Gerade bei Patienten, die unter Atemwegserkrankungen leiden, kann sich das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessern, wenn Reishi genommen wird.

Ebenfalls im Pilz enthalten ist Adenosin, welches einen positiven Einfluss auf die Muskulatur haben soll. So soll es beruhigen und die Muskeln entspannen. sodass Wadenkrämpfe oder oft typische Muskelschmerzen ebenfalls rasch abklingen können. Insgesamt hat der Pilz angeblich eine allgemein positive Wirkung auf den Organismus und gehört wohl deshalb zu einer hochgeschätzten Heil- und Gesundheitspflanzen. Ganz egal, ob Nervenschwäche, Mattig- und Kraftlosigkeit, Vergesslichkeit oder Schlafstörungen – Reishi spielt in der Naturgesundheit eine wichtige Rolle und kann bei zahlreichen Krankheiten und Beschwerden unterstützend wirken.

Reishi Dosierung

Damit der Reishi richtig wirken kann, muss er in der richtigen Menge eingenommen werden. Auch die regelmäßige Einnahme ist wichtig, denn nur so kann sich der Körper auf die Inhaltsstoffe einstellen und wird mit diesen durchgehend versorgt. Der Pilz wirkt auch nicht sofort, sondern es kann bis zu zwei oder drei Monaten dauern, bis der Organismus optimal mit den Wirkstoffen versorgt ist und diese dann optimal nutzen kann. Da Reishi in verschiedenen Darreichungsformen angeboten wird, ist die genaue Dosiermenge zum einen von der Darreichungsform und zum anderen auch von der Konzentration des Mittels abhängig. Daher ist es ratsam, sich auf die Verzehrempfehlungen zu verlassen, welche auf dem jeweiligen Produkt vermerkt sind. Die durchschnittliche Tagesdosis liegt bei zwei bis drei Tabletten oder Kapseln, bzw. der entsprechenden Menge Pulver, und sollte regelmäßig über den Tag verteilt eingenommen werden.

Reishi kaufen

Reishi ist ein Naturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Angeboten wird es in verschiedenen Darreichungsformen in den Apotheken, Bio-Läden und Reformhäusern, kann aber auch online in vielen Gesundheits-Shops bestellt werden. Beim Kauf von Reishi-Produkten sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein biologisches Mittel handelt, dessen Reinheit möglichst hoch sein sollte. Je konzentrierter der Inhaltsstoff ist, desto besser kann der Reishi wirken und desto niedriger ist er zu dosieren. Ein Reishi Produkt sollte nach Möglichkeit zu 100% natürlich sein. Angeboten wird das Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, Tabletten und Kapseln. Es sollte weder Konservierungsstoffe, noch Aromastoffe oder andere chemische Zusätze beinhalten. Reishi Tee ist im Handel ebenfalls erhältlich. Da hierbei die Konzentration im Vergleich zu den anderen Reishi Produkten relativ niedrig ist, eignet sich Reishi Tee eher nicht, um damit gesundheitliche Beschwerden zu lindern. Denn nicht nur die niedrige Konzentration, sondern auch die ungenaue Dosierung sind bei einer Teezubereitung eher hinderlich. Am besten kauft man nur solche Produkte, die eine genaue Dosierempfehlung beinhalten und die mit einer Zertifizierung oder einem Gutachten ausgezeichnet sind.

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Reishi Nebenwirkungen

Wie viele andere, gehört auch der Reishi zu den sogenannten Vitalpilzen. Obwohl diese in der Regel zu keinen Nebenwirkungen führen, gibt es auch hierbei einzelne Ausnahmen. Gerade dann, wenn man frisch mit der Einnahme des Pilzes begonnen hat, kann es zu einer erhöhten Müdigkeit und/oder Blähungen kommen. In der Regel klingen diese Erstsymptome jedoch schnell wieder ab und sind als nicht ernst zu betrachten. Helfen kann es, die tägliche Dosierung etwas zu reduzieren, damit sich der Organismus noch langsamer auf die im Reishi Pilz enthaltenen Wirkstoffe einstellen kann. Der Reishi ist ein sogenanntes Biotherapeutikum und kann bei Patienten, die eine Allergie gegen natürliche Substanzen haben, zu einer Reaktion mit Antigenen führen.

Beginnen unmittelbar zeitgleich mit der ersten Einnahme Beschwerden wie Übelkeit oder Magenschmerzen, kann dies an den im Körper angesammelten Giftstoffen liegen, welche durch den Reishi Pilz nun ausgeschwemmt werden. Da der Pilz noch immer nicht komplett erforscht ist, sollten Kinder, Schwangere und Stillende auf die Einnahmen verzichten oder einen Arzt um Rat fragen. Das gilt auch für Patienten, die Medikamente einnehmen müssen, da es hier mitunter zu Wechselwirkungen kommen kann.

Reishi im Kampf gegen das Alter ?

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Die entzündungshemmende und die stärkende Wirkung des Pilzes kann im Kampf gegen das Alter weitere Vorteile mit sich bringen. Freie Radikale, welche unter anderem den Alterungsprozess beeinflussen, können durch die wertvollen Antioxidantien in dem Pilz gefangen und neutralisiert werden. Da die Haut das größte Organ ist, und ständig inneren sowie äußeren Einflüssen ausgesetzt ist, kann der Reishi hier seine volle Wirksamkeit unter Beweis stellen. Altersbedingte Schädigungen können reduziert werden, was schließlich dazu führen kann, dass die Haut jünger und straffer aussieht. Giftstoffe können wohl besser und schneller abtransportiert werden.

Reishi gegen Depressionen ?

Depressionen können ebenfalls erfolgreich mit diesem Pilz behandelt werden. Ein großer Vorteil für die Betroffenen liegt darin, dass der Reishi keine massiven Nebenwirkungen wie Psychopharmaka hat. Er wirkt auf seine natürlich Weise und verschafft den Betroffenen oft sehr schnell Hilfe. Der Pilz als natürliche Hilfe kann das psychische Wohlbefinden verbessern und dafür sorgen, dass alle Emotionen wieder fließen können. Auch aufgestaute Aggressionen und Wut können sich unter der Einnahme von Reishi lösen. Dank seiner beruhigenden Wirkung kann Stress gemindert werden, der Körper kommt besser wieder zur Ruhe und auch Schlafstörungen, unter denen oft gelitten wird, lassen wahrscheinlich nach. Zudem kann der Pilz den Stoffwechsel anregen und sorgt somit auch bei depressiven Menschen für ein besseres Wohlbefinden.

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