Zitronenöl – Duftende Vitamin-C-Bombe

Zitronenöl gehört zu den ätherischen Ölen und wird aus Zitronenschalen in Kaltpressung gewonnen. Schon im 11. Jahrhundert v. Chr. Wurde die Zitrusfrucht in China kultiviert. Alexander der Große brachte die gelbe Frucht später in den Mittelmeerraum, wo sie mittlerweile in Griechenland, Italien und Spanien angebaut wird. Der vorrangige Anbau für gewerbliche Zwecke erfolgt im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer.

Die Zitrone – Lieferant für Zitronenöl

Die Zitrone gehört zur Gattung Rutaceae (Rautengewächse) und weist 20 Zitronenarten auf. Die Sorte „Feminello“ ist die am häufigsten für den Verzehr verwendete Sorte, welche zweimal pro Jahr Früchte hervorbringt. Zitrus Limon gilt als „Mutter aller Zitronen“ und verfügt über eine extrem dicke Schale. Aus dieser Ur-Sorte kam es zu Züchtungen, die an die verschiedensten klimatischen Bedingungen angepasst wurden.

Der Zitronenbaum erreicht eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern. Die Blätter sind oval und hart, in den Blattachseln entwickeln sich die weißen oder rosafarbenen Blüten. Ein steiniger Untergrund in der prallen Sonne gilt für die Zitrone als optimaler Standort, allerdings vertragen Zitronenbäume weder extreme Kälte noch extreme Hitze.

Zitronenöl – Alternative zu frischen Zitronen

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Vor allem Bio-Zitronen sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Allerdings mag nicht jeder täglich eine frische Zitrone verzehren. Ein hochwertiges, kalt gepresstes Zitronenöl in Bio-Qualität stellt hier eine gute Alternative dar.

In kurzer Zeit kann Zitronenöl die volle Ladung an hochwertigen Inhaltsstoffen liefern. Es ist nicht nur schmackhaft, sondern lässt sich optimal in die verschiedensten Speisen und Getränke integrieren.

Die Inhaltsstoffe in Zitronenöl

Für den privaten Gebrauch erfolgt die Herstellung von Zitronenöl auf der Basis eines hochwertigen Speiseöls und Zitronen. Reines Zitronenöl, wie es im Handel erhältlich ist, wird in Kaltpressung aus der Schale der Frucht gewonnen. Deshalb ist die Konzentration an Inhaltsstoffen je nach Öl sehr unterschiedlich. Dennoch sind alle Komponenten enthalten, die von der Zitrone geliefert werden. Dazu gehören:

  • Vitamin C
  • Vitamin K, Vitamine des B-Komplexes
  • Beta-Carotin
  • Bioflavonoide
  • Eisen
  • Folsäure
  • Kalium
  • Kalzium
  • Kupfer
  • Magnesium
  • Mangan
  • Natrium
  • Nickel
  • Phosphor
  • Selen
  • Zink

Wie wirkt Zitronenöl?

Dem Zitronenöl werden auf den Körper verschiedenen Wirkungen nachgesagt. So soll es

  • antiviral und antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • antimykotisch
  • schleimlösend und beruhigend
  • immununterstützend
  • harntreibend

wirken. Durch den hohen Gehalt an Vitamin C kann Zitronenöl bei der Stärkung der Abwehrkräfte helfen. Auch ein besseres Hautbild wird der Wirkung von Vitamin C – in Verbindung mit Eiweiß und Aminosäuren – nachgesagt.

Anwendung von Zitronenöl

Von der Naturheilkunde wird Zitronenöl gern als Heilmittel angepriesen und findet hier oft bei Husten und Grippe sowie gegen Ekzeme, Sonnenbrand und Insektenstiche Anwendung. Auch bei Hautproblemen wie Herpes und Pickel soll Zitronenöl hilfreich sein.

  • Wesentlich häufiger wird Zitronenöl als Raumduft und in der Körperpflege angewendet.
  • Als Duftöl kommt es oft in Duftlampen zum Einsatz, auch Duftsteine mit Zitronenöl sind im Handel erhältlich.
  • Im Bereich der Körperpflege kommt es oft in Gesichtswasser, Peelings, Masken, Cremes und Haarpflegeprodukten zur Anwendung.

Zitronenöl ist ein ätherisches Öl, welches aber problemlos auch in der Küche angewendet werden kann. Wichtig ist hierbei ein Öl in Bio-Qualität, welches für den Verzehr geeignet ist. Es darf also nicht synthetisch hergestellt worden sein. Es muss sich also um ein naturreines ätherisches Öl aus biologischem Anbau und schonender Kaltpressung handeln.

In konzentrierter Form kann es durchaus zur Verfeinerung verschiedenster Gerichte beitragen. Pur sollte es jedoch nicht angewendet werden, denn es kann dann ein Gericht völlig ruinieren. Für die Verwendung von Zitronenöl sollte immer eine Trägersubstanz genutzt werden. Geeignet sind hierfür neutrale Speiseöle, Zucker, Salz, Honig, Sahne oder auch Sojasauce.

Zitronenöl richtig aufbewahren

Zusammen mit Sauerstoff und Licht oxidiert Zitronenöl. Deshalb ist eine dunkle und vor Licht geschützte Lagerung sehr wichtig. Nur so bleibt die Qualität des Zitronenöls erhalten. Auch starke Schwankungen bei den Temperaturen können zu Einbußen in der Qualität führen, ideal für die Lagerung ist ein kühler und dunkler Ort mit einer Temperatur zwischen 8 und 12° C.

Bevor das Zitronenöl verwendet wird, sollte daran gerochen werden. Riecht das Öl ranzig, ist es nicht mehr genießbar und sollte entsorgt werden.

Zitronenöl selbst herstellen ist kinderleicht

Zitronenöl lässt sich problemlos auch selbst herstellen. Hierfür eignet sich als Basis ein hochwertiges, neutrales Speiseöl (z. B. Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl) aus Kaltpressung).

Die Herstellung ist dabei kinderleicht. Hierfür werden in ein handelsübliches Speiseöl Zitronenschalen gegeben. Das Verhältnis der Mengen ist davon abhängig, wie stark das Aroma sein soll. Zur Verfeinerung können dem Öl außerdem noch Kräuter (z. B. Rosmarin, Petersilie) hinzu gegeben werden.

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