Aronia - Beere mit magischen Kräften ?

Die Aronia oder Aroniabeere, die auch gern als Apfelbeere bezeichnet wird, gehört zur Pflanzengattung der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Dort wachsen die Aroniabeeren am Strauch, welcher eine Höhe von bis zu zwei Metern erlangen kann.

Der Strauch ist mit grünen Blättern versehen und besticht vor allem durch seine auffallenden Winterknospen. Die recht einfachen Blätter sind elliptisch angelegt und können auch eiförmige Formen annehmen, die gut und gern 2 cm bis 8 cm lang werden. Die Oberseite der Blätter ist mit schwarz-rötlichen Haaren versehen, die im Herbst eine rote Färbung annehmen. An den Blütenständen können bis zu zwanzig Blüten reifen. Die radiärsymmetrischen Blüten haben meist einen Durchmesser von ca. einem Zentimeter und weisen fünf Kelchblätter auf. Die Kronblätter hingegen sind oftmals weiß oder auch blässlich rosa. Die Früchte reifen schließlich zu dunkelroten, fast schwarzen Früchten heran, die apfelförmig dargestellt sind. Diese Beeren haben einen Durchmesser von bis zu 12 mm und beinhalten in ihrem Inneren ein Kerngehäuse.

Die Geschichte der Aronia

Im östlichen Nordamerika beheimatet, kannten schon die Indianer die weintraubenähnliche Frucht. Vor allem für den Winterproviant wurden die Beeren gepflückt und genutzt. Weltreisende nahmen die Aroniabeere schließlich mit in den Osten und versuchten mit ersten Zuchtversuchen einen Anbau. In Russland wurde dank der Unterstützung von Lenin und Stalin eine recht frostresistente Sorte angelegt, die unter dem Namen Aronia melanocarpa bekannt wurde.

Heute ist die Aroniapflanze in vielen Bereichen Europas anzufinden und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es sind vor allem ihre robusten sowie winterharten Eigenschaften, die diese Pflanze ausmachen. So kommt die Aroniabeere überaus gut mit Temperaturen von bis zu minus 30° Celsius zurecht und trotzt sowohl Eisregen als auch hartnäckigem Schnee. Zudem ist die Aronia außergewöhnlich pflegeleicht und eignet sich deshalb auch sehr gut für den Hobbybotaniker. Ob als einzelner Strauch oder als Sichtschutz angelegt – die Begrünung des Gartens oder der Terrasse schafft einen herrlichen Gartenschmuck. Gleichwohl ist diese Pflanze verhältnismäßig einfach zu kultivieren und ist somit auch gern in Schulgärten gesehen.

120664878 – fotolia – madaland

Die Früchte reifen zumeist im frühen Herbst und offerieren Dolden, an denen rund 10 bis 30 Früchte wachsen. Die Frucht sowie der Fruchtsaft sind dunkelrot – der Geschmack hingegen wird als herb bis süßlich beschrieben. Ein Strauch erbringt bei guter Pflege rund 20 Jahre lang Früchte.

Die Vielfalt der Aronia Wirkung

Die Aroniabeeren sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten auch zahlreiche positive Wirkungen, die dem Menschen zugute kommen können. Nicht umsonst trägt die Aronia gern den Beinamen „Gesundheitsbeere“. So stecken in jeder Beere wertvolle Inhalts- sowie Wirkstoffe, die für den menschlichen Organismus lieb und teuer sind. Vor allem die Polyphenole sowie

Vitamine B2Kalium
Vitamin CEisen
Vitamin KJod
Folsäure B9Zink
Provitamin ACalcium

in der Aronia schaffen eine wahre Bandbreite an unterschiedlichen Mineralstoffen und essentiellen Wirkstoffen, die dem Körper täglich zugeführt werden sollten. Dank des hohen Vitamingehaltes sowie an Flovonoiden (Polyphenolen) gilt die Aroniabeere als wahres Nahrungsergänzungsmittel und kann schädlichen, freien Radikalen entgegenwirken.

Neben den vielzähligen Inhaltstoffen hat die Aroniabeere zudem noch wesentlich mehr zu bieten. So sorgt die Beere für positives Wohlbefinden und verhilft dem Organismus sich vorteilhaft zu regulieren. Vor allem im Bereich des Herz-Kreislaufs können die Stoffe der Beere die Gefäße aufwerten und sich bei Gefäßerweiterung positiv auswirken. Zudem kann ein etwaiger Bluthochdruck normalisiert und Cholesterinwerte ausgeglichen werden. Ebenso kann bei regelmäßigem Aronia-Konsum eine Arterienverkalkung verlangsamt werden. Neben diesen Eigenschaften weist die Aroniabeere weiterhin entzündungshemmende Wirkstoffe auf, welche die Selbstheilung des Körpers unterstützen. So können Leber-, Gelenk- oder Blasen- sowie Nierenentzündungen gelindert werden – die Aronia Wirkung ist somit vielfältig als auch mannigfaltig.

Hinweis: Früchte wie die Aronia, die mit einem auffallend hohen Polyphenol-Gehalt ausgestattet sind, werden ausgezeichnet von Allergikern vertragen. Das Immunsystem wird dank der Aronia aufgewertet und Abwehrkräfte stabilisiert, sodass der Körper bei einer Reihe von Aktivitäten praktisch unterstützt wird.

Leckere Aronia Rezepte, die zum Nachmachen anregen

Die Aronia lässt sich nicht nur einfach vom Strauch ernten und naschen – sie findet auch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Die Zubereitung als auch Verfeinerung ist überaus einfach: so können viele Gerichte mit der Beere einfach nur gesüßt und auch herzhafte Speisen aufgewertet werden. Ein paar erlesene, einfache Gerichte werden im Folgenden aufgeführt:

Aronia Eisjoghurt

Für den leckeren Nachtisch, der sowohl großen als auch kleinen Naschkatzen schmecken wird, werden benötigt:

  • 300 g Aroniabeeren
  • 300 g Joghurt
  • 30 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eigelbe

Die Beeren werden handverlesen und gewaschen. Anschließend werden die Beeren in etwas Wasser aufgekocht – der Saft und die Aroniaberen werden anschließend mit Joghurt verrührt und mit dem Eigelb, dem Puderzucker sowie dem Vanillezucker vermengt. Mit einem Handrührgerät oder Mixer sollte die Masse so lange verquirlt werden, bis ein sämiges Resultat entsteht. Nun kommt der Aronia-Joghurt in Formen und sollten für ca. 2-3 Stunden im Eisfach ruhen. Fertig ist der selbstgezauberte Aronia-Eisjoghurt.

Aronia Milchshake

Wer Milchshakes mag, wird dieses Rezept lieben, das binnen kürzester Zeit zuzubereiten ist. Für den Aronia-Shake wird benötigt:

  • 400 g Aroniabeeren
  • 200g Sahne
  • 1 l Milch
  • Zucker oder Honig nach Gusto

Nach dem Waschen kommen die Aroniabeeren in eine Schüssel und werden mit einem Pürierstab zerkleinert. Anschließend wird das Mus mit einem Sieb passiert, um den reinen Fruchtbrei zu erhalten. Mit steifgeschlagener Sahne und kühler Milch wird das Püree nochmals kurz durchgerührt. Wer mag, kann den Milchshake noch mit etwas Zucker oder Honig nachsüßen.

Die Aronia lässt sich zudem für Backwaren überaus gut nutzen. Ob für einen leckeren Kuchen oder Muffins – die Aroniabeeren wirken nicht nur appetitlich, sondern sind in ihrer Anwendung recht vielseitig. Auch für deftige Speisen können die Beeren verwendet werden.

Aroniabeerenpizzabrot

Dieses Pizzabrot ist nicht nur köstlich, sondern kann zu vielen Speisen dargereicht werden. Ebenso ist es schnell zubereitet und kann ganz nach Lust und Laune belegt werden. Für das krosse Pizzabrot werden verwendet:

  • 500 g Mehl
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • Etwas Olivenöl
  • Italienische Kräuter
  • Tomatenmark
  • Aroniaresterpulver
  • Salz
  • Belag: zum Beispiel Gouda

Aus dem Mehl, der Hefe, dem Salz und dem Wasser wird zunächst ein Hefeteig hergestellt, der für ca. eine halbe Stunde ruhen sollte. Anschließend wird der Teig ausgerollt, mit Tomatenmark bestrichen und mit Aroniaresterpulver bestreut. Zum Abschluss kommt der Gouda dazu, ehe das Pizzabrot bei ca. 180° Celsius im Backofen ausbacken darf.

Forschung und Studien der Aronia Wirkung

Dass die Aroniabeeren nicht nur lecker sind, sondern auch viele Wirkungen offerieren, die für den menschlichen Organismus zuträglich sind, wurde bereits erläutert. Doch meist werden den Früchten gern viele Vorteile zugesagt, deren wissenschaftliche Bestätigung noch nicht dargelegt wurde. Die Aronia hingegen steht schon seit einiger Zeit im Fokus der Wissenschaft, hegt diese ein scheinbar großes Interesse an der Frucht. So wurde jüngst bekannt gegeben, dass die Aroniabeere positive Auswirkungen im Bereich der Dickdarmzellen erreichen kann.

Darmkrebszellen: Vermehrte Studien, die unter anderem im Jahr 2004 begannen, zeigten auf, dass sich die Wirkungen verschiedener Beeren (darunter blaue Weintrauben, Blaubeeren sowie Aronia) auf Dickdarmkrebszellen äußern können. Während einer Untersuchung von rund 72 Stunden wurden sowohl gesunde als auch betroffene Darmzellen studiert. Die Studie ergab, dass alle drei Früchte das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Die Aroniabeere konnte hingegen ihre Mitstreiter beträchtlich zurücklassen und mit einer recht starken Wirkung punkten. Das Zellwachstum war durch das Zutun von Aronia bei einer Studiendauer von 48 Stunden um rund 50% reduziert worden. (Für weitere Informationen fragen Sie bitte Ihren Arzt)

Sogar auf die Hemmung von Krebszellenteilung konnten Bezüge hergestellt werden. Auch in diesem Bereich konnte eine vorteilhafte Aronia Wirkung aufgezeigt werden – das Wachstum der gesunden Zellen wurde während des gesamten Studienzeitraums nicht beeinflusst.

Tumorbildung: Während weiterer Studien wurde die Erkenntnis erbracht, dass die Aronia aufgrund eines besonderen Enyzms (COX 2) die Tumorbildung hemmen kann. Der COX 2 gilt hierbei als Tumormarker und kann bei der Früherkennung der Krebserkrankung eine überaus gewichtige Rolle spielen. Wird während der Behandlung zudem Aronia-Extrakt konsumiert, so kann die Tumorbildung aktiv unterdrückt werden – dies liegt der Aktivierung des CEACAM1 (Eiweiß) zugrunde.

Andere Krankheiten und Beschwerden: Weiterhin wurden zahlreiche weitere Studien vorgenommen, welche die entzündungshemmende Aronia Wirkung beäugte. Demnach schützt die Aroniabeere nicht nur das Herz-Kreislaufsystem, sondern auch den Magen sowie die Leber. Die Aronia wirkt ferner antibakteriell, antiviral sowie antidiabetisch. Das Immunsystem wird angekurbelt und negative Auswirkungen im Rahmen von Zytostatika gehemmt.

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Wertvolle Ratschläge und Tipps für den Kauf von Aroniabeeren

Bei all diesen Vorzügen würde sicherlich gern so manch einer sofort einen Aronia-Strauch in seinen Garten pflanzen. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, der kann Aroniabeeren auch im Handel, im Reformhaus oder im Biomarkt erwerben. Wichtig ist jedoch, dass die Beeren schonend getrocknet wurden und demnach eine hohe Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen enthält. Frische Beeren sind hingegen zu bevorzugen, da diese wesentlich mehr Vitamine und Mineralstoffe aufweisen. Auch Aronia Saft bietet viele Vorzüge. So gelangen die Vitalstoffe recht schnell ins Blut, sodass sich die Zellen an den Wirkstoffen gütlich tun können. Wichtig für den Kauf: Ein 100 % Direktsaft ist hier zu bevorzugen, da ansonsten die Beeren mit zu viel Wasser oder anderen Zusätzen versehen sind.

Hinweis: Es ist maßgeblich beim Kauf auf den kontrolliert biologischen Anbau zu achten. Beeren, die mit Schadstoffen belastet sind, sollten weniger freizügig in den Warenkorb wandern.

Neben all diese Produkte können auch weitere Waren erworben werden, wie zum Beispiel Fruchtaufstriche, Energy-Kugel oder Früchteriegel. All diese Produkte können definitiv die frische Aroniabeere nicht ersetzen, sind allerdings als gesunder Snack zwischendurch ebenso wenig zu verachten.

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