Propolis Allergie - so finden Sie es heraus

Propolis gehört schon seit Generationen in das feste Inventar etlicher Hausapotheken in Mitteleuropa. So gibt es kaum ein wirkungsvolleres Naturprodukt gegen leichten Hautverletzungen, Zahnfleischentzündungen und chronischem Mundgeruch als der gute, alte Bienenkitt (so wird Propolis unter den Imkern auch bezeichnet).

Doch wie so ziemlich jedes pharmazeutisch wirksames Heilmittel, so treten auch bei Propolis ab und an Nebenwirkungen auf. Die häufigste unter ihnen ist die klassische Propolis Allergie, welche bei etwa drei bis vier Prozent aller Menschen auftritt.

Bin ich gegen Propolis allergisch?

Bevor wir Ihnen nun die Gründe für das Auftreten dieser Beschwerden aufzeigen, möchten wir eines vorweg schicken: Gefährliche oder gar lebensbedrohliche Allergiebeschwerden wie etwa bei einem Wespenstich treten bei der Propolis Anwendung niemals auf (auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält). Um herauszufinden, ob auch Sie an einer Propolis Allergie leiden, können Sie also ohne Angst ein wenig Propolis Salbe auf Ihrer Haut verteilen um in den darauffolgenden Stunden auf Symptome wie Schwellungen oder Rötungen warten. Treten diese nicht auf, so können Sie ohne Bedenken auch andere Präparate wie etwa die Propolis Tropfen oral zu sich nehmen – denn eine Allergie ist durch den ‚Salben-Test‘ auszuschließen.

Die Ursachen für eine Propolis Allergie

Wie Sie sich vielleicht schon denken mögen, liegt der Grund für allergische Reaktionen des Körpers bei den Inhaltsstoffen der Propolis. Doch den genauen, chemischen Stoff ausfindig zu machen ist gar nicht so leicht – bei weit über 100 Substanzen!

Makroskopisch betrachtet besteht Propolis aus einer Vielzahl an Harzen und Pollen – welche sich wiederum aus zahlreichen ätherischen Ölen, sekundären Pflanzenwirkstoffen und Mineralstoffen zusammensetzen.

Für eine allergische Reaktion kommen dabei erwiesenermaßen folgende Substanzen in Frage:

  • Perubalsam
  • Pappelknospenpollen
  • Zimtrinde
  • Dimethylallyl-Kaffeesäureester

Darüber hinaus sind auch alle Personen ‚gefährdet‘, welche am klassischen Heuschnupfen leiden oder auf bestimmte Obst- oder Gemüsesorten sowie Heu allergisch reagieren. Denn durch sogenannte Kreuzallergien lassen sich die Beschwerden auch auf Propolis ausweiten. Personen, die im Frühjahr/Sommer an Heuschnupfen leiden, sind Statistiken zufolge auch zu 10% auf Propolis allergisch. Auch Personen mit einer Überempfindlichkeit der Schleimhäute – man spricht in diesem Zusammenhang von einer atopischen Veranlagung – sowie Asthmatiker haben ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Propolis Allergie.

Interessant ist hierbei, dass es sich bei dieser Allergie um einen ‚Spättyp‘ handelt – das bedeutet, dass die Symptome nicht unmittelbar nach dem Allergen-Kontakt (also etwa dem Auftragen der Salbe auf die Haut) auftreten, sondern manchmal auch erst viele Stunden später.

Propolis Allergie – Symptome

In aller Regel äußert sich eine Propolis Allergie über Kontaktekzeme. Das sind Rötungen oder Schwellungen auf der Haut (oder aber den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum), welche oftmals auch stark jucken. Wenn Sie dafür sorgen, dass Ihre Haut ‚atmen‘ kann – also keine enganliegende Kleidung an den betroffenen Stellen tragen – sollten sich die Symptome bereits innerhalb weniger Stunden verringern. Das Auftragen von milden Feuchtigkeitcremes oder Lotionen kann den Heilungsvorgang beschleunigen. Auf jeden Fall sollten Sie die betroffenen Hautstellen nicht mit Seite oder anderen Waschlotionen zusätzlich reizen.

Bei einer oralen Einnahme über Tinkturen oder Tropfen kann es hingegen zu leichten Bauchkrämpfen, Durchfall oder Blähungen kommen. Diese Symptome sollten innerhalb weniger Stunden von alleine wieder verklingen.

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