Leinsamen Kalorien - wie viele sind es?

Unter Leinsamen sind die kleinen Samenkörner des Flaches bekannt. Diese grauen, länglichen Körner sind wahre Nährstoffbomben: Egal ob Fette, Pflanzenwirkstoffe oder Mineralstoffe – in Leinsamen liegen alle Substanzen in hochdosierter Form vor. Keine Frage, dass dementsprechend auch die Kalorien-Menge in die Höhe steigt.

Nichtsdestotrotz gelten Leinsamen als Geheimwaffe, wenn es um das Abnehmen geht. Hier versuchen wir Ihnen, dieses scheinbare Paradoxon aufzuklären und zeigen Ihnen detailliert auf, wie hoch der Kaloriengehalt der kleinen Leinsamen wirklich ist.

Kalorien als Energieeinheit bei Leinsamen

Wie Sie vielleicht schon wissen, sind die Kalorien nichts weiter als eine Energieeinheit. Wie man etwa Strecken in Meter und Zentimeter misst, so quantifizieren Kalorien oder Joule die Energie von Lebensmittel.

Hinweis: Chemisch betrachtet sind die Kalorien eines Lebensmittels die Energien, welche frei werden, wenn man die betreffende, organische Masse vollständig oxidiert.

Je mehr Kalorien ein Organismus über die Nahrung aufnimmt, desto höher muss auch sein Umsatz sein, um zu verhindern, dass sich ein Überbetrag an Energie als Fettmoleküle auf den Hüften nieder lässt.

Leinsamen Kalorien – Alle Werte

Nährwerte pro 100 Gramm
Eiweiß in Leinsamen 22,5g
Kohlenhydrate 0,0g
Fett 29,1g
Ballaststoffe 37,5g
Kalorien 425 kcal /1,781 KJ

 

Aus diesen Angaben ist bereits ersichtlich, dass eine große Hand voll Leinsamen bereits ebenso viele Kalorien enthält, wie so manche Hauptmahlzeit. Zudem ist die Zusammensetzung der Nährstoffe, welche zu dieser vergleichsweise hohen Kalorienmenge führt, recht interessant: So sind lediglich Eiweiße, Fette und Ballaststoffe involviert. Da Ballaststoffe zu knapp 100 Prozent wieder unverdaut ausgeschieden werden, und Eiweiße oftmals dringend von der Muskulatur (bei aktiven Menschen) als Werkstoff benötigt wird, sind es lediglich die Fette, welche für unsere Figur schädlich sind.
Wobei hier auch angemerkt werden muss, dass es sich bei den Fetten in Leinsamen um sogenannte ungesättigte Fettsäuren handelt, welche in gewissen Maßen durchaus gesundheitsförderlich und sogar essentiell für etliche Abläufe in unserem Körper sind.

Kann man mit Leinsamen dennoch abnehmen?

Trotz der vielen Kalorien nehmen etliche Sportler und Personen, die eine Diät durchlaufen, Leinsamen zur bewussten Gewichtsreduktion ein. Dies hat den Hintergrund, dass Leinsamen über spezielle Quellzellen verfügen, die bei Kontakt mit einer wässrigen Phase (in unserem Fall dem Speichel beziehungsweise der Magen-Darm-Flüssigkeit) auf ein Vielfaches ihres ursprünglichen Umfangs aufquellen.

Dies hat zur Folge, dass durch den Druck auf die Darmwände ein gewisses Sättigungssignal ausgeht. Das bedeutet, dass wir nach der Einnahme von Leinsamen das Gefühl haben satt zu sein, obwohl wir fast nichts gegessen haben. Und genau dieser Trick bewirkt, dass wir effektiv weniger essen und somit abnehmen. Zumal bereits 10 Gramm der Leinsamen vollkommen ausreichen, um diesen Effekt hervorzurufen – die dazugehörige Kalorienzahl kann also getrost als unbedeutend beziffert werden.

Darüber hinaus fördern die aufgequollenen Leinsamen die Darmtätigkeit, was dazu führt, dass der halbverdaute Nahrungsbrei zügiger Richtung ‚Ausgang‘ befördert wird. Somit werden tendenziell weniger (kalorienhaltige) Nährstoffe in den Organismus mit aufgenommen, was wiederum ein positiver Nebeneffekt ist, wenn es um das Thema abnehmen geht.

Fazit: In Maßen sind die Leinsamen Kalorien also definitiv zu vernachlässigen. Bedenken Sie zudem, dass Sie sowieso nicht zu viele Leinsamen Körner auf einmal zu sich nehmen sollten, da sonst die Gefahr eines gefährlichen Darmverschlusses erhöht ist.

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