CBD Öl Test, Vergleich & Bewertung – 5, 10, 15 und 20%

  • CBD Öl ist ein legales Hanf-Präparat, das gegen viele Beschwerden wirken kann und auch in Deutschland immer beliebter wird.
  • Auf dieser Seite informieren wir Sie zur Wirkung, Anwendung und Dosierung von CBD Öl. In unserem Testbericht und Preisvergleich stellen wir außerdem die besten Traubenkernmehle vor.
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CBD Öl Test und Preisvergleich

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CBD Öl Test

Inhalt

CBD Öl Testsieger 2020

CBD ist mittlerweile in aller Munde. In Apothekenzeitschriften oder im Internet, in Drogeriemärkten und in Gesundheitsforen im Internet ist es das Top-Thema schlechthin. Jeder will das medizinisch wirksame Cannabidiol (CBD) haben und ausprobieren. Man könnte von einem Riesenhype sprechen. Das immense Interesse schürt leider auch jede Menge falscher Erwartungen. Denn bei CBD handelt es sich um ein Cannabis-Produkt.

Mit Cannabis verbinden viele junge und ältere Menschen Haschisch und Marihuana – also einen Rauschzustand, der durch das darin enthaltene THC oder Tetrahydrocannabinol erlebt wird. Dieser Inhaltsstoff von Hanfpflanzen hat bekanntermaßen psychoaktives Potenzial. THC wird daher als Rauschdroge angesehen. Konsum, Besitz und Handel damit sind nicht legal.

Unbenommen davon sind aber in Hanfpflanzen noch zahllose weitere Cannabinoide enthalten. Vielen davon wird eine medizinische Wirkung zugeschrieben, ohne dass es zu einem berauschenden Effekt kommt. Und damit sind wir beim Thema: dem Industriehanf und dem Cannabidiol bzw. CBD.

Was ist CBD Öl?

CBD Öl ist ein öliger Auszug aus einem Cannabinoid, das sich in größerer Menge im Faser- oder Industriehanf befindet. Man nennt diesen faserreichen Hanf auch Medizinalhanf. Damit ist bereits verdeutlich, dass es sich nicht um die männliche Hanfpflanze der Sorte “Cannabis sativa” handelt, aus der das berauschende THC extrahiert wird. Hier geht es vielmehr um die weibliche Hanfpflanze, deren THC-Gehalt weitaus geringer ist. Zudem schreibt der Gesetzgeber für alle medizinischen CBD-Produkte vor, dass deren Restgehalt an THC nicht höher als 0,2 Prozent ausfallen darf. Dieser geringe Anteil kann vom CBD neutralisiert werden.

Kein Rausch, kein High

CBD Öl ist also nicht berauschend, um es gleich vorweg zu nehmen. Es handelt sich um einen öligen Auszug aus dem Medizinalhanf, der für medizinische Zwecke gedacht ist. Bei Medizinalhanf handelt es sich um die weibliche Cannabis sativa-Pflanze. In dieser ist der Anteil an CBD stark erhöht. Diese Hanfsorte darf daher in Deutschland mittlerweile von dafür lizensierten Unternehmen legal angebaut, und zur Herstellung von CBD Öl und anderen CBD Produkten für den medizinischen Einsatz verarbeitet und gehandelt werden.

Dabei stellt das nach Hanf schmeckende CBD Öl eines der ersten und natürlichsten Hanf-Produkte dar, die zwecks medizinischer Nutzungen auf den Markt kamen. In einer Cannabispflanze liegen die Vorstufen von mehr als 100 verschiedenen Cannabinoiden vor. THC und CBD sind die am besten erforschten Cannabinoid-Formen. Extrahiert werden beide Substanzen aus den Harzdrüsen, die sich in Knospen und Blättern der Hanfpflanze befinden. Nach der Extraktion mit Hilfe von CO2 kann der Extrakt mit Hanföl, Olivenöl oder einem anderen Trägeröl versetzt und in den Handel gebracht werden.

THC Gehalt

Tatsächlich findet sich in jedem CBD Öl auch ein minimaler Restgehalt an THC. Doch erstens sorgt der Gesetzgeber dafür, dass ein CBD-Präparat eine bestimmte Restmenge nie überschreitet. der THC-gehalt darf maximal bei 0,2 Prozent liegen. Zweitens ist der Restanteil an THC in einem CBD Öl nur so groß, dass das CBD dessen Wirkung neutralisieren kann. Hätte ein frei verkäufliches CBD-Präparat eine berauschende Wirkung, wäre es eine Droge. Es wäre somit illegal. Frei verkäufliche CBD Öle müssen die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen und eine hohe Reinheit haben.

Illegale CBD Produkte aus dem Ausland

Falls es ausländische CBD-Produkte gibt, die einen THC-Gehalt oberhalb der gesetzlich erlaubten Menge THC haben, dürften diese nicht frei verkäuflich sein. Sie wären verschreibungspflichtige medizinische Präparate bzw. Drogen. Diese unterlägen strengsten Verordnungskriterien und wären rezeptpflichtig. Tatsächlich gibt es einige bereits zugelassene Medikamente mit CBD- und THC-Gehalt. Dazu später mehr.

Sind CBD Öl, Hanföl und Hanfsamenöl dasselbe?

Hanföl entstammt ebenfalls der Hanfpflanze, ebenso wie das Hanfsamenöl. In der englischen Sprache finden wir solche Öle als “hemp seed oil” und “hemp oil” im Handel. Wir sprechen wahlweise von Hanföl oder Hanfsamenöl. Tatsächlich wird auch das Hanföl aus Hanfsamen gepresst. CBD Öl wird jedoch aus anderen Pflanzenteilen extrahiert. Das Verfahren dafür ist weitaus aufwendiger. Es nennt sich überkritische CO2-Extraktion. Hanföl enthält daher kein CBD, und Hanfsamenöl ist nicht identisch mit CBD Öl.

Unterschiede zwischen CBD Öl und Hanföl

Der Öl-Gehalt von Hanfsamen ist recht hoch. Die Samen sind auch wegen ihres Gehalts an Eiweißen, Aminosäuren oder essentiellen Fettsäuren sehr begehrt. Manche Menschen halten Hanf(samen)öl für das nährstoffreichste Öl, das den menschlichen Körper mit pflanzlichen Omega-3, -6 und -9-Fettsäuren versorgen kann. Ein Esslöffel täglich deckt beispielsweise den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren zu 75 Prozent ab. Auch der Antioxidantien-Gehalt von Hanföl ist beachtlich, ebenso der an Phytosterolen und Gamma-Linolsäure. Daher sollte das Hanfsamenöl nicht erhitzt, sondern stets kalt verwendet werden.

Hanf(samen)öl ist sowohl als Speiseöl, wie auch als äußerlich anwendbares Kosmetikum, Haar- und Hautpflegemittel nutzbar. Es enthält die Vitamine A, C, E sowie Beta-Carotin. Der Mineralgehalt von Hanföl ist durch Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor benannt. CBD Öl aus Hanfpflanzen würde man hingegen nur für innerliche Anwendungen nutzen. In Form von Kosmetika oder Salbe kann CBD aber auch für kosmetische oder medizinisch-kosmetische Nutzungen dienen. Zum Kochen ist es jedoch gänzlich ungeeignet.

Für das Hanföl, das in der Küche verwendet werden soll, gilt: kaltgepresstes Bio-Hanföl ist die beste Wahl. Der Duft von Hanföl sollte leicht nussig oder so ähnlich wie frisch geschnittenes Gras sein. Ein dunkel gefärbtes Hanföl schmeckt intensiver. Oftmals wird Hanfsamenöl als Trägeröl für den CBD-Extrakt genutzt. In anderen Fällen wird vom Hersteller das neutraler schmeckende Olivenöl genutzt.

CBD Öl und Hanfsamenöl sind also zwei verschiedene Dinge. Beide haben durchaus etwas miteinander zu tun. Sie sind jedoch weder in der Herstellungsweise, noch in den Inhaltsstoffen identisch. Hanfsamenöl ist für küchentechnische und kosmetische Wirkungen nutzbar. Es enthält aber keine nennenswerten Anteile an CBD. Somit kann es auch nicht dessen medizinische Nutzungen haben. Als Trägeröl für CBD ist es jedoch ideal.

Ist CBD in Deutschland legal?

Nach längerem Hin und Her sind CBD Produkte in Deutschland mittlerweile legal und frei verkäuflich. Sie dürfen frei gehandelt werden und finden sich heutzutage sogar als Eigenmarken in manchen Drogeriemärkten wie dm und Rossmann wieder. CBD Öl wird sogar in Apothekenzeitschriften und Fernsehzeitungen beworben. Die meisten und besten Anbieter für medizinische Cannabisprodukte sind jedoch im Internet zu finden.

Doch die Rede ist hier ausschließlich von niedrig dosierten CBD Produkten. Diese gelten derzeit als Nahrungsergänzung. Alle medizinischen CBD Präparate mit einem höheren CBD-Gehalt und höheren Anteilen an THC sind verschreibungspflichtig. Die Verordnung unterliegt strengsten Indikationen. Der Weg zu dieser klaren Trennung in medizinisch wirksame Nahrungsergänzungsmittel und CBD-Medikamente mit oder ohne THC-Gehalt war lang.

Verschreibungspflicht gilt nicht mehr – CBD ist rezeptfrei erhältlich

Im Jahre 2016 galt noch eine vom Gesetzgeber erlassene Verschreibungspflicht für alle CBD Präparate. Der Verkauf wurde nur noch mit einer Übergangszeit geduldet. Prekär war jedoch, dass laut Arzneimittel-Verschreibungsverordnung eigentlich selbst Vitamin C oder Zink auf Rezept ausgegeben werden müssten – es sei denn, sie würden als Nahrungsergänzung angeboten. Diese unterlegen nicht den strengen Vorschriften und Prüfverfahren für Medikamente und Arzneimittel. Damit war also immerhin ein Weg offen, CBD als Nahrungsergänzung legal zu verkaufen. Es durfte nur nicht mit Heilsversprechen bzw. “Health Claims” als Arzneimittel beworben werden.

Noch 2017 nahm Ebay alle auf der Plattform eingestellten CBD Präparate als illegale Produkte aus dem Sortiment. Amazon ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Die Niederländer verkauften weiterhin CBD-Präparate. Ab 2018 nahm aber auch Amazon wegen der unklaren Gesetzeslage alle CBD-Präparate aus dem Sortiment. Noch im April 2019 gab es eine Großrazzia gegen süddeutsche CBD-Shops. Doch im November 2019 schaffte der Gesetzgeber endlich Klarheit. Er ließ CBD in bestimmten Dosierungen als Nahrungsergänzungsmittel zu.

Laut Paragraf 2 Absatz 3 des deutschen Arzneimittelgesetzes ist CBD Öl kein Arzneimittel. Alle THC-freien Nahrungsergänzungsmittel, die CBD enthalten, sind legal und rezeptfrei. Rezeptpflichtig sind jedoch alle hoch dosierten CBD Präparate und alle Medikamente, die neben CBD auch THC in höheren Dosen als 0,2 Prozent enthalten.

Die Wirkung von CBD im Körper

Cannabidiol (CBD) ist eines von mehr als 100 Cannabinoiden. Forscher und Mediziner glauben, dass außer CBD auch andere Cannabinoide oder deren Vorstufen eine medizinische Wirkung haben könnten. Entsprechende Forschungsvorhaben werden voraussichtlich die nächsten 50 Jahre bestimmen.

Interessant für die Frage nach der Wirkung von CBD ist zunächst der Blick auf zwei Darreichungsformen von CBD. CBD Öl kann als sogenanntes Vollspektrum-Öl aus Hanfpflanzen extrahiert werden. In diesem Fall enthält es alle anderen im Nutzhanf anwesenden Cannabinoid-Vorstufen plus Terpene, Phenole, Vitamine, Mineralstoffe, Flavonoide und andere wertvolle Pflanzenteile. Manche Menschen halten ein CBD Öl, das als Vollspektrum-Öl gekennzeichnet ist, für wesentlich wert- und wirkungsvoller als ein CBD Öl, das als hochreines CBD-Isolat hergestellt wurde.

CBD-Isolate oder CBD Kristalle können nachträglich in Hanföl oder Olivenöl gelöst werden. Sie ergeben dann ebenfalls ein CBD-haltiges Öl. Diesem sprechen Kenner zwar eine geringere Wirkung zu, als einem Vollspektrum CBD Öl. Der typische Hanfgeschmack ist aber nicht so präsent. Das wiederum ist für Menschen interessant, die medizinische Wirkungen erleben möchten, aber mit dem intensiven Hanfgeschmack Probleme haben. Um von den positiven Wirkungen eines CBD Öls profitieren zu können, ist ein Exkurs in das menschliche Endocannabinoid-System notwendig.

Was hat das Endocannabinoid System mit CBD zu tun?

Einige Wissenschaftler erforschten zunächst die Struktur von verschiedenen Cannabinoiden. Fasziniert von den eintretenden Wirkungen im menschlichen Körper oder dem von Säugetieren, wurde der Blick auf ein Phänomen erweitert, das bis dato unbekannt war. Im Organismus aller Säugetiere wurde ein körpereigenes System entdeckt, das selbst geringe Mengen an Cannabinoiden herstellen konnte. Diese Cannabinoide dienen als Regulationshilfen in verschiedensten Regelkreisen. Sie sind im Hormonsystem, im Verdauungstrakt, bei Drüsen-Tätigkeiten oder bei organischen Funktionen ausgleichend tätig.

Zusätzlich zur Entdeckung des Endocannabinoid-Systems wurde offensichtlich, dass die Wirkung der körpereigenen Cannabinoide auf der Anwesenheit von unzähligen Cannabinoid-Rezeptoren beruhte. Das körpereigene Rezeptorsystem und die Tatsache, dass der Körper selbst Cannabinoide herstellen kann, ist nun der entscheidende Faktor für die Wirkungsweisen des CBD Öls. Er erklärt, warum der Organismus des Menschen etwas mit Cannabidiol (CBD) anfangen kann – und auch, warum CBD dank der Rezeptoren so verschiedenartige Wirkungen im Körper der Konsumenten entfalten kann.

Fakt ist, dass CBD in verschiedensten Körpersystemen wie dem Hormonsystem, dem Verdauungssystem bzw. dem Stoffwechsel, dem Nervensystem – oder bei unterschiedlichen Funktionsstörungen im Körper – regulierend wirken kann. Wie Professor Allyn Howlett von der “Saint-Louis-University” in Missouri/USA bereits 1987 erklärte, ginge all das ohne die Cannabinoid-Rezeptoren nicht vonstatten. Zu den bekanntesten Cannabinoid-Rezeptoren im Organismus der Menschen gehören die Rezeptoren CB1 und CB2. Außerdem sind auch noch andere Cannabinoid-Rezeptoren an der Verarbeitung und Wirkweise von CBD Öl beteiligt.

Der Cannabinoid-Rezeptor CB1 findet sich am häufigsten im Nervensystem des Darmtraktes, aber auch im zentralen Nervensystem (ZNS). Der CB2-Rezeptor findet sich hingegen vornehmlich auf den Zellen, die als Regulationshelfer am Knochenstoffwechsel oder im Immunsystem Dienste leisten. Sie steuern dort Prozesse. Die körpereigenen Cannabinoide werden aber in so geringen Mengen produziert, dass sie bei schwereren Funktionsstörungen, Entzündungsprozessen oder degenerativen Schmerzen nicht ausreichen.

An dieser Stelle kommt die Idee ins Spiel, mit CBD Öl ein medizinisch wirksames Cannabinoid von außen zuzuführen. Das menschliche Endocannabinoid-System steuert verschiedene Körperfunktionen und -prozesse. Es ist an der Entstehung von Ängsten ebenso beteiligt wie an der Appetitregulierung. Es steuert die Immuntätigkeit, die Körpertemperatur, die Stimmungslage, den Schlaf oder die Schmerzwahrnehmung. Unser Wohlbefinden hängt also zum Teil von der Anwesenheit von Cannabinoiden wie dem CBD ab.

Studien zur Wirkung von CBD Öl im Organismus

Studien haben nachgewiesen, dass von außen zugeführtes CBD Öl die regulatorische Wirkungsweise der körpereigenen Cannabinoide übernehmen und verbessern kann. Weil sich an vielen Stellen im gesamten Körper Cannabinoid-Rezeptoren befinden, ist auch erklärt, warum CBD an so vielen Funktionsstörungen, Entzündungsprozessen und Schmerzorten etwas beeinflussen und verbessern kann.

Zu den nachgewiesenen Effekten des CBD Öls gehören

  • allgemein schmerzstillende
  • entzündungshemmende
  • entspannende und angstlösende
  • krampflösende
  • stressmindernde
  • schlaffördernde
  • blutdruckregulierende
  • blutzuckerregulierende
  • beruhigende
  • krebshemmende
  • stimmungsausgleichende
  • oder immunologische

Wirkungen. Außerdem wirkt CBD gegen die Übelkeit, die Krebspatienten in Chemotherapie so belastet. Auch bei Schwangerschaft ist schwere Übelkeit oft ein Problem.

Weitere wissenschaftliche Untersuchungen stehen aus

Darüber hinaus sind aber noch Fragen über weitere Wirkungen von CBD offen. Fraglich ist auch, ob bereits die CBD-Vorstufe CBDa heilwirksame Nutzungsmöglichkeiten haben könnte. Cannabinoide wie das CBD oder das THC liegen im Hanf als Carboxyl-Säuren vor. Die Vorstufen der eigentlichen Cannabinoide heißen CBDa oder THCa. Das klein geschriebene “a” steht für “acid”, also sauer. Durch einen “Decarboxylierung” genannten Prozess werden die sauren Vorstufen beider Cannabinoide erhitzt. Erst dann entfalten sie die oben genannten Wirkungen mit voller Kraft. Ob die Effekte besser sind, wenn das CBD als Vollspektrum Öl oder als Isolat eingenommen wird, ist noch im Detail zu untersuchen.

Bisherige CBD-Studien geben darüber nur ansatzweise Aufschluss, da es sich meist um Laborstudien, vergleichende Literaturstudien oder Tierstudien handelt. Noch mangelt es an ausgedehnten Langzeitstudien mit großen Probandengruppen. Die wenigen vorliegenden Forschungsvorhaben am Menschen wurden mit zu kleinen Probandengruppen und über zu kurze Zeitspannen ausgeführt.

Bei welchen Beschwerden hilft CBD Öl?

De Liste der Beschwerden, die mit CBD behandelt werden könnten, ist lang. Für Medikamente, die THC und CBD enthalten, sind hingegen sehr strenge Indikationen gegeben. Solche Medikamente werden nur Krebspatienten verordnet, die mittlerweile als ausbehandelt gelten. In einigen Fällen werden schwere kindliche Epilepsien oder ALS-Betroffene damit behandelt. Besonders hoch dosierte CBD Präparate können ebenfalls nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden. Prekär ist, dass bisher erst wenige Ärzte davon überzeugt sind, dass CBD als alleinige Behandlung oder als Begleittherapie sinnvoll ist. Die Vorurteile gegenüber Cannabis sind daran ebenso Schuld wie die verbreitete Unkenntnis über den medizinischen Nutzen von Cannabinoiden wie CBD.

Mit frei verkäuflichem CBD Öl können viele Menschen sich helfen. Vor allem die positiven Ergebnisse bei entzündlichen und schmerzhaften Prozessen sind belegt. Zahlreiche Studien weisen nach, dass CBD bei folgenden Erkrankungen hilfreich ist. Die Zahl der Studien, die eine solche Wirkung belegen, wird nach Möglichkeit jeweils in Klammern angegeben.

  • allergische Reaktionen (17)
  • ALS bzw amyotrophe Lateralsklerose (?)
  • Alzheimer-Beschwerden (?)
  • Angsterkrankungen (11)
  • Atemwegserkrankungen wie COPD (1)
  • Autoimmunerkrankungen (?)
  • chronische Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn (?)
  • Depressionen (12)
  • entzündliche Erkrankungen (17)
  • Epilepsien, u. a. bei Kindern (10, 14)
  • Fibromyalgie-Beschwerden (?)
  • Hauterkrankungen wie Psoriasis (17)
  • Lebererkrankungen wie Hepatitis (17)
  • Krebserkrankungen (9)
  • Migräne (?)
  • Multiple Sklerose (?)
  • Nervenleiden (15)
  • Parkinsonbedingte Beschwerden (2)
  • Schlafprobleme (16)
  • Folgen von Suchterkrankungen (16)
  • oder Übelkeit, z. B. nach Chemotherapien (16).

Die Zahl der wissenschaftlichen Untersuchungen und seriösen Langzeitstudien, die gerade laufen, ist unbekannt. Was aber deutlich wird ist, dass das Potenzial von Cannabidiol noch lange nicht voll erfasst wird. Es braucht weitaus mehr und viel detailliertere Studien, um die Wirkungsweise und die hilfreiche Dosierung von CBD für einzelne Erkrankungen zu verstehen.

Interessant ist dabei die Frage, warum manche Patienten enorm hohe CBD-Dosen benötigen, wohingegen andere Menschen bereits auf relativ kleine Dosen ansprechen. Außerdem wäre es sinnvoll, wenn die Wissenschaft den Körper dazu bringen könnte, nach oraler Wirkstoffaufnahme nicht einen Teil des CBDs über die Leber neutralisieren zu lassen.

Wie wird CBD hergestellt?

Um CBD bzw. Cannabidiol zu gewinnen, müssen Hanfblüten und Blätter des weiblichen Medizinal- oder Nutzhanfs verarbeitet werden. Diese Pflanzenteile enthalten zwar viel CBD, aber nur geringe Anteile am psychoaktiven THC. Das wichtigste Verfahren, in dem ein Vollspektrum-Produkt mit allen wertvollen Beistoffen der Hanfpflanze gewonnen wird, nennt sich überkritische CO2-Extraktion.

Überkritische CO2-Extraktion

Zunächst wird bei der “überkritischen CO2-Extraktion” durch Einwirkung von Kohlenstoffdioxid unter hohem Druck das CBD aus der Hanfpflanze ausgelöst. In Schritt zwei kann der Druck abgesenkt werden. Dadurch kann das ans CO2 gebundene CBD freigegeben werden. Die natürlichen Stoffe, die in der Hanfpflanze vorkommen, bleiben bei dieser Methode vollständig enthalten. Im dritten Schritt dieses aufwendigen Extraktionsverfahrens erfolgt die sogenannte Decarboxylierung. Alle aus dem Hanf extrahierten Stoffe werden nun erhitzt. Nur so kann sich die saure CBD-Vorstufe CBDa in CBD umwandeln.

Am Ende dieses Prozesses steht ein sogenanntes Vollspektrum-CBD. Dieses enthält neben dem CBD auch noch weitere Phytocannabinoide – zum Beispiel Cannabinol (CBN), Cannabigerol (CBG) oder Cannabichromen (CBC). Außerdem bleiben das Chlorophyll, die Geschmacksstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, wertvolle Flavonoide, Carotinoide und aromatische Terpene erhalten. Fachleute und CBD-Konsumenten gehen davon aus, dass viele dieser Substanzen ebenfalls wichtig für den Körper sind. Diese könnten die Heilwirkungen von CBD verbessern. So ist zum Beispiel Chlorophyll an der Zellatmung beteiligt. Es kann Zellen außerdem reinigen und entgiften. Im Körper eines CBD-Nutzers könnte es die immunologischen Funktionen verbessern.

Die im Vollspektrum CBD Öl erhalten gebliebenen Carotinoide, unter ihnen das Beta Carotin, können Arterienverengungen verhindern helfen. Außerdem sind sie gut für das Herz-Kreislauf-System. Vitamin E ist unter anderem auch als “Anti-Aging-Vitamin” und Antioxidans bekannt. Es kann außerdem den Serotoninspiegel positiv beeinflussen. Viele Spurenelemente und Mineralstoffe im Vollspektrum CBD können ebenfalls wichtige Begleitfunktionen übernehmen. Weitere Studien müssen jedoch noch feststellen, ob ein Vollspektrum-Präparat tatsächlich wirkungsvoller ist als ein CBD-Isolat – und wenn ja, warum.

Der so gewonnene, reine CBD-Extrakt kommt aber nicht unverdünnt in den Handel. Er wird durch ein Trägeröl verdünnt und an den Kunden gebracht. Als Trägeröle sind das aromatische Hanfsamenöl, aber auch neutraler schmeckende Speiseöle wie Olivenöl, Kokosnussöl oder Traubenkern-Öl in Verwendung. Selbst die Trägeröle für CBD haben eine wichtige Funktion im Organismus. Sie liefern Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf die Zellregeneration, das Immunsystem oder den Blutdruck aus. Vollspektrum CBD-Öle werden als “Vollspektrum-Extrakt” oder “Naturextrakt” bezeichnet.

Gibt es noch andere Herstellungsverfahren für CBD Öl?

Tatsächlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, CBD zu extrahieren. Um ein hochreines, medizinisch verwendbares CBD zu erhalten, wird ein Isolat hergestellt. In diesem Fall wird eine einfache Extraktion verwendet. Dieser folgt eine Reinigung des Wirkstoffs von allen unerwünschten Begleitstoffen. Die nun vorliegenden CBD-Kristalle enthalten tatsächlich nur minimale Spuren aller oben genannten Inhaltsstoffe. CBD-Kristalle sind praktisch reines Cannabidiol. Die reinen CBD-Kristalle können dann ebenfalls in ein geeignetes Trägeröl eingebracht werden. Auch hier werden Olivenöl, Traubenkernöl, Hanfsamenöl oder Kokosöl verwendet.

Um für den Käufer zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um ein Isolat handelt und kein Vollspektrum-CBD, werden solche CBD Produkte als “CBD-Kristalle” oder “CBD-Isolat” bezeichnet. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt auf mehreren Ebenen. Zum einen schmecken die aus einem Isolat hergestellten CBD Öle etwas weniger intensiv nach Hanf. Das gilt insbesondere, wenn kein Hanfsamenöl als Trägeröl verwendet wurde. Zum anderen sind die Käufer sicher, dass in diesem CBD Öl weder unerwünschte Beistoffe, noch THC-Anteile enthalten sind. Andere Cannabinoide, Flavonoide oder Terpene wurden entfernt.

Die Vertreter der Vollspektrum-Fraktion schwören darauf, dass CBD Isolate minderwertig seien. Aus ihrer Sicht kann ein CBD-Präparat erst dann wirklich seine volle Wirkung im Organismus entfalten, wenn alle Beistoffe aus der Hanfpflanze erhalten bleiben. Man geht davon aus, dass sich diese Stoffe ergänzen und die Wirkung des CBDs unterstützen. Das ist durchaus möglich. Eine ähnliche Diskussion gab es bereits vor Jahren. Damals ging es um die Vor- und Nachteile natürlicher und synthetischer Vitamin-Präparate. Es stellte sich heraus, dass Vitamine in ihrem natürlichen pflanzlichen Verbund mit anderen Pflanzenstoffen besser absorbiert und verarbeitet werden, als ihre synthetischen Pendants.

Möglich ist also, dass die Vollspektrum-Fans hier Recht behalten. Dennoch sind die reinen CBD Isolate wichtig. Sie sind so rein, dass sie für die Medikamentenherstellung taugen. Das ist wegen der flüchtigen oder verderblichen Beistoffe bei Vollspektrum CBD nicht möglich. Hat CBD tatsächlich alle Wirkungen, von denen man jetzt ausgeht, wird sich die Pharmaindustrie zukünftig nur mit den CBD Isolaten befassen, um neue Medikamente herzustellen. Möglicherweise kann damit die Behandlung von Krebs oder anderen schweren Erkrankungen auf einen neuen Level gehoben werden. Auf den sogenannten Entourage-Effekt müssen solche Medikamente aber verzichten. Gemeint ist damit die gegenseitige Verstärkung von Wirkstoffen – in diesem Fall CBD – durch andere Wirkstoffe.

Die meisten Forscher, die sich mit CBD befassen, gehen davon aus, dass ein Vollspektrum CBD effektiver wirkt als ein CBD Isolat. Ein Neurologe namens Ethan Russo hat schon vor einigen Jahren erklärt, wie sich verschiedene Inhaltsstoffe aus Cannabispflanzen gegenseitig verstärken. Zum Beispiel können Terpene wie Pinen, Mycren oder Caryphyllen Angstzustände lindern helfen. Bei einer Belastung mit MRSA-Keimen (resistenten Krankenhauskeimen) können Terpene wie Linalool oder Limonen im Zusammenwirken mit dem Cannabinoid CBG eine Wirkung entfalten. Bei einem CBD Isolat wird dieser Beistoff aber entfernt.

Das Vollspektrum CBD kann durch die enthaltenen Terpene Linalool und Limonen auch bei Akne positive Effekte erzielen. Es spricht also vieles dafür, dass ein unveränderter Phyto-Komplex im Vollspektrum CBD Öl tatsächlich eine bessere Wirkung hat, als ein reines CBD Isolat, bei dem solche Begleitsubstanzen fehlen.

Welche Inhaltsstoffe liegen im Vollspektrum CBD Öl vor?

Zunächst einmal liegen in einem Vollspektrum CBD Öl auch alle anderen Cannabinoide vor, die im Faserhanf vorkommen. Das sind beispielsweise die CBD-Vorstufe CBDa, das CBD, außerdem die nicht psychoaktiven Cannabinoide Cannabinol bzw. CBN, Cannabigerol oder CBG, Cannabichromen (CBC) sowie geringe Mengen des psychoaktiven Cannabinoids THC und seiner sauren Vorstufe THCa. Forscher gehen davon aus, dass auch diese Cannabinoide einen medizinischen Nutzen haben könnten. Der Nutzen kann einerseits im Entourage-Effekt, andererseits aber auch in einem eigenständigen Beitrag bestimmter Inhaltsstoffe gegeben sein. Noch sind viele der über 100 Cannabinoide im Hanf in diesem Zusammenhang unerforscht.

Dass Chlorophyll an der Zellatmung, Entgiftung und Reinigung auf der Zellebene von Pflanzen beteiligt ist, weiß man. Dadurch könnte das Chlorophyll in einem Vollspektrum CBD positive Effekte im menschlichen Immunsystem unterstützen. Auch die Carotinoide sind Pflanzenfarbstoffe. Sie können in einem Vollspektrum CBD Öl alterungshemmende Eigenschaften entfalten und z. B. der altersbedingten Arterienverengung vorbeugen helfen. Die Mitwirkung von Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen an vielen innerkörperlichen Prozessen ist unbestritten.

Viele Vitamine sind zugleich auch Antioxidantien. Diese leisten auch im Hanf einen wichtigen Beitrag zum Ganzen. Um den exakten Beitrag aller Inhaltsstoffe eines Vollspektrum CBD Öls festzustellen, werden aber möglicherweise noch 50 bis 100 Jahre vergehen. Andere Themen haben in diesem Bereich erst einmal eine höhere Dringlichkeit.

Anwendung, Einnahme, Dosierung

Cannabis Öl kann auf unterschiedliche Art und Weise konsumiert werden. Wichtig ist, dass das Öl nach dem Konsum nicht mit einem Nahrungsmittel oder einem Getränk überlagert wird. Mindestens eine Viertelstunde sollte zwischen der CBD-Einnahme und einer Essensaufnahme liegen.

CBD Öl kann in Form von Tropfen, Kapseln mit CBD Öl, mit Speisen und Getränken verdünnt oder durch einen Verdampfer als CBD Liquid aufgenommen werden. Jenseits dieser Möglichkeiten bieten noch CBD Blüten und Kristalle, CBD Tabletten, sowie mit CBD versetzte Süßigkeiten und Kosmetika eine Möglichkeit, zusätzlich CBD zuzuführen.

Die orale CBD-Aufnahme

Meistens wird das CBD Öl oral zugeführt. Dabei gibt es zwei Einnahmearten: die orale und die sublinguale.

Bei der oralen CBD Aufnahme wird das Öl einfach heruntergeschluckt. In diesem Fall wird es fast zur Gänze über den Darmtrakt aufgenommen. Das ist nachteilig, weil es länger dauert, bis die Wirkung eintreten kann. Außerdem geht ein beträchtlicher Teil des CBDs verloren. Die Leber neutralisiert ihn – möglicherweise als vermuteten Überschuss körpereigener Cannabinoide, die nicht mehr benötigt werden.

Günstiger ist die sublinguale Aufnahme des CBD Öls. Das bedeutet, dass das Öl unter die Zunge geträufelt und eine Minute im Mund behalten wird. In diesem Fall kann die Mundschleimhaut einen erheblichen Teil des CBDs aufnehmen. Die Wirkung tritt unmittelbar nach der Einnahme ein. Der Rest an CBD, der noch im Öl enthalten ist, wird heruntergeschluckt. Möglicherweise wird er komplett neutralisiert. Andernfalls kommt der Rest dem Organismus später zugute. Das hängt von der verabreichten Dosis und der enthaltenen CBD-Konzentration ab.

Der CBD-Verzehr durch Kapseln

Für manche Menschen ist der intensive Hanfgeschmack eines Vollspektrum Öls mit CBD-Gehalt unerträglich. Solche Menschen könnten es zunächst einmal mit CBD Tropfen oder einem CBD Öl aus einem Isolat versuchen. Diese wird oft mit einem geschmacksneutralen Speiseöl als Trägeröl versetzt. Eine noch bessere Alternative bieten aber CBD Kapseln. Ihr Vorteil liegt in der Geschmacksneutralität. Der Nachteil ist aber, dass CBD Kapseln ebenfalls über den Darmtrakt verstoffwechselt werden müssen. Dabei wird ein Teil des CBDs von der Leber neutralisiert. In den CBD Kapseln befindet sich kein Pulver, sondern CBD Öl. Dieses lässt sich in Kapselform ideal portionieren und zuführen. Die erwünschte Wirkung tritt wegen des Umwegs über den Darmtrakt jedoch verzögert ein.

CBD-Einnahme mit Speisen und Getränken

Wer den Geschmack von purem CBD Öl nicht mag, nimmt das Öl oft in etwas Saft oder vermischt mit Joghurt zu sich. Auch Kekse oder Kuchen, denen CBD Kristalle zugesetzt wurden, sind beliebt. Auch hier ist der Weg über den Darmtrakt notwendig. Das bewirkt einen Teilverlust an Wirkkraft und eine Zeitverzögerung beim Wirkungseintritt. Zudem muss der Darm erst die einzelnen Bestandteile des Essens von CBD separieren. Diese Einnahmeweise ist daher nachteilig. Eine verzögerte und erheblich abgeschwächte Wirkung erschafft ein ungünstiges Preis-Leistungsverhältnis und einen unnötig hohen Verbrauch an CBD.

CBD-Aufnahme über E-Zigaretten bzw. E-Liquids im Verdampfer

Eine weitere Möglichkeit, CBD-haltiges Hanfsamenöl zu sich zu nehmen, stellen Verdampfer oder E-Zigaretten dar. Anzuraten ist, nicht aromatisierte und nicht nikotinhaltige CBD-Liquids zu erwerben. Bisher ist nicht bekannt, wie aromatisierte oder nikotinhaltige E-Liquids mit CBD sich langfristig auswirken. Rätselhafte Lungenerkrankungen von E-Rauchern in den USA legen nahe, dass es möglicherweise erhöhte Risiken für lebensbedrohliche Atemwegserkrankungen gibt. Wodurch genau diese entstanden sind, ist noch festzustellen. Bisher gibt es nur Vermutungen über die Zusammenhänge. Fakt ist auch, dass es in manchen US-Staaten legal THC-haltiges Cannabis zu kaufen gibt. Darin könnte ein Problem liegen. Die Mischung aus THC, CBD und Tabak kann nicht gesundheitsförderlich sein.

Zur Frage der geeigneten Dosis

Angeraten wird, dass Anfänger, die erstmals CBD Öl zu sich nehmen, es ebenso halten wie Wiedereinsteiger nach längerer Einnahmepause. Zunächst wird das gekaufte CBD Öl nur in einer kleinen Dosis eingenommen. Diese wird nach einigen Tagen leicht gesteigert. Das geschieht so lange, bis die hilfreiche Dosis erreicht wird. Dieses vorsichtige Einnahmeverfahren verringert unerwünschte Anfangs-Nebenwirkungen wie Durchfall oder Übelkeit. Wenn sich erweist, dass eine fünfprozentige Konzentration von CBD im CBD Öl nicht ausreicht, wird ein zehnprozentiges CBD Öl gekauft.

Die Einnahme-Empfehlungen des Herstellers stehen auf der Verpackung. Sie sollten zunächst eingehalten werden. Später kann jeder seine individuelle Dosis festlegen. Diese kann gelegentlich deutlich über der vorgegebenen Dosis liegen, aber auch darunter. Jeder Organismus spielt nach seinen eigenen Regeln. Selbst das Darmbiom ist individuell zusammengesetzt. Daher werden die Empfehlungen zur Dosis stets sehr allgemein gehalten. Wenn nach einer Woche der Einnahme keinerlei Effekt spürbar ist, wird die nächst höhere Dosis gewählt. Diese wird wiederum eine Woche beibehalten.

Solange keine exakten Erkenntnisse über spezielle Dosierungen bei bestimmten Erkrankungen vorliegen, müssen die Ärzte sich an Dosisempfehlungen herantasten. Problematisch ist auch, dass Krebspatienten oftmals CBD-Präparate mit einem THC-Gehalt verabreicht bekommen. Diese sollen als Begleitmedikation schwere Übelkeit nach einer Chemotherapie bessern. Sie können bei ausbehandelten Patienten mit Krebs die Schmerzen lindern. Der freie Verkauf von CBD-Öl mit THC-gehalt ist allerdings strafbar und verboten. Niemand dürfte sich also selbst ein CBD Öl mit hohem THC-Gehalt zusammenmischen.

Eine allgemeine Empfehlung zur Einnahme von CBD Öl lautet, bei leichten Beschwerden sieben Tage lang morgens und abends jeweils drei Tropfen fünfprozentiges CBD Öl einzunehmen. Die Anfangsdosis kann in der Woche darauf auf fünf Tropfen erhöht werden. Bei schweren Funktionsstörungen, mittelstarken bis starken Schmerzen oder belastenden Beschwerden können in den ersten zwei Wochen morgens und abends jeweils zweimal täglich fünf Tropfen fünfprozentiges CBD Öl eingenommen werden. Die Dosis wird in Woche drei auf drei Mal fünf Tropfen erhöht.

Generell sollten das Körpergewicht und die aufgenommene CBD Dosis in einem stimmigen Verhältnis zueinander stehen. Die eben gemachten Angaben gehen von einem normalen Körpergewicht von 60 bis 90 Kilogramm aus. Wiegt jemand deutlich weniger, sollte er mit einer verringerten Dosis beginnen. Bei starkem Übergewicht sollte der Konsument entsprechend höhere Dosen wählen. Zu Beginn gilt aber für alle Verwender, dass sie CBD Produkte langsam andosieren sollten, um Nebenwirkungen wie Übelkeit zu umschiffen.

CBD Öl kaufen – Worauf sollte man achten?

Zu einer umfassenden Kaufberatung gehören auch Hinweise auf Kriterien, die eine Kaufentscheidung begünstigen oder verhindern können. Hier geht es um Kriterien wie Qualitätsmerkmale, eventuelle Qualitätsunterschiede, die Höhe des CBD-Gehalts, den Verkaufspreis, die Herstellungsweise, eventuell vorliegende Zertifikate, die Bio-Kennzeichnung oder die Herkunftsbezeichnung.

Qualitätsmerkmale

Zu den wichtigen Qualitätsmerkmalen gehören

  • die Art der Herstellung (Vollspektrum oder Isolat)
  • das Herkunftsland (seriös oder nicht seriös)
  • die CBD-Konzentration in Milligramm pro Einheit
  • die Reinheit des Produkts (ohne Verunreinigungen oder unnötige Füllstoffe)
  • ein niedriger THC-Gehalt
  • ein gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • die Kennzeichnung als Bio-Produkt
  • eine hohe Bioverfügbarkeit
  • oder ein vertrauenswürdiges Zertifikat über die Hochwertigkeit.

Eventuelle Qualitätsunterschiede

Vollspektrum CBD wird aus pflanzlichen Rohstoffen extrahiert. Das macht eine gleichbleibend hohe Produktqualität manchmal schwierig. Bei Isolaten ist eine gleichbleibende Qualität viel leichter aufrecht zu erhalten. Kunden dürfen jedoch zu Recht erwarten, dass Ihr Hersteller ein gleichbleibend gutes Vollspektrum CBD Öl herstellen kann. Anders kann eine verlässliche Dosierung nicht gewährleistet werden.

Um die gleichbleibende Qualität sicherzustellen, sind unabhängige Labortests jeder Charge CBD-Öl wichtig. Entsprechende Prüf-Zertifikate werden auf seriösen Hersteller-Webseiten veröffentlicht. Wo das nicht der Fall ist, sollte danach gefragt werden. Wenn unklar ist, ob eine seriöse Prüfinstanz die Qualität sicherstellt, lässt man besser die Finger vom Produkt.

Art der Herstellung

Zur Art der Herstellung haben wir weiter oben bereits die zwei wesentlichen Unterschiede in der Herstellung erklärt. Jeder vertritt eine andere Ansicht darüber, ob ein Vollspektrum CBD Öl oder ein Isolat besser ist. Auf manchen Webseiten wird erklärt, wie jemand selbst ein CBD Öl mit oder ohne THC-Gehalt herstellen könnte. Die Qualität von Eigenprodukten ist nicht sicher feststellbar. Am Reinheitsgehalt ist zu zweifeln. Zudem wäre ein höherer THC-Gehalt als gesetzlich erlaubt illegal. Die Herstellung solcher CBD Öle wäre somit strafbar.

Höhe des CBD-Gehalts

Etliche im Handel zu findende CBD-Produkte sind mit missverständlichen oder unverständlichen Informationen zum CBD-Gehalt versehen. Für die Verbraucher ist die exakte Angabe an CBD in Milligramm auf so-und-so-viele Milliliter Flascheninhalt oder Kapseln aber bedeutend. Die korrekte Dosierung hängt ebenso davon ab, wie der therapeutische Nutzen. Der tatsächliche CBD-Gehalt von CBD Öl sollte immer in Milligramm angegeben sein.

Beispiel: Ein Kunde kauft eine Flasche zehnprozentiges CBD-Öl mit zehn Millilitern Inhalt. Die Flasche wiegt 9,7 Gramm. Sie enthält 0,97 Gramm CBD – also umgerechnet 970 Milligramm CBD auf zehn Milliliter Inhalt. Bei fünfprozentigem CBD Öl wären in einer 10 Milliliter fassenden Flasche 485 Milligramm CBD enthalten. Ohne eine eindeutige Angabe kann der CBD-Gehalt geringer oder höher als angegeben ausfallen. Beides hätte Folgen. Das Preis-Leistungsverhältnis wäre anders, die Dosis auch – und im schlechtesten Falle hätte das Öl keinerlei Nutzen.

Niedriger THC-Gehalt

Der THC-Gehalt in ausländischen CBD Ölen kann – je nach dem bei der Extraktion verwendeten Pflanzenmaterial – unterschiedlich hoch ausfallen. In der EU gilt jedoch für CBD Öle eine Höchstgrenze an THC von 0,2 Prozent.

Festzustellen ist, dass einige europäische Hersteller diese Grenze missachten und überschreiten. Dadurch sind solche CBD-Produkte illegal, wenn sie bei uns verkauft werden. Seriöse Händler stellen nicht nur für den deutschsprachigen Raum sicher, dass die in der EU geltenden THC-Grenzen eingehalten werden. Solange die “European Food Safety Association” (EFSA) keine anderen Regeln für den zulässigen THC-Gehalt in Nahrungsergänzungsmitteln wie dem CBD Öl festlegt, bleibt es dabei: THC-Gehalte über den erlaubten 0,2 Prozent gelten als verbotene Rauschdroge.

Preisunterschiede

Wer sich verschiedene Onlineshops anschaut, findet meist keine gravierenden Preisunterschiede. Trotzdem kann es sich lohnen, auf Rabatte zu achten – beispielsweise für Sonderangebote oder Mehrfachpackungen. Zudem unterscheiden sich die Sortimente solcher Shops teils erheblich.

Manche Händler versetzen ihre CBD-haltigen Öle mit Melatonin oder anderen Substanzen. Das soll bestimmte Effekte verbessern. Auch die Bioverfügbarkeit kann so erhöht werden. Andere bieten ihre CBD Öle in Bio- und Premium-Qualität an. Solche Produkte fallen nachvollziehbar etwas teurer aus. Vergleiche lohnen sich also durchaus.

Einen CBD Öl Preisvergleich finden Sie oben auf dieser Seite.

Bioverfügbarkeit

Dass ein CBD Öl eine hohe Bioverfügbarkeit haben sollte, ist selbstverständlich. Die Bioverfügbarkeit beschreibt die Art und Weise, den Grad, die Geschwindigkeit und die Menge, mit der der Organismus eine bestimmte Substanz verwerten und verarbeiten kann. Die Bioverfügbarkeit einer Substanz und die Art ihrer Aufnahme stehen dabei in einem engen Zusammenhang.

Fakt ist: Bei einem hochprozentigen CBD Öl werden zwischen 80 und 90 Prozent (!) des in den Blutkreislauf aufgenommenen CBDs mit dem Urin wieder ausgeschieden. Die Bioverfügbarkeit von CBD Ölen ist also relativ niedrig. Forschungsergebnisse und Versuche weisen darauf hin, dass möglicherweise eine bessere Bioverfügbarkeit erzielt werden kann, wenn eine Alkohol-Extraktion plus eine überkritische CO2-Extraktion aufeinander folgen. Es bleibt abzuwarten, ob das Konzept erfolgreich ist.

Generell haben Studien nachgewiesen, dass die Bioverfügbarkeit von CBD durch den Zusatz von Pflanzenölen verbessert wird. Lipide verhelfen dem CBD also zu besserer Verwertbarkeit. Genauer: Lipide können dafür sorgen, dass dreimal mehr CBD aufgenommen werden kann, als ohne Fettzusatz. Die höchste Bioverfügbarkeit haben CBD Sprays und CBD Öl bei sublingualer Aufnahme. Das Vapen von CBD Liquids, die Einnahme von CBD Tinkturen, Konzentraten sowie Tabletten mit CBD-Gehalt sorgt für eine schnellere Aufnahme, als das Konsumieren von CBD Kapseln oder mit dem Essen aufgenommenem CBD. Beim Verdampfen von E-Liquids sind etwa 50 – 60 Prozent des CBDs bioverfügbar.

Die orale Aufnahme ist schlechter, weil das CBD erst Leber und Darmtrakt passieren muss. Der “First-Pass-Effekt” sorgt dort für eine deutlich schlechtere Bioverfügbarkeit. Diese liegt nur noch bei 15 Prozent. Die Art der Aufnahme ist also wichtig, wenn man den größten Nutzen aus dem CBD ziehen möchte. Fakt ist aber auch: Eine verringerte Bioverfügbarkeit sagt nicht unbedingt etwas über eine schlechtere Wirkung des CBDs aus. Offensichtlich hält die Wirkung von oral eingenommenem CBD Öl trotz verzögerter Aufnahme länger an.

Auch der bereits erwähnte Entourage-Effekt kann die Bioverfügbarkeit von Vollspektrum CBD beeinflussen. Die unterstützenden Beistoffe aus dem Hanfextrakt helfen dabei, dass das aufgenommene CBD besser wirken kann. Das Zusammenspiel von CBD mit Terpenen, Flavonoiden oder anderen Cannabinoiden ist also hilfreich für die Bioverfügbarkeit. Auch die beste Bioverfügbarkeit muss nicht automatisch einen höheren Nutzwert bedeuten. Letztlich entscheidet auch der individuelle Organismus mit, wie gut er etwas verstoffwechselt.

Bio-Kennzeichnung

bio cbd öl Die Kennzeichnung als Bioprodukt ist heute seriös. Es ist schon wegen der Schadstofffreiheit und Reinheit zu empfehlen, auch beim CBD auf ein Bioprodukt abzustellen. Dieses gibt einem Nutzer die Garantie, dass er seiner Gesundheit tatsächlich etwas Gutes tut. In einem minderwertigen Öl können noch Spuren von extraktionsbedingt verwendeten Lösungsmitteln wie Alkohol enthalten sein.

Noch wichtiger ist aber die Erkenntnis, dass die Hanfpflanze ein sogenannter “Bio-Akkumulator” ist. Hanfpflanzen sind von Natur aus darauf aus, alle möglichen Substanzen aus Luft, Wasser oder Böden in sich aufzunehmen. Daher würden sie Spuren von Kunstdünger, Wasserverschmutzung oder Luftschadstoffen in sich tragen, wenn sie nicht aus Bio-Anbau stammen. Hanf, der mit Pestiziden, Herbiziden oder Schwermetallen belastet ist, kann kaum heilwirksam sein.

Herkunftsbezeichnung

Interessant ist auch, aus welchem Anbauland ein CBD-Produkt stammt. In Deutschland wurden bisher nur wenige Anbaulizenzen vergeben. Da der CBD Boom gute Geschäfte verspricht, liegt es nahe, minderwertigen Hanf zu extrahieren und die daraus hergestellten Produkte zu vermarkten.

Es liegt nahe, Hanfpflanzen in großen Mengen im Ausland anzubauen. Dort kümmert sich oft niemand um eine Anbaulizenz oder qualitativ hochwertige Extraktionsverfahren. Käufer eines CBD Produktes sollten auf seriöse europäische Hersteller achten. Zudem ist es ein gutes Zeichen, wenn der Hersteller sagt, wo und unter welchen Umständen er seinen Hanf anbauen lässt.

Bei Prüfungen von Lebensmittelüberwachungsbehörden fielen immer wieder CBD Proben auf, die zu hohe Dosen an THC aufwiesen. Viele Produkte waren verunreinigt oder wurden auf andere Weise als gesundheitsschädlich angesehen. Das betraf immerhin jede zweite Probe, die zwischen Anfang 2018 bis Ende Juni 2019 von den baden-württembergischen Lebensmittelüberwachungsbehörden untersucht wurden.

Zertifikate

Zertifikate können unterschiedliche Aussagen treffen. Zum einen besagt ein Trusted-Shop-Zertifikat, dass der Kunde sicher ist. Er erhält z. B. bei Problemen Rückerstattungen. In anderen Fällen besagen Zertifikate auf der Homepage, dass der Hersteller seine CBD-Produkte in unabhängigen Labors auf Qualitätsmängel untersuchen lässt. Auch eine ISO 9001 Zertifizierung kann ein Signal für Qualität sein.

Kann man CBD rauchen?

Ein reines CBD Öl sollte lieber nicht geraucht werden. Bei der Verbrennung würden krebserregende Substanzen entstehen. Im Online-Handel gelegentlich erhältliche Zigaretten mit einem Zusatz von CBD sind illegal, da sie meist auch THC enthalten.

In Form eines Liquids kann flüssiges CBD aber verdampft und inhaliert werden. Man spricht auch vom Vapen. Bei dieser Aufnahmeart von CBD kann der Wirkstoff relativ schnell seine Wirkung zeigen. Die Bioverfügbarkeit des verdampften CBDs ist vergleichsweise hoch.

Es gibt CBD-haltige E-Liquids für E-Zigaretten oder Verdampfer zu kaufen. Diese Liquids können aromatisiert werden und/oder Nikotin enthalten. Gesünder ist es allerdings, auf einen Nikotinzusatz zu verzichten. Die E-Liquids enthalten Glycerin. Auch hier muss der Verwender aufpassen, welches Herstellerland genannt wird, wie hoch die Dosierung mit CBD angesetzt ist und welche Qualität vorliegt.

Problematisch ist bei E-Liquids auch, dass man es mit CBD Liquids zu tun bekommen kann, die gar nicht der Hanfpflanze entstammen. Cannabinoide können heutzutage problemlos im Labor synthetisch hergestellt werden. Das CBD Liquid sollte daher klar als von der Hanf-Pflanze stammend gekennzeichnet sein. Sinnvoll ist es, kontrollierte E-Liquids von seriösen Herstellern aus Europa zu kaufen, da diese streng kontrolliert werden.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Zu den anfangs auftretenden Nebenwirkungen von CBD kann es gehören, dass dem Verwender übel wird. Er kann Durchfall, Bauchkrämpfe oder Kopfschmerzen erleben. Es kann gelegentlich zu Appetitlosigkeit, einem trockenen Mund, niedrigem Blutdruck oder leichter Benommenheit und Schläfrigkeit kommen. Manche Menschen haben anfangs Schlafprobleme.

Mit der Zeit gewöhnt sich der Organismus an das zusätzliche CBD. Es wird zur Vermeidung von Nebenwirkungen angeraten, die anfänglichen Dosen niedrig anzusetzen. Konsumenten sollten immer erst nach ein oder zwei Wochen eine leichte Dosiserhöhung vornehmen. Generell ist CBD Öl gut verträglich. Allergische Reaktionen, toxische Reaktionen oder Unverträglichkeiten sind bisher nicht bekannt geworden. Lediglich der intensive Geschmack von CBD Öl eckt bei den unerfahrenen Verwendern oft an.

Ein Abhängigkeits-Risiko besteht beim Konsum von CBD ebenso wenig, wie das Risiko von Rauschzuständen, Halluzinationen oder Entzugserscheinungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat CBD entsprechend untersuchen lassen. Sie kam zu dem Schluss, dass weder Risiken noch nennenswerte Nebenwirkungen zu verzeichnen sind. Lediglich die anfangs auftretenden Eingewöhnungs-Nebenwirkungen sind bekannt.

Kann CBD in der Schwangerschaft konsumiert werden?

Kein seriöser CBD-Ratgeber würde behaupten, dass CBD in der Schwangerschaft bedenkenlos eingenommen werden sollte. Es gibt zu diesem Thema bisher kaum Studien am Menschen. Daher steht der Schutz des Ungeborenen an oberster Stelle der Rücksichten, die eine werdende Mutter zu nehmen hat.

Auch wenn CBD gegen Schwangerschaftsübelkeit hilfreich sein könnte, ist nicht gesichert, dass es dem Ungeborenen nicht schadet. Einige Labor-Studien weisen darauf hin, dass der Konsum von CBD während der Schwangerschaft möglicherweise die Gehirnentwicklung des Ungeborenen stören könnte. Auch das kindliche Nervensystem könnte falsche Impulse erhalten. Zudem weiß niemand, wie die Restgehalte von THC im CBD Öl in einem Babykörper anrichten.

Möglicherweise schaden weder CBD noch die winzigen Restgehalte an THC einem Ungeborenen. Doch da niemand weiß, wie es langfristig aussieht, sollte jeglicher Versuch in diese Richtung unterlassen werden. Wir können grundsätzlich nicht von einer Unbedenklichkeit des CBD-Konsums in der Schwangerschaft ausgehen. Ungeachtet dessen gibt es schwangere Frauen, die entsprechende Erfahrungsberichte im Internet posten. In diesen Berichten erzählen die Frauen, dass sie während der Schwangerschaft und der Stillzeit CBD konsumiert haben – ohne Nebenwirkungen oder erkennbare Effekte auf das Neugeborene. Der Grund für die Einnahme von CBD war bei den Frauen meist schwangerschaftsbedingte Übelkeit. Vor und nach der Geburt wurden Heißhungerattacken oder hormonell bedingte Stimmungsschwankungen mit CBD bekämpft.

Schwangere Frauen müssen selbst die Entscheidung für oder gegen CBD treffen. Sie müssen anschließend die volle Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Bei anhaltender Übelkeit ist CBD möglicherweise eine bessere Wahl als andere Lösungen. Doch die Wirkung von CBD sollte während einer Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ausprobiert werden.

Welche weiteren CBD Produkte gibt es?

Mittlerweile sind zahlreiche CBD-Produkte auf dem Markt. Neben CBD Öl sind es CBD-haltige

  • Pasten
  • Tabletten
  • Kosmetika
  • E-Liquids zum Verdampfen
  • Tropfen
  • Kristalle
  • Blüten
  • Teesorten
  • Süßigkeiten
  • sowie CBD Kapseln.

CBD Kapseln

Viele Menschen wechseln nach den ersten Erfahrungen mit einem CBD Öl zu geschmacksneutralen Kapseln. Andere möchten lieber mit den leicht schmelzenden CBD-Kristallen Erfahrungen sammeln. Diese bieten einen Vorteil gegenüber dem CBD Öl: Sie können nämlich in verschiedensten Formen konsumiert werden. CBD Kristalle können geraucht, verdampft oder gedabbt werden. Sie können außerdem mit dem Essen zusammen aufgenommen werden. Letztlich kommt es für viele Verwender darauf an, wie schnell und effektiv die Wirkung des CBDs eintreten soll.

CBD Kristalle

Um CBD Kristalle zu verdampfen, sollte allerdings auf die Temperatur geachtet werden. Bei zu hohen Temperaturen entstehen Benzene und Karzinogene. Nutzer von E-Zigaretten können das bevorzugte E-Liquid mit CBD-Kristallen versetzen. Eine alternative Aufnahmeweise für CBD Kristalle, die ebenfalls schnelle Wirkung zeigt, ist die sublinguale Aufnahme unter der Zunge. CBD Kristalle schmelzen schnell. Sie sind auf diese Weise gut aufzunehmen.

Im Unterschied zum CBD Öl können CBD Kristalle gut in Lebensmitteln konsumiert werden. Gut geeignet ist beispielsweise der Zusatz von CD Kristallen in Smoothies oder Trinkjoghurt. Manche Menschen versetzen Gemüse-Gerichte oder Rohkost damit. Ob das effektiv ist, muss jeder selbst prüfen. Eine berauschende Wirkung, die Haschisch-Keksen ähnelt, ist jedoch damit nicht verbunden. Zu bedenken ist auch, dass die Mahlzeit erst den Verdauungstrakt passieren muss. Das dauert, weil dort alle Bestandteile der Mahlzeit erst voneinander separiert werden müssen. Die Wirkung der CBD Kristalle kann sich daher bis zu zwei Stunden verzögern.

CBD Blüten

CBD Blüten werden bisher nur auf Rezept an krebskranke Menschen abgegeben. Der Gesetzgeber verbietet in Deutschland bisher den freien Verkauf von CBD Blüten an Privatpersonen. Falls Ihnen ein Händler CBD Blüten anbietet, verstößt er möglicherweise gegen das Gesetz. Er gefährdet Sie gegebenenfalls als Käufer gleich mit. Vielfach werden CBD Blüten auch als “CBD Gras” bezeichnet”. Diese Bezeichnung gibt Anlass dazu, dem “Gras” eine Ähnlichkeit mit Haschisch oder Marihuana zu zuschreiben. Zwar stammen auch CBD Blüten von einer Hanfpflanze. Aber diese hat eben keinen vergleichbaren THC-Gehalt. CBD Blüten sind also nicht als Rauschdroge anzusehen.

Trotzdem kann der THC-Gehalt von CBD-Blüten etwas höher ausfallen, als vom Gesetzgeber vorgegeben. In CBD Blüten ist auch der Anteil an CBD bedeutend höher als beispielsweise in einem CBD Öl. Das ist auch der Grund, warum CBD Blüten eher nicht im Handel zu finden sind. Die Anpflanzung zertifizierter Nutzhanf-Pflanzen steht unter strengen Auflagen. Oftmals werden CBD Blüten zu Kosmetika mit CBD-Gehalt weiterverarbeitet.

Ist eine Anwendung bei Tieren (Hund, Katze, Pferd) möglich?

Bei Pferden, Hunden und Katzen sind tiermedizinische Anwendungen möglich. Viele Veterinäre haben bereits gute Erfahrungen mit CBD gesammelt. Auch hier werden CBD-haltige Präparate oft als Begleitbehandlung verabreicht. Sinnvolle Anwendungsgebiete und Indikationen wären beispielsweise

  • Stressanzeichen, Angstzustände und Panikattacken
  • Nervosität und Unruhe
  • chronische Gelenkschmerzen und andere Schmerzzustände
  • altersbedingte Beschwerden
  • Entzündungen
  • Verdauungsbeschwerden und Erbrechen
  • immunologische Probleme
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Krebserkrankungen
  • oder neurologisch bedingte Krampfanfälle.

Fakt ist, dass Fische, Säugetiere und Weichtiere ein körpereigenes Endocannabinoid-System (ECS) aufweisen. Daher erklärt sich auch, warum CBD selbst bei Tieren so gut wirken kann. An dieser Stelle auch der Hinweis, dass unzählige Labortiere das heutige Wissen über CBD mit gestaltet haben – wenn auch unfreiwillig. Nur deshalb wissen wir, dass alle Säugetiere ein Endocannabinoid-System haben.

Viele Hersteller haben heute bereits CBD Öl für Tiere im Sortiment. Alternativ zum CBD-haltigen Öl bietet Hersteller “Nordic Oil” beispielsweise CBD Tabletten für Hunde und Katzen an. Beide Präparate werden unter das Futter gemischt. Wunder darf man davon zwar nicht erwarten. Doch eine Beschwerdelinderung ist durchaus machbar.

Schwierig ist allerdings, die für Tiere notwendige Dosis herauszufinden. Da der Weg des CBDs bei Tieren fast immer über den Darmtrakt führt, geht ein Teil der Wirkung vom CBD unterwegs verloren. Der Wirkungseintritt ist bei oraler Aufnahme zusammen mit ballaststoffreichem Futter verzögert. Beides richtig einschätzen zu können, ist die Aufgabe von Tierärzten, die bereits Erfahrung mit solchen Therapien haben.

Die im Organismus von Tieren hergestellten Endocannabinoide genügen jedenfalls nicht, um Problemen wie Stress, Angst, Schmerzen oder Entzündungen genügend entgegenzusetzen. Von außen zugeführtes CBD Öl kann diese Aufgabe übernehmen. Es kann das unruhige oder kranke Tier nebenwirkungsfrei wieder in Balance bringen. Gute Ergebnisse sind mit solchen Begleitbehandlungen erzielbar. Möglich sind auch private Behandlungs-Versuche mit dem eigenen Haustier. Sinnvoll ist aber auch hier, zunächst nur kleine Dosen CBD zu verabreichen.

Die optimale Lagerung von CBD Präparaten

Pflanzliche Produkte mit einem hohen Vitamin- und Wirkstoffgehalt sowie öligen Anteilen unterliegen Gefahren. Diese betreffen die Oxidation und das Ranzigwerden. Vitamine gehen verloren, sobald die Flasche mit CBD Öl geöffnet wurde. Kommt der Inhalt mit Sauerstoff in Kontakt, beginnt die Oxidation.

Eine angebrochene, aber auch eine noch verschlossene Flasche mit CBD öl wird am besten im Kühlschrank oder einer dunklen Speisekammer gelagert. Angebrochene Fläschchen sollten nicht monatelang dort stehen. Der Inhalt sollte nach dem Anbruch zügig verbraucht werden. Schmeckt das intensiv nach Hanf schmeckende CBD Öl einem Verwender nicht, sollte es an jemand anderen weitergegeben werden. Trotz eines Braunglases, das oft von den Herstellern als Schutzumhüllung verwendet wird, nehmen Licht, Luftzufuhr oder Wärmeeinflüsse Einfluss.

Die luftdichten Schraubdeckel der Fläschchen lassen nach dem Öffnen Luft durch. Der Flascheninhalt kommt beim Einnehmen mit Licht in Kontakt. Expositionen mit schädigenden Einflüssen sollten so kurz wie möglich gehalten werden. Je besser die Lagerbedingungen sind, desto unbeschadeter bleibt der wertvolle Inhalt der Fläschchen.

Sind Probleme beim Drogentest zu erwarten?

Hier ist zu unterscheiden – und zwar zwischen einem herkömmlichen Drogentest, wie er bei uns gemacht wird, und einem Auslandsaufenthalt in Asien oder arabischen Ländern. In manchen Ländern der Erde werden selbst Spuren von THC aus einem harmlosen CBD-Präparat als Droge angesehen. Das kann lange Gefängnisstrafen nach sich ziehen – oder bei zusätzlichem Konsum von illegalen Cannabisprodukten gar die Todesstrafe bedeuten.

Grundsätzlich gilt: In Deutschland ist frei verkäufliches CBD absolut legal. Es kann ohne juristische Folgen konsumiert werden. Doch im Ausland nützt es einem auch nichts, wenn man ein ärztliches Rezept vorweisen kann. Es hilft nichts, dass jemand eine schwere Krebserkrankung nachweisen kann. Vor jedem Reiseantritt sollten sich Verwender von CBD-haltigen Produkten genau erkundigen, ob der Besitz oder die Einnahme von CBD mit einem Restgehalt von 0,2 Prozent THC strafbar ist oder nicht.

Der CBD-Konsum ist hierzulande legal. Konsum, Kauf oder Mitnahme von beliebigen Mengen CBD Öl sind es folglich auch. Es muss aber gesichert sein, dass das gesetzlich erlaubte Verhältnis zwischen Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) exakt den Vorschriften entspricht. Bei einem THC-Restgehalt von maximal 0,2 Prozent fällt das CBD Öl nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Andernfalls ist der CBD-Konsum strafbar. Die geringe Menge THC im CBD hat keinerlei psychoaktive Wirkung. Es beeinträchtigt weder die Wahrnehmung, noch berauscht es.

Für CBD-Anfänger gilt jedoch, dass ein sehr entspannter Zustand bei höheren CBD-Dosen eintreten kann. Daher sollte man sich nach dem Konsum von CBD nicht unbedingt ans Steuer setzen. Die Gefahr eines Sekundenschlafs ist erhöht. Außerdem gilt: Ohne einen Anfangsverdacht – also typische Anzeichen für Drogenkonsum – muss niemand in Deutschland einen Drogentest machen. CBD hinterlässt keine geröteten Augen. Es kommt nicht zu verzögerten Reflexen. Bestenfalls kann ein Polizist Autofahrern wegen bleierner Müdigkeit die Weiterfahrt verbieten.

Von sich aus sollte niemand seine Müdigkeit auf den Konsum von CBD zurückführen. Die meisten älteren Beamten hören nur “Cannabis”. Viele wissen nicht, was Sache ist. Fakt ist: CBD-Konsum lässt sich nicht per Drogentest nachweisen. Das gilt unabhängig vom konsumierten CBD-Produkt oder dessen Konzentration. Jemand müsste schon unfassbar große Mengen CBD konsumiert haben, damit das THC im Blut auffällt.

Statt eines freiwilligen Urintestes sollte der Autofahrer gegebenenfalls auf dem genaueren Bluttest bestehen. Ein Bluttest kann Cannabinoide unterscheiden. Dadurch kann der Konsument von CBD leichter beweisen, dass er tatsächlich kein THC im Blut hat.

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