Salbeiöl – Frisches, ätherisches Öl

Der Salbei (Salvia officinalis) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wächst inzwischen jedoch weltweit wild und in Gärten. Salbei gehört als Gattung zur Familie der Lippenblütler. Echter Salbei (auch als Heilsalbei bekannt) erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern und bevorzugt vor allem ein mediterranes Klima. Der charakteristische Duft der Pflanze geht vor allem von den länglichen Blättern aus. In der Blütezeit bilden sich an der Salbeipflanze lilafarbene, ährenförmige Blüten. Etwa 850 bis 900 Arten umfasst die Pflanzengattung, je nach Verwendungszweck werden für die Herstellung von Salbeiöl die Sorten Saliva officinalis, Salvia triloba und Salvia lavandulifolia verwendet.

Die Eigenschaften von Salbeiöl

Salbeiöl ist ein ätherisches Öl und weist eine blaue Farbe sowie einen krautig, würzigen und trotzdem frischen Duft auf. Der Geruch erinnert ein wenig an Rosmarin und steigt recht schnell in die Nase. Salbeiöl ist durch einen leicht bitteren Geschmack gekennzeichnet, welcher im Mund zusammenziehend wirkt.

Gewinnung von Salbeiöl

141153692 – fotolia.com – Marnel Tomić

Salbeiöl wird durch Wasserdampfdestillation aus der Salbeipflanze gewonnen. Bei der Wasserdampfdestillation werden die Teile der Pflanze zunächst in einem Wasserbad erhitzt, im aufsteigenden Dampf sind die ätherischen Stoffe enthalten. Diese Stoffe werden im Anschluss vom Kondenswasser getrennt.

Aus 35 bis 100 Kilogramm Salbeikraut kann in Wasserdampfdestillation ein Liter des ätherischen Öls gewonnen werden.

Nachgesagte Wirkungen von Salbeiöl

Salbeiöl werden vor allem in der Pflanzenheilkunde unterschiedlichste Wirkungen nachgesagt. Wissenschaftlich belegt sind diese jedoch nicht. So soll Öl

  • antibiotisch
  • desinfizierend
  • schweißhemmend
  • harntreibend
  • durchblutungssteigernd
  • appetitanregend
  • wundheilend
  • milchhemmend
  • schleimlösend/ hustenstillend
  • fiebersenkend

wirken.

Ist bei der Verwendung von Salbeiöl mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Wird eine zu hohe Dosis Salbeiöl angewendet, kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen, die allerdings nicht medizinisch bestätigt sind. Dem Salbeiöl wird nachgesagt, dass es bei einer zu hohen verwendeten Menge neurotoxisch (schädigend auf die Nerven), abortiv (abtreibend), krampfauslösend und auch schädigend auf die Leber wirken kann. Außerdem soll der Abbau im Körper nur schwer möglich sein. Deshalb wird auch empfohlen, Salbeiöl mit anderen Ölen (z. B. Lavendelöl, Rosenöl) zu mischen, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden oder zumindest zu verringern.

Aufgrund der möglichen Wirkungen beziehungsweise Nebenwirkungen sollten schwangere und auch stillende Frauen auf die Anwendung von Salbeiöl nach Möglichkeit verzichten.

Inhaltsstoffe in Salbeiöl

Zu den Hauptbestandteilen von Salbeiöl gehören Thujone, Borneol, i-Camphen, p-Cymol, 1,8-Cineol, Campher, α-Pinen, β-Pinen und Linalool.

Mit etwa 40 Prozent machen Thujone dabei den größten Anteil aus. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von bicyclischen Monoterpen-Ketonen. Das sind farblose Flüssigkeiten, die einen mentholartigen Geruch aufweisen.

Anwendungshinweise für das Öl

Salbeiöl gehört zu den ätherischen Ölen. Äußerlich können ätherische Öle in den meisten Fällen problemlos angewendet werden. Für die innerliche Anwendung sind ätherische Öle – vor allem auch Salbeiöl – nur bedingt geeignet. Die Einnahme von Salbeiöl wird nicht empfohlen, ist sie doch angedacht, sollte dies mit einem Arzt besprochen werden.

In der Naturheilkunde wird Salbeiöl oft zur Linderung von Beschwerden der Atemwege im Rahmen einer Inhalation verwendet. Auch als Massageöl und in der Aromatherapie kommt das Öl oft zum Einsatz.

Das Öl lässt sich gut mit verschiedenen Düften wie Lavendel, Zitrusdüften oder auch Rosmarin zur Anwendung als Duftöl kombinieren. Für die Anwendung in der Duftlampe kommt in der Regel die Sorte Salvia officinalis zum Einsatz. Die Sorten Salvia triloba und Salvia lavandulifolia werden oft zur Herstellung von Salbeiöl für Inhalationen, zum Gurgeln oder für Massagen genutzt.

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