Safran als Heilkraut und edles Gewürz

Safran ist eines der teuersten Gewürze weltweit. Grundsätzlich wird sogar schon davon gesprochen, dass es so wertvoll wie Gold ist und auch an dessen Preisklasse kommt. Das dürfte eindeutig daran liegen dass für ein Gramm viele hunderte Blüten gebraucht werden. Es wird sehr gerne in der Küche als Gewürz verwendet, doch auch in der Volksmedizin werden Ihm wunderbare Kräfte zugesprochen. Er verleiht dem Essen einen ganz einzigartigen Geschmack. Sein Aroma ist zartbitter und leicht herb und dennoch recht würzig. Vor allem bekommt das Essen durch Ihn eine sehr schöne gelbe Färbung. Der Einsatzbereich ist fast grenzenlos, denn er kann in alle Speisen beigemischt werden.

Was ist Safran eigentlich

Die Herkunft des Safran ist in Vorderasien. Dieses wertvolle Gewürz gehört der Familie der Liliengewächse an. Er gilt als Herbstblüher und sieht wunderschön aus. Die tief Orange gefärbte Narben sind sehr dominant und lassen die hübschen violetten Blüten in den Hintergrund gelangen. Und ganz genau diese Narben sind voll von Crocin und voll intensivem Safranal, welches für den starken Duft verantwortlich ist. Kein Wunder also auch, dass Safran als das Luxusgewürz gehandelt wird. Bei einem echten Safran handelt es sich immer um eine Zwiebelpflanze und kann von Aussehen her, mit einem Krokus verglichen werden. Steht er in der Blüte, was in der Zeit zwischen September und Oktober ist, dann besitzt die violette Blüte 6 sehr aufrecht stehende Blütenblätter. Wobei die orangenen Narbeschenkel eindeutig auffälliger sind. Aus diesen Narben wird dann auch der Safran hergestellt. Bei den Blättern handelt es sich um sehr schmale dunkelgrüne Blätter. In der Höhe erreicht die Pflanze etwa 15 Zentimeter Wuchshöhe. Der Name Safran stammt aus dem arabischen und bedeutet glänzend. Der lateinische Name für den Safran ist sativus und ist gleichzeitig auch der botanische Name.

Die Heilkraft des Safran

Grundsätzlich ist es so, dass Safran noch immer eine wesentliche Rolle als Gewürz und im Bereich der Lebensmittelfarben eine sehr große Rolle spielt. Aber auch in der Homöopathie gewinnt er immer mehr an Bedeutung, denn er kann hervorragend bei Menstruationsstörungen und auch bei Krämpfen eingesetzt werden und erzielt wunderbare Erfolge. Safran wurde im Übrigen schon 1.600 vor Christi zum ersten mal erwähnt, selbst in der Bibel, kommt der Safran vor. Im alten Griechenland und in Rom war die Pflanze sehr schnell als anerkanntes Heilmittel bekannt. Leider wird auch immer wieder gefälschter Safran angeboten. Safran hat eine harntreibende Wirkung, aber auch bei Frauenleiden kann der Safran wahre Wunder vollbringen. Auch bei einem schwachen Herzen kann der Safran dieses wieder stabilisieren. Ziemlich früh wurde auch entdeckt, dass Safran eine sehr gutes ergänzendes Mittel bei Leber- oder Nierenleiden ist. Somit ist der Safran einer wertvolle Ergänzung in jeder Hausapotheke. Safran kann aber nicht nur innerlich angewendet werden, denn auch für den äußerlichen Gebrauch ist das Gewürzkraut bestens geeignet. Sind offene Wunden vorhanden, dann hilft eine Tinktur aus Safran diese Wunden schneller heilen zu lassen. Die Tinktur ist schnell angesetzt und auch in der Anwendung ist dieses sehr einfach, denn es müssen nur die Auflagen gemacht werden und diese verweilen für einige Zeit auf der betroffenen Stelle.

Weitere wertvolle Einsatzbereiche des Safran

Safran wird also in erster Linie zum kochen und backen verwendet, dass der Safran auch einen sehr hohen gesundheitlichen Wert besitzt wissen die Wenigsten. Und dabei wird dieses Heilmittel schon seit vielen Jahrhunderten in der Naturheilkunde als wertvolles Mittel zum Einsatz gebracht. Denn auch bei Gicht, Asthma. Lebererkrankungen oder Augenleiden kann Safran sehr unterstützend sein. Zudem kommen noch diese Gebiete in der Naturheilkunde hinzu:

  • Verdauung
  • Sexuelle Unlust
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Schlaflosigkeit
  • Magenschmerzen

Dieses breite Spektrum an Einsatzbereichen liegt natürlich an den wertvollen Inhaltsstoffe von Safran. Dieses Gewürzkraut besitzt einen hohen Anteil des Bitterstoff Picrocrocin, welche aber nicht sehr stark zum tragen kommt. Auch die weiteren Inhaltsstoffe von Safran haben es wirklich in sich. Werden 100 Gramm Safran verwendet dann hat dieser etwa 350 Kalorien. Kohlenhydrate sind der Hauptbestandteil mit immerhin 61,5 Prozent. Auch ein hoher Eiweißanteil bringt gesundheitliche Vorteile, denn dieser beträgt 11,4 Prozent. Auch die Ballaststoffe sind mit 3,9 Prozent in ordentlicher Zahl vorhanden. Hinzu kommen noch eine ganze Reihe an Mineralien, wie Calcium, Kalium, Magnesium und auch Eisen. Auch die Vitamin C und A Versorgung ist gesichert.

Großes Einsatzgebiet von Safran

Der Safran kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Vorrangig wird er also immer noch zum kochen verwendet, er gibt einfach den Speisen einen einzigartigen Geschmack und zudem auch eine unverkennbare Farbe. Auch seine ätherischen Öle werden sehr geschätzt und auch der Safranbitter, also der enthaltene Bitterstoff. Bei der Zubereitung aber heißt es vorsichtig in der Dosierung zu sein, den allzu viel kann das Essen bitter machen. Aus Safran lassen sich Öle anfertigen, Tinkturen oder auch Tee. Alle haben eines gemeinsam, sie haben wirklich positive Kräfte.

Vorsicht im Umgang mit Safran

Eigentlich muss gesagt sein, dass wir sehr dankbar über den großen gesundheitlichen Vorteil von Safran sein können. Trotzdem gibt es ein Aber, denn die Dosierung muss auf jeden Fall stimmen. Der Konsum darf niemals übertrieben werden, denn es ist einfach so, dass zu viel an Safran die gleiche Wirkung wie ein Rauschmittel besitzen kann. Bei einem Verzehr, der zu übermäßig ist, kann es dazu kommen, dass ein starker Lachreiz einsetzen kann, auch Herzklopfen und Schwindel können die Folge sein. Die Folgewirkungen können ebenfalls verheerend sein, denn kommt es zu einer Überdosis über einen längeren Zeitraum, dann kann es zu Halluzinationen und auch zu Lähmungen des zentralen Nervensystems kommen. Aber wie gesagt, diese Folgen können nur dann auftreten, wenn über einen längeren Zeitraum eine Überdosis an Safran eingenommen wird. Bei Kindern sollte eine Gabe von Safran gänzlich unterlassen werden.

Auch der Preis muss immer beachtet werden, denn Safran ist und bleibt das teuerste Gewürz überhaupt. Zudem sollte es auch immer nur beim Händler des Vertrauens gekauft werden, denn leider ist auch sehr oft unechter Safran im Handel. Teuer ist der Safran deshalb, weil er in der Herstellung sehr aufwendig ist. Damit ein Kilo Safran hergestellt werden kann, werden in etwa 150.000 Pflanzen benötigt. Der hohe Preis wird auch daher gerechtfertigt, weil die Ernte reine Handarbeit ist. Pro Tag kann ein Pflücker etwa 70 Gramm Safran ernten. Wird Safran gekauft, dann sollte auf wichtige Merkmale geachtet werden. Ganz wichtig kann dabei immer das Herkunftsland sein. Das Hauptanbaugebiet von Safran liegt im Iran. Auch der Gütesiegel kann ein guter Anhaltspunkt dafür sein, dass es sich um tadellose Ware handelt. Die Klassen sind ein wichtiges Indiz, die Klassen werden in Klasse I, Klasse II und Klasse III unterteilt, wobei die Klasse I die Beste und auch die Teuerste ist.

Mental Life - Safran-Rhodiola-Extrakt mit Zink,...
  • Mental Life enthält wichtige Mikronährstoffe für Psyche,...
  • Safran-Rhodiola-Extrakt mit Zink, Vitamin B12 und Vitamin C von...
  • 60 Kapseln / 35 Gramm

Herstellung von Safran Tee

Da es nicht immer sehr einfach ist, an den Safran zu kommen und zudem noch sehr kostspielig, kann ein Tee auch selber hergestellt werden. Um den Tee zu fertigen benötigt man etwa 5 Narben, diese können über einen speziellen Fachhandel bestellt werden. Diese 5 Narben werden nun in eine Tasse gegeben und mit kochendem Wasser übergossen. Das Ganze lässt man nun etwa 15 Minuten ziehen und wird dann abgeseit. Der Tee wird über den ganzen Tag verteilt getrunken. Die Dosis sollte nicht überschritten werden, denn ansonsten kann mit bösen Nebenwirkungen gerechnet werden.

Leckeres aus der Küche mit Safran

Safran duftet sehr kräftig und das Aroma ist bitter und besitzt eine leichte Schärfe. Daher kann er so gut wie jedem Gericht eine ganz besondere und individuelle Note verleihen. Wird der Safran in der Küche verwendet, so wird dieser in der Regel im getrockneten Zustand eingesetzt. Und dabei gibt es so viele leckere Rezepte, die erst so richtig schmackhaft werden, wenn sie mit Safran verfeinert werden.

Gemüsepaella mit Safran 4 Portionen

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Etwas Olivenöl
  • 200 Gramm Reis
  • 1 Messerspitze Safran
  • 600 Ml Gemüsefond
  • 200 Gramm Pilze
  • 200 Gramm Zuckerschoten
  • 2 rote Paprika
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Karotten
  • Weißwein
  • 2 Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Die Arbeitszeit beträgt etwa 30 Minuten und die Zubereitung ist denkbar einfach,

Die Zwiebeln und der Knoblauch werden geschält und in feine Würfel geschnitten. Nun wir eine Pfanne genommen (im beste Fall eine Paella Pfanne) und mit etwas Olivenöl befüllt. Das Öl warm werden lassen, die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig dünsten. Der Reis wird nun zu den anderen Zutaten in die Pfanne gegeben und und mit dem Gemüsefond aufgegossen. Hinzu kommt noch die Messerspitze Safran. Diese Mischung lässt man nun etwa 20 Minuten quellen, bis der Reis sein Festigkeit hat.

Im nächsten Schritt werden die Zuckerschoten halbiert, die Pilze geputzt und in Scheiben geschnitten. Die Karotten werden geschält und in Stifte geschnitten. Die Paprika und Frühlingszwiebel werden in Ringe geteilt. Jetzt wird eine weitere Pfanne benötigt, in diese wird etwas Öl gegeben und das Gemüse darin für etwa 5 Minuten gedünstet. Anschließend gleich zum Reis geben. Das Ganze wird jetzt mit dem Wein abgelöscht, hinzu kommt noch die frische Petersilie, alles zusammen wird nun für weitere 10 Minuten gedünstet. Zum Schluss wird alles noch mit den Gewürzen abgeschmeckt und sofort heiß serviert. Als Beilage kann entweder eine Blattsalat gereicht werden oder einfach auch nur Baguette.

Mehr zum Thema
© 1996-2018 | Zeitung.de - zeitungen und fachzeitschriften : regional und international - Impressum