Silizium – Das Spurenelement für Schönheit

Aus der Physik ist vielen Menschen Silizium als Halbleiter oder auch als ein Bestandteil von Solarzellen bekannt. Doch auch im menschlichen Körper ist Silizium nachweisbar. Als Spurenelement übernimmt es hier verschiedene Funktionen, über die bislang aber noch nicht zu viel Wissen vorhanden ist. Sicher ist, dass Silizium für Festigkeit und zudem Elastizität steht und Bestandteil in bestimmten Gesteinen und in allen Pflanzen ist. Beim Menschen findet sich das Spurenelement vor allem im Bindegewebe der Haut sowie in den Knochen, den Nägeln und den Haaren.

Organisches Silizium – Einige Fakten

Das Spurenelement Silizium kommt in Lebewesen, Pflanzen, Nahrungsmitteln und Gesteinen vor. Ein hoher Siliziumgehalt findet sich beispielsweise in Kieselalgen, die als Kieselerde angeboten werden. Kieselerde gilt als sehr siliziumhaltig. Doch in kleinen Mengen ist das Spurenelement auch in Gemüse und Obst zu finden. Wenngleich es vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden kann, ist es in ihm zu finden. Silizium muss deshalb über die Nahrung aufgenommen werden.

In der Natur kommt Silizium sowohl in Gesteinen als auch in Pflanzen vor. Damit sind also eine Siliziumformen essbar und können vom Körper aufgenommen werden. Auf Umverpackungen von Siliziumprodukten sind oft verschiedene Begriffe aufgeführt. Für den Verzehr geeignet ist die kolloidale beziehungsweise organische Form des Spurenelements, nicht aber amorphes Silizium. Kann Silizium in einer Wasserlösung als kleines Partikel gefunden werden, dann handelt es sich um kolloidales Silizium, welches der Körper wesentlich besser aufnehmen kann als Siliziumpulver. Organisches Silizium ist ein noch kleineres Partikel, welches mit Aminosäuren verbunden ist. Der Körper kann dies am besten aufnehmen, etwa 80 Prozent davon kann er verarbeiten.

Für den menschlichen Organismus ist Silizium, welches mit der Nahrung aufgenommen wird, natürlich am besten geeignet. Viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan tragen dazu bei, dass die Siliziumaufnahme vermutlich ausreichend ist. Viel Fast Food hingegen kann zu einem Siliziummangel führen. Da in Lebensmitteln vorkommendes Silizium durch die Verarbeitung größtenteils verloren geht, kann es für den Ausgleich eines Mangels sinnvoll sein, ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Silizium und seine Aufgaben im Körper

Bislang konnte noch nicht abschließend geklärt werden, welche Aufgaben Silizium im Körper wahrnimmt. Hinweise mehren sich allerdings, dass es vor allem zur Unterstützung für den Aufbau von Bindegewebe, Knorpel und Knochen von Bedeutung zu sein scheint. Zudem soll es zur Förderung der Stabilität sowie Elastizität der Arterienwände beitragen können.

Typische Anwendungsbereiche für Silizium sind in der Volks- und Naturheilkunde:

  • Verbesserung und Festigung des Bindegewebes
  • Feuchtigkeitsspende für die Haut, wodurch diese reiner und auch jugendlicher wirkt
  • Stärkung der Fingernägel
  • Förderung des Haarwuchses, glänzenderes Haar
  • Förderung eines gesunden, festen Zahnfleischs
  • Unterstützung bei der Bildung elastischer, starker Knochen
  • Verbesserung und Beschleunigung der Wundheilung
  • Förderung der Arterienelastizität
  • Stärkung des Immunsystems
  • Förderung der Entgiftung (Schutz vor Aluminium)
  • Unterstützung bei der Aufnahme von Mineralstoffen
  • Unterstützung beim Aufbau der Gelenkknorpel

In diesem Zusammenhang kann Silizium vor allem für die folgenden Personengruppen sinnvoll sein:

  • für Menschen mit weichen, spröden Fingernägeln sowie dünnen und kraftlosen Haaren
  • für Personen mit einem schwachen Bindegewebe
  • für Menschen, die mit Problemen bei der Wundheilung zu kämpfen haben
  • für Personen, die unter einer geringen Knochenmineraldichte, Osteoporose oder Arthrose leiden

Wie äußert sich ein Siliziummangel?

Ein Mangel an Silizium kann unter Umständen auch körperliche Beschwerden verursachen, wenn der tägliche Bedarf nicht über die Ernährung gedeckt wird. Auch aufgrund anderer Faktoren wie Vorerkrankungen, steigendem Alter oder auch veränderte Lebensumstände können einen Siliziummangel begünstigen. Eine Beeinträchtigung der Bioverfügbarkeit von Silizium kann zudem durch chronische Aluminiumbelastungen hervorgerufen werden.

Charakteristische Folgen eines Siliziummangels können folgende Probleme sein:

  • brüchige, spröde Nägel
  • splissige, trockene, spröde Haare und Haarausfall
  • frühzeitige Alterung der Haut, spaltförmige Risse in der Haut, Schuppung, Juckreiz
  • Alterung des Gewebes
  • Osteoporose

Wie hoch ist der Siliziumbedarf und wie lässt er sich decken?

Da Kieselsäure ständig vom Körper verstoffwechselt wird, verbraucht er pro Tag etwa zehn bis 40 Milligramm Silizium. Diese Menge ist für die Hauterneuerung, das Haar- und Nagelwachstum sowie einige Reparaturvorgänge im Körper von Bedeutung. Wird es dafür nicht genutzt, wird es über Harn und Stuhl wieder ausgeschieden. Wichtig ist aber, mindestens diese Menge täglich über die Nahrung aufzunehmen.

Zur Deckung des täglichen Siliziumbedarfs können die folgenden Lebensmittel mit einem hohen Kieselsäuregehalt hilfreich sein:

  • Zwiebeln
  • Rote Rüben
  • Kartoffeln
  • Gerste, Hafer und Hirse als Vollkorngetreide
  • Datteln
  • Bohnen
  • Spinat
  • Sultaninen

Wenngleich in den genannten Lebensmitteln durchaus hohe Mengen an Silizium vorkommen, so wird die Aufnahme durch den teils hohen Ballaststoffgehalt behindert. Die enthaltene Zellulose bindet das Silizium und auch mit steigendem Alter kann Silizium aufgrund der Abnahme der Produktion der Verdauungsenzyme nicht mehr ausreichend vom Darm aufgenommen werden.

Die Aufnahme von Silizium aus dem Boden in die Pflanzen kann zudem durch die Verwendung von Kunstdünger behindert werden, durch Monokulturen sind einige Böden zudem weniger reich an Silizium.

Aus diesen Gründen ist die tatsächliche Siliziumaufnahme vermutlich deutlich geringer als vermutet, weshalb Silizium auch als Nahrungsergänzung in Form von Kapseln zum Einsatz kommt. Kieselsäurekapseln oder auch –tabletten weisen meist einen Siliziumgehalt zwischen 50 und 200 Milligramm auf. Höhere Dosierungen sind vor allem für das Auffüllen der Siliziumdepots geeignet, niedrigere Dosierungen eignen sich für die Langzeiteinnahme.

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Ein Siliziummangel zeigt sich meist nicht sofort. Erste Mangelscheinungen werden äußerlich meist erst sichtbar, wenn im Körper bereits einige Veränderungen stattgefunden haben. Der Körper kann sich von innen nach außen „reparieren“. Bis es auch zu äußerlichen Auffälligkeiten kommt, kann es einige Zeit dauern, denn zugeführtes Silizium wird innerlich sofort verwertet.

Zum Aufbau des Siliziumspiegels im Körper empfiehlt sich eine Siliziumkur über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten, später sind kurmäßige Anwendungen für mindestens sechs Wochen und zwei bis drei Mal jährlich sinnvoll.

Welche Nebenwirkungen bringt Silizium mit sich?

Da eine Überdosierung von Silizium über die tägliche Nahrung eher unwahrscheinlich ist, sind Nebenwirkungen eher selten.

Jedoch kann eine übermäßige Siliziumzufuhr durch Nahrungsergänzungspräparate wie Silizium-Kapseln zu einer erhöhten Harnsteinbildung führen. Bei entsprechend veranlagten Personen können Präparate zudem Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. In der Regel wird überschüssiges Silizium aber über den Harn und den Stuhl ausgeschieden.

Eine massive Nebenwirkung, die durch Silizium entstehen kann, ist die Silikose. Es handelt sich aus medizinischer Sicht um eine Lungenfibrose (krankhafte Lungengewebsveränderung), welche aber NICHT durch die Nahrung oder Einnahme von Nahrungsergänzungen entstehen kann. Diese extreme Nebenwirkung wird meist durch feinen Quarzstaub ausgelöst, weshalb oft auch von einer Quarzstaublunge gesprochen wird. Die Lunge ist durch Silizium belastet, zudem sterben nach und nach die Makrophagen hab – in der Folge kommt es zu Reizhusten mit Auswurf, Brustschmerzen, Atemnot und auch Ödeme oder andere Anzeichen einer rechten Herzschwäche. Eine zusätzliche Komplikation wäre die Siliko-Tuberkulose.

Wissenschaftliche Untersuchungen zu Silizium

Über Silizium sind online einige wissenschaftliche Studien zu finden. Ein großer Teil davon stammt aus dem Ausland und ist in englischer Sprache veröffentlicht:

  • Studie des „Department of Dermatology“ in Helsinki (Finnland) über die Symptome eines Siliziummangels wie brüchige Nägel, trockene Haare oder ungesundes Hautbild und die Wirkung von Silizium bei einer Einnahme über 90 Tage bei 50 weiblichen Testpersonen: Im Ergebnis zeigte sich, dass es zu einer deutlichen Verbesserung des Hautbildes sowie bei Nägeln und Haaren kam.
  • Studie über die Behandlung von Akne mit Silizium: An der Untersuchung nahmen 30 Patienten mit Akne teil, alle Hautunreinheiten wurden im Detail erfasst und die Probanden erhielten dann Siliziumprodukte. Es handelt sich um eine placebokontrollierte Studie über einen Zeitraum von sechs Wochen, bei der auch die Verbesserungen des Hautbilds festgehalten wurden. Bei allen Probanden, welche Silizium erhielten, zeigten sich deutlich positive Hautveränderungen.
  • Im Rahmen einer Studie aus Deutschland, welche am Immanuel Krankenhaus Berlin durchgeführt wurde, erfolgte die Untersuchung der Wirkung von Silizium auf die Darmgesundheit: Dabei wurden die gesundheitlichen Effekte von Silizium-Gel bei Darmbeschwerden (z. B. Reizdarm) untersucht. Über einen Zeitraum von sechs Wochen wurde mit 90 Probanden eine Silizium-Kur durchgeführt. Nach Ende zeigte sich, dass die typischen Symptome wie Magenschmerzen oder Durchfall verschwanden. Da das Gel jedoch nicht für alle Patienten anwendbar ist, müssen noch weitere Untersuchungen zur Wirkung erfolgen. (1)

Silizium kaufen – Darauf sollte geachtet werden

Silizium ist nicht nur in Apotheken, sondern auch in Reformhäusern, in Bio-Läden, in Drogeriemärkten sowie in Online-Shops erhältlich. Es gibt die unterschiedlichsten Darreichungsformen: Neben Kapseln und Tabletten ist Silizium auch in Form von Pulver, Gel, Tropfen und Ampullen erhältlich.

Beim Kauf von gutem Silizium ist nicht der Preis ausschlaggebend. Ein Siliziumprodukt muss nicht teuer sein, entscheidend sind die Inhaltsstoffe des Produkts. Werden beispielsweise Silizium-Kapseln gekauft, dann sollten diese möglichst wenige Zusätze beinhalten. Als optimal erweist sich immer wieder organisches Silizium, welches eine gute Qualität aufweist und seine Wirkung relativ schnell an den Körper weitergibt.

Fazit: Silizium ist wertvolle Nahrungsergänzung

Silizium stellt ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel dar und wird in der Volks- und Naturheilkunde sogar als natürliches Heilmittel bei unterschiedlichen Beschwerden geschätzt. Besteht der Verdacht eines Siliziummangels, lässt sich dies durch eine Untersuchung beim Arzt bestätigen. In einem solchen Fall kann dann zu verschiedenen Siliziumpräparaten gegriffen werden. Zu beachten ist, dass Silizium seine Wirkung erst nach einer gewissen Zeit entfaltet, weshalb es gerade bei Mangelerscheinungen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden sollte. Eine klassische Siliziumkur sollte deshalb mindestens drei Monate durchgeführt werden. Wichtig ist jedoch, danach auch eine Pause einzulegen und Silizium nicht dauerhaft einzunehmen.

Hinweise rund um die richtige Anwendung von Silizium wird auch der behandelnde Arzt geben können.

(1) http://www.hindawi.com/journals/grp/2012/750750/

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