Grüne Tonerde zur Entgiftung, Entschlackung und Stärkung des Immunsystems

Grüne Tonerde, meist auch als grüne Mineralerde bezeichnet, wird aufgrund ihrer vielfältigen Wirkungen und somit zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten sehr geschätzt. Vertrieben wird grüne Tonerde oft auch nur als „Heilerde“. Bekannt ist sie vor allem für ihre starken Absorptionseigenschaften. Sie soll Metalle, Toxine und Drogen binden können und setzt sich aus sehr unterschiedlichen Mineralstoffen und Spurenelementen zusammen. Grüne Tonerde kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Doch was ist dran an der ihr nachgesagten Wirkung?

Grüne Tonerde – Ein Geschenk der Natur

Bei grüner Tonerde handelt es sich eigentlich um eine Kreide, welche bei der Zersetzung von Vulkanasche entsteht. Sie ist ein natürlicher Wirkstoff und wird nicht künstlich hergestellt. Das Ausgangsmaterial wurde vor Urzeiten durch vulkanische Aktivitäten in die Luft geschleudert und drang dann in den Boden ein. Aufgrund der 25 bis 35 enthaltenen, wertvollen Mineralstoffe und Spurenelemente (unter anderem Magnesium, Silizium und Kalium) wurde der Boden fruchtbar.

Grüne Tonerde ist dabei sonnengetrocknet und weist – da sie auch innerlich angewendet werden kann – einen neutralen Geschmack auf. Sie verfügt über eine drei- bis fünfschichtige Mineralstruktur. Dadurch besitzt sie die Fähigkeit, verschiedene Giftstoffe und auch Gase an sich zu binden und aus dem Körper auszuleiten.

Gefördert wird die grüne Tonerde von DIN ISO zertifizierten Abbaubetrieben. Nach dem Trocknungsvorgang an der Sonne wird sie mittel patentiertem Verfahren zu mikrofeinem Pulver mit einer Körnung von zehn Mikrometern verarbeitet.

Anwendungsbereiche von grüner Tonerde

Grüne Tonerde kann bei unterschiedlichen Beschwerden und Problemen sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung von grüner Tonerde

Grüne Tonerde ist vor allem in Form von Masken und Packungen bei Hautproblemen wie Akne und Pickel, aber auch bei übermäßiger Talgproduktion beliebt. Durch Masken und Packungen können Entzündungen und Verletzungen der Haut gelindert und möglicherweise auch geheilt werden. Auch leichte Verbrennungen und Schnittwunden können besser abheilen, weshalb grüne Tonerde auch beim Vernarben nach postoperativen Eingriffen auf Heilverbände gegeben werden kann. Aufgrund ihrer Eigenschaften kann sie zudem beruhigend bei Sonnenbrand sowie juckenden Mückenstichen und Ausschlägen wirken. Da grüner Tonerde zudem eine analgetische Wirkung nachgesagt wird, sollen Heilverbände sogar bei Verstauchungen und Verzerrungen schmerzlindern wirken können. Durch die Regulierung von überschüssiger Talg- und Schweißproduktion kann auch Schweißgeruch verringert werden. Auch bei Ödemen sowie Cellulite kann grüne Tonerde hilfreich sein.

Packungen mit grüner Tonerde sollen zudem gut für die Haare sein. Die Haare können damit gestärkt und regeneriert werden, sogar die Bildung von Schuppen kann zurückgehen, wenn grüne Tonerde kurmäßig angewendet wird.

Grüne Tonerde eignet sich weiterhin zur allgemeinen Körperpflege. Sie gilt als gut hautverträglich und verursacht deshalb auch kaum allergische Hautreaktionen.

Innerliche Anwendung von grüner Tonerde

Für die innerliche Anwendung wird grüne Tonerde in Wasser aufgelöst und getrunken. Dadurch kann der Körper von innen heraus gereinigt werden.

Für die Herstellung eines Getränks wird ein Kaffeelöffel grüne Heilerde in ein Glas Wasser eingerührt und über Nacht stehen gelassen. Das Wasser über der abgesetzten Tonerde (nicht den Satz) kann man dann problemlos trinken. Dadurch kann es zu einer Verbesserung von Magen-Darm-Problemen wie Sodbrennen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung kommen. Auch Mundgeruch lässt sich damit bekämpfen.

Das Tonerde-Getränk kann zudem den Säure-Basen-Haushalt regenerieren und das Blut reinigen. Aufgrund der nachgesagten antibakteriellen und antimikrobiellen Wirkung können vermutlich auch Infektionskrankheiten an ihrer Ausbreitung gehindert werden.

Klinische Tests bestätigen Wirkung von grüner Tonerde

Einige klinische Tests konnten mittlerweile zeigen, dass grüne Tonerde bei folgenden Beschwerden hilfreich sein kann:

  • allgemeiner Schwäche und Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit
  • Brechreiz
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Unterleibskrämpfen

Bereits im Juni 1961 wurde ein Medizinischer Jahresbericht des Bezirks Columbia mit dem Titel „Der Nutzen von Heilerde bei der Behandlung von Durchfall“ herausgebracht, in dem die Forschungsergebnisse eines Doktorenteams niedergeschrieben sind.

Im Rahmen der Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Durchfallerkrankungen durch Virusinfektionen, Nahrungsmittelallergien, Lebensmittelvergiftungen und krampfartige Darmentzündungen verursacht wurden.

In den Ergebnissen der wissenschaftlichen Untersuchungen stellte sich heraus, dass eine Paste aus grüner Tonerde und Wasser in 97 Prozent der Fälle zu einer durchaus deutlichen Verbesserung führte.

Abschließend wurde zu den Untersuchungsergebnissen folgende Aussage getroffen:

„Grüne Mineralerde dient aufgrund ihrer natürlichen Wirkung als Absorbierungsmittel bei der Entgiftung des Darmtrakts.“

Grüne Tonerde wird außerdem in der Broschüre Nr. 609 des U.S. Bundesbergbauministeriums als auch in einem offiziellen Arzneimittelbericht in höchsten Tönen gelobt:

„Mineralerde hat neben einer immer größer werdenden Zahl äußerlicher Anwendungsmöglichkeiten auch darmreinigende, abführende Wirkung, wenn es als Gel verwendet wird.“

Aufgrund der offensichtlich vorhandenen ausgeprägten Absorptionseigenschaften könnte auch die Frage aufkommen, ob grüne Tonerde dem Körper wertvolle Nahrungsbestandteile rauben könnte.

Hierzu zeigten aber durchaus umfangreiche Studien, dass dies nicht der Fall ist, sofern die grüne Tonerde nicht mehr als 25 Prozent des diätischen Speiseplans ausmacht. Allein das stellt schon eine sehr hohe Menge dar.

Preis und Qualität von grüner Tonerde

Grüne Tonerde kostet pro 100 Gramm durchschnittlich fünf Euro. Erhältlich ist sie in Apotheken, Drogerien und Fachgeschäften für Naturprodukte dabei in Pulverform zum Anrühren und außerdem schon als fertige Paste.

Beim Kauf von grüner Tonerde sollte zur Feststellung der Qualität unbedingt auf die Zusammensetzung geachtet werden. Nur, wer genau auf die Verpackung schaut, kann herausfinden, ob es sich um reine Mineralerde in Pulverform, fertige Mineralerdepaste oder auch nur um ein mineralerdenhaltiges Produkt handelt.

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Grüne Tonerde – Ein Giftstoff- und Strahlenkiller?

Seit Jahrhunderten wird grüne Tonerde sowohl äußerlich als auch innerlich zur Reinigung genutzt.

So wurde bereits bekannt, dass Kinder, welche eine ganze Dose Rattengift geschluckt hatten, durch die Einnahme von grüner Tonerde von den negativen Folgen des Gifts verschont geblieben sind. Ein Shake aus Flohsamenhülsen und grüner Tonerde konnte Vergiftungserscheinungen vermeiden. Aus diesem Erfahrungsbericht lässt sich ableiten, dass grüne Tonerde unter Umständen auch bei Lebensmittelvergiftungen hilfreich sein könnte.

Weiterhin stellte Dr. Jensen, ein sehr fähiger amerikanischer Arzt und Forscher fest, dass grüne Tonerde wohl auch in Knochengewebe gespeicherte Strahlungsrückstände absorbieren kann.

Noch müssen zu diesen möglichen Wirkungen natürlich noch eingehende Untersuchungen folgen, die aktuellen vorliegenden Daten zur möglichen Wirkung von grüner Tonerde sind aber durchaus vielversprechend.

Interessantes zu grüner Tonerde

Den Menschen ist heilende Erde schon seit Jahrtausenden bekannt. Bereits 3.000 v. Chr. wurde sie von heilkundigen Priestern zur Mumifizierung von Toten verwendet. Auch berühmte Heilkundige aus dem Mittelalter, wie Hildegard von Bingen, kannten die Wirkungen von heilender Erde auf die Gesundheit.

Heilerde – und damit auch grüne Tonerde – erlebte dann in der Neuzeit eine regelrechte Renaissance. Viele Heilkundige haben sich mit der naturheilkundlichen Anwendung von Heilerde auseinandergesetzt. Unter ihnen auch der von 1821 bis 1897 lebende berühmte Pfarrer Sebastian Kneipp, der Heilerde vor allem aufgrund ihrer Wirkung bei Hautausschlägen, Geschwüren und Wunden einsetzte. Der Heilkundige Adolf Just (1856 bis 1932) sah in der Heilerde das „beste Heilmittel der Natur“ und „Lehmpastor“ Emanuel Felke (1856 bis 1926) empfahl die innerliche Anwendung von Heilerde.

Heilerde – egal welcher Art – gilt generell als traditionelles Heilmittel in der Naturheilkunde. Ihre Wirkung verdankt es der Fähigkeit, Säuren, Giftstoffe und Bakterien an sich zu binden und dann aus dem Körper zu leiten. Die Naturheilkunde verfügt inzwischen über einen großen Erfahrungsschatz, mit dem die gute Verträglichkeit der fein gemahlenen Heilerde und der in ihr vorkommenden Mineralien bestätigt werden kann.

Zu bedenken gilt jedoch, dass grüne Tonerde und Heilerde allgemein kein medizinisches Wundermittel ist. Auch wenn als bekannte Anwendungsgebiete Hauterkrankungen, Störungen im Magen-Darm-Bereich, sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden gelten und grüne Tonerde hier lindernd wirken kann, sollte im Zweifelsfall immer der behandelnde Arzt, der Heilpraktiker oder der Apotheker gefragt werden.

Gesetzliche Regelungen zur Begrifflichkeit „Heilerde“

Wenn es um den Begriff „Heilerde“ geht, gibt es in Deutschland ganz genaue gesetzliche Bestimmungen. Grüne Tonerde darf nur als Heilerde bezeichnet werden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Schließlich macht der Begriff „Heilerde“ schon aus einer einfachen Erde rein rechtlich ein Arzneimittel. Damit aus einer Substanz auch ein Arzneimittel gemacht werden kann, müssen die Hersteller jedoch sehr strenge und auch kostspielige Auflagen erfüllen. Nur sehr wenige Hersteller in Deutschland besitzen diese Arzneimittelzulassung und dürfen grüne Tonerde als „Heilerde“ verkaufen.

Viele Anbieter verkaufen grüne Tonerde als „Nahrungsergänzungsmittel“ und dürfen auch nicht mit einer heilenden Wirkung oder anderen medizinischen Aussagen werben. Dennoch ist natürlich auch bei diesen Produkten per Gesetz Keimfreiheit sowie eine geprüfte Qualität vorgeschrieben.

Grüne Tonerde auch für Tiere geeignet?

Grüne Tonerde kann auch bei Tieren zum Einsatz kommen. Bekannt ist sie hier beispielsweise bei der Bekämpfung von Flöhen.

Wie genau die Tonerde dabei wirkt, ist noch nicht gänzlich geklärt. Jedoch gilt grundsätzlich, dass die Erde nur in der Umgebung der Tiere verteilt werden sollte, nicht aber auf dem Tier selbst. Das liegt daran, dass Haut und Fell der Tiere direkt austrocknen können und somit auch die natürliche Schutzbarriere verloren geht. Damit wird die Haut gegenüber Infektionen mit Bakterien und Pilzen empfänglicher, das Fell wird stumpf und brüchig. Doch auch bei der Verteilung von grüner Tonerde in der Umgebung des Tieres ist Vorsicht geboten. Tiere können den feinen Staub aufwirbeln und dann einatmen. Gerade Katzen reagieren dann sehr empfindlich und es kann unter Umständen zu Atemwegsbeschwerden kommen.

Soll grüne Tonerde zur Flohbekämpfung eingesetzt werden, dann lohnt es sich, wenn die gesamte Wohnung kontaminiert ist und vor allem Holzdielen nicht komplett gereinigt werden können. In die Ritzen kann dann großzügig Tonerde gestreut werden. Es gilt jedoch zu bedenken, dass der entsprechende Raum dann für zwei bis drei Tage nicht begehbar ist und anschließend auch sehr gründlich gesaugt werden muss.

Mit grüner Tonerde können äußerlich aber durchaus auch oberflächliche Wunden behandelt werden. Bei Prellungen kommt zudem die kühlende Wirkung zum Einsatz.

Eine innerliche Anwendung ist auch bei Tieren denkbar. Gerade bei einer Übersäuerung des Magens mit Anzeichen wie Grasfressen, Leerschlucken oder Züngeln kann die grüne Tonerde Abhilfe schaffen, wenn ein Stück Zwieback nicht mehr hilft.

Wird grüne Tonerde bei Tieren aber falsch angewendet oder im Organismus falsch verwertet, kann es zu Verstopfungen kommen. Gerade bei der Fehlinterpretation von akuten Verdauungsstörungen kann Tonerde schnell auch eine Verschlimmerung der Symptome entstehen.

Es ist immer sinnvoll, vor allem vor der innerlichen Anwendung von grüner Tonerde bei Tieren Rücksprache mit dem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker zu halten, um andere Verdachtsdiagnosen ausschließen zu können.

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