Grüne Smoothies – Die Kraft aus der Natur neu entdeckt

Grüne Smoothies sind in erster Linie einmal, wie der Name es schon sagt, grün. Das liegt daran, dass sie aus Obst und Gemüse bestehen, die zu einem Großteil kraftvolles Pflanzengrün beinhalten und selbst eine grüne Farbe aufweisen. Blattsalate oder Spinat, Brokkoli aber auch Paprika werden hierzu in einem Standmixer püriert und mit süßen Früchten verfeinert. Zur Herstellung werden die einzelnen Bestandteile der grünen Smoothies oftmals komplett verwendet. Das heißt auch, dass Bestandteile, die ansonsten im Mülleimer landen – etwa Schalen und Kerngehäuse – komplett mitverarbeitet werden.  Doch ist das tatsächlich das Geheimnis der grünen Smoothies? Vielleicht mitunter, der wichtigste Stoff jedoch ist das Pflanzengrün. Kaum ein anderer Stoff beinhaltet mehr Vitamine, Spurenelement, Mineral- und Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Anders als beispielsweise in einem Saft, der nur die flüssigen Bestandteile einer Pflanze beinhaltet, nehmen Sie mit einem Smoothie wirklich alles auf, was das entsprechende Obst oder Gemüse hergibt. Smoothies sind daher sehr dickflüssig und werden häufig mit Wasser versetzt, damit sie eine „trinkbare“ Konsistenz erhalten. Smoothies sind üblicherweise sehr sämig und verleihen daher auch häufig ein sättigendes Gefühl.

Seit wann gibt es die grünen Smoothies?

Als Grundsteinlegerin für die Entstehung dieser Ernährungsform gilt die Russin Victoria Boutenko. Aufgrund schwerer chronischer Erkrankungen und Übergewicht in ihrer eigenen Familie begann Sie die Ernährung komplett auf vegan umzustellen. Zwar verbesserte sich der Gesundheitszustand Ihrer lieben, allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Boutenko begann Forschungen anzustellen und entdeckte, dass freilebende Schimpansen, im Gegensatz zu in Gefangenschaft lebenden Tieren, niemals unter Zivilisationskrankheiten litten. Da der Mensch bekanntlich von dieser Affenart abstammt, und unsere Genetik mit derer der Schimpansen zu über 99% übereinstimmt, begann Sie die Ernährung von freilebenden Schimpansen nachzuahmen. Besonders eins steht auf dem Speisenplan der Affen:

Pflanzengrün

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Doch auch Schimpansen sind keine Kostverächter und haben einen sehr ausgeprägten Geschmackssinn. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Affen sich am Liebsten von Bananen ernähren. Das tun sie sogar gelegentlich, doch eher als Mittel zum Zweck. In Ihren Forschungen konnte Boutenko beobachten, dass Schimpansen Ihr Blattgrün um die Bananen wickelten, und schlussfolgerte daraus, dass dies aus Geschmacksgründen geschieht. So begann sie, grüne Smoothies herzustellen, die immer eine fruchtige Komponente beinhalteten. Üblicherweise enthält ein gesunder „grüner Smoothie“

  • 50% Blattgrün
  • 50% Obst
  • Wasser

Dabei sorgt das Obst dafür, dass die Bitterstoffe in grünem Gemüse nicht so stark wahrgenommen werden und der hohe Anteil an Blattgrün sorgt für eine langanhaltende Sättigung. Obwohl die Inhaltsstoffe für den Menschen schwer verdaulich sind, belasten Sie den Organismus nicht.

Und nun zur positiven Meldung: Alle Mitglieder der Familie Boutenko, die unter Krankheiten wie Übergewicht, Arthritis, Asthma, Diabetes und Herzrhythmusstörungen litten, wurden nach und nach wieder gesund.

Entdecken Sie Pflanzengrün neu

All das, was in den grünen Smoothies steckt ist ein Geschenk der Natur. Besonders in unserer industrialisierten Zeit, in der mehr und mehr Convenience Produkte unseren Markt überschwemmen, müssen wir uns einfach wieder mehr unserer Wurzeln bewusstwerden, um den Weg zurück in eine gesunde Ernährung zu finden. Besonders unverarbeitete Lebensmittel stecken voll von Vital- und Nährstoffen und versorgen unseren Körper mit allem was er braucht. Letztlich spiegelt dies auch die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wieder, die schon seit Jahren predigt, dass fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag wichtig für eine ausgewogene Ernährung sind. Wenn man nun einmal bedenkt, dass eine einzelne Portion etwa einer Hand voll Obst oder Gemüse entspricht, und Sie sich überlegen, welche Mengen in einem Smoothie stecken, können Sie sich vorstellen, wie einfach es ist, sich mit Smoothies gesund und ausgewogen zu ernähren.

Ein guter Mixer macht´s!

Besonders dann, wenn Sie Ihre Ernährung auf den regelmäßigen Genuss grüner Smoothies umstellen möchten, lohnt sich die Anschaffung eines guten Standmixers. Einzelne Pflanzenstoffe können vom Körper nur aufgenommen werden, wenn sie aufgespalten sind, im Zuge der normalen Ernährung beginnt unser Organismus solche Stoffe aufzuspalten, in dem der Mensch die Nahrung kaut. Dieser Prozess entfällt bei dem Verzehr von Smoothies. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihr Standmixer über eine hohe Anzahl an Umdrehungen verfügt, um so die Inhaltsstoffe der einzelnen Komponenten optimal auf die Weiterverarbeitung im Körper vorzubereiten. Für die Vitamine und Spurenelemente ist dies fast noch egal, doch mittlerweile wurde beobachtet, dass Chlorophyll – also der Stoff, der in grünen Smoothies besonders reichhaltig vorkommt – deutlich mehr vom Körper aufgenommen und verarbeitet wird, je kleiner die Bestandteile sind. Außerdem sollten Sie bedenken, dass ein 08/15 Mixer bei der Verarbeitung bestimmter Gemüse und Früchte schnell an seine Grenzen stoßen kann. Häufig sagt man: Wer billig kauft, kauft zweimal und das kann in unserem Fall häufig passieren. Achten Sie also darauf, ein wirklich gutes Gerät zu kaufen.

Das können grüne Smoothies

Sicherlich werden Sie sich nun fragen, wie Sie gesundheitlich durch den Verzehr grüner Smoothies profitieren können. Bevor wir auf weitere Eigenschaften des grünen Gebräus eingehen, möchten wir Ihnen hier einige wenige Fakten über grüne Smoothies nennen:

  • Grüne Smoothies können dabei helfen, Gewicht abzubauen und diesen Effekt langfristig zu halten. Dies liegt zum einen an der verringerten Nährstoffzufuhr, zum anderen ist der Körper mit der Verarbeitung dieser Nährstoffe lange beschäftigt.
  • Grüne Smoothies liefern kurzfristig viel Energie und unterstützten körperliche und geistige Leistungen optimal.
  • Grüne Smoothies helfen bei der Entgiftung des Körpers, Stichwort Detox – Kur
  • Dadurch können sich unter anderem das Hautbild verbessern und
  • Symptome von Zivilisationerkrankungen können abgemildert oder ganz beseitigt werden
  • Sie helfen aktiv beim Zellschutz, indem die Inhaltsstoffe freie Radikale in Schach halten
  • Dank der Vielzahl an Ballaststoffen tragen grüne Smoothies zu einer regulierten Verdauung bei, können Verstopfungen beseitigen und helfen der Darmflora dabei, ihre Balance zu halten.

Welche Lebensmittel eigenen sich am besten für die Herstellung grüner Smoothies?

Um viel Blattgrün über den Smoothie aufzunehmen, eignen sich folgende Lebensmittel am besten:

  • Spinat
  • Endiviensalat
  • Eichblattsalat
  • Grünkohl
  • Wirsing
  • Kopfsalate
  • Rucola
  • Frisée
  • Mangold
  • Feldsalat
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Löwenzahn
  • Brennnessel
  • Giersch
  • Malve

Aber auch das Blattgrün unterschiedlicher Wurzelgemüse wie:

  • Kohlrabi
  • Karotten
  • Rote Bete
  • Radieschen
  • Rüben
  • Zucchini

Auch die Keimlinge unterschiedlicher Getreidearten und Algen stecken voller Nährstoffe, und das in hohen Mengen:

Dabei gilt folgende Regel: Je dunkler das Blatt, desto höher ist der Anteil an Blattgrün. Auf die Verwendung von günstigem Eisbergsalat sollten Sie bei der Herstellung von grünen Smoothies gänzlich verzichten, da dieser von Natur aus sehr chlorophyllarm (hell) ist und zum anderen sehr häufig mit schädlichem Nitrat belastet ist.

Als Obst eignet sich nahezu jede Sorte. Hier gilt es jedoch darauf zu achten, dass dieses komplett durchgereift ist. Die ist nicht nur wichtig für die nötige Süße des Smoothies, auch bei der Aufschlüsselung der einzelnen Nährstoffkomponenten kann dieser Umstand sehr hilfreich sein.

Detox – Kur – raus mit dem Müll

Jeder von uns hat eine unterschiedliche Anzahl an gesundheitsschädlichen Stoffen in seinem Körper. Neben Umweltgiften siedeln sich auch viele freie Radikale in unserem Körper an. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen tragen zur Entstehung von vielen Erkrankungen bei, sind dafür verantwortlich das der Mensch – äußerlich wie innerlich- altert und verschlechtern bestimmte Stoffwechselvorgänge im Organismus. Damit der Körper solche Stoffe rausspülen kann, benötigt er vor allem

Fehlen diese Stoffe, oder werden nur in unzureichenden Mengen eingenommen, kann der Körper unter der Last der Belastungen manchmal seinen Dienst verweigern und es entstehen im günstigsten Fall erst einmal kleiner Wehwehchen wie Verstopfungen. Eine dauerhafte Überbelastung kann aber im schlimmsten Fall ernsthafte Erkrankungen auslösen. Hierzu zählen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Gelenkserkrankungen
  • Osteoporose
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Muskelerkrankungen, uvm.
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Grüne Smoothies eignen sich hervorragend dazu, den Körper mit Unmengen an diesen Reinigungsstoffen zu versorgen und den Organismus von innen aufzuräumen. Dazu gehört wie immer ein bisschen Konsequenz. Zwar sind grüne Smoothies von Grunde auf gesund, allerdings sollten Sie – um eine entgiftende Wirkung zu erzielen, regelmäßig verzehrt werden. Eine richtige Detox Kur könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Wer ganz radikal entgiften möchte, sollte seine Ernährung für einige Tage / Wochen komplett auf grüne Smoothies umstellen. Heißt: Immer dann, wenn eine Mahlzeit ansteht, gilt es diese durch einen grünen Smoothie zu ersetzen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie zu Beginn einer solchen Fastenkur zuerst einmal gründlich Ihren Darm entleeren. Entweder mittels eines Einlaufs oder mit „Medikamenten“ wie Glaubersalz.

Wichtig: Fragen Sie vor Beginn einer solchen Entgiftungskur unbedingt Ihren Arzt um Rat und schließen Sie bei Ihm sämtliche Gründe aus, die gegen eine Fastenkur sprechen.

Alternativ können Sie nur eine oder zwei Mahlzeiten pro Tag durch grüne Smoothies ersetzen. Aufgrund der hohen Nähstoffdichte kommt es beim Verzehr grüner Smoothies zu keinen Mangelerscheinungen, wie es beim gewöhnlichen Fasten kommt.

Ran an den Mixer – Rezepte für grüne Smoothies

Grundsätzlich sind Ihnen bei der Herstellung grüner Smoothies keine Grenzen gesetzt und Sie können alles in den Mixer werfen, was Ihnen schmeckt. Hauptsache Sie behalten Die Balance zwischen Blattgrün und Obst. Dennoch haben sich einige Rezepte als besonders schmackhaft erwiesen:

Bitter Süßer Verdauungssmoothie

  • 100g Feldsalat, alternativ Babyspinat
  • 2 mittelgroße Orangen
  • 1 Handvoll Endiviensalat
  • 100-150ml Wasser

Dieser Smoothie regt auf Grund der zahlreichen Bitterstoffe die Verdauung an.

Mangold Smoothie mit karibischer Note

  • 150 ml frischgepresster Apfelsaft
  • 4 Mangoldblätter
  • 1 Banane
  • 1 Mango
  • 1 TL Kokosöl

Auch hier wird die Verdauung ordentlich angeregt. Zudem enthält der Smoothie viel Vitamin A und Kalium. Dies kann dabei helfen, in Stresssituationen gut zurecht zu kommen.

Avocado Smoothie mit Mango

  • 1 reife Mango
  • 1Banane
  • Eine halbe Avocado
  • 1 Orange, mittelgroß
  • 1EL Agaven-Dicksaft
  • Etwas Vanilleextrakt

Der Avocado Smoothie kann dabei unterstützen den Cholesterinspiegel zu senken. Dies geschieht aufgrund der cholesterinsenkenden Wirkung der Avocado. Näheres hierzu können Sie unter gruenesmoothies.de nachlesen.

Achtung: Bitte schälen Sie die Avocado vor dem Mixen und entkernen sie.

Power Smoothie mit Weizengras und Algen

  • 3-4 Karotten
  • 50 ml Weizengrassaftpulver
  • 1 Apfel, alternativ 50ml frischgepressten Apfelsaft
  • 2 EL Spirulina-Pulver
  • Ein kleines Stück Ingwer
  • Wasser nach Bedarf

Dieser Power Smoothie versorgt sie mit allem, was es braucht um Sie leistungsfähig und fit für den Tag zu machen. Einfach alles in den Mixer rein und ordentlich durchmixen.

So beginnen Sie grüne Smoothies zu trinken

Sicherlich können Sie grüne Smoothies immer und zu jeder Zeit verzehren. Wenn Sie aber ernsthaft Ihre Ernährung umstellen möchten, sollten Sie unbedingt einige Anfängerfehler vermeiden.

  • Beginnen Sie langsam mit dem Ersatz einer Mahlzeit. Hierfür sollte die Verzehrmenge eines einzelnen Smoothies etwas 200-250ml betragen.
  • Beginnen Sie mit einem höheren Obstanteil, dieser ist am Anfang der Umstellung bei etwa 70% und sollte nach und nach auf 50% reduziert werden. So fordern Sie Ihren Organismus nicht gleich zu Beginn komplett heraus.
  • Am Anfang empfiehlt es sich nur eine Sorte Obst und Gemüse zu verwenden
  • Achten Sie darauf stärkehaltige Gemüse wie Kohl, Auberginen, Zucchini, rote Bete und Karotten zumindest zu Beginn nicht mit Obst einzunehmen, da dies schnell zu Flatulenzen führen kann.
  • Wechseln Sie unbedingt regelmäßig die Blattgemüsesorten. Jedes Lebensmittel beinhaltet andere Inhaltsstoffe. Bei wochenlanger gleicher Einnahme kann es zu einer Überbelastung und somit unter Umständen auch zu Vergiftungserscheinungen kommen. Wer regelmäßig die Lebensmittel wechselt, sollte hiervon nicht betroffen sein.
  • Verwenden Sie ausschließlich frische Lebensmitte, hierin sind die meisten Nährstoffe enthalten
  • Trinken Sie Ihren Smoothie immer in kleinen Schlucken und nur dann, wenn Sie ein tatsächliches Hungergefühl haben.
  • Achten Sie auf Ihren Körper und lassen Sie Lebensmittel weg, wenn Sie Auffälligkeiten (Blähungen, Verstopfungen) an sich bemerken.

ACHTUNG: Smoothies eignen sich nicht für jedermann. Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit, einer Fructoseintolleranz oder Personen mit Erkrankungen der Verdauungsorgane sollten auf den Verzehr grüner Smoothies verzichten. Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie unbedingt das Gespräch mit Ihrem Arzt suchen und bei dem Erscheinen der kleinesten Unannehmlichkeiten oder Symptome auf den Verzehr von Smoothies verzichten.

Fazit Grüne Smoothies

Grüne Smoothies schmecken und helfen dabei den Körper mit vielen wichtigen Vitalstoffen zu versorgen. Sie können nicht nur dazu beitragen, Übergewicht zu reduzieren, sondern sorgen auch auf Grund Ihrer Zusammensetzung dafür, dass der bekannte Jo-Jo-Effekt unter Umständen gar nicht erst eintritt. Menschen, die regelmäßig grüne Smoothies verzehren, berichten von einer Leistungssteigerung und einem allgemein gesteigerten Lebensgefühl. Wir sagen: Probieren Sie es doch einfach mal aus und bereichern Sie Ihre Ernährung mit einem leckeren Smoothie, denn Nährstoffe haben noch niemandem geschadet J

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