Goldrute

Plötzlicher Harndrang, gestörter Harnfluss und Schmerzen im Unterleib- das sind nur einige der unangenehmen Symptome wenn man unter einer sogenannten Reizblase leidet. Aber es ist ja gegen alles ein Kraut gewachsen, so auch bei diesen Problemen. Goldrute heißt hier das Zauberwort, denn das gold-gelbe Kraut wirkt stark harntreibend und lindert die Symptome einer Reizblase. Lesen Sie hier alles rund um die Wirkung, Verwendung und Dosierung der Goldrute.

Bei Reizblase wirkt die Goldrute Wunder

Im Spätsommer findet man die hochgewachsenen Sträucher mit den gold-gelben Blüten immer öfter am Wegesrand. Ein bunter Farbtupfer in der Landschaft, dessen Heilwirkung schon seit der Antike bekannt ist. Die lateinische Bezeichnung für Goldkraut ist nämlich Solidago und leitet sich aus den beiden Wörtern solidum agere ab, was übersetzt „gesundmachen“ heißt. Der Name ist bei der Goldrute also Programm und verweist darauf, dass die Pflanze schon lange für ihre positive Wirkung bekannt ist.

Aber bei welchen Beschwerden kann das Goldrutenkraut helfen? Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist die Anwendung bei Problemen in der Niere und Blase-Apparat, denn die Goldrute wirkt stark harntreibend. Gerade bei einer Reizblase kann das Kraut eingesetzt werden, denn es entspannt die Blasenmuskulatur bei Krämpfen, sodass die stechenden Schmerzen und das Gefühl ständig das nächste stille Örtchen aufsuchen zu müssen schnell verschwindet. Die Goldrute regt auch die Harnbildung und hemmt die Vermehrung von Keimen in der Blase. Aber nicht nur die Blase profitiert vom Goldkraut, auch auf die Nieren hat Goldrute eine antibakterielle, entzündungshemmende und stärkende Wirkung. Auch um Nierensteinen und Nierengrieß entgegen zu wirken ist die Heilpflanze geeignet. Zudem kann das Kraut bei folgenden gesundheitlichen Problemen innerlich und äußerlich verwendet werden:

  • Arthritis und Rheuma
  • Pilzinfektionen
  • chronischer Husten
  • Erkältungen
  • Magenproblemen

Äußerlich kann bei Hautproblemen auch ein Sud aus dem Goldrutenkraut helfen. Ein mit Goldrutentee getränkter Umschlag trägt zum Beispiel zu einer Heilung von eitrigen Wunden und Verletzungen der Haut bei.

Die Mischung macht´s !

Oft wird Goldrute auch mit anderen Kräutern und Pflanzen gemischt um eine umfassende Heilwirkung zu erzielen. Bei Nierengries oder Nierensteinen wirkt Goldrute zum Beispiel am effektivsten wenn man sie mit Weißdorn und Thymian mischt. Gegen die Schmerzen bei einer Rheuma-oder Arthritis-Erkrankung hilft eine Mischung aus Goldrute, Löwenzahn und Weidenrinde.

Um die beste Wirkung gegen Entzündungen der Harnwege zu erzielen, lässt sich Goldrute gut mit Blättern der Heidelbeeren und Birkenblättern mischen. Auch Goldrute und Brennnesseln sind eine bewährte Kombination bei Blasenproblemen, denn beide Pflanzen wirken harntreibend und ergänzen sich so sehr gut.

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Wie wirkt die Goldrute?

Medizinisch wirksam sind fast alle Teile des Goldrutenkrauts. Von Blüte, über Stängel bis hin zu den Blättern kann die ganze Pflanze verwendet werden- nur die Wurzel enthält keine relevanten Heilkräfte und wird daher meist nicht genutzt.

Dabei gilt es aber zu beachten, dass es zwei verschiedene Arten von der Goldrute gibt: die eine ist die sogenannte „echte“ Goldrute, die anderer die kanadische Goldrute. Beide Pflanzen ähneln sich vom Aussehen her und enthalten im Prinzip auch die gleichen Wirkstoffe. Da die echte Goldrute aber schon länger in der Medizin eingesetzt wird und somit auch besser erforscht ist, sollte man nach Möglichkeit eher auf diese Gattung der Pflanze zurück greifen.

Die Inhaltsstoffe der Goldrute sind eine bunte Mischung aus Phenolglykoside, Flavonoide und Saponine. Einzeln haben diese Stoffe wahrscheinlich keiner bemerkenswerte medizinische Wirkung, sondern ihr Zusammenspiel macht die Heilkraft der Goldrute so bedeutsam. Die Phenolglykoside sind dabei zusammen mit dem Flavonoiden besonders für die harntreibende, entzündungshemmende und blasenstärkende Wirkung verantwortlich. Die Sapomine wirken ebenfalls gegen Entzündungen und machen das Goldkraut auch für den Einsatz gegen Pilze so interessant.

Von Tee über Tablettenform

Goldrute kann in den verschiedensten Formen dem Körper verabreicht werden. In Apotheken und Onlineshops findet man verschiedene Mittelchen in Tablettenform, Kapseln oder in flüssiger Form. Meistens ist die Pflanze dann noch mit anderen, wirkungsergänzenden Inhaltsstoffen gemischt.

Man kann sich aber auch, wenn man möchte, selber einen Tee aus der Goldrutenpflanze zubereiten. Getrocknete Blätter der Goldrute kann man meistens ebenfalls in der Apotheke kaufen. Für einen Tee aus dem Goldrutenkraut sollte man zunächst die Bestandteile der Pflanze wie zum Beispiel die Blätter in kleine Stücke schneiden. Dann übergießt man 1 Teelöffel ( ca. 3g) der Pflanze mit einer Tasse kochendem Wasser. Das Gemisch sollte dann erst mal einige Minuten ziehen. Danach durch ein Sieb geben und Tee kalt oder warm trinken.

Um eine gute Wirkung zu erzielen, sollte man täglich 3 bis 4 Tassen des Tees mit Goldrutenkraut zu sich nehmen. Möchte man mit dem Tee seine Niere reinigen und Entzündungen heraus spülen, sollte man darauf achten neben dem Tee noch genügend andere Getränke zu sich zu nehmen, sodass genug Flüssigkeit im Körper vorhanden ist.

Kleine Kügelchen mit Solidago

Auch in der alternativen Medizin zur ganzheitlichen Behandlungen von Geist, Seele und Körper, der Homöopathie, hat das Goldrutenkraut Einzug gehalten. Hierbei wird die Goldrute in Form von homöopathischen Arzneimitteln, nämlich in Form von kleinen Kügelchen den sogenannten Globulis, verabreicht. In der Homöopathie wird die Heilpflanze vorrangig bei Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen verwendet.

Aber egal ob Kapseln, Tropfen, Tee oder Kügelchen: um die richtige Dosierung zu finden sollte man immer die Packungsbeilage des Herstellers zur Rate ziehen. Bei ernsthaften gesundheitlichen Problemen sollte man auch lieber den Gang zum Arzt wagen und den Gebrauch von Goldrutenkraut als zusätzliches Hilfsmittel abklären.

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