Kartoffelfasern – Aus der Low-Carb-Ernährung nicht mehr wegzudenken

In Deutschland sind sie noch recht unbekannt: Kartoffelfasern, auch als Pofiber bezeichnet. In skandinavischen Ländern werden sie aber vor allem im Rahmen der Low-Carb-Ernährung verwendet. Auch, wenn es um glutenfreie Ernährung bei Zöliakie geht, finden sich Kartoffelfasern in einigen Koch- und Backbüchern als Zutat wieder. Noch gelten sie zwar eher als „Hype“, der aus Skandinavien auch zu uns schwappt, über kurz oder lang dürften sie aber durchaus ein Bestandteil bestimmter Ernährungsweisen sein. Doch was sind Kartoffelfasern eigentlich und was lässt sich aus ihnen zubereiten?

Was sind Kartoffelfasern?

Bei Kartoffelfasern handelt es sich um ein Endprodukt, bei welchem den Kartoffeln ein großer Anteil an Stärke sowie viel Wasser entzogen werden. Nach diesem Prozess bleiben die so genannten Pofiber übrig, welche reich an Ballaststoffen sind. Im Anschluss daran werden die Fasern zu einem feinen Pulver vermahlen. Sie weisen einen leichten Geschmack nach Kartoffeln auf und sind vielseitig einsetzbar.

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um Kartoffelfasern um eine Art Restbestand der Kartoffel. Auf dem Speiseplan sind sie aber durchaus von Nutzen, denn Ballaststoffen wird mittlerweile ein unumstrittener gesundheitlicher Vorteil nachgesagt. Ballaststoffe stellen keine Belastung für den Darm dar, sondern beeinflussen die Verdauung positiv. Mit etwa acht Prozent enthalten Kartoffelfasern deutlich weniger Stärke als Kartoffeln, jedoch auch wesentlich mehr Ballaststoffe als die rohe Knolle.

Viele Hersteller geben an, dass die Kartoffelfasern etwa das Zwölffache ihres Gewichts an Wasser aufnehmen können. Da sie in fein gemahlener Form erhältlich sind, zählen sie zu den Ballaststoff-Pulvern und sind in großen, gut sortierten Bio-Märkten sowie im Internet erhältlich.

Kartoffelfasern und Kartoffelmehl – Wo liegt der Unterschied?

Im Supermarkt ist oft Kartoffelmehl erhältlich. Kartoffelfasern sollten möglichst nicht damit verwechselt werden. So gelten Kartoffelfasern als ballaststoffreich und kohlenhydratarm, während Kartoffelmehl vor allem Kartoffelstärke enthält. Im Mehl sind also nur wenige Ballaststoffe und dafür viele Kohlenhydrate enthalten.

Wo können Kartoffelfasern zum Einsatz kommen?

Die Fasern sind in der Küche sehr vielseitig einsetzbar und können sowohl beim Kochen als auch beim Backen zur Anwendung kommen. Da Sie als sehr saugfähig gelten, lässt sich damit sowohl süßes als auch herzhaftes Gebäck optimal mit Ballaststoffen anreichern.

Aufgrund ihres Quellvermögens können Kartoffelfasern sehr gut in der glutenfreien Küche zum Einsatz kommen. Backwaren wird damit eine angenehme Konsistenz verliehen, was beim glutenfreien Backen meist nicht so einfach ist. Verwendet werden können Kartoffelfasern aber auch für die Zubereitung von Frikadellen. Sie eignen sich aber auch zum Panieren von Gemüse, Fleisch und Fisch und stellen somit eine ballaststoffreiche Alternative zu herkömmlichen Paniermehl dar. Zu empfehlen sind Kartoffelfasern außerdem zum Binden von Soßen und Suppen.

Kartoffelfasern als echte Alternative in der Low-Carb-Ernährung

Im Bereich der Low-Carb-Ernährung gelten Kartoffelfasern als der Trend überhaupt. Ohne viele Kohlenhydrate schmecken sie trotzdem nach Kartoffel, aus der skandinavischen Küche sind sie nicht mehr wegzudenken.

Nicht nur Menschen mit Glutenunverträglichkeit greifen gern zu Kartoffelfasern. Auch Anhänger der Low-Carb- oder Paleo-Ernährung haben Kartoffelfasern für sich entdeckt. Neben Brot, Gebäck, Kuchen und Panaden für Fisch oder Fleisch lassen sich aus Kartoffelfasern auch Röstis, Pfannkuchen und Kartoffelsuppe zubereiten.

Nährwerte von Kartoffelfasern

Grundsätzlich handelt es sich bei den Nährwertangaben für Kartoffelfasern natürlich um durchschnittliche Werte. Für die realen Werte sind unter anderem Faktoren wie Herkunft, Reifegrad und Art eines Produkts abhängig. Für Kartoffelfasern gelten folgende Nährwertangaben pro 100 Gramm:

Energie193 Kalorien
verwertbare Kohlenhydrate8 Gramm
Eiweiß9 Gramm
Fett0,1 Gramm

Kartoffelfasern gut für Diabetiker ?

Im Verdauungstrakt können Kartoffelfasern einige Nährstoffe binden. Zu diesen wird auch Glucose gezählt. Die Glucose aus der Nahrung geht dabei langsamer vom Darm in die Blutbahn über, wodurch der Blutzuckerspiegel nur langsam steigt. Für Diabetiker bedeutet dass, dass unter Umständen weniger Insulin notwendig wird. Durch den langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels bleibt zudem das Sättigungsgefühl länger bestehen und so können Kartoffelfasern auch beim Abnehmen hilfreich sein.

Kartoffelfasern werden zunehmend beliebter

Bislang gibt es noch nicht sehr viele Informationen um die in Skandinavien bereits beliebten Kartoffelfasern. Doch in der Low-Carb- und auch in der Paleo-Ernährung wird das auch als Pofiber bezeichnete Restprodukt der Kartoffel schon sehr gern verwendet. Es eignet sich hervorragend für Menschen mit Glutenunverträglichkeit, bei Diabetes-Patienten und für jeden, der Gewicht reduzieren will. Auch wenn Kartoffelfasern derzeit vorrangig im Internet erhältlich sind, dürfte der Hype darum bald so stark sein, dass sie auch vom deutschen Markt nicht mehr wegzudenken sind.

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